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Wandern mit den Dünen - von Stettin nach DanzigPolen / BusreisenReise Nr. 146 Was ist die ”polnische Sahara'? Wo wird Kaschubisch gesprochen? Und in welcher Gegend schlug Oskar die Blechtrommel? Die Antworten finden Sie auf dieser einwöchigen Reise quer durch den Nordwesten Polens. Hinter den sanierten Fassaden steckt tiefe Geschichte, die sich heute noch in den deutsch-polnischen Ortsschildern zeigt. Wunderschöne Landschaften erwarten Sie: Weite Strände, steile Kliffs, glasklare Seen, Dünengebirge und blühende Wiesen. Sie wandern durch den Nationalpark Wolin, eine Endmuränenlandschaft mit sanften Hügeln und einer Steilküste, an deren Wände die Wogen peitschen. Ein echter Kontrast ist ”die Wüste' im Slowinski-Nationalpark mit bis zu 50 m hohen Wanderdünen. Sanft knirscht der weiße Sand unter Ihren Fußsohlen, wenn Sie auf die dunstige Ostsee blicken und die salzige Gischt riechen. Die Schlösser und Burgen der Herzöge von Pommern spiegeln den einstigen Ruhm und Glanz dieser Gegend wieder. Zurückversetzt ins Mittelalter fühlen Sie sich bei einer Übernachtung auf dem Gelände der riesigen Marienburg, einer von den Mitgliedern des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert erbauten Festung.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise: Szczecin (Stettin) - Miedzyzdroje (Misdroy) - Kamien Pomorski(Cammin) Frühmorgens treffen wir unseren polnischen Reiseleiter am Berliner Ostbahnhof. In ca. zwei Stunden fahren wir mit dem Zug nach Szczecin. Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt durch Szczecin und besichtigen das Schloss der Pommernherzöge. Danach fahren wir mit dem Bus nach Miedzyzdroje (95 km). Hier beginnt unsere erste Wanderung am Meer. Die 10 km lange Route verläuft entlang der bis zu 100 m hohen Steilküste - das höchste Kliff Polens. Wir wandern an herrlichen Steinstränden, die das schöne Landschaftsbild prägen, bis nach Wiselka, einer hübschen, kleinen Ortschaft mitten im Woliner Nationalpark. Von hier fahren wir in 35 Minuten zu unserem 2-Sterne-Hotel in Kamien Pomorski, wo wir unsere Zimmer für die nächsten zwei Nächte beziehen. Gehzeit: 2,5-3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [A] 2. Tag Kamien Pomorski - Wolin-Nationalpark - Stettiner Haff - Miedzyzdroje - Kamien Pomorski Nach dem Frühstück bringt uns der Bus in rund 20 Minuten nach Wolin. Im Mittelalter war Wolin ein wichtiger Ostseehafen. Der Ort wird mit der sagenumwobenen Stadt Vineta in Verbindung gebracht. In der Umgebung von Wolin starten wir zu unserer Wanderung am Stettiner Haff entlang bis zum türkisfarbenen See, benannt nach der Farbe seines Wassers. Die Inseln Wolin und Usedom berühren sich beinahe, sie sind nur durch den Hauptarm der Oder voneinander getrennt. Im Norden drückt die Ostsee gegen die Inseln, im Süden werden sie vom Stettiner Haff umspült. Weite Schilfgürtel, sanft ansteigende Hügel, wilde Steilküste, Buchen- und Eichenmischwälder prägen die Landschaft des Nationalparks. Vielleicht können wir sogar einen Seeadler entdecken, der seine Kreise hoch über unseren Köpfen zieht. In der Stadt Miedzyzdroje beschließen wir den Tag. Miedzyzdroje, ein beliebter Kurort auf der Insel Wolin, wurde 1830 gegründet. Bei einem Bummel entlang der Promenade und auf der Seebrücke können wir das bunte Treiben im Ort beobachten und den Ausblick zu den Klippen der Pommerschen Bucht genießen. Mit dem Bus kehren wir in rund 45 Minuten nach Kamien Pomorski zurück. Gehzeit: 4-4,5h; Fahrzeit: 1,5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 3. Tag Kamien Pomorski - Trzesacz (Hoff) - Pogorzelica - Stadtwanderung - Mrzezyno - Trzebiatów (Treptow) - Kolobrzeg (Kolberg) Heute besuchen wir die Kathedrale in Kamien Pomorski, eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler des Landes. Ernest de Croy, der letzte Herzog aus der Linie der Greifen, war hier Bischof. Im Inneren des Doms weist der Chor Wandmalereien aus dem 13. Jh. auf; berühmt ist die reich mit Schnitzwerk geschmückte Barockorgel. Anschließend fahren wir an die Ostseeküste (45 Minuten). In Trzesacz (Hoff) - einem ehemaligen Fischerdorf, jetzt ein beliebter Badeort, sehen wir uns die Ruine einer gotischen Kirche an. Errichtet wurde diese Pfarrkirche im 15. Jh., etwa 2 km vom Strandufer entfernt. Jahr für Jahr wurde die Steilküste unterspült und abgetragen. 1901 stürzte schließlich auch der größte Teil der Kirche in die Tiefe. Lediglich die Überreste einer Wand blieben zurück. Nach einer fakultativen Kaffeepause geht es weiter mit dem Bus nach Pogorzelica. Von dort unternehmen wir eine 12 km lange Strandwanderung Richtung Mrzezyno (hier arbeitete der Maler Lyonel Feininger). Der anliegende Wald ist seit den 60er-Jahren militärisches Sperrgebiet, der Strand ist somit fast menschenleer. In knapp 1 Stunde fahren wir weiter nach Trzebiatów. Durch den Beitritt zur Hanse im 14. Jahrhundert blühte die Stadt auf. Der schmucke, von Bürgerhäusern umgebene Markplatz, die spätgotische Heilig-Geist-Kapelle und die Ruinen der mittelalterlichen Stadtmauern verleihen der Stadt ihren besonderen Charme. Zum Abschluss machen wir einen Abendspaziergang in Kolobrzeg. Wir laufen entlang der Mole oder bummeln über den Marktplatz mit dem schönen, nach Entwürfen des preußischen Baumeisters Carl Friedrich Schinkel erbauten Rathaus. Untergebracht sind wir heute in einem 3-Sterne-Hotel. Gehzeit: 3,5-4h; Hotel [FA] 4. Tag Slowinski NP - Smoldzino (Schmolsin) - Freilichtmuseum in Kluki Nach dem Frühstück fahren wir ca. 2,5 Stunden bis zum Slowinski-Nationalpark. Er zählt zu den UNESCO-Biosphärenreservaten, seinen Namen verdankt er der Volksgruppe der Slowinzen. Eine kleine Wanderung führt uns hinauf zum heiligen Berg der Slowinzen, dem Rowokól. Er ragt 115 m aus dem flachen Land zwischen dem Gardno- und dem Lebsko-See empor. Von oben haben wir eine herrliche Aussicht über den Park. Einst diente der Berg den slowinzischen Heiden als Kultstätte, später war er Gebetsort der Christen. Es geht weiter bis Smoldzino, dem ehemaligen Sommersitz der protestantischen Herzogin Anna de Croy geb. Greifin. Dort werfen wir einen Blick in die wunderschöne kleine Kirche mit den Portraits der Herzogin und ihres einzigen Sohnes Ernest de Croy. Am Nachmittag geht es durch die einsame Landschaft nach Kluki. Aufgrund der isolierten Lage blieb die Kultur der Slowinzen hier lange erhalten. Bei einem Spaziergang durch das Freilichtmuseum mit seinen historischen Bauernhöfen fühlen wir uns zurückversetzt ins 18. und 19. Jahrhundert. Wir setzen unsere Fahrt fort bis zum Badeort Leba, wo wir uns für die nächsten zwei Tage in unserem 3-Sterne-Hotel, nur wenige Schritte vom Ostseestrand entfernt, einrichten. Gehzeit: 3h; Fahrstrecke: 190km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 5. Tag Slowinski-Nationalpark - Leba Heute geht es noch einmal in den Slowinski-Nationalpark, wir erwandern die Wüstenlandschaft bei Leba. Auf der Nehrung zwischen Leba und Rowy haben sich große Wanderdünen gebildet. Jahr für Jahr türmt der Wind hier bis zu 50 m hohe Dünen auf, die er um ca. 10 m weiterbewegt. Wir fahren mit der parkeigenen Elektrobahn zu den sandigen Bergen. Bei einer Wanderung durch den weißen Sand auf eine der mächtigen Dünen eröffnet sich uns ein herrlicher Ausblick. Wenn es das Wetter erlaubt, können wir nach unserer 'Wüstentour' noch ein erfrischendes Bad in der Ostsee nehmen. Zurück in Leba sehen wir uns die Ruine der Nikolaus-Kirche (14. Jh.) - ein Rest des alten Fischerdorfes, das vor hunderten von Jahren immer wieder von den riesigen Sandmassen heimgesucht wurde - an. Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 6. Tag Leba - Kaschubischer Wanderweg - Wdzydze - Malbork (Marienburg) Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus in 1,5 Stunden nach Piechowice in die Kaschubei, Heimat der Kaschuben. In diesem Gebiet gibt es mehr als 100 Seen sowie Torfmoore, Seewiesen, Moränenbuckel, Fichten-, Eichen- und Buchenwälder. Hier wandern wir auf dem Kaschubischen Wanderweg durch ein wunderschönes Waldgebiet bis zum Jelenie-See. In Wdzydze Kiszewskie besichtigen wir das Kaschubische Freilichtmuseum. Zu sehen sind die, für die Region typischen Häuser aus dem 18. Jh. bis Mitte des 20. Jhs., wie z.B. eine 'checz', ein Holzhäuschen mit verzierten Dachgiebeln. Das 'Kaschubische Meer', wie die Seenkette bei Wdzydze genannt wird, lockt zu einem Bad. Danach fahren wir mit dem Bus zu unserem Hotel nach Malbork (1,5 Stunden). Das 3-Sterne-Hotel befindet sich in einem der Gebäude, die zur berühmten Backsteinfestung Marienburg gehören. Noch am Abend erhalten wir einen ersten Eindruck von den Ausmaßen der Burganlage. Gehzeit: 4,5-5h; Fahrstrecke: 190km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 7. Tag Malbork - Gdansk (Danzig) Wir brechen zu einer 3-stündigen Erkundung der Marienburg auf. Der Burgkomplex wurde im 13. und 14. Jahrhundert vom Deutschen Orden erbaut. Die Anlage umfasst das Hochschloss im Zentrum, das Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast sowie diverse andere Gebäude, Türme, Tore und Ringmauern. Von 1309 - 1454 war die Burg Sitz der Hochmeister und somit Herrschaftszentrum des Deutschen Ordens im ostpreußischen Ordensstaat. Sie gilt als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Polens und zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auf Wunsch können wir im Burgambiente noch zu Mittag essen (fakultativ), bevor wir nach Gdansk, Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern, fahren. Während der 1-stündigen Fahrt lauschen wir einer Geschichte von Günther Grass, dem wohl berühmtesten Kaschuben. Die ehemalige Hansestadt Gdansk lädt zu einer ausführlichen Besichtigung ein. Wir bummeln durch die Altstadt, am Radaune-Kanal entlang und zur Rechtstadt am Ufer der Mottlau und sehen uns das Krantor - das Wahrzeichen der Stadt - den Neptunbrunnen, das Große Zeughaus und das Rechtstädtische Rathaus an. Anschließend beziehen wir unser 3-Sterne-Hotel in der Innenstadt. Zum Abendessen kehren wir in einem schönen Restaurant in der Altstadt ein. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA] 8. Tag Gdansk - Oliwa (Oliva)- Sopot (Zoppot) - Gdansk Heute schauen wir uns auch die anderen Städte der quirligen Dreistadt Gdansk, Sopot und Gdynia an. Die drei Städte befinden sich auf den Anhöhen des Dreistädter Naturparks und an der Westküste der Danziger Bucht. Nach dem Frühstück fahren wir nach Gdansk-Oliwa. Durch das wunderschön angelegte Parkgelände, das die Kathedrale umgibt, führt uns der Weg zum Dom von Oliwa. Berühmt ist die große Orgel mit über 7500 Orgelpfeifen. Ihrem Klang können wir bei einer kleinen Orgelpräsentation (ca. 25 Min.) lauschen. Das einst mondäne Seebad Sopot, der Geburtsort von Klaus Kinski, ist unsere nächste Station. Bei einem Spaziergang sehen wir die schmucke Einkaufsstraße mit Gebäuden aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch das 'krumme Haus' (Krzywy Domek) des Künstlers und Architekten Paul Dahlberg können wir bewundern. Auf einer der längsten Seebrücken Europas gelangen wir 511,50 m in die Ostsee hinaus. Zurück in Gdansk steht uns der Nachmittag zur freien Verfügung. Wer möchte, kann durch die Innenstadt bummeln oder das Nationalmuseum mit Kunstwerken wie dem 'Jüngsten Gericht' von Hans Memling besuchen. In einem gemütlichen Restaurant in der Stadt treffen wir uns zu unserem Abschiedsessen. Hotel [FA] 9. Tag Heimreise Heute verabschieden wir uns von Pommern und fahren mit den Zug zurück nach Berlin. Fahrzeit: 7,5h; [F] Charakter der Tour und Anforderungen Die 2- bis 5-stündigen Wanderungen auf befestigten Wegen sind einfach und beinhalten keine nennenswerten Steigungen. Zudem werden sie von Besichtigungen und erholsamen Pausen unterbrochen. Von ausdauernden und trittsicheren Wanderfreunden sind die Wanderetappen sehr gut zu bewältigen. Auch eignen sie sich ideal für Einsteiger, die ausprobieren möchten, ob sie diese Art des Reisens mögen und die nötigen Voraussetzungen für Wanderreisen im Allgemeinen mitbringen. Sie sind in 2- und 3-Sterne-Hotels untergebracht. Die Hotels liegen im Stadtzentrum, an der Ostsee - nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt -, im Altstadtkern und in der Festung Marienburg. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, auf abendlichen Spaziergängen die Atmosphäre der besuchten Städte zu erleben. Im Reisepreis ist Halbpension eingeschlossen. Frühstück und Abendessen nehmen Sie meist in Ihren Unterkünften ein. Mittags machen Sie entweder ein Picknick im Freien oder speisen in einem Restaurant. In den meisten Hotels erhalten Sie ein 3-gängiges Menu. Natürlich probieren Sie auch polnische Spezialitäten, wie Piroggen, Bigos und Pfannkuchen. Einfache Wanderungen entlang der pommerschen Ostseeküste und im Hinterland. Befestigte Wege ohne nennenswerte Steigungen - ideal für Einsteiger und Genießer. Klima Polen liegt in der gemäßigten Klimazone. Hier herrscht osteuropäisches Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Das Wetter an der Ostseeküste ist unbeständig: Die Sonne strahlt, doch plötzlich kann es regnen und stürmen. So schnell, wie die Wolken kommen, werden sie aber vom Wind auch wieder weggeblasen. Im Sommer (Juni - August) liegen die Temperaturen bei maximal 30°C, die Durchschnitttemperatur beträgt etwa 20°C. Ausrüstung Neben atmungsaktiver Wanderkleidung benötigen Sie für diese Reise eine Wind- bzw. Regenjacke sowie leichte Wanderschuhe. Nach der Anmeldung senden wir Ihnen eine ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise zu. Gepäck Während der Wanderungen tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten (z.B. Trinkflasche, Fotoapparat, Picknick, Wind/Regenjacke). Ihr Hauptgepäck wird mit dem Bus transportiert, Sie können daher sowohl mit einem Koffer / Trolley als auch einer stabilen Reisetasche reisen. Inklusivleistungen:
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