Judentum in der heutigen WestukraineReise Nr. 348 Die heutige Westukraine gehörte im 18. und 19. Jahrhundert zu den Zentren jüdischer Religion und Kultur. Mit der polnischen Teilung 1772 fielen Galizien, die Bukowina, Podolien und Teile der heutigen Zentralukraine an das österreichisch- ungarische k.u.k.- Kaiserreich, in denen der Kaiser sogleich Religionsfreiheit proklamierte. Damit setzte in den neuen östlichen Kronprovinzen eine religiöse, aber auch technische und kulturelle Blüte ein. Besonders für die jüdische Kultur und Religion erleichterte sich das Leben und so wuchs der Bevölkerungsanteil der Juden rasant.
Reiseverlauf:1.Tag - Anreise LembergVon Frankfurt/Main fliegen Sie mit einem Linienflug nach Lemberg. Unser deutschsprachiger Reisebegleiter holt Sie am Flughafen ab und bringt Sie in Ihre Unterkunft im Stadtzentrum.
2.Tag - Drohobytsch (230 km)Heute steht der Tag im Zeichen des Meisters des Wortes - Bruno Schulz. „Der polnische Kafka“ wurde er schon zu Lebzeiten genannt. Sein Schaffen war einzigartig, genauso wie die Stadt Drohobytsch, in der er lebte und die Leute, mit denen er sich unterhielt.
3.Tag - Czernowitz (Tschernowitz) (430 km)Heute verlassen wir Lemberg und fahren nach Tschernowitz (Czernowitz), ins "Kleinwien Ostens" oder auch das "osteuropäische Jerusalem", wie Czernowitz genannt wurde und wird.
4.Tag - Sadhora (Sadgora, Sadagora). Die Geschichte des Rabbi Friedman (35 km)An diesem Tag beschäftigen wir uns mit einem mächtigen Zentrum der jüdischen Welt – mit Czernowitz (Tschernowitz), der Hauptstadt der Bukowina. Bevor wir in diese Stadt zur Gänze eintauchen, unternehmen wir eine kleine Fahrt nach Sadhora und besuchen die untergegangene jüdische Idylle des Rabbi (Rebbe) Israel Friedman.
5.Tag - Der jüdische Friedhof in Czernowitz. Kamjanez Podilskij (95 km)Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir als Schlußvisite für Tschernowitz den jüdischen Friedhof der Stadt. Hier ist die jüdische Geschichte der Stadt in Mazewas eingeprägt.
6.Tag - Medzhibisch und der Baal Schem TowAn diesem Tag erwartet Sie die tatsächliche Berührung mit dem Allerheiligsten des Chassidismus. Sie besuchen das Grab des Rabbis Israel ben Eliser, auch "Baal Schem Tow" genannt, dem Gründer dieses mystischen Zweiges des Judaismus. Dafür verlassen wir Kamjanez Podilskyj und fahren ca. 145 km nach Medzhybizh (Medzhibozh). Bei einem Rundgang durch die Stadt bringt Ihnen der deutschsprachige Reiseführer die Figur des Rabbis Israel Ben Elieser und seiner Bedeutung für das Judentum näher.
7.Tag – Schargorod, Bratzlaw (340 km)Unsere Reise verläuft weiter nach Osten. Wir verlassen Kamjanez Podilsjkyj.
8.Tag – Uman (50 km)Der heutige Tag hält für uns noch tiefere Erkenntnisse und Erlebnisse über den Chassidismus bereit. Nach einer kurzen Führung durch die alte ukrainische Stadt Uman besuchen wir das Grab von Rabbi Nachman. Er war der Enkel von Baal Schem Tow mütterlicherseits und der Begründer des Bratzlawer Zweigs des Chassidismus. Sein Grab besuchen jedes Jahr Tausende Chassiden aus der ganzen Welt. Rabbi Nachman hatte schon zu Lebzeiten zahlreiche Anhänger und kam erst kurz vor seinem Tod nach Uman.
9.Tag – Berditschew. Das Grab des Levi Jizchak (250 km)Nach dem Frühstück fahren wir nach Berdytschiw – in die Stadt, in der zu Zarenzeiten die zweitgrößte jüdische Gemeinde lebte. In Berditschew unternehmen wir eine interessante Führung durch das Stadtzentrum, besuchen die Synagoge und Grab des Rabbi Levi Jizchak. Weiter geht unser Weg zum Friedhof mit interessanten Grabsteinen in Form eines Stiefels.
10.Tag - Mezhiritchi. Der Rabbi Dow Bär von Mesritsch. Korez und Dubno (340 km)Am frühen Morgen verlassen wir Schitomyr, um unsere Fahrt jetzt durch die Nordukraine und gen Westen fortsetzen. Auf uns wartet heute die Welt der verlorenen Legenden und verlorenen Leute.
11.Tag – Brody. Das jüdische Vermächtnis in den Büchern von Joseph RothHeute spazieren wir durch alte Gassen von Brody, besuchen Joseph-Roth-Gymnasium, stellen uns vor, wie das Hotel und Casino zu seiner aussahen, in denen eine von Roth markantesten Romanfiguren, der junge Leutnant Joseph Trotta seine Zeit verbringen mußte.
12.Tag – Beltz und sein Shtetl. LembergGalizien. Wie schön ist sein Antlitz in Werken vieler Schriftsteller beschrieben, wie nah am Herzen liegt es vielen seiner in der Welt verstreuten Landsleute!
13.Tag – Das jüdische LembergAuf einem Spaziergang durch Lemberg besuchen wir Sehenswürdigkeiten, die mit dem Leben der jüdischen Gemeinde in der ostgalizischen Hauptstadt verbunden sind. Uns erwartet eine interessante Führung durch die Altjüdische Straße in der historischen Altstadt, in der wir auch die Ruine der bekannten Synagoge „Goldene Rose“ besichtigen.
14.Tag – Lemberg individuellDieser Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. 15.Tag – Abreise aus LembergDer Tag des Abschieds ist da. Unser Fahrer und der deutschsprachige Reiseführer bringen Sie vom Hotel zum Flughafen, wo Sie die Heimreise antreten. Im Reisepreis enthalten
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