Legendärer PamirReise Nr. 2296 Eine Expeditionsreise zu den letzten weißen Flecken der ehemaligen Sowjetunion! Noch vor kurzem lag der Pamir im touristischen Dornröschenschlaf. Nicht umsonst wurden die schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen als eine der letzten Gebiete dem Russischen Reich Ende des 19. Jahrhunderts einverleibt. Als Tadschikische Sowjetrepublik in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet, erlebte das Land nach der Unabhängigkeit 1991 einen wirtschaftlichen Niedergang ohnegleichen, von dem es sich erst langsam erholt. Ein Großteil Tadschikistans wird vom Gebirgssystem des Pamir eingenommen. Ein Hochgebirge, welches es in Bezug auf Schönheit, Mannigfaltigkeit der Tier- und Pflanzenwelt, ethnischer Vielfalt und Unerschlossenheit mit anderen innerasiatischen Gebirgen wie Hindukusch, Tien Shan oder Karakorum mühelos aufnehmen kann. Erleben Sie die Bräuche und den Alltag der Bewohner des Pamirs: Backen Sie zusammen mit den Wachani das Non, beobachten Sie, wie Kirgisen ihre Yaks melken oder seien Sie zu Gast in einem Wohnhaus der Pamiri. Besonders beeindruckend ist, dass sich in dieser Region die nomadische Lebensweise der Kirgisen und Tadschiken erhalten hat. Wie vor 500 Jahren ziehen sie mit ihren Schaf- und Yakherden auf die Sommerweiden und stellen ihre Jurten auf. Während der Wanderungen werden Sie die heißen Quellen von Bibi Fatima, die Petroglyphen im Wachan-Korridor und den Lebensraum der extrem seltenen Marco-Polo-Schafe und Schneeleoparden unterhalb der Gletscher entdecken können. Auf dem einsamen Pamir-Highway, Teil der berühmten Seidenstraße, durchqueren Sie den West- und den Ost-Pamir, erleben intensiv die Landschaften und die überwältigende Gastfreundschaft der Pamir-Bewohner in der familiären Geborgenheit privater Unterkünfte. Reiseverlauf:1. Reisetag: Ankunft in Bischkek & Wanderung im NationalparkAnkunft in Bischkek. Sie werden am Flughafen abgeholt und es erfolgt der Transfer in die Unterkunft. Sie haben Zeit zum Ankommen und Ausruhen. Gegen Mittag beginnt unser Abenteuer und wir fahren in den Ala Artscha-Nationalpark (35 km). Dann geht es auf zu einer leichten Akklimatisierungs-Wanderung (Gehzeit 3-4 h). Der Nationalpark ist bekannt für seine ausgedehnte Bergtaiga. Mit etwas Glück stoßen wir hier auf die seltenen Sibirischen Steinböcke. Übernachtung im Gasthaus in Bischkek. (F/M/A) 2. Reisetag: Unterwegs im Tienschan-HochgebirgeSehr früh am Morgen beginnt die lange Fahrt auf dem Tienschan-Highway, eine sehr gut ausgebauten Hochgebirgsstraße, welche den Norden Kirgisiens mit dem Süden verbindet. Auf dieser Strecke liegen eine Unzahl von interessanten Orten und Landschaften, so dass man diese Strecke eigentlich in einer eigenen Reise erkunden müsste. Dann starten wir zu unserer heutigen Tagestour. Wir erklimmen zuerst den Tö-Pass (3500 m) und durchqueren die raue Hochebene von Suusamyr. Danach kommen wir in ein Tal mit beeindruckenden Auenwäldern. Unser Ziel liegt in der Nähe der Kleinstadt Toktogul. Übernachtung im Gasthaus bei Toktogul. (F/M/A) 3. Reisetag: Naryn-Schlucht und Fergana-BeckenAuf unserer heutigen Wanderung kommen wir vorbei am Toktogul-See, der mit sehr schönen und interessanten Fotomotiven aufwarten kann. Nachdem wir die Naryn-Schlucht passiert haben, geht es in das Fergana-Becken. Dieses weitläufige Tal ist eine der fruchtbarsten Ebenen Innerasiens. Wir legen einen Stopp an den Baumwoll- und Reisfeldern ein. Am Abend erreichen wir die alte Seidenstraßenstadt Osch. Übernachtung im Hotel in Osch. (F/M/A) 4. Reisetag: Beginn des Pamir HighwaysAm frühen Morgen wandern wir auf den Sulejman-Berg, welcher seit 2009 UNESCO-Kulturerbe ist. Von dort aus hat man einen wunderschönen Panoramablick über die Stadt. Wir fahren nach Gulsha, dem Anfangspunkt des legendären Pamir-Highways und überqueren den ersten Paß. Unser Ziel ist ein abgelegenes Ajl (kirgisisch: Dorf) im gewaltigen Alaj-Tal. Das Alaj ist einer der eindrucksvollsten Täler des Pamir. Im Norden wird es von den 5000ern des Alaj-Gebirges eingerahmt. Übernachtung im privaten Gasthaus im Alaj-Tal. (F/M/A) 5. Reisetag: Die Perle des Pamirs – der Karakul-SeeNach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir sehr früh zur Grenze nach Tadschikistan. Nach den Grenzformalitäten erreichen wir das Autonome Gebiet Badachschan. Gegen Abend erreichen wir den Karakul-See. Unterwegs wollen wir uns Geoglyphen anschauen. Der Karakul-See ist das größte Gewässer des Landes und liegt auf einer Höhe von fast 3.914 m. Im Hintergrund taucht bei guter Sicht die Silhouette des Pik Lenin (7.134 m) auf. Landschaftlich einer der Höhepunkte der Reise! Übernachtung im privaten Gasthaus am Karakul-See. (F/M/A) 6. Reisetag: Wanderung am Karakul-SeeNach dem Frühstück brechen wir zu einer Wandertour direkt in die Berge am See auf. Wir gewinnen schnell an Höhe und genießen einen Rundblick über die Perle des Pamir. In den völlig unbewohnten Bergen am Karakul-See sind Bartgeier und Tibet-Königshuhn zu Hause. Alternativ: Wanderung am Seeufer. Übernachtung im privaten Gasthaus am Karakul-See. (F/M/A) 7. Reisetag: Über den höchsten Straßenpass der SowjetunionVor Murgab nehmen wir den höchsten Straßenpass der Sowjetunion in Angriff. Am Ak Bajtal-Paß (4.655 m!) können wir mit viel Glück die scheuen Marco-Polo-Schafe erspähen. Unser Ziel ist Murgab, die Hauptstadt des Ost-Pamir. Die Stadt zählt zu den entlegensten Städten des sowjetischen Orients. Auf über 3.700 m Höhe gelegen ist hier innerhalb von vier Monaten Frühling, Sommer und Herbst. Übernachtung im privaten Gasthaus in Murgab. (F/M/A) 8. Reisetag: Chargusch-Pass (4.344 m) und Fahrt in den Wachan-KorridorLange Überfahrt von der Hochebene des Ost-Pamir in den Wachan-Korridor (150 km). Wir erklimmen zuerst den Chargusch-Pass (4.344 m). Nach einiger Zeit kommt eine verlassene Grenzstation, an der pro Tag 3-5 Autos vorbeikommen. Wir folgen den Verlauf des Pamir-Flusses. Auf der anderen Flussseite sind mitunter Kamel-Karawanen zu sehen. Man könnte denken, die Zeit ist hier stehen geblieben. Sie transportieren Holz, Mehl, Kartoffeln in die entlegenen Gebiete des afghanischen Teils des Wachan-Korridors wie vor 500 Jahren. Zu Zeiten Marco Polos war der Wachan ein Zweig der Seidenstraße. Kurz vor Langar weitet sich das Tal am Zusammenfluss von Pamir und Wachan und es eröffnet sich der Blick in eines der schönsten Täler Mittelasiens. Übernachtung im privaten Gasthaus in Jamg. (F/M/A) 9. Reisetag: Wachan – Wanderung zu den FelszeichnungenAm Vormittag unternehmen wir eine leichte Wanderung zu den Felszeichnungen von Langar. Nach einer 2-3stündigen Wanderung erreichen wir die knapp 2000 Felszeichnungen, welche zu den größten Ansammlungen weltweit gehören. Bilder von Steinböcken, Kamelen und Pferden sind typisch. Dagegen sind die sogenannten Sonnenmenschen oder andere Sonnenkult-Bilder eher rar. In einem Nachbardorf wollen wir eine Stupa und die Höhlen buddhistischer Mönche bestaunen (Gehzeit ca. 1 h). Im Anschluss werden wir uns ein kulturhistorisches Kleinod anschauen: den Sonnenstein, der im Mittelalter als eine Art Kalender verwendet wurde. Übernachtung im privaten Gasthaus in Jamg. (F/M/A) 10. Reisetag: Wanderung zur Festung JamchunHeute geht es weiter im Wachan-Tal. An manchen Stellen eröffnet sich der Blick auf einige der 6.000er und 7.000er des Hindukusch, denn der afghanische Wachan-Korridor ist an einigen Stellen so schmal, dass man die pakistansche Grenze sieht. Am Nachmittag besichtigen wir auf einer ca. zweistündigen Wanderung die alte Festungsruine von Jamchum aus der Zeit der Sogden. Von der Ruine aus hat man einen wunderbaren Panoramablick auf den grandiosen Wachan-Korridor Gegen Abend erreichen wir nach ca. 1-2 h Gehzeit Chorog. Übernachtung im Gasthaus in Chorog. (F/M/A) 11. Reisetag: Wanderung im West-PamirDer heutige Tag steht im Zeichen der Berge. Auf einer mittelschweren Wanderung wollen wir die Bergwelt des West-Pamir erkunden. Beeindruckend sind hier die Wacholderwälder, welche teilweise über 800 Jahre alt werden. Alternativ: Flanieren auf eigene Faust im Stadtzentrum von Chorog und Besuch des Historischen Museums. Übernachtung im Gasthaus in Chorog. (F/M/A) 12. Reisetag: Im Pjansch-TalWir brechen auf und folgen wieder dem Lauf des Pjansch. In einer urigen tadschikischen Tschajchana legen wir eine Rast ein. Dieses Gebiet zählt zum westlichen Teil des Pamir. Besiedelt wird die Region vor allem von Pamiri, welche eine ostiranische Sprache sprechen. Besonders interessant sind die Afghanendörfer mit ausgeklügelten Bewässerungssystemen und die stolzen Hängebrücken über den Pjansch. Übernachtung in einem privaten Gästehaus. (F/M/A) 13. Reisetag: Fahrt nach DuschanbeWir nehmen das letzte Stück des Pamir-Highways mit dem Charurbot-Pass (ca. 3.200 m) in Angriff. Immer wieder finden wir auch hier eindrucksvolle Hochgebirgslandschaften mit unzähligen Fotomotiven. Highlights auf diesem Abschnitt sind die beeindruckenden geologischen Formationen, der Rogun-Staudamm und die Schlucht des Wachscht-Flusses. Abschiedsessen in einem Restaurant. Übernachtung in einem Hotel in Duschanbe. (F/M/A) 14. Reisetag: Abschied vom PamirAm frühen Morgen Transfer zum Airport. Es heißt Abschied nehmen vom Pamir und seinen Bewohnern! Programmhinweise:
Im Reisepreis enthalten
Im Reisepreis nicht enthalten
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