Tadschikistan - Trekking im Land der TeestubenReise Nr. 126 7-tägiges Zelt-Trekking durch das kaum bekannte Fan-Gebirge Reiseverlauf:1. Tag AnreiseGegen Mittag Linienflug mit Uzbekistan Airways von Frankfurt nonstop nach Taschkent. Abends Ankunft und Empfang durch unsere örtliche, Deutsch sprechende usbekische Reiseleitung. Transfer zum Stadthotel. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel 2. Tag BucharaAm frühen Morgen Transfer zum Flughafen und Flug nach Buchara. Nach der Ankunft Transfer zu unserem Privathotel am Rande der Altstadt. Eine geführte, auf zwei Vormittage verteilte Stadtbesichtigung in Buchara steht auf dem Programm. Zu Fuß werden wir die Altstadt erkunden und am Lab-e Chaus (Chaus = Wasserbecken) starten. Früher war dieser Platz einer der wichtigsten Handelspunkte der Stadt. Im Umfeld erwarten uns viele bedeutende Bauwerke - Moscheen, Minarette und Medresen - und das lebhafte Treiben auf den Basaren mit ihrem reichen Souvenirangebot. Zuletzt besuchen wir die Festung Ark, befestigte Residenz der einstigen Herrscher, erbaut auf einem künstlichen Hügel als eigene Stadt mitten in der Stadt. Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für Spaziergänge in Eigenregie. Gegen 18 Uhr treffen wir uns im Innenhof der Medrese Nadir Diwan-Begi. Hier schauen wir uns eine professionelle Folklore-Veranstaltung mit sehenswerter Modenschau an und essen zu Abend. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 3. Tag BucharaHeute Vormittag sind wir mit dem Bus unterwegs. Zuerst fahren wir zum auswärts gelegenen Sommerpalast Sitore-i Mochi Chosa und bestaunen die reiche Ausstattung der Zimmer. Dann besuchen wir das Mausoleum der Samaniden, das wohl älteste erhaltene islamische Bauwerk in Zentralasien (entstanden um das Jahr 900), und schauen uns weitere Monumente in der Parklandschaft an. Auch die Medresse Chor Minor ist einen Abstecher wert. Der Nachmittag steht für einen letzten Altstadtbummel zur freien Verfügung. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 4. Tag Buchara - SamarkandFür die Fahrt nach Samarkand - der Name bedeutet "fruchtbare Ansiedlung" - benötigen wir ca. 4 Stunden. Unser Weg führt durch kultivierte, wie ein einziger großer Garten anmutende Steppenlandschaft. Melonenfelder wechseln mit Mais- und Tabakfeldern, Weinbergen und Obstplantagen. Sehr schön sind die Raststätten am Wegesrand: Weinumrankte Arkaden, unter denen große Diwane stehen, laden zum Teetrinken ein. Besonders ältere, einheimische Männer sitzen hier beisammen und diskutieren über Gott und die Welt. Dazu gibt es Schaschlik und Plow (traditionelles Reisgericht) sowie jede Menge Obst zu günstigen Preisen. Nachdem wir unser Quartier in Samarkand bezogen haben, werden wir uns am Nachmittag einen ersten Überblick verschaffen. In Samarkand beginnen die Märchen aus "Tausend und einer Nacht". Die Stadt galt im Mittelalter als eine der schönsten und bedeutendsten Städte der Welt. Bis heute hat Samarkand nichts von seinem Reiz verloren. Ein erster Besuch führt uns z.B. zum Observatorium von Ulughbek und zum Gur Emir-Mausoleums. Die historischen Bauwerke Samarkands - "Schnittpunkt der Weltkulturen" - stehen seit 2001 unter dem Schutz der UNESCO. Fahrstrecke: 280km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 5. Tag SamarkandJahrhundertelang war der Registan-Platz das Zentrum Samarkands. Das Wort "Registan" bedeutet "Sandplatz". An dieser Stelle floss einst ein Fluss, bevor die erste Medrese hier entstand. Die Jahre vergingen, der Fluss trocknete aus und hinterließ eine Menge Sand. Nachdem die erste Medrese im 15. Jahrhundert vollendet war, fanden auf diesem Platz alle Paraden, Festivals und Feiertagsfestlichkeiten statt. Auch der Sonntagsbasar hatte hier seinen Platz. Das Ensemble am Registan-Platz besteht aus drei Medresen: Ulugbek Medrese (15. Jh.), Sherdor Medrese (17. Jh.) und Tillakori Medrese (vergoldet, 17. Jh.). In den Medresen (islamische Hochschulen/Koranschulen) studierten nur die Söhne reicher Familien. Die Ausbildung dauerte 10, 12 oder gar 20 Jahre, je nachdem, wie es um die Disziplin des Studenten bestellt war. Hauptfach war das Studium des Koran, die anderen Fächer waren nicht obligatorisch und vom Studenten frei wählbar. Nach dem Mittagessen fahren wir zum großen Basar, auf dem der orientalische Alltag pulsiert: Probieren und Feilschen ausdrücklich erwünscht! Auf einem Spaziergang besuchen wir die Gräberstadt Schah-e Sende und Timurs Moschee Bibi Hanim, die einst als größte und schönste Moschee Mittelasiens galt. Wenn es die Zeit erlaubt besuchen wir auch eines der typischen mittelasiatischen Teehäuser. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Privathotel [FA] 6. Tag Samarkand - IstarawshanWegen der erneuten Schließung der Grenze zwischen Samarkand und Pendschikent verlängert sich die Anreise zu unserem Trekkinggebiet und wir haben einen langen Fahrtag vor uns. Von Samarkand fahren wir über Jizzakh zur Grenzstation Oibek. Nach den Grenzformalitäten ist es noch eine gute Stunde bis Khudchent. Hier nehmen wir ein spätes Mittagessen ein und fahren anschließend weiter nach Istarawshan. Fahrzeit: 8h; Fahrstrecke: 400km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; sehr einfaches Hotel [FMA] 7. Tag Shachristan-Pass - Marguzor-SeeUnsere heutige Etappe bringt uns durch den neu erbauten Tunnel ins Fan-Gebirge zum Marguzor-See dem Ausgangspunkt unseres Trekkings. Während der anstrengenden Fahrt werden wir durch eindrucksvolle Landschaftsbilder entschädigt. Wir erblicken Gebirgsausläufer, und besonders die Fahrt entlang der 7 Seen lässt unser Herz höher schlagen. Am 6. See angekommen, schlagen wir unser Lager (2.150 m) für die Nacht auf. Fahrzeit: 6-7h; Zeltübernachtung [FMA] 8. Tag Tavasang-PassDer Aufstieg zum Tavasang-Pass (3.3.20 m) stellt die Herausforderung des ersten Trekkingtages dar. Zunächst wandern wir die Straße entlang dem 6. See und nach ca. einer halben Stunde beginnt der Aufstieg. Der Weg ist technisch nicht besonders schwierig, der Anstieg jedoch recht steil. Ein schöner Blick zurück auf die türkisfarbenen Bergseen ist der wohlverdiente Lohn für unsere Mühen. Nach etwa vier Stunden erholen wir uns von der Anstrengung bei einer ausgiebigen Mittagspause. Gestärkt bewältigen wir den letzten Anstieg und können dann vom Pass einen herrlichen Rundblick auf die umliegenden Viertausender genießen. Nach einer kurzen Rast geht es unserem Tagesziel entgegen. Am frühen Nachmittag sind wir am Ziel und schlagen unser Lager auf einer Wiese mit mehreren Quellen auf. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 1150m; Abstieg: 270m; Zelt [FMA] 9. Tag Sarymat-Tal - Artscha-Maidan-TalZunächst steigen wir über Wiesen ins Tal Sarymat ab und besuchen ein Sommerlager von Hirten, die Ihre Jurten ca. 30 Minuten unterhalb unseres Platzes aufgeschlagen haben. Freudig wird man hier von Frauen und Kindern empfangen und bekommt köstlichen, selbstgemachten Joghurt mit Brot angeboten. Später folgen wir dem Flusslauf in nördlicher Richtung und erfreuen uns an der grünen, wild-romantischen Landschaft. Auf kleinen Inseln im Flussbett gibt es zahlreiche, bunte, fröhlich zwitschernde Vögel und das stetige Rauschen und Plätschern des Wassers ist unser ständiger "Begleiter". Am Zusammenfluss von Sarymat und Archamaidan schlagen wir unser Camp für die Nacht auf. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 1190m; Zelt [FMA] 10. Tag Artscha-Maidan-Tal, Siedlung ZimtutObwohl wir zunächst ein Stück zurücklaufen, nehmen wir die Landschaft aus einem ganz anderen Blickwinkel wahr und entdecken auch heute wieder viel Neues. Adler kreisen über uns. Langsam wandert die Sonne über die Gipfel und erfüllt das Tal allmählich mit Licht. Die Nähe des Dorfes Gazza kündigt sich durch Kinder an, die uns entgegenkommen, uns freundlich zuwinken und uns natürlich neugierig in Augenschein nehmen. Nachdem wir die kleine Ansiedlung hinter uns gelassen haben, steigen wir weiter in die Schlucht Artscha-Maidan ab. In der kleinen Siedlung Zimtut haben wir die Möglichkeit, bei einer Familie zu essen und zu übernachten und uns so ein Bild von der hiesigen Lebensweise zu machen. Gehzeit: 3,5h; Abstieg: 370m; Übernachtung beieiner Gastfamilien im Homestay [FMA] 11. Tag Guitan-Pass - Chukurak-SeeGut eingelaufen, stellt der heutige Pass mit 2.600 m Höhe keine große Herausforderung dar und ist für Wanderfreunde ein echter Genuss. Wieder bietet sich uns ein phantastisches Panorama. Wir genießen die Ruhe, die gute Luft, den Anblick der klaren Bäche und Seen, den Geruch der Wacholdersträucher und der Almwiesen. Bereits am frühen Nachmittag erreichen wir den glasklaren Chukurak-See und schlagen am Ufer unsere Zelte für die Nacht auf. Für Unerschrockene bleibt genügend Zeit für ein Bad im kalten Gletscherwasser (12C). Und wer noch wandern möchte, kann dem Alpinistenlager "Artutsch" einen Besuch abstatten. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 1240m; Abstieg: 340m; Zelt [FMA] 12. Tag Chukurak-See - Chukurak-Pass - Kuli Kalon-SeeHeutiges Ziel sind die Kuli Kalon-Seen: Vierzehn verschiedene Seen leuchten in den Farbtönen Hellblau bis Aquamarin und laden zum Baden und Träumen ein - umgeben von den Bergriesen Adamtash (4.700 m) und Mirali (5.120 m). Zunächst jedoch gilt es, den Chukurak-Pass (3.180 m) zu bewältigen. Gehzeit: 4,5h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 400m; Zelt [FMA] 13. Tag Alaudin-Pass - Alaudin-SeeEin weiterer Pass, der 3.860 m hohe Alaudin-Pass, steht heute an. Von der Passhöhe aus sehen wir im Rückblick die Kulikalon-Seen und vor uns liegen die Alaudin-Seen. Der Weg ist technisch einfach und der Blick zum schneebedeckten Tschapdara (5.137 m), gegenüber, lässt uns die Mühe des Aufstiegs - wir überwinden immerhin 980 Höhenmeter - bald vergessen. Tagesziel nach insgesamt 6-stündiger Wanderung ist der wunderschöne, in die Bergwelt des Tschapdara-Tales eingebettete Alaudin-See (2.800 m ). An seinen Ufern schlagen wir unser Camp für diese Nacht auf. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 980m; Abstieg: 1070m; Zelt [FMA] 14. Tag Mutnyi-See - KhudchentEin letzter und langer Tag im Fan-Gebirge liegt vor uns. Nach einem 3-stündigen Aufstieg erreichen wir den höchsten Punkt und legen eine kurze Rast ein, um die tolle Aussicht zu genießen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Mutnyi-See. Hängende Gletscher und steile Moränenwälle an den umliegenden Bergriesen Chimtarga (5.489 m), Zamok (5.070 m), Pik Energia (5.120 m), Mirali (5.120 m) und Bodhona (5.138 m) umschließen spektakulär das sanft nach Norden geneigte Schwemm- und Schotterbett des Gletschersees. Wir wandern bis zum Bergsteigerlager "Vertical", wo unsere Fahrzeuge bereits warten und verabschieden uns von unserer Begleitmannschaft. Nach einer Mittagsrast fahren wir zurück nach Khudchent. Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 6h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 1050m; Hotel [FMA] 15. Tag Khudchent - TaschkentAm Vormittag unternehmen wir in Khudchent eine kleine Stadtbesichtigung mit dem religiösen Komplex Shaijch Maslichaddin (Moschee, Medrese und Mausoleum) und dem Basar. Man sagt, dieser Basar ist einer der schönsten Mittelasiens. Danach fahren wir zur Zitadelle mit einem neuen, sehr lohnenden Museum. Gegen Mittag verlassen wir Tadschikistan und fahren nach Taschkent. In einem Stadthotel beziehen wir unsere Zimmer für zwei Nächte. Fahrzeit: 5h; Hotel [FMA] 16. Tag TaschkentVormittags unternehmen wir eine Rundfahrt in der Metropole Tashkent. Zu Timurs Zeit stand sie im Schatten von Buchara und Samarkand, heute jedoch ist sie die Hauptstadt Usbekistans. Vorgesehen ist ein Spaziergang durch den Navoij-Freizeitpark zum Parlament und Palast der Völkerverständigung sowie eine Fahrt mit der Metro, der ab 1977 erbauten, einzigen U-Bahn Mittelasiens. Die Stationen sind originell gestaltet. Am Nachmittag bleibt Zeit für einen Bummel durch die belebte Fußgängerzone zum Amir Timur-Denkmal. Wer möchte, kann noch persönliche Einkäufe tätigen. Abends lassen wir uns unser Abschiedsessen in einem typisch usbekischen Restaurant schmecken. Hotel Usbekistan [FA] 17. Tag RückreiseFrühmorgens Transfer zum Flughafen und Abschied vom usbekischen Begleiter; Rückflug mit Usbekistan Airways von Taschkent nach Frankfurt. Ankunft vormittags. Charakter der Tour und Anforderungen:Alpines Zelt-Trekking; wunderschöne Mischung zwischen Aktiverlebnissen und kulturellen Höhepunkten. Wichtige Hinweise:Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es während dieser Reise zu Programmverschiebungen oder -änderungen kommen. Trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros können Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
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