Große Karpaten Fahrradreise
Reise Nr. 387
Unsere höchst abwechslungsreiche Karpatenradreise führt Sie in 15 Tagen, meist den Tälern folgend, einmal quer von West nach Ost durch diese einzigartige Landschaft.
Erleben Sie unterwegs nicht nur die Stille der tiefen Wälder, in denen Bär, Luchs und Wolf zuhause sind, das duftende Heu auf den Wiesen rund um die Dörfer und die Hirten mit ihren Schafherden, sondern auch so geschichtsträchtige Städte wie das galizische Lemberg mit seiner von der Unesco geschützten Altstadt, Uzhgorod und Kolomija.
Sie besteigen Ihre Räder am Uzhok-Pass am Dreiländereck Polen/Slowakei/Ukraine, radeln südwärts in Richtung Uzhgorod, weiter durch ursprüngliche Karpatentäler nach Chust und anschließend entlang der Theiß (Tisza). Der rumänischen Grenze folgend nähern Sie sich dem Karpatenhauptkamm, besteigen den höchsten Gipfel der Karpaten (Gowerla, Hoverla - 2061m) und lernen die faszinierende Kultur und Lebensweise der hier ansässigen Huzulen kennen.
Die ukrainischen Waldkarpaten, weit im Osten und doch geographisch gesehen die Mitte Europas. Hier in dieser Mitte erleben Sie Natur pur, landschaftliche und kulturelle Höhepunkte sowie herzliche Gastfreundschaft.
Charakteristik der Tour:
Obwohl wir hier ein Gebirge durchfahren, dessen Gipfel 2000m erreichen, sind die Etappen ohne Schwierigkeiten zu radeln. Meist geht es auf Nebenstrassen entlang der Täler, nur an den Pässen dazwischen sind kleinere Anstiege zu überwinden. Das Tagespensum variiert zwischen 14 und 67 km. Sie werden während der gesamten Reise von einem Bus begleitet, der Ihr Gepäck befördert und die längeren Transfers während der Karpaten Radreise übernimmt.
Wenn Sie diese Reise als Individualreise oder als Gruppenreise zu einem anderen Termin buchen möchten, unterbreiten wir Ihnen dafür gern ein persönliches Reiseangebot. An dieses Paket läßt sich wunderbar ein Czernowitz Städtetrip anschließen. Den Transfer dorthin organisieren wir für diese Kombination kostenlos.
Reiseverlauf:
1. Tag - Anreise nach Lemberg (Lviv)
Für Ihre Anreise nach Lemberg mit Zug oder Flugzeug reservieren wir Ihnen gern die gewünschten Tickets und Fahrkarten. Sie finden im Buchungsformular dafür Zusatzoptionen.
In Lemberg haben wir für Sie Hotelzimmer in einem zentralen Mittelklassehotel reserviert. Nach dem Bezug Ihrer Zimmer können Sie auf eigene Faust losziehen und Lemberg erkunden.
2. Tag - Entdeckungen in Lemberg
Auf einer geführten Stadtwanderung durch Lemberg besichtigen Sie mit unserem deutschsprachigen Reiseführer die historische Innenstadt mit ihren bekannten Kirchen, Plätzen und Häusern. Sie besichtigen unter anderem den frisch restaurierten Marktplatz Rynok, der armenischen Kathedrale und der Dominikanerkirche, spazieren vorbei am Hotel “George”, einem Glanzbau der Architekten Helmer & Fellner, durch das jüdische Viertel zu Lembergs Befestigungen mit dem eindrucksvollen Pulverturm.
Anschließend besuchen Sie den Lytschakiv- Friedhof, auf dem eine große Zahl der bekanntesten Lemberger Bürger begraben sind. Neben pompösen Grabstätten ist hier auch das Grab des einen oder anderen berühmten Ukrainers, zu entdecken ist. Als einer der bekanntesten Ukrainer wurde der Dichter Iwan Franko hier beigesetzt. Pompöse, teils überladen verzierte Grabmale zeichnen ein eindrucksvolles Porträt der Bewohner Lembergs in den vergangenen Jahrhunderten.
Der Abend steht Ihnen zur freien Verfügung.
3. Tag - In die Karpaten
Heute geht’s mit der Vorortbahn in die Karpaten. Durch zunächst flaches Land steigt das Gelände immer weiter an, bis sie schließlich mitten in den Bergen ankommen. Am Bahnhof Sjanki am Dreiländereck Polen/Slowakei/Ukraine besteigen wir die Räder zur ersten Etappe unserer Karpaten Radreise.
Nach dem steilen Aufstieg auf den Uzhokpass geht es entlang der Uzh immer leicht bergab durch den Uzhansky-Nationalpark bis zum heutigen Tagesziel Wolosjanka. Entlang der Strecke sehen wir in Uzhok eine dreiteilige Bojken-Holzkirche von 1745. (14 km per Rad)
4. Tag - Durchs Uzhtal
Per Fahrrad folgt die Reiseroute dem Lauf der Uzh (Usch) von Wolosjanka durch malerische Bergtäler bis Dubrynytschi. Unterwegs besichtigen wir die Holzkirche, die im Jahre 1706 im Lemkendorf Kostryno gebaut wurde. Wir übernachten in Dubrynytschi in Gastfamilien. (55 km auf dem Rad)
5. Tag - Uzhgorod (Uschgorod). Die Hauptstadt Transkarpatiens
Mit dem Zug oder per Bus fahren wir heute nach Uzhgorod, der Hauptstadt Transkarpatiens. Dort besuchen wir das Stadtschloß auf dem Schloßberg, das heute ein sehr interessantes Museum über Kultur und Geschichte Transkarpatiens beherbergt und bestaunen im Freilichtmuseum alte Bauernhäuser und eine einzigartige Holzkirche.
Schließlich bummeln wir durch die Fußgängerzone der liebevoll restaurierten Altstadt, über die Lindenallee entlang des Flusses Uzh und entspannen in einem der zahlreichen einladenden Cafes.
Am Abend kehren wir zurück nach Dubrynytschi.
6. Tag - Von Dubrynitschi durch das Tal der Turja. Chust
Über eine ruhige Nebenstraße radeln wir im Tal der Turja und schließlich weiter über eine kleine Passhöhe hinüber nach Swaljawa, einem bekannten Höhenkurort der Karpaten. Hier können Sie gemeinsam mit hunderten Kurgästen die berühmten Mineralquellen von Swaljawa besuchen und einen großen Schluck Gesundheit zu sich nehmen.
Anschließend steigen Sie in den Bus und fahren in die Theissebene (transkarpatische Tiefebene) auf das Städtchen Chust zu. Besonders sehenswert ist hier eine calvinistische Kirche in Form eines aus dem 13. Jahrhundert stammenden gotischen Wehrbaus, die Schlossruine und der große, täglich stattfindende Basar.
In Chust übernachten wir. (62 km mit dem Fahrrad).
7. Tag - Von Chust entlang der Theiß nach Rachiw
Heute geht es entspannt durch die naturbelassenen, ökologisch sehr wertvollen Überschwemmungsgebiete der Theißaue auf einer Nebenstrasse bis Vyshkove.
Dort treffen wir auf unseren Begleitbus, der uns nun mitten hinein in den höchsten Teil der Karpaten, ins von Bergen umrahmte, 820 m ü. NN gelegene Rachiw bringt. Wenige Kilometer vor Rachiw passieren wir dann den nach bestimmten Rechenmethoden festgelegten geographischen Mittelpunkt Europas. (24 km per Rad)
8.Tag - Huzulen. Das Karpatenvolk
Mitten im Land der Huzulen, einem seit Urzeiten hier in den Karpaten lebenden Bergvolk, machen wir uns mit einigen der traditionellen Lebensgewohnheiten dieser Menschen vertraut. In Rachiw sehen wir bei der Herstellung des auf den Karpatenalmen (Poloninas) aus Schaf- und Ziegenmilch gewonnenen Käses zu.
Auf einem Ausflug besuchen wir die 'Karpatenwaschmaschine'. Einige Frauen waschen hier mit der Kraft des Gebirgsbaches die sog. Lischnyks nach einer uralten Tradition ohne chemische Hilfsmittel. Der Lizhnyk ist eine handgewebte Wolldecke aus Schafswolle, die in den Karpaten bis heute von den Huzulen an hölzernen Webstühlen geflochten wird.
Dort werden wir auch zu einem Picknick mit regionalen Speisen (Brinsa, Banosch, Kulisch und anderen) eingeladen und entdecken die traditionelle Lebensweise der Bergbewohner am Ende der Zivilisation. (14 km Radstrecke)
Anschließend kehren wir nach Rachiw zurück und haben den Abend frei.
9.Tag - Auf die Gowerla. Entlang des Tscheremosch durch Pokutien
In Rachiw packen wir Gepäck und Fahrräder in den Bus und fahren bergauf, über den Jablunetz-Pass (931 m) hinweg auf der Nordseite des Karpatenhauptkamms zum Gowerlamassiv.
Vom letzten Parkplatz vor dem Gipfel aus führt uns ein schmaler Wanderweg über bunt blühende, würzig duftende Bergwiesen hinauf zum höchsten Gipfel der Ukraine - der Gowerla (Hoverla - 2.061m). Hier erwartet uns ein phantastischer Rundblick über alle Gipfel und Berge des Karpatenkammes, bei schönem Wetter bis weit nach Rumänien hinein.
Dann geht es zurück zum Bus und rauf aufs Rad. Von der Gowerla aus radeln wir zunächst sehr leicht bergab und weiter über einen weiteren kleinen Pass bis nach Werchowina am Oberlauf der schwarzen Tscheremosch. Dieser Teil der Karpaten nennt sich Pokutien. (36 km per Fahrrad)
10.Tag - Ruhetag
Der heutige Tag ist radfrei. Neben der reinen Erholung im Hotel bleibt Zeit für einen Spaziergang, einen Besuch des Marktes von Werchowina oder das Museum über die Dreharbeiten des Filmkunstklassikers 'Die Schatten der vergessenen Ahnen' (Tiни забутiх предкiв) von Sergej Paradschanow (Paradzhanov). Den Film schauen Sie am Abend im Hotel.
11.Tag - Huzulisches Handwerk in den Karpaten. Kosiv
Auf unserer Fahrt besuchen wir einige Kilometer hinter Werchowina, in Krivoriwnja, einen der letzten traditionellen huzulischen Wehrhöfe, der Wohn- und Arbeitsgebäude mit Schutzzäunen zu einem kompletten Geviert verbindet. An dieser Stelle wenden wir uns bergauf, bezwingen den Bukowetzpass und fahren von dort aus immer leicht bergab nach Kosiw.
Unterwegs besuchen wir einen Instrumentenbauer, der sich der Herstellung traditioneller karpatischer Musikinstrumente, darunter der Trembita und der Sopilka verschrieben hat und essen zu Mittag in einer huzulischen Kolyba, einem Rundhaus mit Holzkohlengrill in der Mitte.
Anschließend geht die Reise weiter nach Kosiw, wo wir die Keramikwerkstätten der örtlichen Kunsthandwerkskooperative besuchen. Das klimatisch begünstigte Kosiw mit seinen Obstgärten ist das Zentrum des huzulischen Kunsthandwerks.
Den Abend und die Nacht verbringen wir in Kosiw. (36 km per Rad)
12.Tag - Durch die Berge nach Kosmatsch
Auf kleinen, kaum befahrenen Straßen fahren wir entlang des Flüßchens Pistinka nach Kosmatsch, mitten ins huzulische Herzland. In den kleinen Dörfern hier werden die ukrainischen Traditionen gepflegt und an die junge Generation weitergegeben. Eine solche Tradition huzulischer Hochzeiten ist zum Beispiel die Herstellung von Spielzeug aus Käse. Beim Besuch einer huzulischen Familie können Sie diesen Brauch beobachten - und natürlich kosten. Wir übernachten im Zentrum des stillen Dörfchens. (28 km auf dem Fahrrad)
13.Tag - Verträumte Karpaten um Kosmatsch
Auf einer Rundwanderung auf dem Karpatenkamm um das im Tal gelegene Kosmatsch genießen wir ein letztes Mal die Stille der Berge, den weiten Blick über die Gipfel und die gesunde Bergluft.
In Kosmatsch können Sie am Abend einem Kunstmaler bei der Verzierung traditioneller Ostereier über die Schulter schauen.
14.Tag - Kolomija
Von Kosmatsch aus verlassen endgültig die Karpaten. Auf einer kaum befahrenen Straße gleiten unsere Räder sanft bergab nach Kolomija, einem ruhigen beschaulichen Provinzstädtchen, das auf eine über 500- jährige Geschichte unterschiedlicher Völker zurückblickt. Auf unserem Stadtspaziergang sehen wir u.a. das bekannte Ostereimuseum (Museum der traditionellen huzulischen Kunst des Eierbemalens, das Gebäude selbst hat auch die Form eines riesigen Eies), die Josaphatkirche von 1762 und die Erzengel-Michael-Kathedrale von 1871. Im Heimatmuseum der Stadt können wir uns auch über die Geschichte der deutschen Siedler in Kolomija informieren.
Am Abend haben Sie Freizeit. (33 km mit dem Rad)
15.Tag - Abreise aus der Ukraine
Der Tag des Abschieds ist gekommen. Vom Hotel in Kolomija bringen wir Sie zum Flughafen, wo Sie Ihre Heimreise oder die Weiterreise zu weiteren Erlebnissen in der Ukraine antreten. Dazu beraten wir Sie gern.
Im Reisepreis enthalten
- 14 Übernachtungen in kleinen Privatpensionen oder Landhotels inkl. Halbpension
- durchgehende deutschsprachige Reisebegleitung
- Gepäck - und Fahrradtransfer während der kompletten Reise
- Mindestteilnehmerzahl: 8
- Maximale Teilnehmerzahl: 20
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