Wolgograd und Rostow am DonReise Nr. 2084 Themen der Reise: Reiseverlauf:1. Tag:Abfahrt ab Berlin (ca. 6.30 Uhr) via Warschau (ca. 12.00 bis 15.30 Uhr) mit dem Nachtzug nach Moskau 2. Tag:3. Tag:4. Tag:5. Tag:6. Tag:7. Tag:8. Tag:9. Tag:10. Tag:11. Tag:12. Tag:Ankunft in Berlin (ca. 15.00 Uhr) Russlands Süden zwischen Wolga und DonWolga und Don – im Russischen auch liebevoll als Mütterchen und Väterchen bezeichnet – sind die beiden längsten und bedeutendsten Flüsse des europäischen Teils Russlands. Sie schufen dem Russischen Reich einen Zugang zum Kaspischen und Asowschen Meer, weshalb die Kontrolle über beide Ströme bis zu den Mündungen stets von hoher strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung war. Aufgrund der geographischen Nähe von Wolga und Don – unweit von Wolgograd liegen sie lediglich 40 km auseinander – träumten die russischen Herrscher seit Peter dem Großen von einer künstlichen Verbindung zwischen den beiden Flüssen und einem Zugang der Wolga zu den Weltmeeren. Erst unter Stalin wurde der Bau des Wolga-Don-Kanals unter dem Einsatz von über hunderttausend, auch deutschen Zwangsarbeitern realisiert. Völkervielfalt in Wolgograd und RostowÜber Jahrhunderte lag die Region zwischen Wolga und Don im Einfl ussbereich der mongolischen Goldenen Horde. Die zaristische Macht etablierte sich hier nur langsam. 1589 wurde am unteren Lauf der Wolga die Stadt Zarizyn, das heutige Wolgograd, gegründet. Um die Steppengebiete an der Wolga zu besiedeln, warb Katharina die Große deutsche Bauern an. Eine Herrnhuter Brüdergemeinde gründete 1765 das Dorf Sarepta, heute Teil des modernen Wolgograds. Der Don, an dessen Ufern die Kosaken Russlands südliche Grenzen verteidigten, blieb noch bis ins 18. Jahrhundert umkämpft. Unweit seiner Mündung entstand 1761 die Festungsstadt Rostow. Später schloss sie sich mit der von Krim-Armeniern gegründeten Stadt Nachitschewan zusammen, die nach der gleichnamigen kaukasischen Region und heutigen aserbaidschanischen Exklave benannt ist. Bis heute sind die Armenier die zweitgrößte Volksgruppe in der Stadt. Eine wichtige Rolle für die Stadtentwicklung spielte auch die jüdische Gemeinde. Vor dem Einmarsch der Wehrmacht lebten etwa 27.000 Juden in Rostow. Der Zweite Weltkrieg und die Schlacht um StalingradZweimal wurde Rostow von den deutschen Truppen eingenommen. Die erste Besatzung im November 1941 dauerte nur acht Tage. Im Juli 1942 marschierte die Wehrmacht abermals in die Stadt ein. Am 11. und 12. August 1942 erschossen Einsatzgruppen der SS in der so genannten Schlangenschlucht bei Rostow zwischen 10.000 und 30.000 Menschen, die Mehrzahl unter ihnen Juden. Ende August erreichten die Deutschen die Wolga nördlich von Stalingrad, wie Zarizyn seit 1925 hieß. Die Schlacht um die Stadt dauerte bis Februar 1943 und endete mit der Kapitulation der 6. Armee. Etwa 170.000 Angehörige der Wehrmacht verloren ihr Leben. Stalingrad wurde zum Inbegriff der deutschen Niederlage und des sinnlosen Massensterbens deutscher Soldaten. In dieser Interpretation werden indes die sowjetischen Opfer häufig ausgeblendet. Etwa 500.000 Soldaten der Roten Armee starben sowie eine unbekannte Zahl an Zivilisten. Von den ursprünglich über 500.000 Einwohnern Stalingrads lebten nach der Rückeroberung gerade einmal noch etwa 10.000 in der Stadt. Im Reisepreis enthalten
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