Usbekistan - Märchenstädte, Kamelsafari und BergwandernReise Nr. 134 Zauber der orientalischen Seidenstraße Reiseverlauf:1. Tag AnreiseGegen Mittag Linienflug mit Uzbekistan Airways von Frankfurt nonstop nach Taschkent. Abends Ankunft und Empfang durch Ihre örtliche, Deutsch sprechende usbekische Reiseleitung. Transfer zum Stadthotel. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; 2. Tag Taschkent - Urgentsch - ChiwaVormittags unternehmen wir eine Rundfahrt in der Metropole Taschkent, die während der Zeit Timurs im Schatten von Buchara und Samarkand stand, heute jedoch Hauptstadt Usbekistans ist. Vorgesehen ist ein Spaziergang durch den Navoij-Freizeitpark zum Parlament und Palast der Völkerverständigung, eine Fahrt mit der ab 1972 erbauten Metro, der einzigen U-Bahn Mittelasiens mit einigen originell gestalteten Stationen, und ein Bummel durch die belebte Fußgängerzone zum Amir Timur-Denkmal (Auswahl und Reihenfolge schlägt Ihre Reiseleitung vor Ort vor). Am späten Nachmittag fliegen wir von Taschkent nach Urgentsch in den Nordwesten des Landes. Dort werden wir abgeholt und per Bus in rund 1 Std. nach Chiwa gebracht. Wir übernachten in einem einfachen, aber gemütlichen Hotel (2 Nächte), inmitten der verkehrsberuhigten Altstadt. Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 3. Tag ChiwaWir werden vor- und nachmittags zahlreiche Monumente von Chiwa - heute ein einzigartiges "Freilichtmuseum" - besichtigen. Bezeichnet wird Chiwa als ein zu Stein gewordener Traum aus Tausend-und-einer-Nacht. Eine Mauer schützte die Stadt mit ihren prunkvollen Gebäuden und aus ungebrannten Ziegeln gebauten Wohnhäusern. Mit Hilfe der UNESCO wurde die Altstadt Itschan Kale restauriert und steht heute unter Denkmalschutz. Prächtig ausgestattete Bauwerke wie Monumentaltore, Moscheen, Minarette, Medresen und Mausoleen sind hier zu sehen. Spätnachmittags haben wir Zeit, nochmal in Ruhe durch die Gassen der Altstadt zu schlendern und auf ein hohes Minarett zu steigen. Dabei lässt sich ein Eindruck gewinnen vom traditionellen Stadtbild einer islamisch geprägten mittelasiatischen Oasenstadt. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 4. Tag BucharaAuf der Fahrt nach Buchara durchqueren wir einen Teil der riesigen, steppenhaften Kizilkum-Wüste (ihr Name bedeutet "roter Sand"), die sich zwischen den Flüssen Amu Darja im Süden und Syr Darja im Norden erstreckt. Der Boden ist eigentlich fruchtbar, kann aber mangels Wasser kaum bestellt werden. Dafür werden hier Bodenschätze abgebaut. Nach einem Fotostopp am Amu Darja legen wir mittags ein Picknick ein. Spätnachmittags treffen wir nach ca. 440 km im Tal des Sarafschan und in der dicht besiedelten Oase Buchara ein, die den Beinamen "die Edle" trägt. Untergebracht sind wir für drei Nächte in einem Privathotel am Rande der Altstadt. Abends schnuppern wir bereits auf einem kleinen Rundgang in den historischen Stadtkern. Fahrstrecke: 440km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 5. Tag BucharaEine geführte, auf zwei Vormittage verteilte Stadtbesichtigung in Buchara steht auf dem Programm. Zu Fuß werden wir die Altstadt erkunden und am Lab-e Chaus (Chaus = Wasserbecken) starten. Früher war dieser Platz einer der wichtigsten Handelspunkte der Stadt. Im Umfeld erwarten uns viele bedeutende Bauwerke - Moscheen, Minarette und Medresen - und das lebhafte Treiben auf den Basaren mit ihrem reichen Souvenirangebot. Zuletzt besuchen wir die Festung Ark, befestigte Residenz der einstigen Herrscher, erbaut auf einem künstlichen Hügel als eigene Stadt mitten in der Stadt. Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für Spaziergänge in Eigenregie. Gegen 18 Uhr treffen wir uns im Innenhof der Medrese Nadir Diwan-Begi. Hier schauen wir uns eine professionelle Folklore-Veranstaltung mit sehenswerter Modenschau an und essen zu Abend. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 6. Tag BucharaHeute Vormittag sind wir per Bus unterwegs. Zuerst fahren wir zum auswärts gelegenen Sommerpalast Sitorei und bestaunen die reiche Ausstattung der Zimmer. Dann besuchen wir das Mausoleum der Samaniden, das wohl älteste erhaltene islamische Bauwerk in Zentralasien (entstanden um das Jahr 900), und schauen uns weitere Monumente in der Parklandschaft an. Auch die Moschee Minor Chor ist einen Abstecher wert. Der Nachmittag steht für einen letzten Altstadtbummel zur freien Verfügung. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 7. Tag Wüste Kizilkum - Sarmisch-SchluchtÜber Nawoi fahren wir nach Nurata und machen einen Abstecher in die malerische Schlucht von Sarmisch. Im hiesigen Freilichtmueseum gibt es nach Schätzung der Archäologen über 4000 Felsritzungen aus der Stein- und Bronzezeit. Auf den dunkelbraunen Felsen aus Schiefer finden sich zahlreiche Jagdszenen mit Wildtieren, die in ferner Vergangenheit hier gelebt haben. In Nurata besuchen wir eine Moschee aus dem 17. Jh. und Reste einer Festung aus der Zeit Alexanders des Großen. Nach einem Picknick fahren wir noch 80 km zum vorgesehenen Lagerplatz in der Kizilkum-Wüste, unweit der Siedlung Dungalak gelegen. Die nächsten drei Nächte verbringen wir in einem Jurten-Camp. Jurten sind die traditionellen Familienunterkünfte vieler Halbnomaden, die alle paar Monate mit ihrem Vieh zu anderen Weidegründen ziehen. Von hier aus werden wir an den nächsten beiden Tagen Ausflüge mit den Kamelen machen. Wir genießen den ersten Abend in freier Natur. Fahrstrecke: 280km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Jurten-Camp [FMA] 8.-9. Tag Kamel-SafariMorgens treffen die Kameltreiber mit ihren Kamelen ein. Für je zwei Mitreisende steht ein Kamel mit Treiber zur Verfügung, so dass Sie abwechselnd reiten und wandern können. An beiden Safari-Tagen sind wir mit unseren "Wüstenschiffen" jeweils rund 25 km Wegstrecke unterwegs, aufgeteilt in rund 3 Stunden vor- und nachmittags, unterbrochen von Pausen und einer Mittagsrast mit Picknick. Der Name der über 300.000 qkm großen Kizilkum-Wüste bedeutet zwar "roter Sand", doch rötlich schimmert die Wüste nur zu bestimmten Tageszeiten. Hier wie in anderen mittelasiatischen Wüsten fallen jährlich bis zu 200 mm Regen und dies vorrangig im Frühjahr. Durch den geringen, aber recht regelmäßigen Niederschlag können sich in den sandigen Flächen bestimmte Pflanzen ansiedeln und Sandverwehungen überdecken. Einige widerstandsfähige Gräser wie das Selingras und Kräuter haben sich den extremen Bedingungen angepasst, daneben gedeihen Sandried, Saxaulsträucher, Tamarisken und Sandakazien mit weit verzweigten Wurzelsystemen. In Oasen mit Grundwasservorkommen und Tiefbrunnen können Baumwolle und Melonen sowie Hirse, Weizen und Gerste angebaut werden. In dieser Region können wir am ehesten Vögel beobachten und mit etwas Glück auch Eidechsen und Warane. Vielleicht zeigen sich auch wilde Kamele und flinke Ziesel. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Jurten-Camp [FMA] 10. Tag SamarkandEin Bus bringt uns auf befestigte Straßen zurück. Unsere Route führt über Nurata nach Navoij und weiter nach Samarkand (300 km). In dieser modernen Stadt, die es "geschafft" hat, das Flair einer orientalischen Märchenstadt zu bewahren, treffen wir zum späten Mittagessen in einem Privathotel ein (3 Übernachtungen). Nachdem wir uns eingerichtet und eine Dusche genossen haben, können wir bereits mit der Stadtbesichtigung beginnen und z. B. das Observatorium von Ulughbek besuchen oder abends die Atmosphäre des beleuchteten Rigestan-Platzes und des Gur Emir-Mausoleums auf uns wirken lassen. Die historischen Bauwerke Samarkands - "Schnittpunkt der Weltkulturen" - stehen seit 2001 unter dem Schutz der UNESCO. Fahrstrecke: 300km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FMA] 11. Tag SamarkandSamarkand - der Name bedeutet "fruchtbare Ansiedlung" - liegt in einer Flussoase der Sarafschan-Berge und gilt als eine der schönsten Städte des Orients. Marco Polo nannte sie die "vornehme" und Timur machte sie 1369 zur Hauptstadt seines Reiches. Als eine der ältesten Städte zählte Samarkand auch zu den großen Kultur- und Wirtschaftszentren Asiens. Auf dem zentralen Platz, Rigestan ("Sandplatz"), wo Paraden stattfanden, Gesetze verkündet und Hinrichtungen vollzogen wurden, besichtigen wir die drei rechtwinklig zueinander erbauten großen Medresen. Die älteste der drei Koranschulen, die Medrese Ulughbek (vollendet 1420), war eines der bedeutendsten Bauwerke ihrer Zeit und dokumentiert das hohe handwerkliche Niveau während der Regierungszeit des Astronomen Ulughbek; die später errichteten Medresen Schir-dar ("Tigerhaus") und Tella-kari ("Goldgeschmückte") erhoben Samarkand in den Rang eines Wissenschaftszentrums der islamischen Welt. Ein kurzer Bummel führt uns zum Gur Emir-Mausoleum (als Grablege der Timuriden errichtet) und zum Mausoleum Ruchabad. Nach dem Mittagessen fahren wir zum großen Basar, auf dem der orientalische Alltag pulsiert. Auf einem Spaziergang besuchen wir die Gräberstadt Schah-e Sende und Timurs Große Moschee Bibi Hanim, die für viele als größte und schönste Moschee Mittelasiens gilt. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 12. Tag Ausflug nach Shahr-e SabsEin Halbtagesausflug führt uns von Samarkand nach Schahr-e Sabs (ca. 70 km), ursprünglich die "grüne Stadt" genannt und später, im 14. Jh., unter dem Namen Kesch als Geburtsort und Stammsitz Timurs bekannt. Anfangs wollte der Herrscher diesen Ort und nicht Samarkand zu seiner Hauptstadt ausbauen, stieß dann aber seine Pläne um, nachdem er mit einigen Bauten monumentaler Ausmaße schon begonnen hatte. Wir besichtigen einige Baudenkmäler und Zeugnisse jener Zeit. Hierzu gehören die Reste des Palastes Ak Sarai ("Weißes Schloss") mit seinem Monumentaltor und die 1436 unter Ulughbek errichtete Moschee Gök Gumbas ("Blaue Kuppel"); beide zählen seit 2000 zum Welterbe der Menschheit (UNESCO). Wir fahren wir nach Samarkand zurück wo uns der nachmittag zur frien Verfügung steht. Fahrstrecke: 150km; Privathotel [FA] 13. Tag: Bergwandern im Chimgan-MassivVormittags legen wir die 290 km lange Fahrstrecke nach Taschkent zurück. Hier essen wir zu Mittag und deponieren die für die drei Wandertage nicht benötigten Sachen im Hotel. Dann geht es nach Nordosten entlang dem Chirchik-Fluss hinein in die Ausläufer des "Himmelsgebirges", Tien Shan. Nach rund 80 km haben wir das Chimgan-Massiv fast greifbar vor Augen, fahren über die Passhöhe (ca. 1.800 m) und treffen in der Bergsportregion Chimgan ein. Im Dorf Yusupchona beziehen wir unsere Bungalows. Wer möchte kann am Nachmittag noch eine 1,5-2 stündige Wanderung bis zum Stausee Charvak oder zu den Auslaefern vom Kleinen Chimgan (ca.1.200m) machen. Gehzeit: 1,5-2h; Fahrstrecke: 370km; Bungalows [FA] 14. Tag Bergwandern im Chimgan-MassivHeute steht eine rund 6- bis 7-stündigen Tageswanderung auf dem Programm. Über einen steilen Anstieg wandern wir hinauf zum Tachta-Dschaljau Pass (ca.1900 m). Von dort geht es hinunter zum Marmorfluss (1500 m) und wieder hinauf auf den Kreidepass (1700 m), wo wir unsere Mittagsrast einlegen (Picknick). Nachmittags wandern wir ca.3 Stunden über den Tschetkumbelpass (1900 m) durch märchenhaften Wachholderwald hinunter bis zur Strasse. Mit dem Autos fahren wir zurück zu Ruckfahrt zu unserem Quartier. Gehzeit: 6-7h; Bungalows [FMA] 15. Tag Bergwandern im Chimgan-MassivEine ca. 6 stündige Tageswanderung führt uns in die Bergwelt des Chimgan. Der Pfad verläuft ostwärts auf den Sandpass (1.830 m). Nach Wunsch und Kondition, können wir den Gipfel des Kleinen Chimgan erreichen (2.100 m). Bei guten Wetter geniessen wir das Panorama der Chimgan-Kette und des Tien Shan, der bereits in Kasachstan und Kirgistan liegt. Zurück vom Pass geht es steil hinunter durch malerischen Birkenwald mit kleinen Wasserfällen, hier machen wir Picknick. Weiter geht es in die wilde Kumkaisai- Schlucht (ca. 1500 m). Mit Hilfe unserer Bergführer und Begleiter steigen wir ca. 8 m steil ab, die Bergführer werden uns wenn nötig sicher ans Seil nehmen. Auf dem Weiterweg sind Trekking-Sandalen nützlich, weil wir beim Durchwandern der Schlucht immer wieder nasse Füße bekommen können. Nach ca. einer Stunden verlassen wir die enge Schlucht und kommen zu Obstplantagen und Felder (ca.1.100 m). Über eine Piste wandern wir zurück zum Ausgangspunkt. Bungalows [FMA] 16. Tag TaschkentMorgens fahren wir zurück nach Taschkent. Nach der Mittagsrast können wir noch eine kleine Stadtrundfahrt in Taschkent (ca. 120 km ab Chimgan, evtl. Eintritte fakultativ) unternehmen, bevor wir uns in einem Stadthotel einquartieren. Abends lassen wir uns unser Abschiedsessen schmecken. Fahrstrecke: 120km; Hotel [FA] 17. Tag RückreiseFrühmorgens Transfer zum Flughafen und Abschied vom usbekischen Begleiter; Rückflug mit Uzbekistan Airways von Taschkent nach Frankfurt. Ankunft vormittags. Charakter der Tour und Anforderungen:Usbekistan aktiv erleben: kulturelle Höhepunkte, einfache Wanderungen, sehr gute Infrastruktur. Wichtige Hinweise:Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es während dieser Reise zu Programmverschiebungen oder -änderungen kommen. Sollten widrige Klimaverhältnisse im Chimgan-Gebirge es notwendig machen, kann Ihre Reiseleitung in Absprache mit dem örtlichen Führer das Programm abändern und andere als die beschriebenen Wanderziele ansteuern. Trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros können Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen und es werden andere Stätten besucht. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
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