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Siebenbürgen, Bukowina und Paris des OstensRumänien / StudienreisenReise Nr. 116 Auf unserer Reise durch Rumänien erwarten Sie folgende Themen:
Reiseverlauf: 1. Tag: Abfahrt ab München (ca. 13.30 Uhr) nach Budapest (Ankunft ca. 21.00 Uhr). Weiterfahrt (ca. 23.00 Uhr) mit dem Nachtzug nach Alba Iulia. 2. Tag: Ankunft in Alba Iulia (ca. 6.45 Uhr). Transfer nach Hermannstadt (Ankunft ca. 8.30 Uhr). Ausführlicher Spaziergang durch das Zentrum von Hermannstadt (Großer und Kleiner Ring, Evangelische Stadtpfarrkirche, Stadtmauer mit Türmen, Rumänisch-Orthodoxe Kathedrale, Unterstadt). Treffen mit einem Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien. 3. Tag: Führung durch das Brukenthal-Museum. Treffen mit einer Hermannstädter Germanistin: Informationsgespräch zu siebenbürgischer und rumänischer Literatur. Zeit zur freien Verfügung. 4. Tag: Fahrt mit dem Reisebus nach Schäßburg, mittelalterliche Perle Siebenbürgens, Unterwegs: Besichtigung einer siebenbürgischen Wehrkirche, Geführter Spaziergang durch die Altstadt (Bergkirche mit Schülertreppe, Burgplatz, erhaltene Wehrtürme, Klosterkirche, Vlad-Dracul-Haus), Informationsgespräch zum multiethnischen Miteinander in Siebenbürgen. 5. Tag: Von Siebenbürgen in die Südbukowina Reisebusfahrt über Târgu Mureş/Neumarkt (neben Cluj-Napoca/Klausenburg Zentrum der ungarischen Minderheit), Bistriţa/Bistritz und den Tihuta-Pass in den Karpaten durch das Dorna-Tal nach Kimpolung. 6. Tag: Tagesexkursion zu den UNESCO-Weltkulturerbe-Klöstern in Moldoviţa, Suceviţa und Voroneţ. Besichtigung der einmaligen Fresken aus dem 15. und 16. Jh. 7. Tag: Reisebusfahrt durch die spektakuläre Bicaz-Schlucht in den Karpaten nach Kronstadt, Ankunft in Kronstadt (ca. 17.00 Uhr), Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang 8. Tag: Stadtrundgang durch Kronstadt (Schwarze Kirche, spätmittelalterliche Bürgerhäuser, Piaţa und Casa Sfatului, Synagoge, Schei-Viertel), Bahnfahrt nach Bukarest, Ankunft in Bukarest (ca. 18.00 Uhr), Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang 9. Tag: Stadtrundgang durch Bukarest (Lipscani-Viertel mit Stavropoleos- und Verkündigungskirche, Choralsynagoge, Nationaltheater, Königspalast, Athenäum u.a.), Besuch des jüdischen Museums und Informationsgespräch über jüdisches Leben einst und heute 10. Tag: Zeit zur freien Verfügung (z.B. Besuch des Parlamentspalastes). Abfahrt mit dem Nachtzug nach Budapest(ca. 16.30 Uhr). 11. Tag: Ankunft in Budapest(ca. 5.30 Uhr). Weiterfahrt nach München (ca. 7.00 Uhr), Ankunft ca. 14.30 Uhr. Historische Kulturlandschaften und europäische Zukunft Die von uns bereisten Regionen weisen eine vielfältige Vergangenheit unter unterschiedlichsten Einflüssen auf: von Römern über Griechen, Tataren, Türken, Ungarn, Habsburgern und Russen bis hin zu Rumänen. Aus der Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei entstand 1861/62 der rumänische Staat, welchen der Berliner Kongress 1878 als eigenständig anerkannte. 1866 wurde Karl von Hohenzollern Prinz von Rumänien und regierte das Land als König Carol von 1881 bis 1914. Infolge des Ersten Weltkriegs verdoppelten sich Territorium und Bevölkerungszahl, aus dem jungen National- wurde ein Vielvölkerstaat. Siebenbürgen Über vier Jahrhunderte prägte die ”Vereinigung dreier Nationen” aus Ungarn, Sachsen und Szeklern die Entwicklung des Gebiets westlich des Karpatenbogens. Die ungarischsprachigen Szekler, deren ethnische Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist, dienten seit dem 12. Jh. als Grenzwächter. Ab Mitte des 12. Jh. siedelten sich Siebenbürger Sachsen an, deren Herkunftsregion jedoch wahrscheinlich die Rhein-Mosel-Gegend war. Ungarn waren seit dem 10. Jh. in Transsilvanien, wie das Land später genannt wurde, präsent. Freilich repräsentierten die in der unio trium nationum ab Mitte des 15. Jh. Zusammengeschlossenen höchstens ein Drittel der Bevölkerung: ohne Rechte blieben die nicht-adligen Ungarn sowie die Unterschichten. Es folgten Perioden relativer Selbstständigkeit unter ungarischer, osmanischer und Habsburger Herrschaft, bis die Region nach dem ungarisch-österreichischen Ausgleich 1867 Teil Ungarns wurde und unter einen starken Magyarisierungsdruck kam. Nach dem Ende der Doppelmonarchie wurde Siebenbürgen im Vertrag von Trianon 1920 Rumänien zugesprochen. Moldau und die Südbukowina Die südliche Bukowina gehörte ab Mitte des 14. Jh. zum Einflussbereich des aus ungarischer Abhängigkeit entstandenen Fürstentums Moldau, in dessen Blütezeit die Errichtung der berühmten Klöster zwischen Ende des 15. und Ende des 16. Jh. fiel. Sie gehören wegen ihrer einmaligen farbigen Außenmalereien seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Fürstentum selbst stand ab Anfang des 16. Jh. unter osmanischer Oberhoheit, die Bukowina, in der die verschiedenen ethnischen Gruppen relativ einvernehmlich zusammen lebten, wurde 1774 Teil der Habsburger Monarchie. Im Unterschied zur Nordbukowina mit Czernowitz gehört der südliche Teil der Region seit 1918 ununterbrochen zu Rumänien. Die Walachei und Bukarest Auch die Unabhängigkeit der Walachei währte von 1330 bis 1460 relativ kurz, doch spielte diese Phase eine wichtige Rolle für die Herausbildung eines rumänischen Nationalbewusstseins. Unter türkischer Oberhoheit und später im russischen Protektorat etablierte sich Bukarest als Hauptstadt zunächst der Walachei, dann des vereinigten Rumäniens. Das 1459 erstmals urkundlich erwähnte ”Tor zum Orient” und ”Paris des Ostens” erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jh. eine rasche Modernisierung, verbunden mit intensiver Bautätigkeit und Verbesserungen der Infrastruktur. Rumänien seit dem Ersten Weltkrieg Kennzeichen des nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen Vielvölkerstaats ”Groß-Rumänien” waren ökonomische Rückständigkeit, außenpolitische Bedrohungen sowie innenpolitische Instabilität und ein diffuser rumänischen Nationalismus. Mit der 'Legion des Erzengels Michael' und ihrem paramilitärischen Arm, der 'Eisernen Garde', konnte sich früh eine faschistisch-antisemitische Bewegung etablieren. Nachdem Rumänien zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ein Drittel seines Territoriums wieder verloren hatte, wurde im September 1940 mit Marschall Ion Antonescu ein erklärter Faschist Ministerpräsident. Er nahm Mitglieder der Eisernen Garde in die Regierung auf und führte das anfangs neutrale Land im Juni 1941 an der Seite Deutschlands in den Krieg. Im Herbst 1941 begann die Deportation der Juden aus der Bukowina nach Transnistrien, wo viele in Lagern und Ghettos an Entkräftung starben oder ermordet wurden. Die Juden 'Altrumäniens' wurden auf vielfache Weise diskriminiert, ihre Deportation scheiterte jedoch an deutsch-rumänischen Unstimmigkeiten. Im August 1944 stürzte eine von König Michael geschmiedete Allianz den Marschall, Rumänien wechselte die Fronten und wurde von der Roten Armee besetzt. In das nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Machtvakuum stieß die eher bedeutungslose Kommunistische Partei, 1965 kam Nicolae Ceauşescu an die Macht. Er gewann durch eine Mischung aus kultureller Liberalisierung, ökonomischer Stabilisierung und außenpolitischer Eigenständigkeit zunächst eine enorme Popularität. Ceauşescu forcierte die Industrialisierung mit ausländischen Krediten, die das Land bis 1989 vollständig zurückzahlte – auf Kosten einer katastrophalen Versorgung der Bevölkerung. Gigantomanische Projekte wie das ”Programm zur Systematisierung der Dörfer” führten im Verbund mit einem ineffizienten Vetternwirtschaftssystem schließlich Mitte der 1980er Jahre zum Quasi-Bankrott des Staates. Der Widerstand der Bevölkerung wurde von der Geheimpolizei ”Securitate” zunächst erfolgreich gebrochen, doch Ende der 80er Jahre häuften sich Streiks und Proteste. Der Kampf gegen die Zwangsversetzung eines Pfarrers der ungarischen Kirche in Timişoara/Temesvar im Dezember 1989 entwickelte sich zum landesweiten Aufstand, der in die gescheiterte Flucht und anschließende Exekution Ceauşescus und seiner Frau mündete. Die nunmehr 'Ex'-Kommunisten verblieben dennoch in den folgenden Jahren auf den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Posten. Die Ereignisse von 1989 und die früheren kommunistischen Verbrechen wurden kaum gerichtlich aufgearbeitet. Alle Regierungen verfolgten mehr oder weniger konsequent eine Annäherung an die Europäische Union, zu der Rumänien Anfang 2007 beigetreten ist. Bukarest ”brummt”, Hermannstadt wird täglich schöner und in der Bukowina warten neben den Klöstern ursprüngliche Landschaften und ein wohltuendes Klima auf die Besucher. Inklusivleistungen:
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