Design-Welten EuropasReise Nr. 2341
Namen wie Arne Jacobsen und Alvar Aalto sind uns geläufig. Wir verbinden sie mit der Formensprache der Moderne. Reisen wir dahin, wo die Urväter des skandinavischen Designs gewirkt haben, und spannen wir dabei in Oslo, Kopenhagen, Stockholm und Tallinn einen Bogen zwischen Tradition und Moderne. Kommen Sie mit zu dieser besonderen Reise! Ihr Burkhard Hillerich Reiseverlauf:1. Tag: Anreise nach NorwegenWir fliegen nach Oslo, fahren bequem mit dem Flytoget in die Innenstadt und erreichen in wenigen Gehminuten das Hotel für die kommende Nacht. Vor dem Abendessen treffen wir zusammen. (A) 2. Tag: Oslo: klein aber feinOslo erkunden wir zwischen Vigelandpark, Holmenkollen und dem neuen Stadtteil Tjuvholmen. Doch beginnen werden wir im neuen Wahrzeichen der Stadt: Das schneeweiße Opernhaus aus Beton, Marmor und Glas erinnert an einen schwimmenden Eisberg im Wasser. Im Architekturmuseum diskutieren wir das demonstrative Aufeinandertreffen von Klassizismus und Moderne und schon wird es Zeit für die Fähre nach Kopenhagen, denn wir wollen ja noch die landschaftliche Schönheit des Oslofjords genießen. (F, A) 3. Tag: Willkommen in Dänemark!In Kopenhagen angekommen, starten wir zu einer Stadtrundfahrt der anderen Art. Die royalen und die vielen grünen Perlen der lebendigen Metropole lassen Shakespeares Worte »There is something rotten in the state of Denmark« eher realitätsfern erscheinen, denn faul scheint hier kaum etwas zu sein, eher nachhaltig. Die Kleine Meerjungfrau posiert gerne für ein Foto und der schmucke Nyhavn lädt zum Flanieren ein. Nachdem wir es uns in unserem Hotel für die beiden kommenden Nächte bequem gemacht haben, beschließen wir den Tag mit einer Bootsfahrt durch die Kanäle. (F, A) 4. Tag: Weltbekannte Designer und kunstbegeisterte BiermagnatenAm Schloss Amalienborg entdecken wir, was die dänische Königsfamilie so macht, ehe wir uns im Designmuseum Danmark den Klassikern von Verner Panton oder Arne Jacobsen widmen. In der Ny Carlsberg Glyptotek wandeln wir zwischen Palmen und Skulpturen von eindringlicher Intensität. Woher kam das Geld für so viel Kunst von Weltrang? Aus dem Brauereigeschäft! Wir fahren zu Carlsberg und genehmigen uns einen Schluck Bier. (F) 5. Tag: Välkommen till Sverige!Am Morgen sagen wir Kopenhagen »farvel«. Nach einer Bahnfahrt über den Öresund und durch das malerische Südschweden heißt es bald »Hej Stockholm«! Wir starten mit einer Rundfahrt über einige der lnseln, auf denen sich die schwedische Hauptstadt verteilt. Kein Wunder, dass Wasser über Jahrhunderte das Leben in Stockholm bestimmt hat. Ein Ausflug in die Vergangenheit des Landes: Wer die Ostsee mit einer starken Flotte beherrschte, beherrschte auch den Handel. Das Kriegsschiff Vasa, das Gustav Adolf II. von Schweden in Auftrag gab, war eines der modernsten seiner Zeit. Nur gab es statische Probleme: Das Schiff ging noch bei der Jungfernfahrt 1628 im Hafen mit Mann und Maus unter. 1961 wurde es geborgen und wird nun im Vasa-Museum von uns bewundert werden. Zwei Übernachtungen in Stockholm. (F, A) 6. Tag: Kunst und Kultur zwischen Himmel und ErdeEine besondere Erfahrung ist die Fahrt mit der Stockholmer U-Bahn, der Tunnelbanan. Auch weil es eine wirklich schöne U-Bahn ist - besonders aber, weil wir durch die längste Kunstgalerie der Welt fahren: Seit den 1950er Jahren haben Künstler 90 der 150 Stationen zu einzigartigen Kunstwerken umgestaltet. Danach erkunden wir die Altstadt Gamla Stan zwischen der Storkyrkan und dem Königlichen Schloss. Um zu sehen, wie das funktionale schwedische Design die Welt erobert hat, könnten wir in Deutschland in ein Möbelhaus gehen. Wir aber gehen in Stockholm in die Svenskt Tenn, um über zeitloses Design zu philsophieren. (F) 7. Tag: Von lebendiger Architektur und royaler TraditionAuf dem höchsten Punkt der Stockholmer Museumsinsel Skeppsholmen schauen wir uns im »Arkitektur och Design Centrum« um. Das weiße, eher funktionelle Gebäude nach einem Entwurf des spanischen Architekten Rafael Moneo ist preisgekrönt und lässt uns in seinen Ausstellungsräumen in das Gestern, Heute und Morgen der schwedischen Architektur blicken. Vollkommen anders aber ebenso interessant: Schloss Drottningholm, seit 1982 ein Wohnsitz der Königsfamilie. Nach einer gemütlichen Bootsfahrt gelangen wir dorthin und spazieren durch die königlichen Gemächer und Parkanlagen. Am späten Nachmittag richten wir uns auf einer der großen Fähren ein und nehmen Kurs auf die finnische Hauptstadt Helsinki. (F, A) 8. Tag: Helsinki: World Design Capital 2012Helsinki ist eine überraschende Stadt. Modern, offen und freundlich kommt die finnische Kapitale daher. Während unserer Stadtrundfahrt begeben wir uns auf Spurensuche: Alvar Aalto ist auch mehr als 30 Jahre nach seinem Tod die Ikone des finnischen Designs. Mehr als 100 Projekte setzte der Architekt weltweit um, die Finlandiahalle und das hiesige Opernhaus gehören dazu. Und so erwarten wir eigentlich schon, dass sich sein Studio unter einem geschwungenen Dach befindet. Eine Übernachtung in Helsinki. (F) 9. Tag: Tallinn: die kleine Schwester»Tere tulemast« - Herzlich Willkommen in Estland. Nach einer kurzen Fährüberfahrt begrüßen uns in Tallinn der »Lange Herrmann« und die »Dicke Margarethe«. Die Türme begrenzen die Altstadt. Wir beginnen auf dem Toompea, dem Domberg. Wir fotografieren die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale und stehen in der lutherischen Toomkirik vor den Grabplatten und Wappen alter deutscher Adelsgeschlechter. Über das »Lange Bein« steigen wir in die Unterstadt hinab, wo wir zum Rathausplatz spazieren. Dort erfahren wir, dass wir vor dem einzigen gotischen Rathaus in Nordeuropa stehen, das bis heute erhalten blieb. Mittelalterliche Atmosphäre und Kreativität empfangen uns in der Katariina Käik, in der St. Katharinenpassage. In den alten Häusern haben sich junge Handwerker angesiedelt, die nach traditionellen Methoden Glaswaren, Hüte, Schmuck und vieles mehr herstellen und verkaufen. Zwei Übernachtungen in Tallinn. (F) 10. Tag: Tallinn: auf moderne ArtEine Legende besagt, dass sich Tallinn ständig neu erfinden muss, und so entwickelt sich die Stadt rasant. Zum Beispiel im modernen Rotermann-Viertel, das in einem bislang wenig einladendenden Gebiet in den letzten Jahren emporgewachsen ist. Wir lassen uns in einem ehemaligen Hangar von der multimedialen Präsentation des Estnischen Maritimen Museums überraschen und bewundern die anspruchsvolle Architektur des KUMU - des Estnischen Kunstmuseums. Im Norden Tallinns ist auf der Fläche der fast vergessenen Baltischen Eisenbahnfabrik der Telliskive Creative Campus entstanden, ein urbanes Areal mit Büros, Wohnungen, Shops und Bars. Man wird uns verschlossene Türen öffnen und wir begeben uns auf eine spannende Zeitreise. (F, A) 11. Tag: Abschied von TallinnHeute verabschieden wir uns von den Design-Welten des europäischen Nordens. Von Tallinn fliegen wir nach Hause. (F) Ihre Hotels
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