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Wolgograd und Rostow am Don

  • Russland
  • Wolgograd
  • Kulturreisen

Reise Nr. 2084

Themen der Reise:

  • Wolga, Don und der Wolga-Don-Kanal
  • Zarizyn, Stalingrad, Wolgograd: Stadtgeschichte und heutiges Leben
  • Die Schlacht um Stalingrad und die heutige Erinnerungskultur
  • Wolgadeutsche: Die Herrnhuter Siedlung Alt-Sarepta
  • Rostow am Don als multikulturelles Tor zum Kaukasus
  • Anton Tschechows Geburtsort Taganrog
  • Die Don-Kosaken und ihre ehemalige Hauptstadt Starotscherkassk
  • Literatur: Tschechow, Tolstoi, Grossman, Scholochow u.a.
  • Gespräche mit einem Pfarrer, einem Journalisten und der Besuch eines Sozialprojekts vermitteln Einblicke in das heutige Russland

    • Alle Bilder
    Wolgograd und Rostow am DonGrudinin-Mühle in Wolgograd

    Reiseverlauf:

    1. Tag:

    Abfahrt ab Berlin (ca. 6.30 Uhr) via Warschau (ca. 12.00 bis 15.30 Uhr) mit dem Nachtzug nach Moskau

    2. Tag:

  • Ankunft in Moskau (ca. 12.00 Uhr). Gelegenheit zu einem Besuch des Moskauer Zentrums
  • Weiterfahrt (ca. 20.00 Uhr) mit dem Nachtzug nach Wolgograd

    3. Tag:

  • Ankunft in Wolgograd (ca. 17.00 Uhr)
  • Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang

    4. Tag:

  • Geführter Spaziergang durch Wolgograd: Allee der Helden, Wolga-Promenade, Stadt-Park, Pawlow-Haus u.a.
  • Führung durch das Panorama-Museum
  • Besuch des Museums “Pamjat” im Kaufhaus ZUM, in dem General Paulus gefangen genommen wurde

    5. Tag:

  • Fahrt zum deutschen und russischen Soldatenfriedhof in Rossoschka außerhalb Wolgograds. Gespräch mit einem Mitarbeiter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
  • Führung auf den Mamajew-Hügel mit dem 85 m hohen Denkmal der “Mutter Heimat”
  • Besuch eines Projekts für ehemalige sowjetische NS-Zwangsarbeiter

    6. Tag:

  • Fahrt durch die Wolgograder Vorstädte zur ehemaligen Herrnhuter Siedlung Sarepta: Geführter Rundgang durchs Dorf
  • Gespräch mit dem lutherischen Pfarrer über die aktuelle Lage der Gemeinde und der Wolgadeutschen sowie über die Rolle der Religion in Russland
  • Spaziergang zur ersten Schleuse des Wolga-Don-Kanals. Besuch des Museums mit Informationen über den Kanal
  • Besuch eines Sozialprojekts

    7. Tag:

  • Fahrt mit dem Reisebus durch die Steppe nach Rostow am Don
  • Zwischenstopps in Kalatsch am Don (Ende des Wolga-Don-Kanals, Denkmal für die Einkesselung der 6. Armee) und Belaja Kalitwa (Kleinstadt am Donez)
  • Ankunft in Rostow

    8. Tag:

  • Stadtrundfahrt mit Ausstiegen durch Rostow: Hafen, Don-Ufer, Puschkin-Boulevard, konstruktivistisches Gorki- Theater, Mariä-Geburtkathedrale, Basar, armenisches Viertel “Nachitschewan” (bis 1928 eigenständige Stadt)
  • Besichtigung der Rostower Synagoge. Gespräch mit einem Gemeindemitglied
  • Besuch der Gedenkstätte in der Schlangenschlucht, wo die Nazis im August 1942 zwischen 10.000 und 30.000 Menschen, überwiegend Juden, erschossen

    9. Tag:

  • Fahrt mit dem Reisebus nach Tanais im Dondelta: Besichtigung der Überreste der ehemaligen griechischen Siedlung (3. Jh. v. Chr.)
  • Weiterfahrt nach Taganrog am Asowschen Meer: Besuch des Geburtshauses, des Gymnasiums und des späteren Wohnhauses Anton Tschechows
  • Rückfahrt nach Rostow am Don

    10. Tag:

  • Fahrt nach Starotscherkassk, der alten Hauptstadt der Don-Kosaken aus dem 16 Jh., gelegen auf einer Insel im Don: Besichtigung des Stadtkerns, der Auferstehungskathedrale, und des Museums zur Geschichte der Don-Kosaken
  • Rückfahrt nach Rostow. Gespräch mit einem Journalisten über die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation in Russland
  • Zeit zur freien Verfügung
  • Abfahrt (ca. 19.00 Uhr) nach Moskau

    11. Tag:

  • Ankunft in Moskau (ca. 13.00 Uhr)
  • Weiterfahrt (ca. 17.00 Uhr) mit dem Nachtzug über Warschau (ca. 8.30 bis 10.00 Uhr) nach Berlin

    12. Tag:

    Ankunft in Berlin (ca. 15.00 Uhr)

    Russlands Süden zwischen Wolga und Don

    Wolga und Don – im Russischen auch liebevoll als Mütterchen und Väterchen bezeichnet – sind die beiden längsten und bedeutendsten Flüsse des europäischen Teils Russlands. Sie schufen dem Russischen Reich einen Zugang zum Kaspischen und Asowschen Meer, weshalb die Kontrolle über beide Ströme bis zu den Mündungen stets von hoher strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung war. Aufgrund der geographischen Nähe von Wolga und Don – unweit von Wolgograd liegen sie lediglich 40 km auseinander – träumten die russischen Herrscher seit Peter dem Großen von einer künstlichen Verbindung zwischen den beiden Flüssen und einem Zugang der Wolga zu den Weltmeeren. Erst unter Stalin wurde der Bau des Wolga-Don-Kanals unter dem Einsatz von über hunderttausend, auch deutschen Zwangsarbeitern realisiert.

    Völkervielfalt in Wolgograd und Rostow

    Über Jahrhunderte lag die Region zwischen Wolga und Don im Einfl ussbereich der mongolischen Goldenen Horde. Die zaristische Macht etablierte sich hier nur langsam. 1589 wurde am unteren Lauf der Wolga die Stadt Zarizyn, das heutige Wolgograd, gegründet. Um die Steppengebiete an der Wolga zu besiedeln, warb Katharina die Große deutsche Bauern an. Eine Herrnhuter Brüdergemeinde gründete 1765 das Dorf Sarepta, heute Teil des modernen Wolgograds. Der Don, an dessen Ufern die Kosaken Russlands südliche Grenzen verteidigten, blieb noch bis ins 18. Jahrhundert umkämpft. Unweit seiner Mündung entstand 1761 die Festungsstadt Rostow. Später schloss sie sich mit der von Krim-Armeniern gegründeten Stadt Nachitschewan zusammen, die nach der gleichnamigen kaukasischen Region und heutigen aserbaidschanischen Exklave benannt ist. Bis heute sind die Armenier die zweitgrößte Volksgruppe in der Stadt. Eine wichtige Rolle für die Stadtentwicklung spielte auch die jüdische Gemeinde. Vor dem Einmarsch der Wehrmacht lebten etwa 27.000 Juden in Rostow.

    Der Zweite Weltkrieg und die Schlacht um Stalingrad

    Zweimal wurde Rostow von den deutschen Truppen eingenommen. Die erste Besatzung im November 1941 dauerte nur acht Tage. Im Juli 1942 marschierte die Wehrmacht abermals in die Stadt ein. Am 11. und 12. August 1942 erschossen Einsatzgruppen der SS in der so genannten Schlangenschlucht bei Rostow zwischen 10.000 und 30.000 Menschen, die Mehrzahl unter ihnen Juden. Ende August erreichten die Deutschen die Wolga nördlich von Stalingrad, wie Zarizyn seit 1925 hieß. Die Schlacht um die Stadt dauerte bis Februar 1943 und endete mit der Kapitulation der 6. Armee. Etwa 170.000 Angehörige der Wehrmacht verloren ihr Leben. Stalingrad wurde zum Inbegriff der deutschen Niederlage und des sinnlosen Massensterbens deutscher Soldaten. In dieser Interpretation werden indes die sowjetischen Opfer häufig ausgeblendet. Etwa 500.000 Soldaten der Roten Armee starben sowie eine unbekannte Zahl an Zivilisten. Von den ursprünglich über 500.000 Einwohnern Stalingrads lebten nach der Rückeroberung gerade einmal noch etwa 10.000 in der Stadt.
    Nicht nur in Deutschland, auch in der Sowjetunion und im heutigen Russland hat die Schlacht um Stalingrad eine mythische Bedeutung. Die Interpretation als ruhmreicher Wendepunkt dominiert die Erinnerungsstätten Wolgograds, wie die Stadt seit der Entstalinisierung 1961 heißt. Anhaltende Diskussionen um eine Rückbenennung mündeten 2013 in den Kompromiss, dass die Stadt an einigen Tagen im Jahr offi ziell wieder den Namen Stalingrad tragen soll. Viel wichtiger als solche Debatten sind jedoch die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen die beiden Millionenstädte Wolgograd und Rostow heute stehen.

    Im Reisepreis enthalten

    • Vorbereitungsmaterialien
    • Visagebühr und - beschaffung
    • Bahnreise Berlin–Warschau–Berlin im EC (2. Klasse)
    • Bahnreise Warschau–Moskau–Warschau im Schlafwagen (3 - Bett - Abteil)
    • Bahnreise Moskau–Wolgograd/Rostow–Moskau im Schlafwagen (4 - Bett - Abteil)
    • 7 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in Hotels in Wolgograd (4, Hotel „Wolgograd“, einfache Mittelklasse, sehr zentral gelegen) und Rostow (3, „Ermitage“, gute Mittelklasse, zentral gelegen)
    • Halbpension (8 Tage)
    • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und russischeReiseleitung)

    Wunschleistungen

    • Schlafwagen Warschau - Moskau - Warschau im 2 - Bett - Abteil: 100,- €
    • Schlafwagen Moskau - Wolgograd/Rostow - Moskau zu zweit im 4 - Bett - Abteil: 120,- bis 170,- €
  • So erreichen Sie uns:
    • Per Telefon:
      +49 (0) 9408 - 86 98 403
      Montag - Freitag
      9-18 Uhr
      Per E-Mail:
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      Orhalm 6a
      93177 Altenthann
      Deutschland

    Reisetermine
    Zur Zeit sind keine Termine für diese Reise verfügbar.

    Einreisebestimmungen
    • Russland: Visum erforderlich, notwendig sind dazu ein 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass sowie der Nachweis einer Auslandsreise - Krankenversicherung.
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