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Von weiten Horizonten: Eine LiteraTour zwischen Masuren und BernsteinküstePolen / LiteraturreisenReise Nr. 2356 Ein Land, wo der Himmel über den grauen Dörfchen so hoch ist wie am Meer, wo jedes Dorf einen See besitzt und wo es so viele Seen gibt, dass manche keine Namen haben. In Masuren prägt die Natur den Menschen und nicht umgekehrt. Und doch hat dieses stille Land mehr zu bieten als Wälder und Wasser. Aus seinen Forsthäusern und Städtchen kamen große Autoren wie Arno Holz, Ernst Wiechert, Siegfried Lenz und Wolfgang Koeppen. Schwermütig oder humorvoll lassen sie das vergangene Masuren noch einmal lebendig werden. Nach der masurischen Stille wirkt die große Kulturfülle der Ostseeküste mit Städten wie Marienburg, Frombork und Danzig umso eindrucksvoller. Den literarischen Reichtum der “Bernsteinküste” spiegeln Namen wie Günter Grass, Paul Fechter oder die polnischen Autoren Pawel Huelle und Stefan Chwin.
Reiseverlauf: Fr.: Anreise Treffpunkt für die Zugfahrer ist in Berlin, Bahnhof (ca. 20.30 h). Vgl. die Beschreibung: 'Wie kommen Sie nach Masuren?' Sa.: Die Krutynia – im Landschaftspark Masuren Ca. 11 h Ankunft im Dörfchen Krutyn. Wir wohnen bei Frau Nosek in der Pension Habenda, direkt am schönsten Fluss Masurens, der Krutynia. Zur Einführung eine heitere Wiesen-wanderung durch den Landschaftspark Masuren (ca. 8 km, flach), vorbei an Pferdekoppeln und masurischen Häuschen, in die alten Philliponendörfer Piasken und Wojnowo / Eckertsdorf. So.: “Wälder und Menschen” –die Johannisburger Heide Eine Wanderung (12km, flach) durch das große Waldrevier der Johannisburger Heide zum einsamen Forsthaus Kleinort / Pierslawek macht uns mit den wundervollen Wäldern und Seen Masurens bekannt; und mit dem bedeutendsten Schriftsteller Masurens, Ernst Wiechert, der hier aufwuchs. Am Abend wird unsere Wirtin in bräiitem Ostpreußisch 'Geschichtchens' erzählen – wenn sie guter Laune ist. Mo.: Der Gang der Geschichte – Rößel, Rastenburg und Sorquitten Die masurischen Städtchen wurden in zwei Kriegen zerstört. Wenigstens im hübschen Reszel / Rößel hat sich die alte Atmosphäre erhalten. In Kêtrzyn / Rastenburg, der Geburtsstadt von Arno Holz, dem Vater des Naturalismus, treffen wir einen agilen Pastor, der viel zu erzählen hat. Auf dem Heimweg begegnen wir in Sorquitten Masurens feudaler Vergangenheit. Und in der skurrilen Kirche unerwartete Bauern-Fröhlichkeit. Di.: War Suleyken so zärtlich? Mit dem Bus ins östliche Masuren nach Elk / Lyck, das seinen Ruhm dem hier geborenen Siegfried Lenz verdankt. Hier beginnt unsere Suche nach dem mythischen Dörfchen Suleyken. Wo liegt die Heimat von Hamilkar Schas und seinen versponnenen Landsleuten? Eine heitere Wanderung über Moränenhügel und durch liebliche Wiesen, vorbei an namenlosen Seen und durch vergessene Dörfer, lüftet das Geheimnis (ca. 13 km). Am Abend beziehen wir dann unser zweites Quartier. Bei Mikolajki / Nikolaiken, inmitten zauberhafter Wiesen, liegt wie eine Insel der alte Gutshof Mateusz*. Hier bekommt man einen Begriff von masurischer Stille und Weite.(*Falls Mateuszek zu unserer Reisezeit wegen Umbau schließt, werden wir in einer ähnlichen Pension bei Gyzicko/Lötzen wohnen.) Mi.: Zeitenende – Wolfsschanze und Steinort Es sind keine düsteren Felsen, die sich im Wald bei Rastenburg verbergen, sondern die Bunker des ehemaligen 'Führerhauptquartiers Wolfsschanze'. Ein Fachmann führt uns zu der Stelle, wo Stauffenbergs Attentat auf Hitler fehlschlug. Ein Mitverschworener war Heinrich v. Lehndorff, Herr auf Schloss Steinort am Mauersee / Jez.Mamry. Zu dem verfallenen Schloss, dessen einstiges Leben Marion Gräfin Dönhoff beschrieb, wandern wir durch eine vierhundertjährige Eichenallee. Die Halbinsel Sztynort gehört zu den schönsten Landschaften Masurens. Auf einem Schiffchen tuckern wir dann über Seen und Kanäle nach Hause. Do.: Masurisches Glück bei Mateusz – Ruhetag Jetzt ist es an der Zeit, in Ruhe die Umgebung unseres Gutshofes Mateusz kennenzulernen. Auf eigene Faust durch die weiten Wiesen stromern, Störche, Kraniche oder Wildgänse treffen, die Seele nach Lust & Laune am kleinen See baumeln lassen ... und einen Blick in die Gutsscheune werfen, wo der Vater des Besitzers seine eigenwillige Künstlerwerkstatt hat. Am Abend nehmen wir am gemütlichen Lagerfeuer nur sehr ungern Abschied von Masuren Fr.: Weltwunder aus Ziegel: die Marienburg Weiterfahrt an die Ostsee ans Frische Haff. Unterwegs besuchen wir Malbork, das ehemalige Marienburg mit der berühmtesten Burg Ostpreußens. Das einstige Zentrum des Deutschritterordens ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Dann spüren wir schon die Salzluft der Ostsee. Unser nettes Quartier liegt auf der Landzunge der Frischen Nehrung im Badestädtchen Krynica / Kahlberg, nur einige hundert Meter vom Strand . Sa.: Die Revolution des Domherrn: Frauenberg Je nach Jahreszeit und Wetter fahren wir entweder mit der Fähre über das Frische Haff oder mit dem Bus in einen Ort, der das europäische Denken veränderte: im kleinen Frauenberg / Frombork mit seinem grandiosen Backsteindom wagte es der Domherr Nikolaus Kopernikus als erster, die Erde aus dem Zentrum des Himmels zu entfernen. Dagegen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein im kleinen Fischerstädtchen Tolkemit. So.: Die Schweißtropfen der Sonne – Wandern an der Bernsteinküste Nach langer Fahrt tut Bewegung gut. Bei einer besinnlichen Strandwanderung an der Bernsteinküste (9 km) atmen wir die Weite der Ostsee, sehen Fischern bei der Arbeit zu und finden vielleicht die 'Schweißtropfen der Sonne', die der Küste ihren Namen gaben. Bei unserer Rast sehen wir am Ende durch einen löchrigen Zaun nach Rußland hinein. Am Abend erzählt Herr Dobrolinski von den großen Zeiten des einstigen Ostseebades Kahlberg. Mo.: Patrizier und Proletarier – Danzig/Gdansk Am Ende noch ein großes Stadterlebnis: Es ist unglaublich, dass die Danziger Innenstadt 1945 zu 90% zerstört war. Inzwischen ist die 'Königin der Ostsee' so naturgetreu wiederaufgebaut, dass man 'Die Buddenbrooks' hier drehte. Ein Stadtführer zeigt uns die patrizischen Schönheiten dieser 'Perle der Hanse' und Geburtsstätte der Solidarnosc. Abschied und Heimfahrt Wenn sich das dunkle Bernsteinlicht der Ostsee über die Stadt legt, nehmen wir Abschied in einem liebevoll überkandidelten Restaurant. Um 22 h beziehen die Zugfahrer ihren Schlafwagen, der sie am Morgen (ca. 7.30) in Berlin abliefern wird. – Vielleicht wollen Sie aber auch verlängern. Gerne helfen wir dabei. Wie kommen Sie nach Masuren? Wir empfehlen Bahnfahrt. Es geht aber auch per Flug, Auto oder Bus. Preisgünstige Nachtbusse nach Polen bietet: www.deutsche-touring.com, Tel: 069-7903-50. Die Hotels haben (meist gering kostenpflichtige) Parkplätze. Bei Bahnfahrt empfehlen wir frühzeitige Buchung, damit Sie ein 50%-Sparpreisticket (beschränktes Kontingent) erhalten. Wir helfen auf Wunsch bei der Besorgung einer preisgünstigeren Gruppenfahrkarte. (Bei Reiseanmeldung Wunsch angeben!) Anfahrt (Freitag nachts im Schlafwagen): 1. Treffpunkt mit Arthur Schnabl: 20.30 h, Berlin-Hbf. Der Nachtzug geht um 20.55 h direkt nach Masuren (Mragowo an: 9.59 h). Hinfahrt Berlin-Mragowo, normaler Fahrpreis ca. 50 e. *), Schlafwagen, 3er Abteil: +28 e; Schlafw., 2er Abteil:+42 e. *) 2. Treffpunkt: Mragowo Bahnhof, Samstag 10 h. Oder direkt Pension Habenda in Krutyn. Rückfahrt von Danzig: Danzig ab: 22.01 h, Berlin-Lichtenberg an 7.09 h. * Normalpreis 2. Kl.: 45 Euro; Frühbucher u. Mitfahrer günstiger! Schlafwagen: s. oben. // Preise gemäß DB Nov. 2006; ohne Gewähr! Genaueres im Anschreiben! Aufgrund der Baumaßnahmen in Berlin kann es bei der Herbstreise schon ein anderer Bhf. sein. Verlängerung in Danzig? Ein Tag für Danzig ist natürlich sehr wenig Zeit. Wir vermitteln aber gerne – vor oder nach der Reise – Zimmer im klassisch-gepflegten altstadtnahen Hotel “Dom Muzyka” (DZ mit Frühst. 70 €; EZ: 50 €). Inklusivleistungen:
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