Kroatien - Velebit-Gebirge, Inseln und MeerReise Nr. 350 7 Tage Muli-Trekking im Velebit-Gebirge Reiseverlauf:1. Tag AnreiseFlug nach Zadar. Anschließend werden wir zu unserem Gästehaus in Rovanjska, am Fuße des Velebit-Gebirges, gebracht (Der Transfer vom Flughafen zur Unterkunft ist auf die Ankunftszeit des Gruppenflugs ausgelegt). Fahrzeit: 0,5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Pension 2. Tag Paklenica-Schlucht - Ivine VodiceAusgangspunkt unseres 7-tägigen Trekkings durch das südliche Velebit-Gebirge ist der Eingang in die wildromantische Schlucht Mala Paklenica (= Kleine Paklenica). Im Unterschied zur Velika Paklenica (= Große Schlucht) ist diese nicht so leicht begehbar. Für die erste Tagesetappe bieten sich deshalb zwei Routen an: Bei niedrigem Wasserstand können die gut trainierten Wanderer der Gruppe in einem etwa 3- bis 4-stündigen Aufstieg, teilweise mit leichter Kletterei, durch die Schlucht das Karstfeld Lekine Njive erreichen (600 Höhenmeter). Weiter führt der markierte Weg über die Quelle Velika Mocila und durch schönen Schwarzkiefern- und Buchenwald in 2 - 3 Stunden zu unserem Tagesziel, der Quelle Ivine Vodice in 1.200 m Höhe. Dort erwarten uns unsere Maultiertreiber mit den Tieren und dem Hauptgepäck. Bei zu hohem Wasserstand ist die Schlucht Mala Paklenica unpassierbar. Dann - und auch als leichtere Alternative - bietet sich für uns der Aufstieg durch die Schlucht Velika Paklenica an. Bei dieser Variante erreichen wir nach einem etwa 2-stündigen Aufstieg auf einem guten Pfad die bewirtschaftete Berghütte Borisov Dom. Nach weiteren 3 Stunden Aufstieg durch dichten Schwarzkiefern- und Buchenwald erreichen wir das Tagesziel Ivine Vodice. Auf einer schönen Wiese neben einer kleinen Schutzhütte schlagen wir unsere Zelte für die nächsten zwei Nächte auf. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1300m; Abstieg: 200m; Zelt [FMA] 3. Tag: Sveto Brdo (1.753 m)Durch schönen Mischwald steigen wir etwa 400 Höhenmeter zum grasbedeckten Hauptkamm hinauf und folgen ihm in südlicher Richtung bis auf den zweithöchsten Gipfel des Massivs, den Sveto Brdo. Mit seinen 1.753 m ist der Berg ein erstklassiger Aussichtspunkt. Bei guter Sicht schweift unser Blick über zahlreiche Inseln hinaus aufs offene Meer - an besonders klaren Tagen ist sogar die italienische Küste sichtbar. Landeinwärts reicht der Blick bis zu den Bergen Bosniens und zum Kapela-Gebirge, mitten in der Lika-Hochebene. Wir gönnen uns eine Rast und wandern dann zunächst auf gleichem Weg hinab bis zur Abzweigung in Richtung Süden. Nach einem kurzen, etwas steilen Abstieg erreichen wir die malerisch in einem Sattel gelegene Schutzhütte Vlaski Grad. Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit herrlichem Blick auf den Hauptkamm und auf die Urwälder der Velika Paklenica wandern wir in etwa einer Stunde durch den Wald zum Zeltplatz zurück. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA] 4. Tag Ivine Vodice - Vaganski Vrh (1.758 m) - StrugeZunächst gehen wir in rund einer Stunde wieder auf den Hauptkamm hinauf. Er ist in diesem höchsten Teil des Gebirges von tiefen Karsttrichtern (Dolinen) durchsetzt und mit Latschen und Wacholder bewachsen. Dazwischen liegen Bergwiesen, auf denen manchmal wilde Pferde grasen. Im Frühsommer sind die vielen Bergblumen mit ihren leuchtenden Farben eine Augenweide. Vielleicht entdecken wir Enzian, Iris, Knabenkraut, Primeln und sogar Türkenbund. Nach insgesamt 3 - 4 Stunden haben wir uns problemlos den höchsten Gipfel des gesamten Massivs, den Vaganski Vrh, erwandert. Dieser ist nicht so markant wie der Sveto Brdo, gehört aber sicher zu den Höhepunkten unseres Trekkings. Einen riesigen Trichter umgehend, gelangen wir in ca. 1 1/2 Stunden zur Hochweide Struge, auf etwa 1.300 m. Neben einer kleinen Schutzhütte schlagen wir heute unsere Zelte auf. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 500m; Zelt [FMA] 5. Tag Bojin Kuk (1.110 m)Die bizarre Felsenwelt des Bojin Kuk erwartet uns heute. Zunächst wandern wir in ca. einer halben Stunde zum Bulima Pass. Auf einer herrlichen Aussichtskanzel können wir hier eine kurze Rast einlegen. Unser Blick schweift vom Sveto Brdo im Südosten über die dunklen Wälder des Paklenica-Nationalparks bis hinaus zum offenen Meer. Unter uns im Westen liegt das Karstfeld Veliko Rujno, das wir nach einem etwa 2-stündigen Abstieg durch duftenden Kiefernwald erreichen. Von dort gelangen wir in etwa einer Stunde über einige Kletterstellen an den Fuß der festungsartigen Felsformation des Bojin Kuk. Nun bieten sich mehrere Varianten für eine kleine oder größere Umwanderung des Bojin Kuk an. Ganz gleich welchen Weg wir wählen, die Fernblicke sind - aufgrund der exponierten Lage und der Nähe zur Küste - überwältigend! Am Nachmittag wandern wir wieder zurück nach Veliko Rujno. Hier übernachten wir heute. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 750m; Zelt [FMA] 6. Tag Felskoloss StapinaÜber die ausgedehnten Karstfelder Veliko- und Malo Rujno sowie durch dichten Buchenwald wandern wir in etwa fünf Stunden zum Felskoloss Stapina. Etwa eine Stunde vor dem Lagerplatz bietet sich ein Abstecher in eine Märchenwelt aus Kalkgestein an. Es handelt sich um die "Steinerne Galerie", ein Labyrinth aus bizarrsten Felsformationen, durch das ein naturbegeisterter Bergsteiger aus Zadar einen Weg gefunden und markiert hat. Sie erinnert im Kleinen an den berühmten "Steinernen Wald" bei Kunming in China, ist allerdings garantiert völlig einsam und fast intakt. Der Rundweg mit einigen leichten Kletterpassagen dauert etwa 1 Stunde, mit Fotopausen entsprechend länger (zusätzlich 100 m im Auf- und Abstieg). Unser Zeltplatz schließlich, am Fuße des Felskolosses Stapina, unweit der kleinen Schutzhütte, fasziniert durch seine Lage selbst Ortskundige immer wieder. Der Fels Stapina selbst ist extremen Kletterern vorbehalten, von seinem Fuße aber haben wir einen selten schönen Ausblick zum Meer und zur Insel Pag. Gehzeit: 5-7h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Zelt [FMA] 7. Tag Gipfel Debeli Kuk (1.269 m)Ein markierter Steig führt uns heute vom Lagerplatz an der kleinen Naturkapelle des heiligen Antonius vorbei und hinauf auf den Gipfel Debeli Kuk (= Dicker Felsen). Nach etwa 2 Stunden Aufstieg, teils durch Buchenwald, teils über steile Wiesen, haben wir den markanten Felsgipfel erreicht. Ein herrlicher Rundblick über den Hauptkamm bis hinunter zur Adriaküste und den zahllosen vorgelagerten Inseln entschädigt uns für den etwas mühsamen Aufstieg. Beim Abstieg bietet sich ein Abstecher über den Felsen Cucavac ("der Hockende") an, der unten wieder auf die Aufstiegsroute trifft. Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 450m; Zelt [FMA] 8. Tag Letzte Trekkingetappe nach RovanjskaÜber einen Hirtenpfad, im unteren Teil zunehmend steinig, wandern wir dem Ende unseres Trekkings entgegen. Wir steigen bis zur Fahrstraße ab und nehmen Abschied von unseren Begleitern, ehe wir per Bus zum Gästehaus Rovanjska, unserer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, fahren. Wer möchte, kann sich am Nachmittag bei einem Bad im Meer erfrischen. Abends lassen wir uns in einem Restaurant lokale Spezialitäten schmecken und stillen unseren Durst mit einem heimischen Bier - "Karlovacko pivo" ist weniger stark und wird bestimmt allen munden. Gehzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 600m; Pension [FM] 9. Tag Der Weg des kleinen PrinzenNachdem wir in den letzten Tagen die bizarren Kalkformationen an der Bergoberfläche ausgiebig erforscht haben, wollen wir uns heute in die Unterwelt begeben. Der "Weg des kleinen Prinzen", so haben wir ein unterirdisches Labyrinth aus Stalaktiten, Stalagmiten, engen Durchgängen, kleinen Kammern und großen Palästen genannt (in Anlehnung an den gleichnamigen oberirdischen Weg im südlichsten Teil des Velebit). Die exklusive Lizenz für Führungen in die Rovanjska-Höhle hat unser Bergführer Marijan, einer der bekanntesten Höhlenforscher Kroatiens. Er allein hat den Schlüssel zu dieser Märchenwelt und führt nur auserwählte kleine Gruppen hinein. Nach einem späten, gemütlichen Frühstück holt uns Marijan im Gästehaus ab. Wir brauchen nur über die Adriastrasse und anschließend 10 Minuten durch den Wald zu spazieren, schon stehen wir vor dem Eingang. Marijan gibt nötige Anweisungen, verteilt Overalls, Helme und spezielle Karbid-Lampen, da nur diese ein natürliches Licht geben. Dann kann das Abenteuer beginnen. Der Höhleneingang ist ziemlich eng, dann aber breiten sich die Gänge aus und wir vergessen die Außenwelt - und auch die Zeit. Marijan weiß viel zu erzählen und die 3 Stunden vergehen sehr schnell. Auch wer schon größere, gut erschlossene Tropfsteinhöhlen gesehen hat, dem wird die Rovanjska-Höhle deshalb mit Sicherheit in Erinnerung bleiben. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wir lassen es uns beim Schwimmen, Spaziergehen oder einfach beim Faulenzen gut gehen. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Pension [F] 10. Tag Kajakfahrt auf dem Zrmanja-Fluss - Kloster KrupaNach dem Frühstück werden wir in das pitoreske Örtchen Obrovac am Zrmanja-Fluss gebracht. Dort steigen wir in Seekajaks um. Jeweils zwei Teilnehmer nehmen Platz in einem Sit-On-The-Top-Kajak. Mit einem örtlichen Kajakführer und unserem Reiseleiter befahren wir den türkisgrünen Karstfluss Zrmanja. In ca. 3 Stunden paddeln wir von Obrovac bis zur Mündung im See von Novigrad. Der Fluss ist absolut ruhig und erfordert keine Vorkenntnisse. Im farbenprächtigen Canyon fühlen wir uns an Deutsch-Jugoslawische Winnetou-Filme erinnert und genießen diese schöne Umgebung vom Wasser aus. Bei Maslenica steigen wir wieder in unseren Bus, der uns zum orthodoxen Kloster Krupa (14. Jh.), dem ältesten serbischen Kloster auf kroatischem Gebiet, bringt. Auf einer Wiese in Klosternähe, am wunderschönen Fluss Krupa, schlagen wir zum letzten Mal unsere Zelte auf. Wer möchte, kann ein (allerdings ziemlich erfrischendes!) Bad in der kristallklaren Krupa nehmen. Am Nachmittag besuchen wir das Kloster und eventuell auch das kleine Museum. Vor der letzten Zeltübernachtung wird noch einmal zünftig gegrillt und gefeiert. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 11. Tag ZadarHeute fahren wir in die lebhafte Metropole Zadar, eine der ältesten Städte Dalmatiens (ca. 2.000 Jahre). Das Adriatische Meer (Jadransko More) verdankt ihr seinen Namen. Die Jadern, ein alter illyrischer Stamm, bewohnten diese Gegend vor Ankunft der Römer und gründeten die Stadt Jadera - heute Zadar. Bei einem Stadtrundgang besuchen wir die byzantinische Basilika Sv. Donat (810 - 815), die an die spätantik-frühchristliche Tradition anknüpft. Außerdem sehen wir uns die Kathedrale Sv. Stosija (1285) aus romanischer Zeit und die Sammlung "Gold und Silber der Stadt" an. Falls noch Zeit bleibt, können wir durch enge geschäftige Gassen bummeln, in den kleinen Boutiquen und Cafés verweilen oder weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen. Pension [F] 12. Tag Bootstour durch den Kornati-ArchipelWir starten zu unserer dreitägigen Bootstour durch den Nationalpark Kornati-Archipel. Von Zadar aus fahren wir mit unserem Schiff hinüber zum Fischer- und Badeort Ugljan auf der gleichnamigen Insel. Zunächst wandern wir etwa eine Stunde auf der Fahrstraße zur Festung Sveti Mihovil hinauf, queren dann auf die Südseite der Insel und steigen auf einem schmalen Pfad zur einsamen Badebucht Zeljina hinunter. Dort werden wir von unserem Boot abgeholt und fahren weiter in Richtung Kornati-Inseln. Boot [FMA] 13. Tag Bootsfahrt durch den Kornati-ArchipelDen ganzen Tag haben wir Zeit, die bizarre Welt der Kornaten zu Fuß und per Schiff zu erkunden. Das Archipel besteht aus 150 größeren und kleineren Inseln, die meisten davon kahl und unbewohnt, doch ihre herbe Schönheit wirkt sehr anziehend. Wir halten in mehreren Buchten und können nach Belieben baden und schnorcheln. Zur Stärkung werden wir auf dem Boot bewirtet. Boot [FMA] 14. Tag Bootsfahrt durch den Kornati-Archipel - ZadarHeute nehmen wir Abschied von den Kornaten, dem "versunkenen Gebirge". Am Nachmittag treffen wir mit dem Schiff in Zadar ein und beziehen unsere Zimmer in einer Pension. Vielleicht bleibt noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel bevor wir unsere Reise beim Abschieds-Abendessen noch einmal Revue passieren lassen können. Pension [FMA] 15. Tag HeimreiseRückflug nach Deutschland. Fahrzeit: 3-4h; [F] Charakter der Tour und Anforderungen:Die Tagesetappen mit bis zu 7 Stunden Gehzeit sind für jeden gut trainierten Wanderer ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Gehen im Karstgebiet verlangt jedoch Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Konzentration. Da es sich vorwiegend um eine Kammwanderung handelt, betragen die täglichen Höhenunterschiede nur einige Hundert Meter - mit Ausnahme von Tag 2 (Aufstieg 1.300 m). Dennoch unterscheidet sich das Wandern im Velebit von dem in den Alpen: Die Fußwege verlieren sich oft im Gelände, nur rote Markierungen helfen dann weiter. Harmlos anmutende, weglose Karsthänge können auch für gute Bergsteiger zur wahren Herausforderung werden. Verlassen Sie deshalb nie ohne Begleitung die markierten Routen! Die leichten Klettereien an den Tagen 2, 5 und 6 sind ausnahmslos sehr attraktiv und rufen stets Begeisterung hervor. Berghütten sind selten und meist nicht bewirtschaftet. Sie werden vermutlich tagelang kaum einem Menschen begegnen. Wichtige Hinweise:Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt (etwa aufgrund starker Winde, wie dem Bura), aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
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