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Mazedonien - Makedonija

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Reise Nr. 412

Auf unserer Reise in die südlichsten Gegenden Ex- Jugoslawiens beschäftigen wir uns eingehend mit der umfangreichen Geschichte der Region, der offenen Zukunft des kleinen neuen Balkanstaates, den interethnischen Beziehungen im Land und genießen neben der abwechslungsreichen Landschaft die Wärme und Trauben des Südens. Themen der Reise:

  • Bewegte Geschichte unter wechselnder Herrschaft und sehr späte Unabhängigkeit
  • Skopje: Hauptstadt im Umbruch
  • Wilde Berge, ruhige Seen, warme Täler: Landwirtschaft und Weinbau (mit -proben)
  • Die albanische Minderheit und das mazedonischalbanische Verhältnis
  • UNESCO-Weltkulturerbe: Der Ohrid-See und die Stadt Ohrid
  • Geschichte der Juden in Mazedonien
  • Der Namensstreit mit Griechenland und die politische Zukunft des Landes
  • Begegnungen mit Einheimischen und Informationsgespräche gewähren vertiefte Einblicke

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Mazedonien - MakedonijaSteinbrücke in Skopje (Jürgen Bruchhaus)

“Sehnsucht nach Süden” ...

bezeichnet nicht etwa Gebietsansprüche der jungen Republik Mazedonien gegenüber Griechenland oder Serbiens gegenüber seinem südlichen Nachbarn, sondern ist der Titel eines im fernen und kalten Moskau verfassten Gedichts von Konstantin Miladinov, in dem er davon träumt auf Adlerflügeln in die warmen Orte Struga und Ohrid zu fliegen, darüber hinaus ist “T’ga za Jug” der Name des beliebtesten einheimischen Weines.

Die mazedonische Frage …

ist virulent seit Ende des 19. Jh. und umfasst die territorialen Grenzen, den politischen Status, die Landessprache und die religiöse Prägung des von uns bereisten Gebietes.
Wenn heute von Mazedonien die Rede ist, handelt es sich meist um die “Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien” (EJRM, englisch FYROM), so der zurzeit offi zielle Name des jungen, 1991 friedlich gegründeten und 1993 von den meisten internationalen Organisationen anerkannten Staates.
Historisch betrachtet existierten viele Mazedoniens. Unter Alexander dem Großen reichte das Territorium für einige Jahre bis zum Indus, die Hauptstadt lag in Babylon. Ob er Grieche oder Mazedonier war, ist heute noch umstritten. Als römische Provinz erstreckte Mazedonien sich eine Zeitlang von der Adria bis zur Ägäis. Nach der slawischen Landnahme gehörte die Gegend zeitweilig zum Großbulgarischen Reich Zar Samuils, danach zum serbischen Nemanjidenreich. Ende des 14. Jh. eroberten die Osmanen die mazedonischen Gebiete und gaben sie bis zu den Balkankriegen nicht wieder ab. Diese wiederum gingen zwar hauptsächlich um Mazedonien, führten aber nicht zu dessen Unabhängigkeit, sondern zur heute noch gültigen Aufspaltung in drei, eigentlich vier geographische Regionen: Ägäis-Mazedonien im heutigen Nordgriechenland, Pirin-Mazedonien im heutigen Westbulgarien, Vardar-Mazedonien – die heutige EJRM – und ein kleiner heute zu Albanien gehörender Teil. Vardar-Mazedonien wiederum fand sich nach dem Ersten Weltkrieg im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wieder, wunderte sich zunächst, dass es nicht Titularnation wurde, doch diese Frage wurde mit der Umbenennung in Jugoslawien ad acta gelegt. Neue Hoffnungen auf Unabhängigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfüllten sich nicht, Mazedonien wurde eine der sechs Teilrepubliken des sozialistischen Jugoslawiens und fristete ein eher ärmliches Dasein mit wirtschaftlichem Schwerpunkt auf Landwirtschaft (Wein, Tabak, Paprika) und Tourismus (am Ohrid-See).

Die mazedonische Zukunft ...

ist in vielen Bereichen weiterhin offen. Nach der Unabhängigkeit machte das Land Fortschritte und abgesehen von den Namensstreitigkeiten mit Griechenland, die bis heute Mazedoniens Aufnahme in die NATO blockieren und den EU-Zugang erschweren, entwickelte sich das Verhältnis zur albanischen Minderheit im Lande zum Hauptproblem des jungen Staates. Bewaffnete Auseinandersetzungen im Jahr 2001 konnten zwar eingedämmt werden und das Abkommen von Ohrid sicherte den Albanern auf dem Papier weitreichende Rechte zu, doch in der Praxis ist das Verhältnis weiterhin recht angespannt und nur wenige Initiativen kümmern sich um eine Entspannung der komplizierten Beziehungen.

Vorgesehenes Reiseprogramm

1. Tag

  • Abfahrt ab München (ca. 13.30 Uhr) nach Budapest (Ankunft ca. 21.00 Uhr)
  • Weiterfahrt (ca. 23.00 Uhr) mit dem Nachtzug nach Belgrad

    2. Tag

  • Ankunft in Belgrad (ca. 6.30 Uhr). Weiterfahrt (ca. 8.00 Uhr) nach Skopje (Ankunft ca. 18.00 Uhr)
  • Gelegenheit zu einem ersten Orientierungsspaziergang

    3. Tag

  • Geführter Spaziergang durch die Altstadt von Skopje: Osmanische Festung, Mustafa-Pascha- und Murat-Pascha- Moschee, Karawansereien Kuršumli-, Suli- und Kapan-An, Cifte- und Daut-Pascha-Hamam, Bezisten, Bit-Pazar-Markt, Kirchen des heiligen Naum und des heiligen Dimitri, Skanderbeg-Denkmal, Steinbrücke u.a.
  • Fahrt mit dem Reisebus entlang des Flusses Vardar in die Weinregion im Tikveš-Tal mit Zwischenstopp in Veles und bei der antiken Ausgrabungsstätte Stobi
  • Besichtigung zweier Weingüter mit Weinproben

    4. Tag

  • Fahrt mit dem Reisebus durch Nordpelagonien nach Bitola mit den Stationen:
  • Prilep (Zentrum des mazedonischen Tabakanbaus): Geführter Spaziergang durch die Innenstadt, Besichtigung des Erzengel-Michael-Klosters und der Kirche des heiligen Nikolaus
  • Kruševo (höchstgelegene Stadt Mazedoniens auf 1350 Metern und 1903 für zehn Tage Hauptstadt der gleichnamigen Republik): Besichtigung des architektonisch einzigartigen Makedoniums zur Erinnerung an den Ilinden-Aufstand und geführter Spaziergang durch die gut erhaltene Altstadt

    5. Tag

  • Geführter Spaziergang durch Bitola (ehemals Manastir): Geschichtsmuseum, Yeni- und Isaak-Bey-Moschee, Uhrturm, Bezisten, Bazar, Denkmal zur Erinnerung an die Deportation der Juden 1943 u.a.
  • Fahrt mit dem Reisebus nach Ohrid mit den Stationen:
  • Heraclea Lyncestis: Besichtigung der Überreste der von Philipp II. angelegten Stadt an der Via Egnatia
  • Prespa-See: Stippvisite am beschaulichen Ostufer des Albanien, Griechenland und Mazedonien verbindenden Sees
  • Struga: Geführter Spaziergang durch die zweitgrößte „Poesie“-Stadt am Ohrid-See (Halveti-Teke, ehemaliges Hamam, Mustafa-Pascha-Moschee, Miladinov-Denkmal und -gedenkhaus, Seepromenade u.a.)

    6. Tag

  • Ausführlicher geführter Spaziergang durch die Altstadt von Ohrid (Antikes Theater, mittelalterliche Kirchen, Zar-Samuil- Festung, Moscheen, Stadtmuseum u.a.)
  • Fahrt mit dem Schiff über den Ohrid-See (falls möglich, sonst mit dem Reisebus entlang des Sees) und Besichtigung des Klosters des heiligen Naum nah der Grenze zu Albanien
  • Informationsgespräch mit einem Wissenschaftler zur ökologischen Situation des Ohrid- und Prespa-Sees

    7. Tag

  • Zeit zur freien Verfügung
  • Fahrt mit dem Reisebus durch die Täler des Schwarzen Drim und der Radika sowie den Mavrovo-Nationalpark nach Skopje mit den Stationen:
  • Kloster des heiligen Jovan Bigorski bei Debar: Besichtigung der eindrucksvollen Ikonostase und der Außenfresken
  • Tetovo (Hauptstadt der albanischen Minderheit): Geführter Spaziergang durch die Innenstadt (Arabati-Baba-Teke, Bunte Moschee, ehemaliges Hamam u.a.) und Besuch eines alternativen Kulturzentrums mit Informationsgespräch zu den albanisch-mazedonischen Beziehungen

    8. Tag

  • Geführter Spaziergang durch die Neustadt von Skopje unter besonderer Berücksichtigung der in den letzten Jahren entstandenen Gebäude und Denkmäler des historisierenden Stadtumbauprojekts „Skopje 2014“: Vardar-Ufer, Makedonija- Platz und -straße, Mutter-Teresa-Denkmal und -gedenkhaus, ehemaliger Hauptbahnhof u.a.
  • Besuch des Holocaust-Erinnerungszentrums für die Juden Mazedoniens: Führung durch eine Mitarbeiterin
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Busfahrt in den Stadtteil Šuto Orizari (größtes und selbstverwaltetes Roma-Viertel des Balkans): Spaziergang über den Markt und Informationsgespräch mit Mitgliedern einer Nichtregierungsorganisation
  • Informationsgespräch mit einem Journalisten zur aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation in Mazedonien

    9. Tag

  • Abfahrt nach Belgrad (ca. 8.30 Uhr)
  • Ankunft in Belgrad (ca. 18.00 Uhr), Gelegenheit zu einer Stippvisite der Altstadt
  • Weiterfahrt (ca. 22.00 Uhr) mit dem Nachtzug nach Budapest

    10. Tag

  • Ankunft in Budapest (ca. 6.00 Uhr), Weiterfahrt (ca. 7.00 Uhr) nach München (Ankunft ca. 14.30) Uhr)

    Im Reisepreis enthalten

    • Vorbereitungsmaterialien
    • Bahnreisen München - Budapest - München im Railjet (2. Klasse), Budapest - Belgrad - Budapest im Liegewagen (6 - Bett - Abteile), Belgrad - Skopje - Belgrad im D - Zug (2. Klasse)
    • Alle Busfahrten im Land
    • 7 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in den guten Mittelklassehotels „Hamburg“ in Skopje (3), „Feni“ in Kavadarci (1), „Millenium“ in Bitola (1) und „Millenium Palace“ in Ohrid (2)
    • Halbpension (7 Tage)
    • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und mazedonische Reiseleitung)

    Wunschleistungen

    • Schlafwagen Budapest - Belgrad/Belgrad - Budapest im 3 - Bett - Abteil: 30,- €
    • Schlafwagen Budapest - Belgrad/Belgrad - Budapest im 2 - Bett - Abteil: 60,- €
    • Eigene An/Abreise bis/ab Skopje: -190,- €

    • Mindestteilnehmerzahl: 8
    • Maximale Teilnehmerzahl: 20
  • So erreichen Sie uns:
    • Per Telefon:
      +49 (0) 9408 - 86 98 403
      Montag - Freitag
      9-18 Uhr
      Per E-Mail:
      Schriftlich:
      Paradeast.com
      Orhalm 6a
      93177 Altenthann
      Deutschland

    Reisetermine
    • 07.06. - 16.06.2014
    • verfügbar
    • ausgebucht


    Einreisebestimmungen
    • Mazedonien: Visumfrei für Bürger der Europäischen Union und Schweiz für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten. Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Deutsche Staatsbürger können auch mit Personalausweis einreisen.
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