Länder des AraratReise Nr. 237 Schon von weitem mit seinen ausgedehnten Schneefeldern sichtbar, erhebt sich aus der weiten Talebene des Araxes im Zentrum des anatolischen Hochlandes jener Berg, auf dem nach der biblischen Sintflut die Arche Noahs gestrandet sein soll und den die Türken Agri dagi (Schmerzensberg), die Armenier Masis, die Iraner Kuh-i Nuh und der Westen Ararat nennen. Als Wiege verschiedener Zivilisationen steht der Ararat mit seiner Pracht wie ein stiller Beobachter entscheidender Siege und Niederlagen bedeutender Imperien, wie ein Beschützer der Vermischung östlicher und westlicher Kulturen, deren Spuren heute noch zahlreich zu sehen sind. Unsere abwechslungsreiche Entdeckungsreise in die Region um den Ararat vermittelt einen wunderbaren Eindruck über die Vielfalt der Landschaft und Kultur Armeniens und der Osttürkei. Ein ganz besonderer Akzent der Reise ist die Teilnahmemöglichkeit am Gottesdienst zum Fest der Erhöhung des hl. Kreuzes in der Heilig-Kreuz-Kirche auf der Insel Akhtamar (Vansee), wo 2010 die Armenier erstmals seit 95 Jahren wieder einen Gottesdienst feiern durften. Reiseverlauf:1. Tag: AufbruchAm Abend Flug über Wien in Richtung Jerewan. 2. Tag: Klöster in herrlicher LandschaftNach Ankunft in Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, Hotelbezug für drei Nächte. Nach einer Ruhepause Ausflug zum wunderschön gelegenen Kloster von Khor Virap mit einem unvergesslichen Blick auf den Doppelkegel des majestätischen Ararat. Weiter geht's nach Noravankh, eines der schönsten Klöster des Landes: Die Reliefs der Kirche und des Mausoleums sind ebenso sehenswert wie die wunderbaren Kreuze und die herrlichen Löwengrabplatten. So eingestimmt, erwartet Sie dann ein armenisches Abendessen in einem außerhalb des Hotels gelegenen Restaurant. 3. Tag: Armenische ArchitekturschätzeAusflug zur uralten Rundkirche von Zwartnoz mit Blick auf den in der Türkei gelegenen Ararat. Auch sein großen Bruder, Armeniens höchster Berg, der Aragaz, wird mit seinen vier Gipfeln sichtbar. In Etschmiadzin, dem Sitz des armenischen Katholikos und religiösen Zentrum des armenischen Volkes, sehen wir die Hauptkathedrale des Landes. Anschließend Besichtigung der Kirche der hl. Hripsimé, die durch ihre Schlichtheit besticht. Erstaunt stehen wir nach landschaftlich reizvoller Fahrt vor dem hellenistischen Tempel von Garni, an einer beeindruckenden Schlucht gelegen. Höhepunkt des Tages ist das Kloster der heiligen Lanze, Geghard, ein wunderbarer Auftakt zu der großen Baukunst der Armenier: Der Bauschmuck der Unterkirche ist überwältigend schön, die Kreuze entlang des Höhlenweges in die Oberkirche bestechen durch Feinheit und Vielfalt. 4. Tag: Blaue Perle ArmeniensErstes Ziel ist das Kloster von Goshavankh (11. Jh.). Durch armenische Waldlandschaften Fahrt zur Klosterakademie von Haghardsin (11.-13. Jh.) und zum malerisch gelegenen Sewansee, der auf gut 2.000 m Gebirgshöhe liegt und damit einer der höchsten Seen der Welt ist. Diese „blaue Perle" Armeniens beherbergt auf einer Landzunge das aus dem 9. Jh. stammende Sewankloster, das lange Verbannungsort des armenischen Adels war. Heute dient die Klosterschule als Priesterseminar. Rückkehr nach Jerewan. 5. Tag: Kirchen, Klöster, SeidenstraßeFahrt nach Aschtarak, grüne Stadt an den Ufern des Khasach: Besichtigung interessanter Kirchen. Entlang der Khasachschlucht zum Kloster Saghmosavank (Psalmenkloster), dessen ältester Teil, die Sionskirche, aus dem Jahre 1215 stammt. Weiter zur Kuppelhallenbasilika von Arutsch (7. Jh.). Wir erleben eine eindrucksvolle Landschaftsfahrt durch das Khasachtal und halten in der Stadt Thalin, Wegstation der alten Seidenstraße. Am späten Nachmittag wird die zweitgrößte Stadt des Landes, Gyumri, erreicht: Hotelbezug für eine Nacht. 6. Tag: Einreise in die TürkeiImmer noch sind die direkten Grenzen zur Türkei geschlossen. Wir passieren die Grenze zu Georgien bei Bavra. Nach kurzer Pause in Akhaltsikhe ist die Grenze zur Türkei erreicht, wo wir in Posof türkischen Boden betreten. In der Provinzhauptstadt Kars, bekannt durch Orhan Pamuks Roman „Schnee", erinnert noch die schwarze Kirche im Ortskern an das alte Armenierleben: Hotelbezug für eine Nacht. 7. Tag: Einstige Hauptstadt der ArmenierFahrt nach Ani: Die alte Hauptstadt der Armenier liegt direkt an der Grenze zwischen Armenien und der Türkei. Doppelte Festungsmauern, die Kathedrale, Fresken der wunderbar am Hang gelegenen Georgskirche, dazu Reste einer großen Rundkirche, die an Zwartnoz erinnert… alles unglaublich, unwirklich und wunderschön. Durch liebliche Hügellandschaften geht es in Richtung Dogubeyazit und wir hoffen, den Ararat gut sehen zu können. Hotelbezug in Dogubeyazit für eine Nacht. 8. Tag: Vom Serail zum SeeAusführliche Besichtigung der Serailanlage des Ishak Pascha, eine der gelungensten Symbiosen aus islamischer und christlicher Kunst. In diesem Serail aus 1001 Nacht haben armenische Handwerker ihr Bestes gegeben. Lebensbäume, durch Vögel belebt, zweifarbige Wände wie in Cordoba, dazu die wundervolle Lage, ein Genuss. Vulkane, gewaltige Lavatunnel und wundersame Wasserfälle begleiten uns auf dem Weg nach Van. Immer wieder werden wir anhalten, um zu fotografieren, die faszinierende Flora zu bewundern oder die Wasserfälle zu betrachten. In Van, der alten Hauptstadt der Uratäer am Ostufer des gleichnamigen Sees, Hotelbezug für drei Nächte. 9. Tag: Kleinod im VanseeAusflug zur kleinen Insel Akhtamar: Hier steht die wohl unglaublichste Kirche des armenischen Volkes. Teilnahme am feierlichen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche. 10. Tag: Kunstgenuss und Uratäer-FestungNochmaliger Besuch auf der Insel Akhtamar: Ausführliche Besichtigung der Heilig-Kreuz-Kirche. Überzogen von wundervollen Reliefs, biblischen Geschichten, Jagd- und Hofszenen kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zart und unaufdringlich blickt der Pantokrator auf den Besucher herab, Adam und Eva werden geduldig aus dem Paradies getrieben, ein geharnischter David trifft auf Goliat. Männer mit langen Bärten gehen auf die Bärenjagd, Ritter sprengen durch dichtes Laub und an Weinlauben vorbei - man kann sich kaum satt sehen. Nach einem Fischessen am See erwartet uns am Nachmittag die Festung Cavustepe, eine Burgstadt der Uratäer mit faszinierenden Keilschrifttafeln und schließlich die Burgruine von Hosap. 11. Tag: Abschied und HeimreiseFahrt zum Flughafen Van: Rückflug (Umsteigeverbindung) nach Deutschland. EinreisebestimmungenReisepass und Visum erforderlich! Deutsche Staatsbürger benötigen einen Reisepass, der nach der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Das Gruppenvisum für Armenien wird von Biblische Reisen eingeholt und am Flughafen in Jerewan bei Einreise erteilt. Wichtige HinweiseDer Hinflug mit Austrian Airlines wird als Nachtflug durchgeführt. Abflug Frankfurt ca. 20.00 Uhr, Ankunft Jerewan ca. 04:40 Uhr (Änderungen vorbehalten). Anschlussflüge ab anderen deutschen Flughäfen nach/von Wien sind auf Anfrage ohne Aufpreis möglich (vorbehaltlich Verfügbarkeit)! An- und Rückreise zum FlughafenWir bieten zu dieser Reise vergünstigte Bahntickets zum Flughafen an:Fahrpreise für die Hin- und Rückfahrt, ohne Zugbindung, gültig für alle fahrplanmäßigen Züge der Deutschen Bahn: Bis 400 km einfache Strecke:
Bis 600 km einfache Strecke:
Ab 601 km einfache Strecke:
Im Reisepreis enthalten
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