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Zu Gast in Masuren - Wandern, Radeln, Kajak fahrenPolen / WandernReise Nr. 3022 Masuren - ”wo das Land ohne Eile beginnt, das gerne die Zeit verschläft…' schreibt Arno Surminski in seiner ”Reise nach Nikolaiken'. Heute noch ticken die Uhren hier etwas langsamer. Verträumte Dörfer und einsame Wälder herrschen vor. Dank zahlreicher Naturschutzgebiete gilt Masuren zu Recht als die ”grüne Lunge' Polens. Mit dem Fahrrad, dem Kajak und zu Fuß sind Sie im ”Land der 1000 Seen' unterwegs und lernen dichte Urwälder, weite, hügelige Heideflächen und die glitzernden Seen Masurens kennen. Inmitten der bezaubernden Seen- und Hügellandschaft erinnern mächtige Burgen, prachtvolle Kirchen und Gutshäuser mit weitläufigen Parks an die bewegte Geschichte dieser Region. Wenn Sie im Kajak durchs Wasser gleiten, unterbricht meist nur das Plätschern der Paddel und das Zwitschern der Vögel die tiefe Stille. Üppig grüne Bäume säumen das Ufer und spenden Schatten. In den klaren Flüssen und Seen spiegelt sich die Landschaft. Die Ufer sind ein Paradies für zahlreiche Vogelarten. Mit dem Rad folgen Sie kleinen, von alten Bäumen gesäumten Nebenstraßen. In vielen Dörfern nisten Störche auf den Kaminen der Häuser. Mit einem Förster wandern Sie durch den dichten Urwald der Borker Heide. Hier sind Dachse, Bieber und sogar Wölfe und Wisente beheimatet. Zu den kulturellen Erlebnissen zählen eine Orgelpräsentation in der prächtigen Barockkirche Heiligelinde, die Stadtführung in Ketrzyn, der Besuch im Salon Marion Dönhoff und die Besichtigung von Warschau.
Tourverlauf: 1. Tag Warschau Flug nach Warschau. Am Flughafen werden wir von unserem Reiseleiter empfangen und zu unserem zentral gelegenen Hotel gebracht. Abends unternehmen wir einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt und essen gemeinsam in einem typisch polnischen Restaurant. Hotel [A] 2. Tag Warschau - Bustransfer nach Masuren - kurze Wanderung bei Pierslawek (Kleinort) Auf einer Stadtrundfahrt erkunden wir am Vormittag die Warschauer Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Wir bewundern den dreieckigen Schlossplatz und den Marktplatz mit seinen prächtigen Patrizierhäusern. Wir sehen auch den Palac na Wodzie (Palast auf dem Wasser) und das Chopin-Denkmal im Lazienki-Park. Mittags brechen wir auf nach Masuren. Im Bus werden Lunchpakete gereicht. Nach der etwa 4-stündigen Fahrt halten wir beim Forsthaus Pierslawek (Kleinort), dem Geburtshaus des Schriftstellers Ernst Wiechert. Auf einer ersten kleinen Wanderung entlang eines Waldlehrpfades, vorbei an einem Biberstandort und einem Baumbestand mit 125-jährigen Kiefern stimmen wir uns auf Masuren ein. Nun ist es nicht mehr weit bis nach Mragowo (Sensburg), wo wir heute übernachten. Unser Hotel liegt schön am See Czos. Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 200km; Hotel [FMA] 3. Tag Kirche Heiligelinde - Wanderung nach Reszel (Rößel) - Radtour nach Ketrzyn (Rastenburg) - Stadtrundgang Nach dem Frühstück besuchen wir die Wallfahrtskirche Swieta Lipka (Heiligelinde), eine der prächtigsten Barockbauten des Landes. Ein besonderes Erlebnis ist es, die fast 300 Jahre alte Orgel mit ihren etwa 4000 Orgelpfeifen erklingen zu hören. Danach wandern wir entlang der historischen Grenze zwischen dem Ermland und Masuren bis nach Reszel (Rößel), einer hübschen Kleinstadt, die von der mächtigen Bischofsburg überragt wird. Am Nachmittag schwingen wir uns auf die Fahrräder und radeln über kleine Nebenstraßen ca. 30 km nach Ketrzyn (Rastenburg). Während der Stadtbesichtigung mit dem örtlichen evangelischen Pfarrer erfahren wir viel Wissenswertes über die bewegte Geschichte der Stadt. Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte ist ein restauriertes ehemaliges Gutshaus am See. Gehzeit: 1,5h; ehemaliges Gutshaus [FA] 4. Tag Steinort - Wanderung in der Puszcza Borecka (Borker Heide) - Kajaktour auf der Struga Auf dem Weg in die Borker Heide hält unser Bus in Sztynort Duzy (Steinort). Hier steht, auf drei Seiten von Wasser umgeben, das Schloss der Familie Lehndorff - eine der bedeutendsten Familien Ostpreußens. Im ehemaligen Schlosspark erfahren wir Näheres über die Geschichte und das Schicksal dieses Adelsgeschlechts. Mit einem Förster unternehmen wir anschließend eine Wanderung in der einsamen Puszcza Borecka (Borker Heide). Hügel, Moore und kleine Seen prägen dieses urwaldartige Waldgebiet. Hier leben Iltisse und Dachse, Auerhähne und der seltene Schwarzstorch. Auch Wisente sind hier beheimatet. Wenn wir möchten, können wir nach der Wanderung im Forsthaus zu Mittag essen (fakultativ). Nachmittags steht unsere erste, ca. 8 km lange Kajaktour auf dem Fluss Struga auf dem Programm. Danach kehren wir zu unserer Unterkunft bei Ketrzyn zurück. Gehzeit: 3h; ehemaliges Gutshaus [FA] 5. Tag Radtour: Masurisches Museum - Nakomiady (Eichmedien) - Ryn (Rhein) - Mikolajki (Nikolaiken) Eine erlebnisreiche, ca. 50 km lange Radtour auf den Spuren deutsch-polnischer Geschichte liegt heute vor uns. Wir passieren die ”Wolfsschanze'. Wer möchte, kann das ehemalige Hauptquartier Hitlers besichtigen (fakultativ, Eintritt mit Führung 10,- € ab 4 Personen / Stand September 2011). Weiter geht es nach Nakomiady (Eichmedien). Dort besuchen wir einen weitläufigen Park, der sich um die historische Residenz erstreckt. Unsere nächste Station, das Masurische Heimatmuseum in Sadry, vermittelt einen Einblick in die frühere Lebensweise der Landbevölkerung. Hier können wir eine Kaffeepause einlegen, anschließend radeln wir noch etwa 20 km bis zu unserem Hotel, das an einem See in der Umgebung von Mikolajki (Nikolaiken) liegt. Hotel [FA] 6. Tag Mikolajki (Nikolaiken) - Schifffahrt auf dem Spirdingsee - Radtour durch die Puszcza Piska (Johannisburger Heide) - Krutyn Nach dem Frühstück radeln wir zum Hafen von Nikolaiken und nehmen dort das Schiff nach Ruciane Nida. Während der ca. 2,5-stündigen Schifffahrt genießen wir den Ausblick über den Spirdingsee, den größten der masurischen Seen. Nachmittags machen wir eine Radtour (ca. 25 km) durch die ausgedehnten Kiefern- und Fichtenwälder der Puszcza Piska (Johannisburger Heide), des größten zusammenhängenden Waldgebiets in Polen. Im dichten Unterholz wachsen Pilze und Beeren, an den zahlreichen Seen und Flüssen leben Seeadler und Fischreiher. Unser Ziel ist das hübsche Dorf Krutyn mit seinen blumengeschmückten Holzhäuschen. Dort sind wir für die nächsten 3 Nächte in einer malerisch und ruhig gelegenen Familienpension untergebracht. Familienpension [FA] 7. Tag Wanderung im Naturschutzgebiet ”Königliche Kiefern' - Kajaktour auf dem Mokre- und Krutynskie-See Heute Vormittag unternehmen wir eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet ”Königliche Kiefern'. Über 200 Jahre alt ist dieser Baumbestand aus prächtigen Kiefern und Stieleichen mit einem Umfang von bis zu 5 m. Gegen Mittag besteigen wir die Kajaks und paddeln zunächst über den Mokre-See bis zum Krutynskie-See. Zahlreiche Fische und Vögel, vor allem Eisvögel, sind hier beheimatet. Nach unserer etwa 3-stündigen, ca. 10 km langen Kajaktour kehren wir zur Pension zurück. Gehzeit: 2,5h; Familienpension [FA] 8. Tag Kajaktour auf der Krutynia - Kloster der Altgläubigen in Wojnowo (Eckersdorf) - Wanderung nach Galkowo - Salon Marion Dönhoff Zum Abschluss der Reise steht eine etwa 12 km lange Kajaktour auf dem Fluss Krutynia auf dem Programm. In unzähligen Windungen schlängelt sich der Fluss durch die Johannisburger Heide. Die Strömung ist sanft und überhängende Bäume spenden Schatten. Die Route - eine der schönsten und beliebtesten Paddelstrecken Masurens - führt von Krutyn über Rosocha und Wojnowo nach Ukta. In Wojnowo, auf einer großen Waldlichtung, besichtigen wir eine russisch-orthodoxe Kirche und das Kloster der Altgläubigen (Philipponen). Aus religiösen Gründen in ihrer Heimat verfolgt, haben sich die Altgläubigen im 19. Jh. hier angesiedelt. Nach der Mittagspause geht es zu Fuß von Ukta nach Galkowo, wo wir den Salon Marion Dönhoff besuchen. Bilder, Fotos und Bücher erinnern hier an die berühmte Journalistin. Den Abend lassen wir gemütlich an einem Lagerfeuer am Flussufer bei Akkordeonmusik ausklingen. Gehzeit: 3h; Familienpension [FA] 9. Tag Heimreise Heute heißt es Abschied nehmen von Masuren. Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Warschau und treten den Rückflug nach Deutschland an. Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 210km; [F] Charakter der Tour und Anforderungen Die 1- bis 3-stündigen Wanderungen auf befestigten Wegen sind einfach und beinhalten keine nennenswerten Steigungen. Zudem werden sie von Besichtigungen und erholsamen Pausen unterbrochen. Von ausdauernden und trittsicheren Wanderfreunden sind die Etappen gut zu bewältigen. Die Fahrradtouren führen meist über wenig befahrene Nebenstraßen, Feldwege und wurzelige Waldwege. In der leicht hügeligen Landschaft erwarten Sie immer wieder lang gezogene, leichte Steigungen und Abfahrten. Die am Tag zurückgelegten Wegstrecken liegen zwischen 25 und 50 km. Sie sollten daher über eine durchschnittliche Kondition verfügen und Ihr Fahrrad sicher beherrschen. Fahrräder für die Radausflüge am 3. und 6. Tag (mit 7- oder 21-Gang-Schaltung) sind vor Ort vorhanden. Für das Paddeln auf den Seen und auf dem Fluss Krutynia (zwei Personen je Boot) sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Krutynia ist ein ruhiger Fluss ohne schwierige Stellen. Sie sollten jedoch schwimmen können. Es werden Strecken von maximal 12 km pro Tag zurückgelegt. Die erste Nacht verbringen Sie in Warschau in einem komfortablen 5*-Hotel im Stadtzentrum. In Masuren wohnen Sie in gemütlichen und familiären 3-Sterne-Hotels, einer Pension sowie einem ehemaligen Gutshof, jeweils in ruhiger Lage im Grünen. Einfache Rad-, Wander- und Kajaktouren, mit viel Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen. Geeignet für alle, die Freude an der Natur und Spaß an der Bewegung haben. Klima Das Klima in Masuren unterscheidet sich kaum von unserem Klima. Für unsere Rad-, Kajak- und Wanderreise sind die Sommermonate am besten geeignet. Bei guter Witterung herrschen im Sommer Tagesdurchschnittstemperaturen von 25°C, im August kann das Thermometer auch einmal über 30°C anzeigen. Mit Regenfällen oder sommerlichen Wärmegewittern muss gerechnet werden; sie setzen oft überraschend ein. Ausrüstung Neben atmungsaktiver, bequemer Wanderbekleidung benötigen Sie für diese Reise eine Wind- bzw. Regenjacke sowie leichte Wanderschuhe. Für die Radtouren sind Radlerhosen empfehlenswert, außerdem sollten Sie einen Fahrradhelm mitnehmen. Sonnenschutz für die teilweise starke Sonneneinstrahlung sowie Badebekleidung für ein Bad im See sollten nicht fehlen. Für die Kajaketappen empfehlen wir z. B. Trekkingsandalen, die nass werden dürfen. Gepäck Während der Wander-, Rad- und Kajaktouren tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten (z. B. Trinkflasche, Fotoapparat, Picknick, Wind/Regenjacke). Ihr Hauptgepäck wird mit dem Bus transportiert. Sie können daher sowohl mit einem Koffer / Trolley als auch mit einer stabilen Reisetasche reisen. Inklusivleistungen:
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