Rumänien - Zu Fuß, per Rad und mit dem Floß unterwegs in den Karpaten
Reise Nr. 347
Multi-Aktivreise Wandern, Radeln und Flößen
4-tägige Flussfahrt auf dem Olt mit einem selbst gebauten Baumfloß
Einfache Wanderungen in den Karpaten, Fahrradetappen rund um Hermannstadt
Lagerfeuer, Geselligkeit und rumänische Gastfreundschaft
Nächte im Zelt am Ufer des Olt, in einer Pension und im Heu einer Scheune
Familientauglich - siehe "Charakter der Tour" im Detailprogramm
Auf Ihrem selbst gebauten Baumfloß gleiten Sie vorbei an Steilwänden, bewaldeten Bergrücken und Almen durch das transsilvanische Kernland. Am Abend schlagen Sie am Ufer Ihre Zelte auf und bereiten die Mahlzeiten am Lagerfeuer zu. Die Wanderungen führen Sie durch das Zibins-Gebirge: vom Laub- über Nadelwald hin zu Latschen und alpinen Matten, über Bergrücken, Gipfel und Kämme. Auf duftenden Almwiesen begegnen Sie Hirten samt ihren Schafherden. Aus den Bergen führt die Route zurück in das quirlige Hermannstadt mit seinem historischen Altstadtkern. Mit dem Fahrrad erkunden Sie Kirchenburgen und Hirtendörfer. Abwechslungsreiche Aktivreise für Groß und Klein Extra-Termin im August mit besonders familienfreundlichem Programm!
Gemeinsam mit Ihrem Reiseleiter und der Begleitmannschaft bauen Sie ein Floß Mit diesem Gefährt gleiten Sie durch das transsilvanische Kernland vorbei an Dörfern, Steilwänden und bewaldeten Bergrücken vom sanften Dahintreiben bis zur flotten Fahrt im Olt-Durchbruch. Am Abend schlagen Sie am Ufer Ihre Zelte auf und bereiten die Mahlzeiten am Lagerfeuer zu. Wanderungen und Ausflüge mit dem Fahrrad bilden den Schwerpunkt im zweiten Teil der Reise. Auf den Almwiesen begegnen Ihnen Hirten mit ihren Schafherden.
Ihre Reise führt auch zur Törzburg, mit der der legendäre "Graf Dracula" in Verbindung gebracht wird. Zurück aus den Bergen lockt die Stadt - Bei einem Spaziergang durch Sibiu (Hermannstadt) bewundern Sie die historische Altstadt und genießen siebenbürgisches Flair.
Dieses Reiseprogramm eignet sich auch sehr gut für Familienurlaube - Im August ist explizit ein Familientermin ausgeschrieben, bei dem der Reiseablauf besonders kinderfreundlich abgestimmt wird.
Reiseverlauf:
1. Tag Anreise
Flug nach Sibiu (Hermannstadt). Bustransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. Wir übernachten auf einem kleinen Privatcampingplatz in der Nähe von Hermannstadt. Unser rumänisches Begrüßungs-Abendessen nehmen wir in einem rustikalen Kellergewölbe ein. Anschließend machen wir einen gemütlichen Spaziergang durch die Innenstadt und gehen zurück zu unserem "Basislager". Fahrzeit: 0,5h; Übernachtung im Zelt/Heu - "Basislager Neppendorf" [A]
2. Tag: Bran/Törzburg - Rosenauer Bauernburg
Unser heutiges Ziel ist das so genannte "Burzenland". Nach einem üppigen Frühstück folgt ein Bustransfer nach Bran, einem kleinen Gebirgsort im Schutz des Karpatenbogens. Gegen Mittag treffen wir dort ein und nach einem Picknick, bei dem wir uns mit frischem Schafskäse, Brot und Gemüse versorgen, geht's gestärkt weiter. Hoch auf einem Felsen über dem Städtchen Rosenau thront die gleichnamige Burg aus dem 14. Jahrhundert. Ein kurzer, aber steiler Pfad führt uns 150 Höhenmeter durch den Wald hinauf. Von oben bietet sich uns ein herrlicher Blick auf Rosenau, die Felder ringsum und auf die Karpaten in der Ferne. Nach einer kurzen Busfahrt (ca. 10 Minuten) treffen wir nachmittags auf dem "Vampire-Campingplatz" in Bran/Törzburg ein. Wir machen einen Spaziergang durch den Ort und besichtigen die Törzburg (Castelul Bran, 14. Jh.) mit ihren Türmen, Zinnen und Schießscharten. Die Burg liegt auf einer felsigen, bewaldeten Anhöhe; einer einst strategisch wichtigen Stelle an der Pass- und Handelsstraße über die Karpaten. Als "Dracula-Schloss" wurde die Törzburg zur Attraktion. Mit dem legendären Grafen Dracula (Titelfigur des gleichnamigen Vampir-Romans des irischen Schriftstellers Bram Stoker) wird der rumänische Herrscher Vlad Tepes (15. Jh.) in Verbindung gebracht, der für seine Grausamkeit bekannt war: seine Feinde ließ er zur Abschreckung auf Pfähle spießen und wurde deswegen der "Pfähler" (Tepes, von rum. teapa = der Pfahl) genannt. In einer nahe gelegenen Gaststätte mit schöner Aussicht auf das Schloss lassen wir uns das Abendessen schmecken. Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt "Vampire-Campingplatz" in Bran/Törzburg [FMA]
3. Tag Kronstadt in Siebenbürgen - Floßbau
Nach einem "Draculafrühstück" bringt uns der Bus nach Kronstadt (ca. 30 Min Fahrzeit). Gemütlich spazieren wir durch die Altstadt. Dann führt uns ein Serpentinenweg durch Laubwald auf den Rücken des 967 m hohen Hausberges, der Zinne (Tampa) hinauf. Von hier oben bietet sich an klaren Tagen ein weit reichender Blick auf die schöne Altstadt und ihre bergige Umgebung. Dichtes Grün umrahmt die alten Häuserzeilen. Überragt werden sie vom Rathaus (15. Jh.), dem Mittelpunkt des Marktplatzes und von der Schwarzen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt. Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche schmücken anatolische Teppiche (17. und 18. Jh.) sowie ein schönes Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert. Am Marktplatz steht auch das stattliche Hirscherhaus mit seinem langen Laubengang (16. Jh.), das einst dem Kronstädter Bürgermeister Lukas Hirscher gehörte. Mit der Regionalbahn fahren wir am frühen Nachmittag nach Augustin (1 Std.) und werden dort von unserem Flößer-Team begrüßt. Mit dem Pferdewagen legen wir die letzten 7 km vom Bahnhof bis zum Floßbauplatz zurück. Das Baumaterial liegt schon am Olt bereit, unweit des Dorfes, wo wir auch die Nacht im Zelt verbringen. Unter Anleitung der Flößer bauen wir gemeinsam das Floß. Dabei bleibt uns genügend Zeit für ein Bad im Fluss. Nebenbei wird auch ein zünftiges Abendessen am Lagerfeuer zubereitet. Fahrzeit: 1,5-2h; Aufstieg: 320m; Abstieg: 320m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Floßtaufe - 1. Floßtag auf dem Olt
Nachdem wir Kaffee und Tee am Lagerfeuer gekocht und unser "Flößer-Frühstück" zu uns genommen haben, lösen wir das Baulager auf. Es folgt die Floßtaufe, dann beginnt das Abenteuer: Die Fahrt startet in der Nähe von Augustin. Rund um den sog. Geisterwald werden wir den Olt auf seinem oberen Mittellauf befahren. Der Olt, Rumäniens drittgrößter Fluss, entspringt in den Ostkarpaten und mündet nach rund 700 km in die Donau. Sein malerisches, von Pappeln, Weiden, Wiesen und Äckern gesäumtes Tal gehört zu den schönsten Flusstälern Rumäniens. Teilweise ist unsere Fahrt "spritzig". Wir befinden uns in einem Durchbruch, wo der Olt seinen Lauf an einer natürlichen Barriere scharf nach Westen richtet. Die Engstelle, die mit dem Turzun-Basaltstock bei Racos endet, ist ein eindrucksvoller Abschnitt - trotzdem alles andere als eine Rafting-Tour! Gesteuert wird mit den Rudern, manchmal kann es vorkommen, dass sich das Floß an Felsbrocken verkeilt oder an Steinen aneckt. Mit Hebelkraft und Seilwinden wird es dann wieder flott gemacht. Unsere Tagesetappen dauern von ca. 10:00 - 16:00/17:00 Uhr. Anschließend wandern wir zu einem nahe gelegenen Dorf und erleben das abendliche Treiben. Unser Zeltlager richten wir am Olt-Ufer ein, sammeln Holz und kochen am Lagerfeuer. Gesang und gute Laune... und für die Älteren ein Stamperl Schnaps! Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt am Olt-Ufer [FMA]
5. Tag 2. Floßtag
Unsere heutige Fahrt wird gemächlicher. Wir genießen es, vom Fluss getragen lautlos dahinzugleiten und unzähligen Mäandern zu folgen. Wer Lust hat, kann versuchen das Floß mit einem der Ruder zu steuern. Davon gibt es zwei, jeweils 7 m lang, vorne und hinten axial mittig am Floß angebracht. Meist werden sie von zwei Flößern bedient, die aber gerne bereit sind, uns in die Kunst des Steuerns einzuführen. Dabei erfahren wir auch einiges über die Geschichte der Flößerei. Gegen Abend gehen wir an Land. Wir befinden uns voraussichtlich in der Region um Hoghiz, einer Ortschaft, die während des Mittelalters strategisch wichtig war. In der naturparkähnlichen Landschaft stehen hier drei ehemalige Schlösser, teils Ruinen, umgeben von jahrhundertealten Eichen. In unmittelbarer Nähe befand sich das römische Militärlager Pons Vetus, wo 262 n. Chr. an der römischen Olt-Brücke die Schlacht zwischen Goten und Gepiden stattgefunden haben soll. Auf einer Wiese richten wir unser Zeltlager ein und bereiten das Lagerfeuer vor. Nach dem Abendessen sitzen wir noch gemütlich beisammen und tauschen unsere Eindrücke aus. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt auf einer Wiese [FMA]
6. Tag 3. Floßtag
Ein weiterer Tag auf dem Wasser liegt vor uns. Unterwegs winken uns immer wieder erstaunte Fußgänger und begeisterte Kinder von Ufern und Brücken aus zu. Auf dem Floß gibt es auf rustikalen Holzbänken eine Sitzgelegenheit für jeden Fahrgast. Eine überspannte Plane (Tarp) dient als Sonnen- und Regenschutz. Sobald wir in ruhigeres Fahrwasser kommen, halten wir an, um in Dorfnähe die Lebensweise der hiesigen Landbevölkerung auf uns wirken zu lassen. Wer möchte, kann am späteren Nachmittag noch eine kurze geführte Wanderung in der näheren Umgebung unternehmen (1 - 2 Stunden). Am Abend bauen wir wieder unser Lager auf mit "Holzdienst", "Lagerfeuerbetreuung" und allem, was zum Outdoor-Leben dazugehört. Gemeinsam bereiten wir am Lagerfeuer das Abendessen zu und tauchen anschließend bei Mondschein und Sternenlicht, Feuersglut und Kerzenschimmer ein in die Welt siebenbürgischer Sagen und Märchen. Gehzeit: 1-2h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Letzter Floßtag - Fahrt ins Zibinsgebirge (Hohe Rinne/Paltinis)
Nach einem kräftigen Frühstück setzen wir zur letzten Floßetappe an. In Comana de Jos können wir kurz an Land gehen und ein kleines, aber sehenswertes ethnographisches Dorfmuseum besichtigen. Bis zum Nachmittag dürften wir es geschafft und Halmeag, das Ziel unserer feucht-fröhlichen Fahrt, erreicht haben. Das Floß wird hier von den Flößern in seine Bestandteile zerlegt und mit einem Holzlaster abtransportiert. Mit dem Bus fahren wir weiter zum höchstgelegenen Kurort Rumäniens, Hohe Rinne (Paltinis, 1.450 m). Dort quartieren wir uns in einer gemütlichen Bergpension ein, die uns für die nächsten 3 Tage als "Basislager" dient. Den Abend lassen wir dort ausklingen... - bei dieser Gelegenheit werden auch die Flößer-Diplome verliehen. Fahrzeit: 2-2,5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Bergpension [FMA]
8. Tag: Zibinsklamm, Gretchenwiese, Oncesti-Gipfel
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Rundgang durch den geschichtsträchtigen Kurort. Wir wandern zur Klosterklause "La Schit" (sprich: Skit). Wir setzen unsere Wanderung rund um die Hohe Rinne fort. Der Kurort liegt in einem waldreichen Gebiet mit vielen Wanderwegen. Wir steigen in die Zibinsklamm hinab (550 Höhenmeter), wo wir auch picknicken. Unter den vielen Pflanzen der Umgebung sind über 30 endemisch. Aus der Zibinsklamm steigen wir entlang des Daneasa-Baches und über die Gretchenwiese gemächlich hinauf auf den Oncesti-Gipfel (1.713 m). Dies ist der höchste Punkt unserer Tageswanderung und zugleich einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Vom Gipfel kehren wir durch dichten Fichtenwald zur Pension zurück. Unsere Reiseleiter bereiten wieder ein schmackhaftes Essen für uns zu. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 820m; Abstieg: 820m; Übernachtung in einer Bergpension [FMA]
9. Tag: Naturpark Iezerele Cindrelului // Familienprogramm: Tiefseilgarten
Wir packen unsere Tagesrucksäcke mit Proviant für einen längeren Wandertag und starten in Richtung Südwesten. Zuerst geht es durch Nadelwald aufwärts, dann an Latschen vorbei auf einen Kamm. Unsere Wanderung führt über Bergsättel und Gipfel in Höhen zwischen 1.800 und 2.100 m. Wir befinden uns im Naturpark "Iezerele Cindrelului". Bei guten Witterungsverhältnissen schweift unser Blick weit in den Norden; die Westkarpaten scheinen zum Greifen nahe und von den Südkarpaten können wir fast jedes einzelne Massiv erkennen! Unterwegs treffen wir vielleicht Hirten. Sie bleiben den Sommer über mit ihren Herden auf den Almwiesen und steigen im Herbst wieder ab, um mit den Tieren den Winter im milderen zu verbringen. Nach etwa 4 Std. erreichen wir die Canaia-Baude - Endziel der "Königsetappe" - wo wir uns ein wohlverdientes und deftiges Picknick gönnen. Von hier aus peilen wir den Rückweg an. In unserer gemütlichen Unterkunft klingt der Tag aus. Beim Familientermin wird das oben genannte Wanderprogramm durch einen Besuch im nahegelegenen ARKA - Adventure Park mit Tiefseilgarten ersetzt. Hin und zurück wird gewandert (jeweils 1 Std.). Am Nachmittag-/Abend unternehmen wir Gesellschafts- und Gruppenspiele. Gehzeit: 8h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 850m; Übernachtung in einer Bergpension [FMA]
10. Tag Abstieg über das Hirtendorf Rasinari nach Hermannstadt
Mit unserem Tagesrucksack starten wir zu einer rund 6-stündigen Wanderung. Anders als bei der gestrigen Hochgebirgstour führt unsere Route heute nur talwärts. Unterwegs besuchen wir eine Sennhütte. Dabei können wir einen Eindruck vom Wesen der Wanderhirtenschaft (Transhumanz) bekommen und zugleich die einfache Lebensweise der Hirten genauer kennen lernen. Über die Tomnatic-Wiese und blumenreiche Almen geht es zum Dorf Rasinari (Städterdorf, 574 m) hinab. Dieses erstreckt sich entlang zweier Gebirgsbäche am Fuß des Zibinsgebirges. Holzverarbeitung und Schafzucht sind hier die Hauptbeschäftigungszweige. Wir kehren nach Hermannstadt zurück und treffen am späteren Nachmittag in unserem "Basislager Neppendorf" ein, wo wir die kommenden Nächte verbringen werden. Anschließend können wir den Abend bei einem Spaziergang durch Hermannstadt oder einem Eis ausklingen lassen. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 850m; Übernachtung im Zelt/Heu - "Basislager Neppendorf" [FMA]
11. Tag: Kirchenburg und Hirtendorf
Nach dem Frühstück schwingen wir auf unsere Fahrräder und legen die ersten Kilometer im Vorbergland über Cisnadioara/Michelsberg nach Cisnadie/Heltau zurück. Dort besichtigen wir die Kirchenburg, die zu den repräsentativsten in Südsiebenbürgen gehört. Zurück in Cisnadioara/Michelsberg, besichtigen wir die dortige Burg (1223 erstmals urkundlich erwähnt) mit der ältesten romanischen Basilika im sächsischen Siebenbürgen. Die Dorfidylle können wir bei einem Spaziergang durch Michelsberg (mit Besichtigung der evangelischen Dorfkirche und Kennenlernen der Kirchenkuratorin) erleben. Beim Halben Stein im Silberbachtal in schöner Landschaft lassen wir uns das Picknick schmecken. Anschließend fahren wir durch den "Jungen Wald" nach Rasinari, das größte rumänische Hirtendorf, und besichtigen die älteste der drei orthodoxen, von Kirchenmalereien geschmückten Kirchen des Ortes: die "Heilige Paraschiva"-Kirche. Der Besuch der Kinderwerkstatt für Ikonenmalerei und ein kurzes Gespräch mit dem betreuenden orthodoxen Pfarrer oder dem örtlichen Kunstlehrer runden das Programm ab. Durch den Wald fahren wir zurück nach Hermannstadt. Bei unserem Familientermin lassen wir es an diesem Tag etwas gemütlicher angehen: Per Bus oder Bahn führt unsere Route 15km stadtaußwärts, ins beliebteste Naherholungsgebiet der Hermannstädter: Ocna Sibiului - Salzburg in Siebenbürgen. Hier baden wir in den natürlichen Salzwasserseen, erholen uns bei einer Schlammkur, Spielen, Faulenzen und Picknicken am Wasser. Fahrzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 43km; Übernachtung im Zelt oder im Heulager [FMA]
12. Tag: Das malerische Vorbergland der Karpaten
Auf unserer heutigen Tour erhalten wir einen Eindruck vom Vorbergland, das unter dem Namen "Marginimea Sibiului" bekannt ist. Wir durchqueren die zwei Hirtendörfer Poplaca und Orlat. Hier besichtigen wir auch das orthodoxe Kloster. Beim Gespräch mit einer Nonne können wir einen Eindruck vom Leben in einem orthodoxen Kloster erhalten. Anschließend fahren wir weiter, und besichtigen in Sibiel das Ikonen-Museum - berühmt für seine Hinterglasmalerei, die sich im 17. Jh. zur Volkskunst entwickelte und im 18./19. Jh. seine Blütezeit erlebte. Die Künstler waren ländliche Meister, oft Analphabeten, die mit einfachsten Mitteln arbeiteten (Glas, Farbe und Holz für den Rahmen). Die Schönheit ihrer farblich reizvollen Werke liegt nicht zuletzt in der einfachen, menschlich ergreifenden Art der Darstellung. Ikonen schmücken so manche Dorfkirche und haben einen Ehrenplatz in vielen Bauernhäusern. Am häufigsten wurden das Bildnis der Mutter Gottes und die Geburt Christi dargestellt, aber auch Heilige, wie z. B. der heilige Georg (als Beschützer der Viehherden) und der Prophet Elias (zur Abwehr gegen Blitzschlag). Unser Picknick nehmen wir am Sibieler Bach ein und stärken uns für den Spaziergang durch Saliste. Das Abendessen genießen wir auf einem rumänischen Bauerhof. Bustransfer zurück nach Hermannstadt. Beim Familientermin wird der Besuch des Klosters und des Ikonenmuseums durch eine kinderfreundliche Besichtigung der Ortschaft Sibiel ersetzt. Nachmittags bauen wir am Fluss einen kleinen Staudamm um uns nach der Fahrrad-Fahrt im kühlen Nass zu erfrischen. Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 30km; Übernachtung im Zelt oder im Heulager [FMA]
13. Tag Sibiu/Hermannstadt
Vormittags steht eine geführte Besichtigung durch die Gassen der Altstadt an (spätgotische evangelische Stadtpfarrkirche mit berühmter Sauer-Orgel, orthodoxe Kathedrale, katholische Kathedrale). Direkt auf dem Bauernmarkt nehmen wir das Mittagessen zu uns. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und kann für Besichtigungen in Eigenregie genutzt werden (z. B. Brukenthal-Palais, Freilichtmuseum, Stadtbummel...). Hermannstadt kann auf eine über 800-jährige Vergangenheit zurückblicken. Unter dem lateinischen Namen "Villa Hermanni" 1223 urkundlich belegt, besaß die Stadt 150 Jahre später bereits 19 Zünfte. Drei Verteidigungsringe mit 5 Basteien und 54 Türmen schützten sie vor Fremdeinfällen. Leider ist von der alten Bausubstanz nicht alles erhalten geblieben, dennoch hat die Stadt ihr historisches Flair bewahrt. Schöne Plätze - der Große und der Kleine Ring mit gotischen und barocken Gebäudefassaden - bilden den Altstadtkern. Mittelpunkt der ehemaligen Oberstadt mit ihren Patrizierhäusern ist der Große Ring, sein vielleicht schönstes Schmuckstück das Brukenthal-Palais. Der 1785 errichtete Barockbau, der heute ein berühmtes Museum und eine Bibliothek beherbergt, trägt den Namen seines Besitzers, des Kunstkenners und -sammlers Samuel von Brukenthal, der zu Maria Theresias Zeit Gouverneur von Siebenbürgen war. Durch das Tor des Ratsturms gelangt man vom Großen Ring auf den Kleinen Ring. Hier, umgeben von den schönen Arkaden-Häusern der Handwerker und Kaufleute (15./16. Jh.), findet jedes Jahr im Herbst ein im ganzen Land bekannter Töpfermarkt statt. Unter mittelalterlichen Mauerbögen, gesäumt von alten Häusern, führt die malerische "Sagstiege" aus der Oberstadt hinab zu den Gassen der Unterstadt. Am Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht (10 Minuten). Bustransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. [FM]
Charakter der Tour und Anforderungen:
Diese Reise ist eine Multi-Aktiv-Tour: Mithilfe beim Floßbau, Flößen, Wandern, Radeln, Outdoor-Leben, Lagerfeuer-Machen etc. sind gefragt. Wichtig ist in erster Linie, dass Sie aufgeschlossen sind für die ungewöhnliche Kombination der Programmpunkte, die Mischung von Natur und Kultur. Sportlich-aktive Etappen wechseln sich ab mit Besichtigungen. Alle TeilnehmerInnen sollten Freude an körperlicher Betätigung im Freien, Flexibilität und Teamgeist haben sowie die Bereitschaft zur Improvisation mitbringen. Vor Ort werden Sie von einem einem ortskundigen, Deutsch und Rumänisch sprechenden Reiseleiter betreut. Während der Floßfahrt werden Sie zusätzlich von einem Flößer-Team begleitet.
Während der Tour erhalten Sie volle Verpflegung. Gespeist wird teilweise auch in Hütten und Gaststätten. Die Küche ist landestypisch, deftig und schmackhaft. Vegetarisches Essen ist möglich, veganes Essen nicht. Ansonsten werden die Mahlzeiten aus den besorgten Vorräten bestritten. Zubereitet wird das Essen während der Floßetappen auf dem Lagerfeuer. Untergebracht sind Sie in Zwei-Personen-Zelten von VauDe, während der Fahrrad-Etappe wahlweise auch im Heu (Heuboden), während der Bergwanderungen in einer gemütlichen Pension in Doppel- oder Einzelzimmern teilweise mit Bad am Flur. Während der Floßfahrt schlafen Sie am Ufer des Flusses in der Wildnis" ohne jegliche Infrastruktur. In Hermannstadt übernachten Sie auf einem kleinen Privatcampingplatz (am Stadtrand) mit allen nötigen Einrichtungen (Toiletten, Waschräumen, Duschen) und Küche.
Die Floßfahrt stellt keine besonderen körperlichen Anforderungen. Schwimmkenntnisse sind nicht erforderlich, Nichtschwimmer müssen jedoch Sicherheitswesten tragen. Die Wanderungen bieten weder technische Schwierigkeiten, noch erfordern sie Schwindelfreiheit. Für die maximal 7- bis 8-stündigen Etappen (Gehzeit mit nur kurzen Pausen) auf markierten Pfaden und Hirtensteigen sollten Sie jedoch über entsprechende Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände). Während der Wanderungen tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack. Die Fahrrad-Etappen sind einfach und verlangen keinen großen Energieaufwand. Fahrradwege gibt es keine. Die Etappen sind so gewählt, dass Sie, soweit möglich, schwach befahrene Nebenstraßen benutzen. Alle Strecken sind geteert und gut befahrbar, sie verlaufen teilweise leicht bergauf und bergab.
Kinder:
Diese Reise ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Sie sollten Erfahrung im Wandern und Zelten haben, sowie sicher Fahrradfahren. In der Pension schlafen die Kinder mit ihren Eltern in Mehrbettzimmern. Bei unserem Familientermin (03.08.-15.08.2015) werden einzelne Programmdetails kinderfreundlich angepasst (siehe Detailprogramm).
Wichtige Hinweise:
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Im Reisepreis enthalten
- Hauser - Inklusivleistungen Hauser - Reiseleitung ab/bis Hermannstadt/Sibiu Flug mit Lufthansa München - Hermannstadt/Sibiu - München Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren Rail&Fly - Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze Übernachtung in Pensionen, in Zelten und im Heu Vollpension Wasser (außer in Pensionen und Gaststätten) 3 - 4 - köpfige Flößermannschaft Gepäcktransport während der Floßfahrt Camping - und Kochausrüstung Leihausrüstung: 8 - Gang Winora - Fahrräder, Schwimmwesten Transfers/Fahrten laut Programm Eintrittsgebühren lt. Programm Hauser - Top - Schutz: Stornokosten - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - ServiceWunschleistungen Anschlussflüge nach Verfügbarkeit: innerdeutsch 60, - , ab Österreich/Schweiz Preis auf Anfrage Hauser ZUSATZ - Reiseschutz - Paket 44, - : Reisegepäck - , Reiseunfall - und Reiseabbruch - Versicherung Kinderpreis 10 - 15 Jahre Reise mit Flug: 1.175, -
Im Reisepreis nicht enthalten
- fehlende Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, individuelle Ausflüge und Besichtigungen
- Mindestteilnehmerzahl: 10
- Maximale Teilnehmerzahl: 15
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Wanderungen in Siebenbürgen
- Wanderung im Bucegi-Gebirge
- Stadtrundgang durch Kronstadt
- Abendessen bei Bergbauern
9 Tage ab 1.575,- €





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München