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MS SPIRIT OF ENDERBY: Ochotskisches Meer

  • Russland
  • Expeditionen

Reise Nr. 3570

Yuzhno-Sakhalinsk- Tjulenij-Insel - Piltun-Lagune - Iony-Insel - Shantar-Inseln - Malminskie-Inseln - Stadt Ochotsk - Talan-Insel - Koni-Halbinsel - Jamskije-Inseln - Magadan

Wahrscheinlich ist kein anderes Meer der Welt mit so viel Naturschönheit gesegnet und gleichzeitig mit so schwerer menschlicher Leidensgeschichte beschwert wie das Ochotskische Meer? Schon im 19. Jhd. wurde die Insel Sachalin zum Verbannungsort und Straflager, von dem Anton Tschechow als „die echte Hölle“ schreibt. Ein halbes Jahrhundert später wurden drei Millionen Sträflinge der Stalinistischen Säuberungen, die meisten davon unschuldig, übers Ochotskische Meer in die Gulags bei den Goldminen der Kolyma gebracht. Auch heute noch gilt die Region als abgelegen und schwer erreichbar. Eis hält das nördliche Ochotskische Meer für lange Monate fest im Griff. Reiche Fischgründe und vor allem die Entdeckung der Gasfelder forcierten trotz aller Schwierigkeiten die wirtschaftliche Erschließung des Meeres. Bereits zu Tschechows Zeiten gingen über 160 britische und amerikanische Walfänger im Ochotskischen Meer ihrem Handwerk nach. Einnahmequelle heute sind die Erdöl- und Erdgasfelder. Doch das Ochotskische Meer ist immer noch reich an Tierleben und beherbergt seltene Arten wie die wunderschöne Bandrobbe oder auch die westlichen Grauwale. Auf den Inseln mitten im Meer liegen hunderte Stellersche Seelöwen. Auf der Insel Tyulenij richten alljährlich tausende Nördliche Seebären ihre Kinderstube ein. Spektakuläre Vogelfelsen machen das Ochotskische Meer zu einem Paradies für Ornithologen. Schopfalke verdunkeln den Himmel, wenn sie von der Insel Talan aus auf Nahrungssuche starten. Sie teilen sich die Inseln im Ochotskischen Meer mit Trottellummen, Horn- und Gelbschopflunden, Zwerg- und Rotschnabelalken, Brillenteisten und Eissturmvögeln. Der größte Adler der Erde, der Stellersche Seeadler, findet rings um das Ochotskische Meer sein Hauptverbreitungsgebiet. Schwieriger zu entdecken, gleichwohl nicht selten, sind die Braunbären und Ziesel. Eine Reise durchs ochotskische Meer ist eine einzigartige Entdeckungsfahrt in unerforschten Gewässern. Wir werden mit dem voranschreitenden Frühling nach Norden fahren und der erwachenden Natur über die Schulter schauen können. „Fernost“ nennen die Russen jenen Teil ihres Riesenreiches, der irgendwo hinter dem Baikal beginnt und am Pazifik endet. Das Ochotskische Meer ist dabei der Edelstein des Fernen Ostens: reich an Geschichte und Tierleben und Entdeckungsgeschichten, an denen Sie mitschreiben können.

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Reiseverlauf:

16-Tage-Tour

1. Tag: Hinflug

Flug über Moskau nach Yuzhno-Sakhalinsk.

2. Tag: Yuzhno-Sakhalinsk und Einschiffung

Ankunft in Yuzhno-Sakhalinsk und Transfer zum Hotel.

3. Tag: Einschiffung

Transfer zum Schiff und Einschiffung. Ehe wir am Abend lossegeln, erfolgt die obligatorische Seenotrettungsübung und der Expeditionsleiter wird uns in mehreren Briefings auf unsere Reise vorbereiten.
FA

4. Tag: Tjulenij-Insel

Die kleine Insel Tjulenij gehört zu Sachalin und ist ein Naturschutzreservat, 1,6 km lang und 850 m breit. Uns erwartet unser erster richtiger Expeditionstag. Bei geeigneten Wetterbedingungen fahren wir mit den Zodiacs an Land und beobachten Trottellummen, Dreizehenmöwen, Kamtschatkamöwen, Schopfalke und Meerscharben (nordpazifische Kormorane). Der Höhepunkt dieser atemberaubenden Anlandung sind die Kolonien von Nördlichen Seebären und Stellerschen Seelöwen. Seit die Robbenjagd 1911 eingestellt wurde, haben sich die Bestände an Seebären massiv erholt und mit Beginn der 1990er Jahre kamen auch die Stellerschen Seelöwen zurück und bilden heute eine Kolonie von bis zu 2500 Tieren. Neben vielen Junggesellen bei den Seebären und Seelöwen können wir auch die mächtigen territorialen Haremsbullen der Seelöwen beobachten, bis zu 1100 kg schwere Beachmaster, umgeben von ihren mehr oder weniger zahlreichen Weibchen.
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5. Tag: Piltun Lagune

Vielleicht weckt uns nachts das sanfte Klopfen und Stoßen und Brechen des Eises am Schiffsrumpf – an der Piltun Lagune liegt oft bis weit in den Juni hinein noch Eis. Das gelbliche Wasser ums Schiff herum deutet sehr flache Gewässer an, die bekannt sind für gute Beobachtungsmöglichkeiten der kleinen westlichen Grauwalpopulation von etwa 100 Tieren, die unter der Ressourcenerschliessung leiden. Auf der Suche nach den Grauwalen werden wir versuchen, mit den Zodiacs in die flachen Gewässer der Lagune vorzustoßen.
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6. Tag: Iony-Insel

Wie eine Pyramide erhebt sich das winzige Eiland Iony mitten aus dem Ochotskischen Meer. Wir werden Iony mit unseren Schlauchbooten erkunden. Dieser Felsen ist bekannt für seine Seevogelkolonien und die Stellerschen Seelöwen. Abertausende von verschiedenen Seevogelarten finden sich auf der Insel. Am Strand und auf den Felsen liegen die Stellerschen Seelöwen so dicht, dass eine Anlandung unwahrscheinlich ist. Bis auf wenige Meter kommen die Bullen an die Schlauchboote heran, fletschen die Zähne und tauchen im letzten Moment wieder ab. Uns erwartet ein ungewöhnliches Getümmel
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7. -8. Tag: Shantar-Inseln

Im Westen des Ochotskischen Meeres gelegen, bleiben die Shantar Inseln oft bis spät in den Juni hinein von Eis umschlossen. Und so wird Eis hier unsere Aktivitäten bestimmen. Spätes Eis kann einerseits Anlandemöglichkeiten verwehren – andererseits bietet es auch die beste Beobachtungsplattform für Sichtungen der Bartrobben, Ringelrobben, Largharobben und der sehr seltenen Bandrobben. Wenn wir anlanden können, werden unsere Experten an Bord uns in die Botanik und Ornithologie der Shantar Inseln einführen. Riesenseeadler und Brillenteisten sind absolute Raritäten für jeden Ornithologen und auch für die Nicht-Ornithologen ein einmaliges Naturerlebnis.
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9. Tag: Malminskie-Inseln

Am frühen Morgen erreichen wir die Ekarma Insel und unternehmen eine Zodiacfahrt bei der wir viele Alke beobachten können. Am Nachmittag auf der Toporkovy Island, im Schatten des aktiven Vulkans der Matua Insel werden uns weitere Vogelarten begegnen: Kragenenten, Rotgesichtscharben, Gelbschopflunde, Dickschnabellummen, Himalayazwergpfeifer und viele andere.
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10. Tag: Stadt Ochotsk

Ochotsk besitzt Legendenstatus in der russischen Geschichte, seit die ersten Kosaken von Westen kommend die Stadt im 18 Jahrhundert errichteten. Vitus Bering 1725 und dann ab 1733 nochmals Bering in Begleitung des Arztes und Naturforschers Georg-Wilhelm-Steller reisten über Land von St.Petersburg aus nach Ochotsk, um von dort aus Kamtschatka und den Nordpazifik zu erkunden. Heute ist Ochotsk Gebietshauptstadt und Fischereizentrum für den Lachsfang. Wir werden mit den Zodiacs ins Stadtzentrum fahren und die Stadt besichtigen. Gastfreundliche Russen werden uns zu einer Kulturvorführung einladen.
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11. Tag: Talan-Insel

Talan ist eine international bekannte und äußerst schwierig erreichbare kleine Vogelinsel 60 Meilen entfernt von Magadan. Am Ufer findet sich eine Ansammlung von einfachen Hütten, die im Sommer von Wissenschaftlern und Nationalparkrangern bewohnt sind. Zehntausende von Schopfalken machen die Insel zu einem einzigartigen Vogelparadies. Daneben nisten Gelbschopflunde und Hornlunde auf der Insel. Oben auf dem Berg breitet sich ein schönes Panorama aus. Rotfüchse überqueren die letzten Schneefelder und am Himmel dahinter sehen wir Stellersche Riesenseeadler dicht beieinander. Wir werden mit den Zodiacs die Insel umrunden, dann anlanden und am Abend zurückkehren, um dem Schauspiel der in Schwärmen anfliegenden Schopfalke beizuwohnen.
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12. Tag: Koni-Halbinsel

Die Koni-Halbinsel gehört zur Bergregion südöstlich von Magadan und dem gleichnamigen Naturschutzgebiet. Braunbären und Schneeschafe stehen hier unter besonderem Schutz. Unsere Anlandungen auf Koni tragen allesamt Expeditionscharakter und sind oft die ersten jemals dort durchgeführten Anlandungen. Werden Sie mit uns selber zum Entdecker!
FMA

13. Tag: Jamskije-Inseln

Einige Wissenschaftler sehen in den Jamskije Inseln die größten Vogelkolonien des Nordpazifiks. Zählungen ergaben sieben Millionen Brutvögel allein auf der Matykil Insel. Wir finden Trottel- und Dickschnabellummen, Schopf-, Rotschnabel- und Zwergalke, Horn- und Gelbschopflunde und Eissturmvögel. Da Anlandungen aus Naturschutzgründen nicht gestattet sind, werden wir mit den Zodiacs die Küsten der Inseln erkunden.
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14. Tag: Magadan und Ausschiffung

Magadan steht synonym für Stalins Gulag-Lagersystem; doch heute erinnert im Stadtbild wenig an diese düstere Zeit. Lediglich das Stadtmuseum mahnt an die Gulags wie auch das Denkmal auf einem Hügel über der Stadt. Heute leben 100.000 Einwohner in Magadan vom Fischfang und den Goldminen. Die berüchtigte „Strasse der Knochen“ verbindet Magadan mit Jakutsk. Wir werden gegen Mittag in Magadan ankommen und hier endet auch die Reise. Transfer zum Hotel.
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15.- 16. Tag: Rückreise

Flug über Moskau und Ankunft in Frankfurt am nächsten Tag.

Mahlzeiten: (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)

H?hepunkte:

Ochotskischen Meeres

  • Bordsprache: Englisch
  • ein selten besuchtes Reiseziel, der spärlich besiedelte Russische Ferne Osten
  • einzigartig: Die Inselwelt des Ochotskischen Meeres
  • hochinteressant für Vogelkundler und Naturfreunde
  • eine wahre Pionierreise
  • Kabinenkategorien:

    Kat. A = Zweibettk. ohne Du/WC, Hauptdeck Kat. B = Superiork. mit Du/WC, Mitteldeck Kat. C = Superior-Plus Kabine mit Du/WC, Mittel- u. Oberdeck Kat. D = Minisuite, Oberdeck Kat. E = Heritage Suite, Oberdeck

    Im Reisepreis enthalten

    • Linienflüge ab/bis Frankfurt mit LUFTHANSA und Aeroflot inkl. Steuern und Gebühren</li> <li>eine Übernachtung im Hotel vor und nach der Seereise</li> <li>Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord</li> <li>alle Landgänge und Zodiacfahrten während der Seereise</li> <li>PolarNews - Reiseleitung ab 8 Personen</li> <li>erfahrenes Expeditionsteam an Bord</li> <li>informative Lektorenvorträge zu Flora, Fauna & Gebiet</li> <li>Reisehandbuch und Reiserucksack</li> </ul>

    Im Reisepreis nicht enthalten

    Visum: ca. € 145,-

    Wunschleistungen

    • EZ - Zuschlag Landprogramm: 0,- €
    • innerdeutsche Anschlussflüge: 0,- €
    • Anschlussflüge ab/bis Wien: 0,- €

    • Mindestteilnehmerzahl: 6
    • Maximale Teilnehmerzahl: 10

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