Mongolische Vielfalt: Berge, Steppen, Taiga, WüsteReise Nr. 309 6-tägiges Trekking mit Packpferden zum Berg Asralt Kaikhan (2.800 m) Reiseverlauf:1. Tag AnreiseAm Nachmittag Flug mit MIAT von Frankfurt nach Ulan Bator. 2. Tag Ulan BatorAm frühen Morgen kommen wir in Ulan Bator an. Am Flughafen Dschingis Khan wartet unser einheimischer, Deutsch sprechender Reiseleitung bereits auf uns. Wir werden zu unserem Hotel im Stadtzentrum gebracht und können uns kurz erholen und erfrischen. Gegen 11 Uhr geht es auf Erkundungstour. In der mongolischen Hauptstadt besuchen wir das aktivste buddhistische Zentrum der Mongolei, die Gandantegchilen-Klosteranlage, und anschließend das Buddhistische Kunstmuseum Zanabazar. Am Suchbaatar-Platz besichtigen wir das zu Ehren Damdin Suchbaatars, des großen Helden der mongolischen Revolution, errichtete Denkmal und eine große Statue von Dschingis Khan vor dem Parlamentsgebäude. Am Nachmittag steht das Naturhistorische Museum und das Bogd-Khan-Palast-Museum auf dem Programm. Am späten Nachmittag fahren wir zum Zaisan-Hügel, von dem aus sich eine herrliche Aussicht über die 1,2- Millionen-Metropole Ulan-Bator bietet. Übernachtung in einem Hotel [MA] 3. Tag Fahrt in den Khan Khentii-NationalparkDie heutige Fahrt führt uns zum Zusammenfluss des Terelj und Khurkhreegiin im Khan Khentii-Nationalpark. Unterwegs besichtigen wir die neu errichtete, gewaltige silberne Reiterstatue von Dschingis Khan, die sich auf dem Tsonjin Boldog-Hügel erhebt. Dschingis Khan hält eine goldene Peitsche in der rechten Hand. Von der Mähne seines Pferdes aus können wir die herrliche Aussicht auf die Umgebung genießen. Am Nachmittag erreichen wir unseren Zeltplatz, wo sich die Nomaden mit ihren Packpferden uns anschließen, sie werden uns in die Wildnis begleiten. Fahrzeit: 5h; Zelt [FMA] 4. Tag Trekking im Khan-Khentii-NationalparkWir wandern das Suviin Davaanii-Tal hinauf bis zum Fuß des Passes im Khan Khentii-Nationalpark. Der Park hat eine Fläche von 12.271 Quadratkilometern. Im Khan Khentii-Gebirge gibt es seit 1.818 zeremonielle Opferfeste. Seit 1996 ist dieser Nationalpark als Weltkulturerbe registriert. Durch menschliche Tätigkeit wurde das Gebiet kaum verändert. Fauna und Flora sind ähnlich wie in Sibirien. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 5. Tag Zaan PassWir überqueren den Suv-Pass und wandern ins Zaan-Tal hinein. Um das Khentii-Gebirge rankt sich folgende Geschichte: Die verschiedenen mongolischen Stämme siedelten im Osten der heutigen Mongolei und zogen zwischen den Flüssen Onon, Orchon und Kerulen umher. Geführt wurden sie von einzelnen Anführern. Diese nannten sich, je nach Abstammung, Baatar ("Ritter") oder Noyon ("Häuptling"). Auch Yesuegei, der Vater Temudschins ("Dschingis Khan" = "ozeangleicher Herrscher"), war dank seiner edlen Herkunft ein Baatar und führte einen Stamm an. Dessen Urahnen wurden von den mongolischen Geschichtsschreibern als Wolf und weiße Hirschkuh bezeichnet. Damit wollte man Dschingis Khan eine mystische Herkunft geben. Der vom Himmel erzeugte, vom Schicksaal auserkorene blaugraue Wolf Bortae-Tschino (auch Boert-a-Tschino, er stellte den Himmel dar) war der Bräutigam der strahlenden Hirschkuh Maralgua (die die Erde verkörperte). Er begründete als Urvater das stolze Volk der Mongolen. Auf diese Weise entwickelte sich der siegreiche Stamm, der sich noch heute mit diesen Tier-Symbolen identifiziert. Die Heirat von Wolf und weißer Hirschkuh wurde als die Geburt des mongolischen Volkes gedeutet. Der Wolf, das Ebenbild der Krieger, steht für die Kraft der Mongolen. Die Hirschkuh dient als Symbol der Stämme und Schamanen. Nach der Heirat schwammen Wolf und Hirschkuh den Fluss Onon hinauf, um sich am Fuß des heiligen Berges Burkhan Haldun im Khentii Gebirge niederzulassen und um ihren ersten Sohn Batatschichan zur Welt zu bringen. Hier begann das Leben des nomadischen Volkes. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 6. Tag Zum Fuß des AsraltMit unseren Packpferden wandern wir vom Zaan-Fluss ausgehend über einige Hügel über die Baumgrenze hinaus nach Norden. Zwischendurch haben wir immer wieder einen Ausblick auf den mächtigen Berg vor uns. In der Nähe des Bergfußes, unweit eines kleinen Bergsees schlagen wir unser Camp für die nächsten beiden Tage auf. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Zelt [FMA] 7. Tag Besteigung des Asralt KhaikhanAm Morgen besteigen wir den Gipfel des Asralt Khaikhan (2.800 m). Zunächst geht es steil bergauf, bis wir eine Hochfläche erreichen, die sich zwischen 3 Gipfel spannt. Wir überqueren diese Fläche und steigen dann weiter über Geröll bis zum Gipfel. Hier finden wir eine Hochfläche, auf der sich unzählige Ovoos befinden. Einer der Ovoos gehört wohl zu einem Schamanen, der hier sein rituelles Werkzeug liegen lässt. Der beeindruckende Rundblick schließt auch den benachbarten Berg Burkhan Haldun ein, der zur Zeit nicht besucht werden darf. Nach einem späten Mittagessen zurück am Fuss des Berges, können wir uns bis zum Abend im Camp ausruhen. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1000m; Zelt [FMA] 8. Tag Wanderung zurück bis Bor EregHeute geht es bergab und zurück durch die Wildnis des Nationalparks. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 9. Tag Entlang des Zaan- FlussesDieses Tal wurde einst von der Frau des Bogd Khan bewohnt, die hier einige Elefanten hielt die dem König geschenkt worden waren. Unser Camp ist der ehemalige Standort der königlichen Jurte. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 10. Tag Tuul Riverside LodgeAm Morgen wandern wir eine kurze Stracke bis zum Treffpunkt für unsere Fahrzeuge. Nach den langen, anspruchsvollen Wanderetappen der letzten Tage verlassen wir den Khan Khentii-Nationalpark und fahren in Richtung Maikhan Tolgoi ins Gajuurt-Naturreservat. Dort befindet sich das Jurtencamp der Tuul Riverside Lodge am Tuul-Fluss. Hier lassen wir den Abend ausklingen. Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 2-5h; Jurtencamp [FMA] 11. Tag Fahrt nach Westen, die Ruinen des Klosters ErdenehambaWir verlassen den südlichsten Teil der Taiga mit seinen charakteristischen Wäldern und fahren Richtung Westen. Während unserer Fahrt entlang der für die Mongolei so typischen, sanft geschwungenen Hügel erhalten wir herrliche Einblicke in die unendlichen Weiten der Steppe. Am Nachmittag erreichen wir das Zeltcamp am Rande der Sanddünen. Das Gebiet um das Khogno-Khan-Gebirge eignet sich ideal für eine Wanderung zu den Ruinen des Klosters Erdenehamba. Gehzeit: 1-2h; Fahrzeit: 6-7h; Zelt [FMA] 12. Tag KarakorumWir unternehmen einen Tagesausflug nach Karakorum, der antiken Hauptstadt der Mongolei. Schon bei der Ankunft fallen uns die massiven Mauern des Erdenezuu-Klosters auf. Das Kloster wurde 1586 gegründet; es ist von einer 400 x 400 m langen Mauer umgeben. Früher existierten hier über 60 Tempel, die von 10.000 Mönchen für ihren täglichen Gottesdienst genutzt wurden. Wir können die Klosteranlage und die Gegend ausführlich erkunden und ein Museum zu den Ausgrabungen der alten Stadt besuchen. Fahrzeit: 3-4h; Zelt [FMA] 13. Tag Khustai-NationalparkWir fahren in den Khustai-Nationalpark. Dort werden seit 1989 Przewalski-Pferde angesiedelt - die Tiere waren vom Aussterben bedroht. Vor Ort gibt es ein Informationszentrum, in dem alle wichtigen Daten über die Wildpferde sowie über Fauna und Flora des Parks zusammengetragen wurden. Wir können die Wildpferde, die allabendlich an den Fluss kommen, beobachten. Fahrzeit: 5h; Zelt [FMA] 14. Tag Zorgol KhairhanWir fahren nach Süden. Plötzlich tauchen riesige Felsformationen in der Wüste Gobi auf. Wir erkunden die Gegend und haben unterwegs vielleicht das Glück, das seltene und scheue Argali-Wildschaf, das weltweit größte Wildschaf, zu sehen. Auch Steinböcke leben hier. Unser Ziel, der 1.668 m hohe Berg Zorgol Khairhan, ist den Einheimischen heilig; hier wachsen besonders viele Heilkräuter und zahlreiche Spuren zeugen davon, dass die Menschen Opfergaben darbringen. Am Abend treffen wir die Kamelzüchter, mit denen wir in den nächsten Tagen unterwegs sein werden. Fahrzeit: 4h; Zelt [FMA] 15. Tag Baga KhairkhanNach dem Frühstück beginnt unsere 3-tägige Wanderung. Wir werden von einigen Reitkamelen und deren Hirten begleitet und können ab und zu unsere Füße ausruhen und einen Abschnitt des Weges auf Kamelen reiten. Wir verlassen den heiligen Berg und wandern in Richtung des Baga Khairkhan-Berges. Unterwegs kommen wir am Hariin Nuur-See vorbei, an dem sich viele verschiedene Arten von Zugvögeln von Frühjahr bis Spätherbst aufhalten. Während der Wanderung bekommen wir ein Gefühl für die Weite der offenen Steppenlandschaft. Am Abend erreichen wir unser Etappenziel in der Nähe des Berges Baga Khairkhan. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 16. Tag KameltrekkingHeute wandern wir in der Uushig-Steppe. Mit etwas Glück können wir Argali-Wildschafe und Kropfkopfgazellen auf der Weide beobachten. Immer wieder sind Nomadenjurten irgendwo am Fuß eines Berges oder in der Steppe zu sehen. Wir haben die Möglichkeit, eine Nomadenfamilie zu besuchen, um deren Lebensweise kennenzulernen. Gehzeit: 6h; Zelt [FMA] 17. Tag Kameltrekking zu den Sanddünen von Ar Burd ElsWieder können wir wählen zwischen Kamel schaukeln und Wandern. Die Sanddünen von Ar Burd Els sind unser Tagesziel. Unterwegs kommen wir an der Hundaga-Quelle vorbei und legen dort eine kurze Rast ein. Unser Nachtlager errichten wir in der Nähe der Ar Burd-Sanddünen, eines Dünengebiets, das ca. 5 km breit und 15 km lang ist. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet ein prachtvoller Sternenhimmel über uns. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 18. Tag Ulan BatorNach dem Frühstück ist noch Zeit für eine kleine Wanderung in den Sanddünen, dann geht es zurück nach Ulan Bator. Am Abend besuchen wir eine traditionelle Folkloreshow und lassen uns anschließend unser Abschiedsessen schmecken. Gehzeit: 1-2h; Fahrzeit: 3-4h; Hotel [FMA] 19. Tag RückflugAm frühen Morgen Transfer zum Flughafen zum Rückflug nach Frankfurt mit Ankunft am Nachmittag. [F] Charakter der Tour und Anforderungen:Die besondere Mongolei-Reise, die die bekannten Höhepunkte mit entlegenen, jedoch kulturell wie historisch bedeutenden Zielen kombiniert. Wichtige Hinweise:Bedingt durch organisatorische Schwierigkeiten, schlechtes Wetter, ungünstige Straßenverhältnisse, Flugverspätungen und -ausfälle sowie sonstige, nicht vorhersehbare Ereignisse und Faktoren kann es bei dieser Reise zu Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen. Die Distanzen und Gegebenheiten in der Mongolei verlangen einen variablen Reiseverlauf. Infrastruktur, Fahrzeuge, Hotelservice und die teilweise einfachen Unterkünfte in der Mongolei entsprechen keineswegs europäischem Standard. Daher wird von allen Reiseteilnehmern und Reiseteilnehmerinnen die Bereitschaft erwartet, einfache Verhältnisse in Kauf zu nehmen, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen und auf Komfort zu verzichten. Aktive und kameradschaftliche Mithilfe bei allen während des Zeltens anfallenden Arbeiten (z. B. Auf- und Abbau der Zelte etc.) sollte allen Gruppenmitgliedern selbstverständlich sein. Beachten Sie bitte, dass trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
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