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Sudeten Radweg - Radfahren in Schlesien

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Reise Nr. 2924

Weniger spektakulär wie der Fall der Berliner Mauer, aber für Radtouristen von großem Wert, war 20 Jahre später im Jahre 2009 der Beitritt vieler neuer Länder zum Schengener Abkommen. Damit wurden die längst versiegelten Landwege in den Grenzgebieten geöffnet und somit können erstaunlich viele Sehenswürdigkeiten leicht und schnell mit dem Fahrrad erreicht werden.

Die von Jahr zu Jahr immer beliebter werdende Radtour am Rand der Sudeten führ durch das historische Schlesien, auf beiden Seiten der polnisch - tschechischen Grenze. Der Grenzverlauf selbst ist ein geschichtlich entstandenes Kuriosum. Scheinbar willkürlich, führt er kreuz und quer, sowie teilweise mitten durch die Dörfer. Grund dafür war ein Streit zwischen Friedrich dem Großen und Maria Theresia im 18. Jahrhundert. Die Kultur dreier Nationen ist hier zusammengeschmolzen. Die Tour führt uns entlang zahlreicher Baudenkmäler und Gedenksteine, die an die romantische Zeit erinnern. Joseph Freiherr von Eichendorff und den Ritter Hotzenplotz haben wir zu Patronen der Reise ernannt.

Sudeten Radweg - Radfahren in Schlesien
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Sudeten Radweg - Radfahren in Schlesien

Reiseverlauf:

1.Tag (Samstag)

Anreise in die schlesische Hauptstadt Breslau und Unterbringung in einem zentral gelegenen Hotel. Es ist möglich, sowohl die erste, als auch die letzte Nacht in Krakau zu buchen, vor allem wenn die Teilnahme am Sudeten-Radweg mit einer unserer anderen Radtouren verbunden wird. Der Preis bleibt gleich, die Details bezüglich der Hin- und Rückfahrt besprechen wir in diesem Fall individuell.

2. Tag (Sonntag) Grunwald - Glatz 36 km Radfahren

Wir fahren mit dem Bus durch die niederschlesische Landschaft (ca. 3h) bis an die tschechische Grenze zum Skidorf Zieleniec/Grunwald. Die Busfahrt gewährt uns einen schönen Blick auf die vorüberziehende Landschaft mit ihren typischen Tafelbergen. Das auf einer Höhe von 860 Metern gelegene Grunwald war einst das höchstgelegene Dorf Preußens. Dort besichtigen wir zuerst das ausgedehnte Hochmoor, das auf der Wasserscheide von Ost- und Nordsee liegt. Durch Wälder radeln wir abwärts nach Duszniki/Bad Reinerz, einem der ältesten und berühmtesten Kurorte der Sudeten. Entlang des Weistritz-Gebirgsbaches fahren wir dann durch ruhige Alleen zuerst zum malerischen Kurort Polanica Zdrój/Bad Altheide. Dann auf kleinen Nebenstraßen radeln wir abwärts ins Glatzer Neiße-Tal, nach Klodzko/Glatz. Die Stadt ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region. Bekannt ist sie für ihre reizvolle Lage und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Denkmäler. Allen voran die Festung aus dem 18. Jh. und die gotische Brücke, die so genannte kleine Schwester der Prager Karlsbrücke.

3. Tag (Montag) Glatz - Jauernig 55 km Radfahren

Wir passieren verträumte Dörfer und rollen abwärts weiter entlang des Glatzer Neiße-Durchbruchs nach Bardo/Wartha, einem populären Wallfahrtsort und einem der wichtigsten Mariensanktuarien in Schlesien. Auf gewundenen Radwegen fahren wir durch schmale Obstbaum-Alleen, bis unser Blick auf das grandiose Schloss von Kamieniec Zabkowicki/Kamenz fällt, einem exzentrischen Entwurf Karl Friedrich Schinkels. Wir folgen der Glatzer Neiße bis zur historischen Stadt Paczkow/Patschkau, das so genannten 'Schlesischen Rothenburg', das seinen Beinamen der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer aus dem 14. Jh. verdankt. Nun heißt es Abschied nehmen vom polnischen Schlesien. Wir überqueren die polnisch-tschechische Grenze, um in Javornik/Jauernig zu Übernachten.

4. Tag (Dienstag) Jauernig - Ziegenhals 45 km Radfahren

In Javornik/Jauernig besichtigen wir das Schloss Johannisberg (Jansky Vrch). Die Burg aus dem 13. Jh. wurde im Barock zum Schloss umgebaut und etablierte sich in dieser Zeit als Zentrum des schlesischen Musiklebens. Schon radeln wir immer der Grenze entlang durch die Dörfer Böhmens. Bei Vidnava/Weidenau überqueren wir erneut die 'Grüne Grenze' und gelangen im Zentrum des Landschaftsparks Altvatergebirge zu unserem Hotel in Glucholazy/Ziegenhals. Besonders schön ist hier der Marktplatz mit seinen Renaissance- und Barockhäusern, in dessen Mitte eine 1648 gepflanzte Linde an das Ende des 30-jährigen Krieges erinnert.

5. Tag (Mittwoch) Ziegenhals - Jägerndorf 65 km Radfahren

Immer wieder sehen wir am Wegesrand Steinkreuze und Bildstöcke, die früher die Wallfahrtswege markierten und heute noch eng mit der sudetischen Landschaft verbunden sind. Der heutige Tag führt uns auf kleinen Wegen über Prudnik / Neustadt zum tschechischen Dorf Osoblaha/Hotzenplotz. Wer kennt ihn nicht, den Räuber Hotzenplotz? Zahlreiche Kinder lieben die Geschichten des Autors Otfried Preußler, der seine Räuberfigur nach dem kleinen tschechischen Dorf benannte. Wir besichtigen hier einen gut erhaltenen jüdischen Friedhof. Dann erwartet uns noch eine Attraktion der ganz anderen Art: Einen Teil der Strecke legen wir mit einer noch immer regulär verkehrenden Schmalspurbahn zurück. Anschließend geht es weiter entlang des Flusstals der Oppa zum Hotel in Krnov/Jägerndorf. Die hübsche Altstadt wird dominiert von bunten, frisch renovierten Jugendstilhäusern.

6. Tag (Donnerstag) Jägerndorf - Troppau 30-50 km Radfahren

Von Krnov fahren wir zuerst südwärts auf eine Anhöhe mit barocker Wallfahrtskirche und neugotischem Aussichtsturm, und rollen dann abwärts durch die Region Mähren zurück ins Tal des Flusses Oppa. Der Fluss bildet hier die Grenze und wir fahren mal auf polnischer, mal auf tschechischer Seite. Höhepunkt der Tagesetappe ist die Besichtigung des Städtchens Opava/Troppau, der historischen Hauptstadt des tschechischen Schlesiens.
Nachmittags (bzw. am Morgen des nächsten Tages) radeln wir am Moravice/Mohra Flusstal nach Hradec/Grätz, entlang. Zwei imposante Schlösser, sowie ein schöner Park sind dort einen Besuch wert.

7. Tag (Freitag) Troppau - Kranowitz 25-35 km Radfahren

Wir nehmen Abschied von den Sudeten und radeln durch das Hultschiner Ländchen zum Schloss Kraware/Krawarn aus dem 17. Jh. Hier war lange Zeit der Sitz der Adelsfamilie von Eichendorff. Hinter der Grenze steigen wir im hübschen Städtchen Krzanowice/Kranowitz von den Rädern und nach dem Mittagessen treten wir die Rückreise nach Breslau (bzw. Krakau) an.

8. Tag: (Samstag)

Abreise von Breslau oder individuelle Verlängerung des Aufenthalts.

Reiseprofil:

Zuerst fahren wir in den Flusstälern von Weistritz und der Glatzer Neiße viel bergab. Dann geht es durch das Sudetenvorland, wo das Land flach bis leicht hügelig ist. Während einer der Tagestouren haben wir ab und zu einige Steigungen, bei denen jedoch jeweils maximal ein Höhenunterschied von 50-100m zu bewältigen ist, mit max. 5-7% Steigung. Ca. 80 Prozent der Strecke verläuft auf kleinen Asphaltwegen, die restlichen 20 Prozent über Landwege und Schotterpisten. Wir benutzen meistens schmale, kurvenreiche Landstraßen, gesäumt von hübschen alten Alleebäumen, oder Waldwege mit sehr wenig Autoverkehr, zum Teil auch gänzlich für den Kraftverkehr gesperrte Radwege.

Verlängerung in Breslau bzw. Krakau:

EUR 44 für DZ/ÜF
EUR 69 für EZ/ÜF

Im Reisepreis enthalten

  • Transport Breslau – Grunwald und Kranowitz - Breslau
  • 7 Übernachtungen in guten Hotels - durchschnittlich Dreisterne - Standard
  • Halbpension (Frühstück und Abendessen)
  • Gepäckbeförderung
  • Fahrt mit der Schmalspurbahn (nur geführte Tour)
  • Fachkundige deutschsprachige Reisebegleitung

Im Reisepreis nicht enthalten

Anreise nach Breslau, Eintrittspreise, Besichtigungen, Ausgaben privater Art wie zusätzliche Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder

Wunschleistungen

  • Radmiete: 60,- €
  • Radmiete E - Bike: 130,- €

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