Im Zeichen des Goldenen Greif
Reise Nr. 225
Die Kultur der Skythen steht bei dieser Erlebnisreise im Mittelpunkt. Der Ursprung dieses Reitervolkes, welches vom 8. bis 3. Jh. v. Chr. die Geschichte des eurasischen Steppenraums prägte, liegt nach Herodot im Süden Sibiriens: in Tuva und im Altai, im Land der ”Gold hütenden Greifen'.
Die Reiseroute führt mitten in die hügeligen Steppenlandschaften und zu satten Blumenwiesen, die mit smaragdfarbenen Seen und reißenden Strömen durchsetzt und von mächtigen schneebedeckten Gebirgsketten umsäumt sind. Das ungewöhnliche Zusammenspiel der Farben verbunden mit der Weite der Landschaften strahlt große Kraft aus und wirkt fast überirdisch schön.
Tourverlauf:
1. Tag Anreise
Linienflug mit Aeroflot von Frankfurt nach St. Petersburg. Transfer zum Hotel. Wenn die Zeit es erlaubt (je nach Ankunftszeit in St. Petersburg), werden wir am Nachmittag schon erste Eindrücke in der Stadt sammeln. [A]
2. Tag St. Petersburg
Nach dem Frühstück stimmen wir uns auf das Thema unserer Reise - die Skythen - in der berühmten Eremitage ein. Hier befinden sich viele von Archäologen aus den Gräbern der Skythen geborgenen Schätze: filigran gearbeitete Schmuckstücke aus Gold wie Halsbänder und Haarnadeln, gut erhaltene, reich verzierte Kleidungsstücke und Waffen sowie in Eislinsen hervorragend erhaltene Mumien, die bahnbrechende Erkenntnisse über die Kultur und Lebensweise der Skythen ermöglich haben. Die Skythen-Sammlung in der Eremitage ist einzigartig weltweit. Nach dem Mittagessen unternehmen wir eine Stadtrundfahrt: die Isaak- Kathedrale, die Kasaner Kathedrale, die Peter-Paul-Festung und der Newski-Prospekt stehen auf dem Programm. Bitte beachten Sie, dass die Reihenfolge der Besichtigungen variieren kann. Am Abend fahren wir zum Flughafen und fliegen nach Novosibirsk. [FMA]
3. Tag Novosibirsk und Fahrt in den Altai
Nach der Ankunft am frühen Morgen werden wir abgeholt und starten zu unserer ca. 500 km langen Fahrt in den Altai. In Gorno Altaisk, der Hauptstadt der Autonomen Republik Altai, lassen wir uns registrieren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir Kamlak, ein kleines Dorf am Ufer des Flusses Sema. In einem Gästehaus quartieren wir uns ein und können uns in der russischen Banja von der langen Fahrt erholen. Fahrstrecke: 500km; Übernachtung in einem Gästehaus [FMA]
4. Tag Dorf Kulada
Am Vormittag besuchen wir einen botanischen Garten und erfahren Wissenswertes über die Pflanzenwelt des Altai. Dann legen wir etwa 140 km bis nach Kulada zurück, einem Dorf, das am Ende eines reizvollen Tales liegt. Im Dorf gibt es ein kleines, liebevoll eingerichtetes Museum, in dem wir einen Einblick in die Lebensweise der Altai-Bevölkerung bekommen. Am Nachmittag führt uns eine kleine Wanderung zu einer burkhanistischen Kultstätte. Der Burkhanismus ist eine relativ junge Religion, welche erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts als politische Bewegung entstanden. Er hat seinen Ursprung im Glauben mongolischer Völker Zentralasiens und dem einheimischen Schamanismus. Wir übernachten zum ersten Mal in Zelten und bauen unser Lager für 2 Tage am Ufer eines kleinen Flusses auf. Fahrstrecke: 140km; Zeltübernachtung [FMA]
5. Tag Wanderung
Heute wollen wir aktiv werden. Bekannt ist das Tal von Kulada auch durch die Baschadarskie Kurgane (Grabhügel), eine Ansammlung von Grabstätten skythischen Ursprungs. Wir wandern zu diesen Grabhügeln und herrlich gelegenen Bergsee Udsch-Sumjek. Wer möchte kann im kühlen Wasser ein Bad nehmen. Die Vegetation, die unberührte Natur und schöne Ausblicke erfreuen uns unterwegs. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 250m; Zeltübernachtung [FMA]
6. Tag Tal von Pazyryk
Wir folgen dem Tschuja-Tal flussaufwärts bis Aktasch und zweigen dort von der Hauptstraße nach Norden nach Ust-Ulagan und in Richtung des Tals von Pazyryk ab. In den Kurganen dieses ca. 1.400 m hoch gelegenen Tals wurden sensationelle archäologische Funde gemacht, denen wir viel Wissen über diese Kulturepoche verdanken. Durch die besonderen klimatischen Bedingungen haben sich in den Grabkammern der Fürstengräber von Pazyryk Eislinsen gebildet, in denen auch organische Materialien hervorragend erhalten geblieben sind. Hier wurden Eismumien gefunden, deren Haut reich mit fein gearbeiteten Tätowierungen geschmückt war. Die Ausgrabungen förderten fast vollständig erhaltene, reich verzierte Kleidungsstücke zutage, aber auch Gebrauchsgegenstände wie Lederbeutel oder einen Holztisch mit abnehmbaren Beinen - für ein Nomadenvolk von praktischer Bedeutung. Am Nachmittag hören wir uns ein kleines Konzert an, das von Kehlkopfsängern bestritten wird. In der Nähe eines Baches schlagen wir unser Lager auf. Fahrstrecke: 240km; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Tageswanderung
Grassteppen, Wälder und Gebirgszüge prägen die Landschaft um Pazyryk. Es bieten sich viele Möglichkeiten zu genussvollen Wanderungen. Natürlich werden wir auch die Kurgane besuchen, aus denen die Kulturschätze geborgen wurden. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Zeltübernachtung [FMA]
8. Tag Kamlak
Den Vormittag nutzen wir noch mal für eine kleine Wanderung und fahren dann nach Kamlak zurück. Dort können wir nach den Übernachtungen im Zelt die Banja genießen. Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 300km; Gästehaus [FMA]
9. Tag Novosibirsk
Rückfahrt nach Novosibirsk. Fahrstrecke: 500km; Hotel [FMA]
10. Tag Zugfahrt
Heute heißt es früh aufstehen, denn unser Zug nach Abakan verlässt Novosibirsk bereits um 05:50 Uhr. Auf einer Zugfahrt durch Russland kann man ein Gefühl für die enormen Entfernungen in diesem Land bekommen. Draußen ziehen Wiesen, Felder, kilometerweite Birkenwälder und viele Datschas in den Dörfern vorbei. 23 Stunden werden wir im Zug verbringen und dabei eine weitere Zeitzone überschreiten. Übernachtung im Zug [FMA]
11. Tag Abakan - Minusinsk, Naturpark Ergaki
Am frühen Morgen treffen wir in Abakan, der Hauptstadt der Republik Chakasien, ein. Vom Bahnhof fahren wir nach Minusinsk. Hier werden wir frühstücken und anschließend das Historische Museum besuchen, das sehr interessante kulturhistorische Exponate beherbergt. Wir setzen unsere Fahrt Richtung Südosten fort und kommen nach ca. 150 km zum Westsajan. Das Sajan-Gebirge schließt sich östlich an den Altai an und reicht mit seinen östlichen Ausläufern bis zum Baikal-See. Über den 1.500 m hohen Sajan-Pass erreichen wir unser Ziel, den Ergaki-Naturpark. Wir übernachten in einem gemütlichen Gästehaus im Park. Fahrstrecke: 200km; Gästehaus [FMA]
12. Tag Wanderung im Ergaki-Naturpark
Direkt von unserer Unterkunft aus starten wir zu einer ganztägigen Wanderung. Die rauen Berge von Ergaki beeindrucken durch atemberaubende Szenerien. Das Wort Ergaki bedeutet Finger oder Haken. Durch Erosionsprozesse sind Gipfel entstanden, die wie Finger in den Himmel ragen und bildhafte Namen tragen, z.B. der Vogel, das Kamel, der Drachenzahn, der kleine Elefant oder die Parabel. Die Landschaft bezaubert durch ihre kristallklaren Seen und bunten, prächtigen Blumenwiesen. Wir genießen die frische Luft in der unberührten Natur und erleben eine faszinierende Gebirgslandschaft. Am Abend kehren wir zu unserem Gästehaus zurück. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Gästehaus [FMA]
13. Tag Arshan - Kysyl
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Marina und fahren weiter durch die Gebirgslandschaft des Sajan. Auf einem 1.400 m hohen Pass überschreiten wir die Grenze zur autonomen Republik Tuva. Tuva ist knapp halb so groß wie Deutschland, hat jedoch nur ca. 314 000 Einwohner. Nach der Passhöhe ändert sich die Landschaft völlig. Wir fahren hinunter in die weiten Grassteppen Tuvas. Unser Ziel ist Arshan, das ”Tal der Könige', in dem Hunderte von großen Kurganen gefunden wurden. Diese Ausgrabungsstätten mit Skythen-Funden sind die ältesten und zugleich östlichsten. Deshalb wird vermutet, dass die skythische Kultur hier ihren Ursprung nahm. Die Grabhügel erheben sich in der weiten Steppe, die zu jeder Tageszeit in den unterschiedlichsten Farbtönen leuchtet. Wir besuchen den bedeutendsten Kurgan, jenen von Arshan 2. In einer nicht geplünderten Grabkammer fanden Archäologen die sterblichen Überreste eines Mannes und einer Frau, die mit Tausenden von Gegenständen aus Gold beigesetzt waren. In einer anderen Grabkammer wurden 14 Pferdeskelette entdeckt. Es war offensichtlich üblich, Fürsten bei der Bestattung Pferde mit ins Grab zu geben. Wir fahren weiter nach Kysyl, der Hauptstadt von Tuva, und quartieren uns für 2 Nächte in einem Hotel ein. Fahrstrecke: 300km; Hotel [FMA]
14. Tag Kysyl
Den Vormittag nutzen wir für Besichtigungen in Kysyl - mit knapp 110.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt in Tuva. Wir besuchen den geografischen Mittelpunkt Asiens, der direkt am mächtigen Fluss Jenissej liegt. Im Nationalmuseum erfahren wir Wissenswertes über Tuva, seine Bewohner, Geschichte und Kultur. Die Tuviner sind ein Turkvolk, schamanische Traditionen sind bei ihnen noch lebendig. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, wir können etwas ausspannen oder die Stadt erkunden. Hotel [FMA]
15. Tag Tuva von Ost nach West
Ein langer Fahrtag steht uns bevor. Wir durchqueren Tuva von Ost nach West. Zuerst folgen wir dem weiten Tal des Jenissej bis zum Berg Haiyrakan. Der 14. Dalai Lama hat diesen Berg als buddhistisches Heiligtum anerkannt. In den Weiten der Steppe besuchen wir bei Ak-Doburak eine weitere, den Bewohnern heilige Stätte - eine uralte Steinskulptur, zu der die Menschen heute noch kommen, um dieser ihre Wünsche ins 'Ohr' zu flüstern. Nach Ak-Doburak wird die Straße zunehmend schlechter, wir überqueren zum zweiten Mal das Sajan-Gebirge. Auf dem 2.208 m hohen Sajan-Pass verlassen wir Tuva und kommen wieder nach Chakasien. Die Fahrtroute führt durch wunderschöne, alpine Landschaften mit reichhaltiger Vegetation. Schließlich erreichen wir das inmitten der Zederntaiga gelegene Camp ”Schneeleopard', unser Tagesziel. Am Abend genießen wir die russische Banja. Wer möchte, kann sich in einem kristallklaren Gebirgsbach erfrischen. Fahrstrecke: 450km; Übernachtung Hütte oder Zelt [FMA]
16. Tag Tageswanderung
Nach den langen Fahrtagen tut es gut, wieder aktiv zu sein. Wir haben verschiedene Möglichkeiten, Tageswanderungen zu unternehmen und können vor Ort nach Lust und Laune entscheiden, was wir uns vornehmen wollen. Die reine Luft, die Taigalandschaft und die tiefe Stille sind ein Genuss. Gehzeit: 5-7h; Übernachtung Hütte oder Zelt [FMA]
17. Tag Kazanovka
Heute verlassen wir das Sajan-Gebirge endgültig und fahren wieder hinunter in die weiten Steppenlandschaften Sibiriens. Wir treffen erneut auf zahlreiche Zeugnisse vorchristlicher Kulturen und machen Halt bei einer über 4000 Jahre alten Skulptur. Diese stellt eine Frau dar und hat bis heute große rituelle Bedeutung. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Jurten-Camp. Hier sind die Jurten nach kasachischer Tradition aus Holz gebaut. Am Nachmittag haben wir Zeit, um eine 2- bis 3-stündige Wanderung in den Bergen der Umgebung zu unternehmen und die Petroglyphen von Kazanovka zu besichtigen. Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 230km; Jurtencamp [FMA]
18. Tag Salbyk – Zaren-Tal
Über Abakan fahren wir ca. 250 km nach Salbyk, die Region wird auch als Zaren-Tal bezeichnet. Auch hier finden wir eine große Konzentration von Kurganen. Der eindrucksvollste dieser Grabhügel ist jener von Salbyk. Die quadratische Anlage hat eine Seitenlänge von mehr als 100 m; die Seiten sind von riesigen Steinblöcken eingefasst, wobei jeder einzelne mehr als 60 Tonnen wiegt. Übernachtung am Shira-See in einem Gästehaus. Fahrstrecke: 300km; Gästehaus [FMA]
19. Tag Sunduki – Krasnojarsk
Wir kommen zum Naturpark von Sunduki, auch als sibirisches Stonehenge bekannt - ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt auf unserer Route. Übersetzt bedeutet Sunduki so viel wie Truhe oder Schrein. Riesige Steinplatten ragen wie Klippen aus der Steppe. Seit prähistorischer Zeit diente dieses Gebiet als Observatorium zur Beobachtung der Himmelskörper. Eine wunderschöne, 3-stündige Wanderung führt uns über die ”5 Truhen'. Am Nachmittag fahren wir ca. 300 km bis nach Krasnojarsk. Hier lassen wir unsere Reise beim gemeinsamen Abschiedsessen ausklingen. Fahrstrecke: 300km; Übernachtung im Hotel [FMA]
20. Tag Rükflug
Am frühen Morgen werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen über St. Petersburg nach Deutschland.
Charakter der Tour und Anforderungen:
Alpine Formen prägen den Altai. Das Landschaftsbild in Chakasien und Tuva ist sehr abwechslungsreich und reicht von weiten Grassteppen über waldreiche Zederntaiga bis hin zu felsigem Hochgebirge. Das ganze Gebiet ist touristisch wenig erschlossen. Die 5- bis 7-stündigen Wanderungen sind technisch nicht sehr schwer, setzen jedoch eine gute Kondition und Trittsicherheit voraus. Die Fahrstrecken sind teilweise lang, ein gewisses Maß an 'Sitzfleisch' ist erforderlich. Kulturgeschichtlich orientierte Erlebnisreise mit Tageswanderungen.
Klima
In den bereisten Regionen herrscht warmes Kontinentalklima. Die Temperaturen betragen tagsüber etwa 18° bis 30°C und nachts etwa 10°C, doch gibt es natürlich auch Abweichungen von diesen Werten. In der Bergregion des Altai-Gebirges sind Temperatur- und Klimaschwankungen zu berücksichtigen, in den Nächten kann es hier durchaus auch einmal Minusgrade geben.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen benötigen Sie sowohl atmungsaktive, leichte als auch warme, wind- und regenundurchlässige Bekleidung. Stabiles Schuhwerk und ein guter Schlafsack sind ebenfalls nötig. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die Ihnen nach der Anmeldung zugeht.
Im Reisepreis enthalten
- Flug mit Rossiya ab/bis Frankfurt nach St. Petersburg
- Inlandsflüge St.Petersburg - Novosibirsk, Krasnojarsk - St. Petersburg mit Rossiya
- derzeitige Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren
- Übernachtung in Hotels, Hütten und Zelten
- meist Vollpension
- Transfers
- Hauser - Reiseleitung ab/bis Deutschland
- Koch - und Begleitmannschaft
- Camping - und Kochausrüstung
- Eintrittsgebühren laut Programm
- Hauser - Top - Schutz im Wert von € 160, - : Reiserücktritts - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - Service
Im Reisepreis nicht enthalten
Visakosten (Russland Euro 90,-), fehlende Mahlzeiten, Getränke; Trinkgelder (ca. Euro 4,- pro Tag); Einzelzimmer-Zuschlag; individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
Wunschleistungen
- Visum Russland: ab
90,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 10
- Maximale Teilnehmerzahl: 15





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Frankfurt
