Gdansk–Danzig mit KZ-Gedenkstätte Stutthof, Frische Nehrung, Gdynia/Gdingen, Sopot/ZoppotReise Nr. 11 Unsere Reise in die nach 1945 von Polen mustergültig wieder aufgebaute Hafenstadt, die 1997 ihren 1000. Geburtstag feierte, hat folgende thematische Schwerpunkte: Reiseverlauf:1. Tag:Abfahrt mit dem EC ab Berlin (ca. 15.30 Uhr), Ankunft ca. 22.00 Uhr 2. Tag:3. Tag:4. Tag:5. Tag: Exkursion durch die Dreistadt6. Tag: Danzig als Wiege der Solidarność / Polen heute7. Tag:Abfahrt mit dem EC (ca. 7.00 Uhr) nach Berlin (Ankunft ca. 13.30 Uhr) 1000 Jahre deutsch-polnischer GeschichteDanzig wurde im Jahre 997 im Zusammenhang mit dem Besuch des Heiligen Adalbert und der Christianisierung der Pruzzen als ”Urbs Gyddanycz” zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Stadtrechte erwarb die Siedlung an der Mottlau/Motława im 13. Jahrhundert, kurz darauf (1282) vermachte Mściwój sein Herzogtum dem damaligen Herrscher Polens, Przemysł. Von 1308 bis 1454 wurde Danzig vom Deutschen Ritterorden beherrscht, 1361 trat es der Hanse bei. Aus jener Zeit stammen zahlreiche Gotikbauten, die heute noch das Bild des alten Stadtkerns prägen. Nach der Vertreibung des Ordens unterstellte sich Danzig der polnischen Krone, mit der es enge wirtschaftliche Verbindungen unterhielt, hatte jedoch gleichzeitig den Status eines unabhängigen Stadtstaates mit eigener Rechtsprechung und Gesetzgebung. Reichste Stadt PolensVom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurde Danzig zum Handelsimperium, zur größten und reichsten Stadt Polens und zum größten Ostseehafen. Von der wirtschaftlichen Blüte zeugen viele Patrizierhäuser und andere prachtvolle Bauwerke. Auch das geistige und kulturelle Leben blühte in jener Zeit auf: mit dem Astronomen Jan Hevelius, dem Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit, dem Grafiker Daniel Chodowiecki und dem Philosophen Arthur Schopenhauer seien in diesem Zusammenhang nur einige Namen bedeutender Danziger angeführt. Nach der 2. Teilung Polens (1793) wurde Danzig zur preußischen Provinzstadt, 1814 zur Hauptstadt der Provinz Westpreußen und 1871 Teil des Deutschen Reiches. Ins 19. Jahrhundert fällt auch die Entstehung des mondänen Seebades Sopot/Zoppot bei Danzig, wo sich die Schönen und Reichen trafen. Nach den Versailler Beschlüssen erhielt Danzig den Status der Freien Stadt, dem Völkerbund unterstellt, mit Polen durch eine Zollunion verbunden. Zerstörung, Wiederaufbau, SolidarnośćAls Vorwand für den Überfall auf Polen diente Hitler im September 1939 u.a. die deutsche Bevölkerungsmehrheit (ca. 95%) der Hafenstadt. Die Polen leisteten auf der Westerplatte und im Gebäude der Polnischen Post (von Günter Grass in der ”Blechtrommel” beschrieben) erbitterten Widerstand. Schon während der ersten Besatzungstage wurden viele Polen ins Konzentrationslager Stutthof deportiert. Nach dem Ende der NS-Herrschaft war Danzig zu 90% zerstört. Polnische Vertriebene aus der Wilnaer Gegend bauten nach der Vertreibung der Deutschen die entvölkerte Stadt mustergültig wieder auf. Die Arbeiterproteste 1970 (in Andrzej Wajdas Film vom ”Mann aus Eisen” künstlerisch verarbeitet) und die Solidarność-Bewegung 1980/81 rückten Danzig dann wieder ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit. Die erste unabhängige Gewerkschaft im ”Realsozialismus” war der Anfang vom Ende des Systems der Blockkonfrontation. Heute ist die ”Dreistadt” Danzig-Zoppot-Gdingen eine der Vorreiterinnen des Transformationsprozesses im demokratischen Polen seit 1989. Als Symbol für dessen Schattenseiten steht der Niedergang der ehemaligen ”Lenin-Werft”, von der der entscheidende Anstoß zu den Veränderungen ausgegangen war. Im Reisepreis enthalten
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