Via Egnatia - Heerstraße der Antike zwischen Ost und WestReise Nr. 314 Jahrhunderte lang war sie die Straße schlechthin: die Via Egnatia. Sie verband Adria und Schwarzes Meer, Rom und Byzanz-Konstantinopel, Okzident und Orient. Römische Legionen, Normannen und Kreuzfahrer zogen über sie nach Osten. Goten, Byzantiner und Osmanen Richtung Westen. Alle haben sie genutzt: Eroberer, christliche Missionare – an erster Stelle der Apostel Paulus –, Händler und Abenteurer. Sie diente beidem: dem Austausch von Waren und von Ideen. Heute entlang dieser Route zu reisen, verspricht ein Abenteuer besonderer Art: das Erlebnis von vier Ländern unterschiedlicher Sprache, Schrift und Religion mit einer unglaublichen Vielfalt historischer Stätten, Landschaften und künstlerischer Zeugnisse. Griechen, Römer, Byzantiner und Osmanen, aber auch Illyrer und Thraker haben hier ihre Spuren hinterlassen. Indem wir auf dieser Reise immer wieder Grenzen überschreiten, erleben wir die ursprüngliche Einheit eines Großraums, der ein spannender Teil Europas und damit unserer eigenen Geschichte ist. Reiseverlauf:1. Tag: Aufbruch und AnkommenFlug nach Tirana, Hauptstadt Albaniens. Hotelbezug in der Hafenstadt Durrës für eine Nacht. Amphitheater, in dessen Kapelle sich Fresken aus justinianischer Zeit finden; Fatih-Moschee; Archäologisches Museum und (wenn zugänglich) frühchristliche Basilika Arapaj 2. Tag: Auf der Via Egnatia gen NordenÜber den nördlichen Strang der Via Egnatia führt unsere Route über Bradashesh (römische Pferdewechselstation Mutatio ad Quintum) nach Elbasan, dem antiken Scampa: Kirche St. Nikolaus, Krönungsmoschee und Kathedrale Shen Meria. Weiter nach Selca e Poshtme, dem antiken Pelion an der Via Egnatia: Illyrische Königsgräber aus dem 4./3. Jh. v. Chr. Danach über den Tana-Pass auf die Halbinsel Lin am Ohrid-See mit dem malerischen Dorf und Resten einer frühchristlichen Basilika. Hotelbezug in Pogradec für eine Nacht. 3. Tag: Perlen des Ohrid-SeesGrenzübertritt nach Mazedonien und Fahrt zum Kloster Sveta Bogorodica am Westufer des Ohrid-Sees mit zwei in den Fels gehauenen Kirchlein. In Ohrid, dem antiken Lychnidos, Besuch der orientalisch-osmanischen Altstadt, frühchristlicher Basiliken und byzantinischer Kirchen; Hotelbezug für eine Nacht. Ausflug zum Kloster Sveti Naum am Ostufer des Sees, dem Nationalheiligtum Mazedoniens. Zone mit Hausfundamenten und Fußbodenmosaiken; neues archäologisches Museum. Hotelbezug in Thessaloniki für zwei Nächte. 4. Tag: Vom Prespa-See zum Kastoria-SeeAm Ostufer des romantischen Prespa-Sees liegt das Dorf Kurbinovo: kleine mittelbyzantinische St.-Georg-Kirche mit einzigartigen Fresken. In Bitola sehen wir die Ausgrabungen des römischen Heraclea Lyncestis: Akropolis, Theater, Bäder, zwei Basiliken mit spätantiken Mosaiken und Reste von Privathäusern. Weiter über die mazedonisch-griechische Grenze nach Florina und auf landschaftlich reizvoller Strecke nach Kastoriá am gleichnamigen See: Gang durch die Stadt mit ihren Herrenhäusern und zahlreichen alten Kirchen; Ausflug zum ehemaligen Kloster Panajía Mavriótissa. Hotelbezug in Kastoriá für eine Nacht. 5. Tag: Über Edessa/Pella nach ThessalonikiIn Kastoriá Besuch einiger malerischer Kirchen. In Edessa, einst die erste Hauptstadt des makedonischen Reiches, sehen wir die berühmten Wasserfälle, die Ruinen des antiken Aigés. Auf der historischen Trasse der Via Egnatia weiter in Richtung Osten liegt Pella, der Geburtsort Alexanders d. Gr.: Archäologische Zone mit Hausfundamenten und Fußbodenmosaiken; neues archäologisches Museum. Hotelbezug in Thessaloniki für zwei Nächte. 6. Tag: Metropole an der Via EgnatiaThessaloniki, einst nach Konstantinopel die zweite Metropole des byzantinischen Reiches: Egnatia Odos (Egnatia-Straße); Galerius-Bogen; Basilika Agios Dimitrios; St.-Georgs-Rotunde. Das neu gestaltete Archäologische Museum zeigt die Funde aus Thessaloniki und Umgebung. Blick von der Zitadelle (Eptapirgio) oder vom Vlatadon-Kloster auf die Stadt. 7. Tag: Dem Apostel Paulus auf der SpurFahrt Richtung Osten. Halt beim Löwen von Amphipolis. In Kavalla unternehmen wir einen kleinen Rundgang: Aquädukt und osmanische Altstadt; Kastro mit Blick auf die Stadt. In Philippi, dem ersten Wirkungsort des Apostels Paulus auf europäischem Boden, verläuft die römische Via Egnatia direkt über das Forum. Wir sehen außerdem die Basilika B, die Rotunde über der ersten christlichen Kirche auf europäischem Boden, die Basilika A, das hellenistische Theater sowie außerhalb der Ausgrabungsstätte die sog. “Taufstelle der Lydia'. Auf der Rückfahrt Halt an einem gut erhaltenen Teilstück der Via Egnatia. Hotelbezug für eine Nacht in Kavalla. 8. Tag: Entlang der Via Egnatia nach OstenEin Abstecher führt nach Avdhira, dem alten Abdera, einer in der griechischen Antike sehr bedeutenden Stadt. Nur wenige Kilometer sind es bis Porto Lagos mit dem idyllisch auf einem Inselchen der Vistonias-Lagune gelegenen Kloster Agios Nikolaos. Nächstes Ziel ist Komotiní, eine mehrheitlich muslimische Stadt, in der Griechen, Türken und Pomaken friedlich zusammen leben: byzantinische Festung, Imaret (Armenküche), Yeni Camii und Archäologisches Museum. Hotelbezug für eine Nacht in Alexandroupoli. 9. Tag: SzenenwechselÜber Traianopoli und durch das Naturschutzgebiet des Grenzflusses Evros Fahrt nach Pheres: Die Kirche der Panajía Kosmosótira ist ein Musterbeispiel eines mittelbyzantinischen Kirchenbaus. In Didymoticho, das einst Kaiser Friedrich Barbarossa beanspruchte, finden sich eine byzantinische Festung und türkischen Bauten. Grenzübertritt in die Türkei und weiter nach Edirne, das alte Adrianoupoli (“Hadriansstadt'), die erste Hauptstadt der Osmanen auf europäischem Boden: Eski Camii; Üç Şerefeli Camii; Beyazit-Moschee, Basar (Bedesten). Hotelbezug für eine Nacht. 10. Tag: Zum Endpunkt der Via EgnatiaEdirne: Selimye-Moschee, das Meisterwerk des großen Architekten Sinan und unbestrittener Höhepunkt der osmanischen Baukunst. Danach geht es auf die letzte Etappe unserer 4-Länder-Fahrt: Auf einem Seitenzweig der Via Egnatia erreichen wir Istanbul: orientierende Rundfahrt zum ehemaligen “Goldenen Tor', dem historischen Endpunkt der Via Egnatia, das heute in die Festung Yedikule einbezogen ist. Hotelbezug für zwei Nächte. 11. Tag: Byzanz – Konstantinopel – IstanbulWir sehen Seemauer und Reste der Kaiserpaläste am Marmarameer, Sergius- und Bacchus-Kirche, Sokullu-Mosche, Hippodrom, Hagia Sophia, Platz des Augusteion, Topkapi-Serail und Basar. Abschiedsabendessen in einem Fischrestaurant. 12. Tag: Abschied und HeimreiseDas Pammakaristos-Kloster (Fethiye Camii) ist eine der weniger bekannten historischen Kirchen von Istanbul mit bedeutendem Mosaikschmuck. Mit einem kleinen Spaziergang entlang der Landmauer nehmen wir Abschied von der Stadt: Rückflug nach Deutschland. Wichtige HinweiseDiese besondere Studienreise verläuft vor allem in Albanien und Mazedonien abseits der üblichen touristischen Routen. Daher entspricht die Infrastruktur (Straßen, Hotels) nicht überall mitteleuropäischem Standard. Die archäologischen Stätten Abdera und Maroneia (8. Tag) waren bei Drucklegung (Okt. 2012) „bis auf weiteres" geschlossen. Bei einer evtl. Wiedereröffnung werden sie kurzfristig ins Programm genommen. Anschlussflüge:Flüge bzw. Anschlussflüge ab anderen deutschen Flughäfen sind auf Anfrage ohne Aufpreis möglich (vorbehaltlich Verfügbarkeit)! An- und Rückreise zum FlughafenWir bieten zu dieser Reise vergünstigte Bahntickets zum Flughafen an:Fahrpreise für die Hin- und Rückfahrt, ohne Zugbindung, gültig für alle fahrplanmäßigen Züge der Deutschen Bahn: Bis 400 km einfache Strecke:
Bis 600 km einfache Strecke:
Ab 601 km einfache Strecke:
Im Reisepreis enthalten
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