Russland: Kasbek- und Elbrus-BesteigungReise Nr. 3014 Bergsteigerreise zu den Eckpfeilern des Kaukasus Reiseverlauf:1. Tag AnreiseSpät abens Flug von Frankfurt über Moskau nach Mineralnje Vody. 2. Tag Digoria - TminkauAnkunft am späten Vormittag und Fahrt über Digoria zum ossetischen Dorf Tminkau (1.750 m) - der Ausgangsbasis für die Besteigung des Kasbek. In Tminkau schlagen wir bei Artur Tsarahovs Familie unsere Zelte auf. Wir werden von der Familie herzlich empfangen und verbringen einen interessanten Abend mit vielen Geschichten, die sich um das Tal und seine Bewohner drehen. Fahrzeit: 5h; Zelt [MA] 3. Tag Basislager des KasbekNach dem Frühstück beginnt unsere Unternehmung Kasbek-Besteigung. Mulis nehmen uns das Hauptgepäck bis zum Basislager ab. Noch können wir mit leichtem Gepäck wandern. Wir folgen dem Karmadon-Tal nur mäßig steigend etwa 10 km taleinwärts auf 2.300 m und errichten dort unser Lager. Nach getaner Arbeit entspannen wir im heißen Wasser der Thermalbecken ganz in der Nähe des Lagers. Danach bereiten wir die Ausrüstung für die Bergbesteigung vor. Alles, was wir für die Besteigung nicht brauchen, bleibt im Basislager. Ab morgen heißt es dann, einen Rucksack mit der kompletten persönlichen Ausrüstung zu schultern. Das Essen und die Zelte werden von Trägern/Führern, die uns begleiten, getragen. Wir empfehlen einen 50 Liter Rucksack. Sie sollten mit 12 - 15 kg aufsteigen und sich im Fels und Eis sicher bewegen können. Gehzeit: 3h; Aufstieg: 550m; Zelt [FMA] 4. Tag Tag zur Akklimatisation und VorbereitungDiesen Tag im Basislager nutzen wir zur weiteren Akklimatisation und zur Vorbereitung auf die nächsten Tage. Zelt [FMA] 5. Tag Aufstieg zum Lager 1Über die Endmoräne des Meili-Gletschers steigen wir auf zum Beginn des Gletschers (2.450 m). Eventuell müssen wir den Aufstieg auf den Gletscher sichern, falls das Eis blank ist. Oben angekommen, gehen wir mit Steigeisen den Meili-Gletscher hinauf, bis wir zum Einstieg (2.770 m) in eine Wandnische gelangen, die unseren weiteren Weg zum Camp 1 vorgibt. Teilweise an Fixseilen sichern wir den weiteren Aufstieg durch die Felswand ab. In leichter Kletterei (zweiter und dritter Schwierigkeitsgrad) geht es ca. 100 Höhenmeter voran, bevor sich das Gelände wieder etwas öffnet. In rutschigem, schottrigem Geröll gehen wir steil (bis etwa 30 Grad) weiter bergauf; diese Etappe erfordert unsere ganze Konzentration. Der Lohn für unsere Mühe ist ein wunderschön auf einem Balkon gelegener Lagerplatz (3.400 m). Prachtvoll ist abends der Blick hinunter nach Tminkau und hinüber zum Meili-Gletscher, zum Djmara Peak (4.780 m) und dem formschönen "Schauhoch" (4.620 m) - sie alle bilden einen wahren "Zirkus" der Berge. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 1100m; Zelt [FMA] 6. Tag Aufstieg zum Lager 2Durch das Bolschoi Couloir geht es weiter sehr steil bergan. Hier müssen wir auch mit Schnee rechnen und das Couloir ggf. umgehen. Heute wird es noch steiler. Wir gehen wieder in schwierigem, losem Gelände. Dies erfordert unsere volle Konzentration und Kraft. Zum Glück dauert der reine Aufstieg durch die Wand "nur" 3 Stunden, bis wir auf einem steinigen Grat unser Lager 2 in einer ganz besonders rauen, einmaligen Fels- und Eislandschaft erreichen (4.150 m). Nach einer Ruhepause können wir noch in knapp 30 Minuten den 4.270 m hohen Poliakov Peak besteigen. Unser Lager befindet sich direkt am oberen Meili-Gletscher. Nun erkennen wir den formschönen Doppelgipfel des Kasbek und erleben hoffentlich einen glühend roten Sonnenuntergang. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 750m; Zelt [FMA] 7. Tag Gipfeltag am KasbekNach dem Frühstück im Zelt legen wir gleich die Gurte und Steigeisen an. Direkt vom Lager aus queren wir den Meili-Gletscher, der nur mäßig steil auf einen Sattel hochführt, sich dafür aber umso länger hinzieht. Nach zwei Stunden erreichen wir eine Felsformation auf 4.400 m, von der aus wir erstmals auf den Sattel des Kasbek sehen können. Hier kommen die russische und die georgische Besteigungsroute zusammen, die eigentliche Gipfelbesteigung findet auf der gleichen Route statt. Wir queren ein Gletscherfeld, diesmal des Kasbek-Gletschers, und erreichen nach knapp 3 Stunden den "Einstieg" zum Gipfel. Der Kasbek besteht aus dem kleinen Kasbek (4.890 m) und dem 5.033 m hohen großen Kasbek. Wir traversieren den Rücken des kleinen Kasbek entlang des 30 bis 35 Grad geneigten Eisfeldes (bei Neuschnee dauert diese Etappe entsprechend länger) zum Gipfelsattel auf 4.800 m. Das letzte Stück zum Sattel führt über eine knapp 10 m hohe Eis/Schneewächte. Dort müssen wir besonders vorsichtig steigen. Wir rasten vor der letzten Herausforderung, der sehr steilen und manchmal etwas blanken Gipfelkappe. Im steilen Eis und teilweise mit Steigeisen durch Felspassagen arbeiten wir uns das letzte Stück hinauf. Noch einmal heißt es, alle Kräfte zu mobilisieren im 25 bis 40 Grad geneigten Eis (evtl. legen wir ein Fixseil). Und dann ist es geschafft - am östlichsten 5.000er des Kaukasus werden wir belohnt mit einem herrlichen Rundblick hinunter nach Georgien und bis hinüber zum Elbrus. Nach einem 2,5- bis 3-stündigen Abstieg erreichen wir erschöpft, aber glücklich unser Camp 2. Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Zelt [FMA] 8. Tag Abstieg zum BasislagerDer Gipfel ist geschafft, aber der Abstieg zum Basislager (2.300 m) erfordert noch einmal vollste Konzentration. Denn heute heißt es, alle steilen und losen Passagen, die wir im Aufstieg gemeistert haben, nun beim Abstieg mit Stöcken, guter Trittsicherheit und teilweise durch Abseilen in den Felspassagen zu sichern. Am Nachmittag werden wir im Basecamp ankommen und die Entspannung in den Thermalbecken mehr als genießen. Anschließend haben wir allen Grund, beim Abendessen unsere Reise und die Bergbesteigung gebührend zu feiern. Gehzeit: 5-6h; Abstieg: 1850m; Zelt [FMA] 9. Tag ReservetagDieser Tag dient als Reservetag, falls die Bergbesteigung am 7. Tag nicht möglich war. Zelt [FMA] 10. Tag Abstieg nach Tminkau und Fahrt nach ChegetArtur ist wieder zuverlässig mit seinen Mulis zur Stelle und befördert unser Hauptgepäck zurück nach Tminkau. Dort packen wir noch einmal um und verabschieden uns von unserer Gastfamilie. Im Lauf des Nachmittags erreichen wir unser Hotel in Cheget. Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 100km; Abstieg: 550m; Hotel [FMA] 11. Tag Botschki-HüttenHeute starten wir zum höchsten Berg Europas. Die Ausrüstung, die für die Besteigung notwendig ist, wird in den Rucksack gepackt, das Gepäck, das wir für die Elbrus-Besteigung nicht brauchen deponieren wir im Hotel. Wir fahren mit der Seilbahn zur Station "Mir" (ca. 3.600 m) und weiter mit einem Sessellift bis zu den Botschki-Hütten (3.850 m) hinauf. Sollte der Sessellift nicht in Betrieb sein, müssen wir dieses letzte Stück zu Fuß zurücklegen. In den Hütten belegen wir unsere Lager und haben noch Gelegenheit zu einer kleinen Akklimatisationstour zur höher gelegenen Hütte Prijut 11 (4.100 m). Jetzt sind wir unserem Traum ganz nah. Gehzeit: 1-2h; Aufstieg: 250m; Botschki-Hütten [FMA] 12. Tag Pastuhov-FelsenNoch einmal legen wir einen Akklimatisationstag ein. Es besteht die Möglichkeit, zu den 4.700 m hoch gelegenen Pastuhov-Felsen aufzusteigen. Es handelt sich um eine markante Felsinsel am Beginn der sich aufsteilenden Flanke des Elbrus-Doppelgipfels. Nach einer ausgiebigen Rast folgt der Abstieg zu den Botschki-Hütten. Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 850m; Botschki-Hütten [FMA] 13. Tag Besteigung des ElbrusFrühmorgens geht es los. Nach Möglichkeit können wir die ersten Höhenmeter mit einer Schneeraupe zurücklegen. Da dies nicht garantiert werden kann, ist der anfallende Aufpreis direkt vor Ort zu bezahlen. Dort, wo sich die Flanke aufsteilt, gibt es für das Fahrzeug kein Weiterkommen mehr. Dann heißt es absteigen und selbst weitergehen. Bald danach erreichen wir die Pastuhov-Felsen. Erfahrungsgemäß lässt die morgendliche Kälte keine längeren Verschnaufpausen zu. Gerade wenn die Sonne aufgeht, kommt oft Wind auf, der uns leicht auskühlt. Nun beginnt der lange Aufstieg zum Sattel zwischen den Gipfeln. Hier in 5.300 m Höhe, legen wir bei einer verfallenen Biwakhütte eine Pause ein und entscheiden, ob der West- oder der Ostgipfel (5.642 m bzw. 5.621 m) bestiegen wird (ca. 8-10 Stunden). In der Regel besteigen wir den Westgipfel, der als der höchste Gipfel Europas gilt. Abstieg ca. 4 Stunden bis zu den Botschki-Hütten. Gehzeit: 12-14h; Aufstieg: 1750m; Abstieg: 1750m; Botschki-Hütten [FMA] 14. Tag ReservetagDieser Tag dient als Reservetag für die Gipfelbesteigung. Mit den Bahnen gelangen wir hinab ins Baksan-Tal. Übernachtung in Cheget. Hotel [FMA] 15. Tag PitigorskNach dem Frühstück fahren wir nach Pitigorsk. Dort werden wir beim Abschiedsessen auf unsere Gipfelbesteigungen anstoßen! Fahrzeit: 6-7h; Hotel [FMA] 16. Tag RückflugWir werden zum Flughafen von MIneralnye Vody gebracht und fliegen über Moskau zurück nach Deutschland. Ankunft am Abend. Charakter der Tour und Anforderungen:Alpinistisch herausfordernde Kaukasus-Reise. Wichtige Hinweise:Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierig-keiten, unvorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Im Reisepreis enthalten
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