Mongolei – auf den Spuren des weinenden KamelsReise Nr. 118 Weite Steppen, galoppierende Pferde und tiefe Gesänge – die Mongolei birgt für uns Europäer viel Fremdartiges und Faszinierendes. Wer einmal in einem Jurtencamp in einer traditionellen Hütte – dem Ger – übernachtet hat, wird begeistert sein! Hier kann man für einige Tage leben wie einst Dschingis Khan, der mit seinen Horden durchs Land zog. Wenige Länder haben so viel von ihrer Eigenheit und ihrem ganz besonderen Charme erhalten wie die Mongolei. Beeindruckende Naturschönheit verbindet sich hier mit traditionellen Lebensweisen und einer besonderen Form des Buddhismus. Und dann die weite Wüste: Die Gobi ist ein Meer aus Fels und Sand. Eine für unser an Enge gewöhntes Auge schier unendliche Weite – hier kann sich der Blick einfach in der Ferne verlieren! Reiseverlauf:1. + 2. Tag: Anreise / UlaanbaatarAbflug von Berlin. Ankunft in Ulaanbaatar am nächsten Morgen. Ulaanbaatar bietet eine faszinierende Mischung aus traditionellem und modernem Leben. Im Vorland des Bogd Khan Gebirges gelegen ist Ulaanbaatar das Eingangstor in die Mongolei. Nachmittags machen wir eine kurze Stadttour, lassen das vollkommen Neue auf uns wirken und besichtigen das Gandan-Kloster, die bedeutendste buddhistische Anlage des Landes und das Bogdkhan-Museum, den Palast des letzten theokratischen Herrschers des Landes oder das Chojin Lama Kloster-Museum. Übernachtung im Hotel in Ulaanbaatar (-/M/A) 3. Tag: Nationalpark Gorchi TereldjLos geht unsere Reise mit Fahrern, Allradbussen, Köchin und Zelten! Fahrt zum nahe gelegenen Nationalparkes Gorchi Tereldj, der von den Ausläufern des zerklüfteten Chentij Gebirges geprägt ist. Gewundene Flüsse, dichte Lärchenwälder und bizarre Felsformationen wechseln sich ab. In den Sommermonaten erblühen die Wiesen in einer weiten Blütenpracht. Hier leben Nomadenfamilien mit ihren Tieren. Schöne Wanderung durch Wald zum Schildkrötenfelsen und einem Kloster am Berg. Gespräch mit einem Mitglied der mongolischen Grünen. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp (Wanderung: einfach, leicht bergauf/bergab; ca. 2-3 Std.) 4. Tag: Wandern und Reiten im NationalparkEin Ausritt oder eine Wandertour in der faszinierenden Natur des Nationalpark Gorchi Tereldj sind je nach Wunsch in separaten Kleingruppen möglich. Nachmittags fahren wir zurück zum Schutzgebiet Bogd Khan. Auf dem Weg gibt es eine beeindruckende Gedenkstätte des Türkischen Reiches, Tonyukuk, zu bewundern. Übernachtung in einem heiligen Tal. Abendessen am Lagerfeuer mit Sagen und Liedern nach alter nomadischer Tradition. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp (Wanderung: einfach, eben; ca. 1,5 Std.) 5. Tag: Wanderung im Bogd Khan GebirgeIm Bogd Khan Gebirge, dem ältesten Schutzgebiet der Mongolei, wandern wir zu den Ruinen der berühmten Tempelkonstruktion Mandsuschir Khiid in einem wunderschönen Bergtal. Nachmittags Weiterfahrt zum Naturschutzgebiet Hustain Nuruu (ca. 160 km, 3,5 Std. Fahrt), wo ein Projekt zur Wiedereingliederung der Przewalski-Pferde, einer Art “Urahn” unserer heutigen Pferde, aktiv ist. Übernachtung am südlichen Rande des Nationalparks in einem Jurtencamp des Projektes „Extra-Ger der Nomaden“, das die Einbeziehung der Einheimischen in den Tourismus zum Ziel hat. (F/M/A) 2 Übernachtungen im Jurtencamp (Wanderung: einfach, leicht bergauf/bergab; ca. 2 Std.) 6. Tag: Besuch eines WildpferdeprojektesÜber weite Ebenen spazieren wir im Nationalpark Hustain Nuruu. Unterwegs können wir eine Schafzüchterfamilie besuchen und alte Turkdenkmäler finden. Im Nationalpark suchen wir Wildpferde und sehen, was für Arbeit das Projekt hier leistet. (F/M/A) (Wanderung: einfach, eben; ca. 1,5 Std.) 7. Tag: Zu Gast bei Pferdezüchtern / Ritt in den DünenWeiterfahrt zu den Sanddünen von Elsentasarkhai (ca. 4-5 Std. Fahrt, 210 km) und Besuch einer Pferdezüchterfamilie. Hier erfahren wir, wie der berühmte mongolische Airag, vergorene Stutenmilch, hergestellt wird. Gemeinsamer Ausritt in die Sanddünen der Umgebung (auch für Anfänger geeignet). (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp nahe den Nomaden 8. Tag: Kara Khorum – die alte HauptstadtWanderung zu den Ruinen des Klosters Övgön Khiid im herrlichen Khogno Khan Nationalpark (ca. 2-3 Std.). Anschließend Fahrt nach Kara Khorum, der alten Hauptstadt des Mongolenreiches (ca. 2 Std. Fahrt, 90 km), eingebettet im weiten Tal des Flusses Orkhon. Das Kloster Erdene Zuu aus dem 16. Jahrhundert wurde auf den Ruinen der alten Hauptstadt errichtet und ist heute noch ein aktives buddhistisches Zentrum. Anschließend besuchen wir die Ausgrabungsstätte mongolischer und deutscher Wissenschaftler (nicht immer werden gerade aktiv Ausgrabungen vorgenommen). Hier lag der Palast des Ögödei Khan, Sohn des Tschingis Khan. Abends traditionelle Veranstaltung einheimischer Künstler im Camp. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp in der Nähe des Flusses (Wanderung: einfach, leicht bergauf/bergab; ca. 2-3 Std.) 9. Tag: Buddhistisches Kloster, Wasserfall und Besuch eines Tourismusprojektes der NomadenHeute fahren wir nach Westen zum größten und schönsten Wasserfall der Mongolei (ca. 27 m hoch) Ulaanzutgalan (Orkhon-Wasserfall). Unterwegs besuchen wir den Dshankh Tempel, wo wir eine buddhistische Andacht erleben können und finden Hirschsteine aus der Bronzezeit (Fahrt: etwa 120 km; 6 Stunden mit Picknick und Pausen). Am späten Nachmittag erreichen wir unser Camp, das von einer einheimischen Nomadenfamilie mit Unterstützung der Mongolischen Ökotourismus-Gesellschaft nahe am Wasserfall errichtet wurde. Wir können der Familie beim Yak-Melken zusehen und mit ihnen gemeinsam kochen. (F/M/A) 2 Übernachtungen im Jurtencamp 10. Tag: Erholung in herrlicher LandschaftDieser Tag steht zu Ihrer freien Verfügung. Sie können eine kurze Wanderung oder einen Ausritt machen, einfach entspannen oder im Fluss baden. Wer möchte, lernt mongolische Teigtaschen kneten. (F/M/A) 11. Tag: Besuch des Weltkulturerbe-Tempels Tövkhön und Fahrt zu heißen QuellenMorgens kurze Fahrt über die Brücke über den Orkhon Fluss zum Tövkhön Tempel, einem der wichtigsten Pilgerorte der Mongolei. Hier lebte Zanabazar, der Begründer des mongolischen Buddhismus. Wanderung zum Tempel, der wie ein Adlerhorst am Felsen klebt, mit Picknick. Nachmittags fahren wir weiter zu unserem Jurtencamp im Khangai Gebirge (ca.120 km, 3-4 Std. Fahrt). Das Camp liegt direkt an heißen Quellen, in denen wir entspannen können. Massage möglich. Danach werden wir per Pferd die Umgebung erkunden – das Gebirge ist stark bewaldet und liegt ca. 1.800 m über dem Meeresspiegel. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp (Wanderung: einfach, bergauf/bergab; ca. 2,5 Std.) 12. Tag: Blühende Steppe und ProvinzhauptstadtKurze Wanderung über weite, blühende Steppe zu unserem Picknickplatz. Anschließend erreichen wir die Provinzstadt Zezerleg („Blumengarten“), wo wir den beeindruckenden Zaya Bandi Tempel besichtigen und über den Markt schlendern können. An der interessanten Steinformation von Taichar Tschuluu hören wir dessen Legende. Ca. 2-3 Std. Fahrt. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp (Wanderung: einfach, eben; ca. 1 Std) 13. Tag: Fahrt in das Gebiet des “Weißen Sees”Uns steht eine längere Fahrt (ca. 180 km, 6 Std. mit Picknick und Pausen) durch faszinierende Natur zum Terkhin Zagaan Nuur, dem malerisch in eine Vulkanlandschaft eingebetteten “Weißen See”, bevor. (F/M/A) 2 Übernachtungen im Jurtencamp 14. Tag: Vulkankrater – WanderungHeute besteigen wir einen der Vulkankrater, steigen in Höhlen, die durch das Abkühlen von Lava entstanden sind und wandern an den “Weißen See”. (F/M/A) (Wanderung: unebenes Gelände (teils spitzes Lavagestein), Trittsicherheit und feste Sohlen wichtig, eben und bergauf; ca. 3 Std.) 15. Tag: Durch die SteppeDurch eine abwechslungsreiche Steppen- und Flusslandschaft geht es wieder in Richtung Ulaanbaatar. Nach einem Picknick am Fluss Khanuj Gol pausieren wir wieder in der hübschen Provinz-Hauptstadt Zezerleg. Nachmittags schlagen wir unsere Zelte in wunderschöner, weiter Landschaft auf (ca. 240 km, etwa 6 Stunden Fahrt mit Pausen). (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp 16. Tag: Baden im SeeMorgens kurze Wanderung zu einer Nomadenfamilie. Anschließend erreichen wir den wunderschönen, von hunderten Wasservögeln besuchten See Ögii Nuur (ca. 90 km, 2,5 Std. Fahrt), wo wir uns bei einem kühlen Bad im See erfrischen und von der gestrigen langen Fahrt erholen können. Abschiedsabend mit Fahrern und Köchin am Lagerfeuer. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp (Wanderung: einfach, eben; ca. 1 Std.) 17. Tag: Hauptstadt UlaanbaatarHeute erreichen wir nach einer letzten längeren Etappe (ca. 320 km, 7 Std. mit Picknick) wieder Ulaanbaatar. Unterwegs besuchen wir die Ruinen der alten Türkenstadt Balgas aus dem 8. Jahrhundert. Abends können wir durch die Hauptstadt bummeln, und uns nach zahlreichen Nächten im Zelt mal wieder auf ein richtiges Bett freuen. (F/M/A) 1 Hotelübernachtung. 18. Tag: In die Wüste Gobi: Geierschlucht und DinosaurierVoraussichtlich morgens (häufig Änderungen durch die Airline, Teile des Gepäcks können in UB gelassen werden, Gepäckmenge für den Inlandsflug max. 10 kg) kurzer Flug in die Wüste Gobi – immer noch einer der unberührtesten, einzigartigsten und auch mysteriösesten Plätze des Landes. Sie bedeckt etwa 30% der Mongolei und ist nach der Sahara die zweitgrößte Wüste der Welt. Dabei handelt es sich aber nicht um leblose, unwirtliche Wüstenflächen, sondern um ein Gebiet mit Steppenlandschaft und bis zu 2.800 m hohen Gipfeln. Salzbecken wechseln sich ab mit lang gezogenen, imposanten Dünenfeldern, Oasen und felsigen Ebenen. Verschiedenste Tierarten leben hier ebenso wie eine recht große nomadische Bevölkerung. Fahrt zur Geierschlucht (Yol Valley) (ca. 50 km; 1 Std.), die sich zwischen den faszinierenden Gipfeln des Gurvan Saikhan Gebirges hindurch zieht. Wir werden durch die beeindruckenden Felsformationen der Schlucht wandern, in der bis weit in den Sommer hinein die meterhohe Eisschicht eines gefrorenen Flusses den Weg versperrt. Nachmittags fahren wir zu unserem schönen Jurtencamp Bayanzag (ca. 120 km; 2 Std.), am Rande des Saxaulwaldes mit Blick auf das herrliche Panorama der Glühenden Felsen. Diese Gegend ist eine weltweit bekannte Fundstätte von Dinosaurierfossilien. Hier bleiben wir die nächsten Nächte. (F/M/A) 2 Übernachtungen im Jurtencamp (Wanderung: einfach, eben; ca. 2 Std.) 19. Tag: Zu den SanddünenAusflug zu den Sanddünen Molzog Els (ca. 1 Std. entfernt). Wir können barfuß den Sand auf den Dünen erspüren und zwischen den Sanddünen bummeln. Kamelreiten ist möglich. Unterwegs Picknick. Abends wandern wir durch die glühenden Felsen zurück zu unserem Camp. (F/M/A) (Wanderung: einfach, eben; ca. 1,5 Std.) 20. Tag: Auf den Spuren des Weinenden KamelsMorgens können Sie zu Fuß den angrenzenden Saxaulwald erforschen. Anschließend besuchen wir eine Kamelzüchterfamilie, wo wir einen Einblick in die Lebensweise der Nomaden bekommen und zum Beispiel bei der Bearbeitung von Kamelmilch und Kamelwolle zusehen können. Ein Ausritt auf den Kamelen der Familie rundet den Besuch ab. Schnell gewöhnt man sich an die schwankenden Bewegungen unserer Reittiere. Unterwegs machen wir ein Picknick. (F/M/A) 1 Übernachtung im Jurtencamp 21. Tag: Freizeit in UlaanbaatarVoraussichtlich morgens (Flugzeiten variieren) kurzer Rückflug nach Ulaanbaatar. Heute haben Sie noch einmal Zeit durch die Stadt zu bummeln oder einzukaufen. Am Abend genießen wir ein gemeinsames Abschiedsessen mit traditionellen Tänzen. (F/M/A) 1 Hotelübernachtung 22. Tag: HeimreiseFrüh morgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Berlin. (F/-/-) Programmhinweise:
Höhepunkte:Besuch eines Waisenheim-Projektes in Ulaanbaatar • Wohnen in Gäste-Jurten der Nomaden • Führung im Urpferde-Projektgebiet • Gespräch mit einem Mitglied der mongolischen Grünen Besondere Abendgestaltung: Konzert mit Oberton-Musikern • Themenabend mit mongolischen Sagen und Liedern am Lagerfeuer • Filmabend: "Die Geschichte des weinenden Kamels" Aktivitäten: 11 moderate Wanderungen (1–4 Std.). Einfache Ausritte mit Pferd und Kamel. Keine Reiterfahrung nötig. Im Reisepreis enthalten
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