Russland - Altai - Trekking mit Besteigung der Belucha (4506m)Reise Nr. 2247 Im südlichen Sibirien, im geographischen Herzen Asiens, liegt der Altai – äquidistant zu vier Ozeanen und Russlands bestgehütetes Geheimnis. Ein unberührtes Gebirge, das dem wahren Abenteuerreisenden vorbehalten bleibt. Nirgendwo sonst treffen die Landschaften Sibiriens und Zentralasiens so unmittelbar aufeinander wie im Altai; fügen sich Steppen, Wiesen und Wälder der Taiga, idyllische Bergseen, hochalpine Gipfel und gleißende Gletscher auf engstem Raum in so perfekter Harmonie zusammen. Doch der Altai ist noch viel mehr: für viele schlägt auch das spirituelle Herz Asiens hier: Orientalische Philosophen und buddhistische Mönche sehen das legendäre metaphysische Königreich Shambala zu Füßen der Belucha. Durch dieses irdische Paradies hindurch, führt Sie die Trekkingrunde im Altai bis auf den Gipfel der Belucha, die Sie mit zwei Hochlagern besteigen. Ihr Reiseverlauf:1.TagFlug ab Frankfurt mit Zwischenlandung nach Barnaul, dem Tor zum Altai. (-/-/-) 2. TagAnkunft in Barnaul am frühen Morgen und Transfer nach Gorno-Altaisk. Ankunft am frühen Morgen in der Hauptstadt der Region Altai – Barnaul. Sie werden vom Flughafen abgeholt und schon beginnt die Busfahrt in den Altai, denn für die 750km bis zum Touristenlager Vysotnik nahe dem Dörfchen Tjungur müssen wir den ganzen Tag rechnen. Auch wenn sich die Anreise als strapaziös gestaltet, man wir im Herzen den Altai für alle Mühen entschädigt. Das Camp aus einfachen Holzhütten liegt dabei direkt am Ufer der Katun, einem Quellfluß des mächtigen sibirischen Stromes Ob. Beim ersten gemeinsamen Abendbrot lernen wir unseren einheimischen Bergführer und die Begleitmannschaft kennen. Im Camp kann auf der Tour nicht benötigte Ausrüstung deponiert werden. Ü in Hütten. (F/-/A) 3.TagHeute wird ausgeschlafen und dann stehen die letzten Vorbereitungen für Ihre Tour an. Gegen Mittag beginnen Sie die Tour zunächst auf dem Wasser der Katun und raften den Fluss 18 km hinab bis zur Mündung des Ak-Kem. Das Raften ist technisch nicht schwierig, bietet dafür aber eindrucksvolle Erlebnisse und wunderbare Ausblicke auf die Katunski- und Terektinski-Bergketten. Das Tagesgepäck wird per Jeep an den Endpunkt des Raftings transportiert, so daß Sie sich dort trockene Sachen anziehen können und am späten Nachmittag noch das Ak-Kem-Tal etwa 10 km hinaufwandern. Das Gepäck wird später beim Trekking von Pferden transportiert. Mit etwas Glück treffen Sie unterwegs auf Bienenzüchter und können den berühmten Honig des Altai probieren, oder den ebenso berühmten (und berüchtigten) Honigwein. Am Abend wird auf einer Waldlichtung erstmals Ihr kleines Zeltlager errichtet. Gekocht wird von nun an unterwegs jeden Abend an einer vorbereiteten Feuerstelle – bis spät in die Nacht lässt es sich danach noch am knisternden Feuer sitzen und dem Sternenhimmel mit den Plejaden zuschauen, in denen die Altaier den Ursprung ihrer höchsten Gottheit Ülken sehen. Übernachtung im Zelt am Platz ”Oroktoy”. (Gehzeit ca. 2h). (F/M/A) 4.TagSie setzen den Weg entlang des Oroktoy fort und steigen dabei etwa 1200 Höhenmeter auf. Langsam verändert sich die Vegetation von dunklen, taigaartigen Wäldern hin zu hochalpinen Wiesen. Die Zelte werden auf einem malerischen Platz direkt oberhalb der Waldgrenze bei 2200 m aufgeschlagen, von wo aus Sie am Abend ein großartiges Panorama auf die Belucha genießen können. Von hier zeigt sich der höchste Berg Sibiriens in seiner ganzen gewaltigen Dimension. Übernachtung im Zelt am Platz ”Tuchman”. (Gehzeit ca. 5‑8h). (F/M/A) 5.TagAn diesem relativ gemütlichen Trekkingtag laufen nahezu ohne Höhengewinn immer entlang der Waldgrenze bis zum Zeltplatz am See Gulduairy. Unterwegs können Sie Marale (die sibirischen Hirsche) und Murmeltiere beobachten. Übernachtung im Zelt am Platz ”Gulduairy”. (Gehzeit ca. 6‑8h). (F/M/A) 6.TagDie wiederum kurze Tagesetappe führt zunächst mit einem kleinen Anstieg auf ein Plateau mit bizarr geformten Steinen und Felsen – ein idealer Klettergarten im festen Granit. Ein steiler Abstieg bringt Sie schon am frühen Nachmittag hinab zum Zeltplatz am Ufer des Tekeliu-Flusses auf 1850 m. Wer möchte, kann den Tekeliu noch eine Stunde hinaufwandern zu zwei Wasserfällen. Übernachtung im Zelt am Platz ”Tekeliu”. (Gehzeit ca. 3‑5h). (F/M/A) 7.TagAm zeitigen Morgen überqueren Sie den Tekeliu und steigen 600 m zum Sarybel-Pass auf. Eine lange Kammtraverse endet mit einem steilen Abstieg ins Yarlu-Tal. Sie überqueren den Ak-Kem-Fluss und erreichen Ihr Basislager am Ak-Kem-See. Inmitten aufgelockerter Waldtundra bieten sich vom See aus atemberaubende Ansichten des doppelgipfligen Belucha-Massivs – Ostgipfel, Westgipfel und die senkrechte Nordwand sind zum Greifen nahe. Vielleicht gibt es nichts Schöneres als die abendliche Reflexion dieser Wand im Ak-Kem-See. Das Camp auf 2000 m Höhe ist mit Banja, Kantine und einer traditionellen altaischen Behausung, dem Ail (Yurte aus Holz) ausgestattet, so daß man sich hier gut von diesem anstrengenden Tag erholen kann. Übernachtung in komfortablen, fest installierten Zelten im Lager ”Ak-Kem”. (Gehzeit 6‑8). (F/MA) 8.TagNun endlich beginnt die eigentliche Besteigung der Belucha! Am Morgen stehen die letzten Vorbereitungen auf dem Programm. Ab heute müssen Sie auch Ihr eigenes Gepäck und Ihren Anteil am Gemeinschaftsgepäck tragen und in den Hochlagern selbständig Kochen und Schnee schmelzen. Sie starten gegen Mittag und laufen durch Waldtundra entlang des Ak-Kem-Flusses und über die wassergesättigte Schwemmebene des Sees zunächst direkt auf die Belucha-Nordwand zu. In einem Bogen geht es nach Osten und auf den Ak‑Kem-Gletscher. An den ”Tomskie Natschjevki” schlagen Sie in 3000 m Höhe die Zelte auf. Übernachtung im Zelt am Platz ”Tomskie Natschjevki”. (Gehzeit 6‑9h). (F/M/A) 9.TagFrüh gilt es heute aufzubrechen, um die Schlüsselstelle, den 3500 m hohen Delone-Pass, unter optimalen Bedingungen angehen zu können. Ehe Sie auf dem Pass stehen, ist vom Bergschrund an in sieben Seillängen eine bis zu 45° steile Schnee- und Eiswand zu bezwingen. Dann geht es auf 3200 m hinab zum Mensu-Gletscher und schließlich sanft ansteigend über den Berelskoje-Pass hinauf zum Berelskoje-Plateau auf 3600 m. Übernachtung im Zelt auf dem Gletscher. (F/M/A) 10.TagGipfeltag! Ziel ist das Erreichen des 4506 m hohen Ost-Gipfels der Belucha. Die Belucha mit ihrem eindrucksvollem Doppelgipfel, dem reichlichen Schnee und den steilen Eis- und Firnflanken ist zweifelsohne der schönste und interessanteste Berg im ganzen Altai. Und sie macht ihrem Namen alle Ehre, den ”Belucha” heißt im Russischen nichts anderes als ”Die Weiße”. Dieses Ziel vor Augen beginnen Sie früh am Morgen die Besteigung über den einfachen Normalweg. Doch ”einfach” heißt auch hier zunächst einmal die Überwindung anspruchsvoller kombinierter Passagen mit acht Seillängen im bis zu 50° steilen Eis und Firn. Fixseile unterstützen Sie dabei. Über den Gipfelgrat steigen Sie die letzten Meter hinauf zum Gipfel. Endlich geschafft – der höchste Punkt Sibiriens! Bei guter Fernsicht breitet sich der Altai unter Ihnen aus, und der Blick schweift über die Gipfel, Gletscher, Ströme, Taigawälder und Steppen des hier nahen ”doppelten Dreiländerecks” (Russland, Kasachstan, Mongolei, China). Über den gleichen Weg geht es wieder hinab zu den Zelten auf dem Berelskoje-Plateau. Übernachtung im Zelt auf dem Gletscher. (F/M/A) 11.TagReservetag für die Besteigung der Belucha. Sollte dieser Tag nicht benötigt werden, wird er als Ruhetag im Lager am Ak-Kem-See verbracht. Übernachtung im Zelt auf dem Gletscher. (F/M/A) 12.TagAbbau des Lagers und Abstieg zu den ”Tomskie Natschjevki” über die Aufstiegsroute. Übernachtung im Zelt am Platz ”Tomskie Natschjevki”. (F/M/A) 13.TagAbstieg zum Camp am Ak-Kem-See. Nach den Tagen am Berg sind die heiße Banja und die Köstlichkeiten der Kantine ein willkommener Luxus. Voll Stolz kann man über den Ak-Kem-See auf die Belucha zurückblicken. Übernachtung in Hütten. (F/M/A) 14.TagNun beginnt der dritte Teil der Trekkingrunde, die Sie hinüberführen wird ins Nachbartal des Kutscherla-Flusses und dann talauswärts bis zum Ausgangslager in Tjungur. Zunächst ist der 3060 m hohe Karatjurek-Pass zu erklimmen. Dann betreten Sie das breite Tal des Kutscherla – welch ein Kontrast zur steilen Enge der letzten Tage im Ak-Kem-Tal! Entlang des Tekeliushka-Flusses steigen Sie bis zur Waldgrenze auf 2400 m ab und schlagen hier das Lager auf. Unterwegs bieten sich atemberaubende Blicke in die zahllosen kleinen Seitencanyons. Übernachtung im Zelt am Platz ”Tekeliushka”. (Gehzeit ca. 6-8h). (F/M/A) 15.TagWeitere 600 m geht es hinab bis zum Ufer des unvergleichlichen Kutscherlinskoje-Sees – für viele der schönste See im Altai. Hier ist auch das Nachtlager, so daß genug Zeit für die Erkundung des Sees bleibt. Übernachtung im Zelt am Platz ”Kutscherlinskoje See”. (Gehzeit in 4‑6h). (F/M/A) 16.TagEntlang des Kutscherla-Flusses setzen Sie den Abstieg ins Lager Issykkeri fort. Reich mit Früchten behangene Büsche von Preiselbeeren und Heidelbeeren laden immer wieder zum Kosten und Verweilen ein. Für das Abendessen können Sie Rotkappen und Birkenpilze sammeln. Übernachtung im Zelt am Platz ”Issykkeri”. (Gehzeit ca. 5‑7h). (F/M/A) 17.TagUnweit der Zelte erreichen Sie nach einer Stunde Marsch die Felsen mit den Petroglyphen. Weiterhin sanft absteigend gelangen Sie nach Tjungur – dem Ausgangspunkt dieser Trekkingrunde. Wieder lockt die Banja und ebenso das ausgedehnte Abendessen, bei dem Sie sich nach den Erlebnissen der gemeinsamen Altai-Wanderung von Ihrem Bergführer verabschieden. Übernachtung in Hütten. (Gehzeit ca. 5‑7h). (F/M/A) 18.TagDie Rückfahrt nach Barnaul wird in aller Frühe begonnen. Unterwegs begleitet Sie der Altai mit letzten Impressionen. Mittag gibt es einem Straßen-Cafe ein, bevor Sie dann erst spät am Abend Barnaul erreichen. Übernachtung im Hotel. (F/-/A) 19.TagAm frühen Morgen startet der Rückflug und gleich am selben Abend noch landen Sie wieder in Deutschland. AnforderungenFür die Besteigung der Belucha sind Trittsicherheit, sicheres Gehen in Schnee und Eis, ausreichende Kondition für bis zu 12-stündige Wanderetappen und sichere, anwendungsbereite Grundkenntnisse im Umgang mit Seil, Steigklemme, Abseilacht, Eispickel und Steigeisen für die Begehung von bis zu 50° steilen Flanken erforderlich. Ebenso unabdingbar ist die Fähigkeit zum Tragen des eigenen, bis zu 20 kg schweren Rucksacks und insgesamt eine gute Portion Abenteuergeist. Im Reisepreis enthalten
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