Kirgisistan: Steppen und NomadenReise Nr. 2958 Reiseverlauf:1. + 2. Tag: Reise nach Kirgisien - BishkekAbflug mittags/abends nach Bishkek. Bei Ankunft am nächsten Morgen wird Ihre lokale, deutsch-sprachige Reisebegleitung Sie begrüßen und zum Hotel begleiten. Erholen Sie sich von der Anreise zur Mittagszeit. Am Nachmittag beginnt das Reiseprogramm mit einer Besichtigung dieser charmanten Stadt. Wir sehen uns die interessantesten Gebäude,wie z.B. die Oper und das Theater, sowie den Ala-Too-Platz, wo die größten Feste in Bishkek stattfinden und den Siegesplatz. Auf dem Osh-Markt erleben wir das Flair eines orientalischen Basars. Bei dem Geruch der Gewürze regt sich der Appetit. Nach dem Marktbesuch kosten wir beim Abendessen das erste Mal die heimische Küche. F/-/A Fahrt Flughafen – Hotel: ca. 30 km 1 Übernachtung im Umai Gästehaus in Bishkek. 3. Tag: Burana Turm und Wanderung im Boom CanyonMorgens starten wir von der Hauptstadt aus auf der Seidenstraße Richtung Osten und besichtigen unterwegs den Burana Turm. Es ist eines der ältesten Bauwerke dieser Art in ganz Zentralasien. Erbaut wurde der Wehrturm im 10. und 11 Jh. Ein starkes Erdbeben hatte zur Folge, dass der obere Teil des Turms zerstört wurde und sich somit seine Höhe um die Hälfte verringerte. Es ist eine der wenigen architektonischen Sehenswürdigkeiten des Landes. Im Mittelalter lag hier die Stadt Balasagun, Hauptstadt des Karachanid Khanates – einer damaligen türkischen Dynastie. Das 21,5 m hohe Minarett und Mausoleum überstand die Angriffe Dschingis Khans und wurde rekonstruiert.
Ein Stück weiter begeben wir uns im Boom Canyon auf eine schöne Wanderung.
Im Anschluss machen wir uns auf zu unserem Tagesziel dem Dorf Tamchy am nördlichen Seeufer des Issyk-Kul Sees. Die Besitzerin unsere Pension ist nicht nur eine sehr gute Köchin, sondern auch ein Künstlerin, die schöne Teppiche und andere Filzprodukte herstellt. F/M/A
Fahrt: gesamt 235 km, ca. 4 Std.; Wanderung: ca. 5 km retour, 2,5 Std 4. Tag: Nordufer des Issyk-Kul / Historische SteinritzungenMorgens fahren wir entlang des Nordufers nach Osten zum Ferienzentrum Cholpon Ata. Besichtigung von Petroglyphen (Steinritzungen) aus der Bronzezeit (9.- 3. Jhdt. v.Ch.).
Im Kulturzentrum für den berühmten kirgisischen Autor Aitmatov zeigt uns der Künstler, dass seiner Meinung nach alle Menschen und Religionen gleichwertig sind, indem er 5 gleich große und gleichartige Kapellen errichtet hat, die die 5 großen Weltreligionen verbildlichen sollen.
Anschließend fahren wir - immer zwischen den Bergen im Norden und dem Seeufer -weiter in die stark russisch geprägte Stadt Karakol im Osten des Sees. F/M/A
Fahrt: gesamt: 180 km, ca. 3,5 Std.; 5. Tag: Religiöses und Natur bei KarakolHeute besichtigen wir in Karakol die Holy Trinity Cathedral, eine russisch-orthodoxe Kirche von 1876, die unter sowjetischem Regime als Tanzhalle fungierte und im 2. Weltkrieg als Schule. Anschließend folgt die Dungan Moschee: Das exotisch wirkende, blaue Gebäude im Zentrum Karakols ähnelt einem buddhistischen Tempel, ist aber in Wirklichkeit eine Moschee, die 1910 für Karakols Gemeinschaft der Dungans errichtet wurde (chinesische Muslime, die vor der Verfolgung geflohen waren). Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung im Nationalpark von Karakol bevor wir uns auf den Weg in das kleine Tal Kara-Kyz machen, wo wir in Jurten übernachten werden. F/M/A Fahrt: 30 km, ca. 40-50 min. 2 Übernachtungen im Jurtencamp in Kara-Kyz 6. Tag: Wanderung im Tal von Kara Kyz an den Füßen des Tien ShanHeute unternehmen wir eine Wanderung im schönen Tal von Kara-Kyz und in den umliegenden Bergen. F/L/A Wanderung: ca. 4-5 Std.; moderat bergauf und bergab, keine extremen Steigungen 7. Tag: Wandern bei den roten Felsen von Jeti Ögus und im MärchentalHeute fahren wir in das Tal von Jeti Ögus, das für seine roten Felsen und Formationen bekannt ist. Wanderung durch die Schlucht am Fluss entlang bis zu einer Stelle, wo das Tal sich öffnet und in weite Wiesen und Weiden übergeht, die meist mit bunten Blumen bedeckt sind.
Anschließend geht es weiter am südlichen Seeufer entlang bis zum verborgenen Tal Skaska (russisch für Märchen), wo wir eine weitere kleine Wanderung unternehmen. Die Felsen in diesem Mini-Canyon wurden von Wind und Wetter zu einer Ansammlung von Schlössern, Gesichtern, menschlichen Gestalten und Türmen geformt, die in Farben zwischen tiefrot und hellorange leuchten.
Nachmittags erreichen wir unser Jurtencamp Sonun in der Halbwüste nur ca. 150 m vom Ufer des Issyk Kul-Sees gelegen. F/L/A
Fahrt: gesamt: 220 km, ca. 4 Std.; Wanderungen: ca. 2,5 Std., einfach.; weitere Wanderung möglich: 2,5 Std.; 8. Tag: Baden im Issyk Kul-See / Halbwüste mit BadlandsWir verbringen den heutigen Tag im Camp Sonun. Die Jurten liegen verborgen hinter Kalksteinfelsen, sogenannten “Badlands. Es besteht die Möglichkeit am Südufer des Issyk-Kul-Sees schwimmen zu gehen. Wandern Sie in den Badlands oder lassen Sie in aller Ruhe die Seele baumeln. Gerne können Sie auch gemeinsam mit den Nomaden kochen und so einige typisch kirgisische Rezepte kennenlernen. F/M/A Wanderungen möglich. 9. + 10. Tag: Jurtencamp Temir-KanatFahrt zum Jurtencamp Temir-Kanat. Auf dem Weg lernen wir einen kirgisischen Adlermann kennen, der uns einen Einblick in sein Alltagsleben gewährt. In Kirgistan wurde früher mit dem Steinadler gejagt, jetzt ist aus dieser Jagd ein nationaler Sport geworden.
Die nächsten beiden Tage verbringen wir in und um Temir-Kanat, in 2.450 m etwa 40 km südlich des Issyk-Kul-Sees gelegen. Von hier haben wir einen atemberaubenden Blick auf die nahe scheinenden Gletscher, den Issyk-Kul-See sowie auf die mit Edelweiß und anderen Blumen übersäten Almen und Täler. Reizvoll sind die vielen Kaskaden, die rau anmutende Landschaft und die Begegnung mit einfachen Nomaden, die verstreut ihre Jurten in den Bergen aufgestellt haben.
Im Camp können wir das Nomadenleben aus der Nähe erfahren und bei der Herstellung von frischem Kymys zusehen (und natürlich auch probieren), dem aus Stutenmilch hergestellten Nationalgetränk.
Reiter jeglichen Könnens können auf ihre Kosten kommen: Reitanfänger können hier erste Erfahrungen sammeln und erfahrene Reiter können Ausritte in Höhen bis über 3.000 m genießen. Außerdem werden wir die herrliche Landschaft bei einer einfachen Wanderung erkunden. F/L/A
Fahrt: ca. 35 km, ca. 40 min. 11. + 12. Tag: Fisch, Filz und Musik / Jurtencamp Tuura-SuuHeute geht es in reizvoller Fahrt weiter zur Jurtensiedlung Tuura-Suu. Unterwegs halten wir in Kyzyl-Tuu, wo wir erleben können wie Jurten gebaut werden.
An einem schmalen Fluss entlang erreichen wir das Dorf Tuura-Suu, in waldfreier Zone auf 2.250m Höhe in einem Kessel zwischen Bergen gelegen. Wer Lust hat, kann unterwegs einen Teil der Strecke zu Fuß gehen. Das Jurtencamp liegt hinter einem Hügel etwas außerhalb des Dorfes, lokale Familien kümmern sich um die Gäste. Der Betreiber des Camps war lange Zeit der Direktor der Dorfschule und kann eine Menge über die Natur des Gebietes sowie das Schulsystem erzählen. Gerne zeigen die Schüler (nur während der Schulzeit) ihre Fertigkeit mit traditionellen kirgisischen Musikinstrumenten oder singen Volkslieder (dann sollten Sie ebenfalls ein paar Lieder parat haben).
Verbringen Sie die beiden Tage im Camp Tuura-Suu mit Wandern und Reiten oder lassen Sie in aller Ruhe die Seele baumeln. Hoch zu Ross oder auch zu Fuß können wir Hirten und Nomaden weiter oben in den Bergen besuchen. Dort gibt es frischen Kumus, das Nationalgetränk aus vergorener Stutenmilch. F/M/A 13. + 14. Tag: Natur pur am Son-Kul SeeHeute fahren wir zum Son-Kul See, mit 29 km Länge und 18 km Breite nach dem Issyk-Kul der zweitgrößte See des Landes. Auf der Fahrt geht es über den 3.450 m hohen Kalmak Ashu-Pass. Der 3.016 m über dem Meeresspiegel gelegene See und dessen Ufer sind Teil eines Naturschutz-gebietes und ein wahres Kleinod. Er ist umgeben von einer großen Sommerweide – vor allem für Schafherden – und dem eindrucksvollen Panorama der Berge. Zahlreiche gastfreundliche Hirten leben hier im Sommer mit ihren Familien in Jurten, umgeben von Vieh, Schafen und Yaks. Auf dem Pferderücken oder zu Fuß können wir Ausflüge unternehmen. Wegen der Höhe ist es hier immer etwas kälter. Die klimatischen Bedingungen sind wechselhaft und nicht selten sinken auch im Juli und August die Tempera-turen nachts unter die Nullgrad-Grenze; doch mit ein wenig warmer Kleidung sind Sie hierfür bestens gerüstet. F/M/A Fahrt: 210 km, ca. 4,5 - 5 Std.; Wanderung: Gehzeit ca. 3 Std., moderat. 2 Übernachtungen im Jurtencamp am Südufer des Sees Son-Kul. 15. + 16. Tag: Fahrt nach Bishkek und Tag zur freien VerfügungHeute fahren wir wieder nach Bishkek. Der nächste Tag steht zur freien Verfügung in Bishkek. Hier können Sie noch einmal einkaufen gehen, den Osh Bazar oder ein Museum besuchen oder einfach im Park sitzen und den Menschen zusehen. Es besteht die Möglichkeit, im historischen Museum mehr über die Geschichte des Landes zu erfahren (aktuell wegen Renovierung geschlossen) oder das Museum für moderne Kunst mit interessanten Textilarbeiten zu besuchen. Fakultativ: Ausflug in den Ala-Archa Nationalpark, in die Alamedin-Schlucht oder zum Tauben-Wasserfall, etwa 50 km entfernt. Gemeinsames Abschiedsessen. F/-/A Fahrt: 360 km; ca. 5 Std. 2 Übernachtungen im Umai Gästehaus in Bishkek. 17. Tag: AbreiseJe nach Ihrer Abflugzeit werden Sie zum Flughafen gebracht. Rückflug über Istanbul nach Frankfurt mit Ankunft am selben Tag. F/-/- Im Reisepreis enthalten
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