Republik Moldau - Republica Moldova
Reise Nr. 2225
Auf unserer Reise in das unbekannteste Land Europas erwarten Sie folgende Themen:
Reiseverlauf:
1. Tag:
2. Tag:
3. Tag:
4. Tag:
5. Tag: Tagesexkursion zu den mittelalterlichen bessarabischen Klöstern
6. Tag:
Exkursion nach Transnistrien: Stadtbesichtigungen in Bendery/Tighina (Festung, jüdischer Friedhof) und Tiraspol ('sowjetisches' Stadtzentrum)
7. Tag:
8. Tag:
9. Tag:
10. Tag:
11. Tag:
'Des Südens Zauberland' (Alexander Puschkin)
Die Moldau ist bekannt als Fluss in Tschechien, aber keineswegs als südosteuropäisches Land, das fiktive Molwanien ist populärer als Moldawien und das Transnistrien aus dem 2.Weltkrieg hat wenig mit dem aktuellen gemein. Vielen fällt zu Moldawien bzw. zur Republik Moldau, wie das Land heute offiziell heißt, nur Drogen-, Waffen- und Menschenhandel ein. Dabei ist das zwischen der Ukraine und Rumänien gelegene Land seit dem 1.1.2007 direkter Nachbar der EU und bietet viel Entdeckenswertes abseits ausgetretener touristischer Trampelpfade. Neben einer wechselvollen Geschichte hauptsächlich unter rumänischen und russischen Einflüssen machen historische Klöster, üppige Weingüter und die lebensfrohe Hauptstadt Chisinau die Reize des vom Nistru (russ. Dnjestr, ukr. Dnister, lat. Tyras) durchzogenen Landes aus.
Rumänische und russische Einflüsse
Das von uns bereiste und von Puschkin als zauberhaft besungene Gebiet gehörte seit dem 14. Jahrhundert zum historischen Fürstentum Moldau, kam Anfang des 16. Jahrhunderts mit diesem unter osmanische Herrschaft und in Folge der russisch-türkischen Kriege 1812 als Teil des Gouvernements Bessarabien (der Name ist abgeleitet von dem walachischen Fürsten Basarab I.) zu Russland.
Bestand die Bevölkerung Anfang des 19. Jahrhunderts zu knapp 90% aus Rumänen, so waren es Ende des Jahrhunderts aufgrund der zaristischen Ansiedlungs- und Russifizierungspolitik noch gut 50%, die sich das Land mit ca. 20% Russen und Ukrainern, gut 10% Juden sowie Armeniern, Bulgaren, Gagausen, Deutschen, Griechen und anderen teilten.
Nach der Oktoberrevolution erklärte sich Bessarabien als Moldauische Demokratische Republik zunächst für unabhängig und schloss sich 1918 Rumänien an. Während das Gebiet zwischen Pruth und Nistru Teil Großrumäniens wurde und sich aufgrund der peripheren Lage nur langsam entwickelte, entstand links des Nistru 1924 ein Konstrukt namens Moldawische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik, deren Hauptstadt ab 1929 Tiraspol wurde. Beide Teile wurden im August 1940 als Folge des Hitler-Stalin-Paktes zur Moldawischen Sozialistischen Sowjetrepublik (MSSR) mit Chisinau als Hauptstadt vereinigt. Die Landwirtschaft wurde kollektiviert, ein Großteil der Bevölkerung deportiert, die Bessarabiendeutschen wurden ausgesiedelt. Während des Zweiten Weltkrieges wütete die Einsatzgruppe D zusammen mit rumänischen Helfern, die jüdische Bevölkerung kam in die Lager des von den Nazis geschaffenen Transnistriens zwischen Nistru und Südlichem Bug.
Nachdem Rumänien im August 1944 die Seiten gewechselt hatte, wurde die MSSR reinstalliert, die Pariser Friedensverträge bestätigten 1947 den Verbleib des Gebietes bei der Sowjetunion. Während sich die Region zwischen Pruth und Nistru zum Wein- und Obstlieferanten entwickelte, wurde der Landesteil östlich des Nistru schwerindustrialisiert.
1990 erklärten sich nacheinander Transnistrien, Gagausien und die MSSR für selbständig, die Grundlagen für teils bewaffnete Gebietsstreitigkeiten der Neunzigerjahre waren gelegt. Während der Konflikt mit Gagausien mittlerweile beigelegt ist, hat sich unter dem Namen Transnistrische Moldauische Republik links des Nistru ein bizarrer Quasistaat mit eigener Armee, Währung und Hymne etabliert. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage arbeitet heute ein Großteil der moldauischen Bevölkerung im Ausland, mit deren Transferzahlungen viele Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Die Hauptstadt Chisinau (russisch: Kischinjow), urkundlich zum ersten Mal 1436 erwähnt, wurde 1818 Hauptstadt Bessarabiens, die Einwohnerzahl wuchs von damals 10.000 auf gut 100.000 vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt im April 1903 als Schauplatz eines Pogroms, bei dem knapp 50 Juden ums Leben kamen; 1905 folgte ein weiterer mit 19 Toten. In rumänischen und sowjetischen Zeiten blieb Chisinau eine periphere Provinzkapitale. Mit gut 750.000 Einwohnern ist die Stadt heute das dynamische Zentrum der jungen Republik, das mit seiner Mischung aus ruhigem Tag- und quirligem Nachtleben noch jeden der wenigen Besucher aus dem Westen positiv überrascht hat.
Im Reisepreis enthalten
- Vorbereitungsmaterialien
- Bahnreisen München - Budapest - München im Railjet, Budapest - Bukarest - Budapest im Liegewagen (6 - Bett - Abteile), Bukarest - Chisinau - Bukarest im Schlafwagen (4 - Bett - Abteile)
- 6 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in den Mittelklassehotels „Dacia“ in Chisinau (5) und „Central“ in Soroca (1)
- Extrafrühstück am 3. Reisetag
- Halbpension (6 Tage) und Weinprobe am 4. Reisetag
- Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und moldauische Reiseleitung)
Wunschleistungen
- Schlafwagen Budapest - Bukarest - Budapest im 3 - Bett - Abteil:
35,- € - Schlafwagen Budapest - Bukarest - Budapest im 2 - Bett - Abteil:
65,- € - Schlafwagen Bukarest - Chisinau - Bukarest zu zweit im 4 - Bett - Abteil:
80,- € - Eigene An - /Abreise bis/ab Chisinau:
-280,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 8
- Maximale Teilnehmerzahl: 20





+49 (0) 9408 - 86 98 403




