Usbekistan - O'zbekiston
Reise Nr. 3253
Taschkent, Nukus, Muynak, Chiwa, Buchara, Schahrisabs, Samarkand
West-östliche Diva im Zwischenstromland
Das Staatsgebiet des heutigen Usbekistan ist das Ergebnis der sowjetischen Nationalitätenpolitik, die in den 20er und 30er Jahren die Grenzen zwischen den zentralasiatischen Unionsrepubliken nicht nach historischen, sondern vor allem nach machtpolitischen Gesichtspunkten festlegte. Der Begriff Zentralasien bezeichnet heute gewöhnlich die ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan, Kirgisistan, Kasachstan, Tadschikistan und Turkmenistan. In einem weiter gefassten Verständnis kann die Region Zentralasien jedoch auch auf die angrenzenden Länder Afghanistan, die Mongolei und auf Teile Chinas ausgedehnt werden. Prägend für diese Region war und ist der fehlende Zugang zu den Weltmeeren, der Wasser bis heute zu einem kostbaren und umkämpften Gut in den zentralasiatischen Staaten macht.
Oasenstädte und Handelswege
Das Territorium Usbekistans besteht zu etwa 80 Prozent aus Wüstenlandschaft. Schon im zweiten und ersten Jahrtausend v. Chr. siedelten unterschiedliche Stämme an den Ufern der großen Flüsse und ließen dort Oasen und Kulturlandschaften entstehen. Die Region zwischen den beiden wichtigsten Flüssen Amudarja (Oxus) im Süden und Syrdarja (Jaxartes) im Norden hieß in der Antike ”Transoxanien”. Die Oasenstädte dieses Zwischenstromlandes waren schon früh wichtige Umschlagplätze auf den Karawanenrouten zwischen Ost und West. Den mystischen Namen ”Seidenstraße” erhielt dieses Handelsroutennetz jedoch erst rückblickend im 19. Jahrhundert. Genau genommen umfasste die Seidenstraße mehrere Karawanenwege, die sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals änderten und über die nicht nur chinesische Seide, sondern auch andere Güter wie Gewürze, Elfenbein und Keramik transportiert wurden. Auch Ideen und Religionen verbreiteten sich auf diesem Weg. So fand etwa der Buddhismus seinen Weg nach China über die zentralasiatische Seidenstraße. Seit dem 6. Jahrhundert war Transoxanien Teil des Reichs der Achämeniden (Perser), das um 330 v. Chr. von Alexander dem Großen erobert wurde. Nach dem Zerfall des alexandrinischen Imperiums geriet es in den Einflussbereich unterschiedlicher Großreiche und Völker, blieb jedoch weiterhin persisch geprägt. Die bedeutendste Religion war der iranische Zoroastrismus. Die arabische Eroberung im 8. Jahrhundert brachte den Islam nach Mawarannahr (arabisch für Transoxanien). Während der persisch-muslimischen Dynastie der Samaniden entwickelte sich im 9. und 10. Jahrhundert die Stadt Buchara zum Zentrum persischer Kultur und Wissenschaft. Nach dem Zerfall des Samanidenreiches regierten in der Region verschiedene Völker, bis im Jahre 1219 die mongolischen Truppen Dschingis Khans einfi elen. Viele Städte, darunter auch Buchara und Samarkand, wurden dabei fast völlig zerstört. Ein Nachfahre Dschingis Khans, Amir Timur (auch: Tamerlan), errichtete 150 Jahre später ein neues Großreich, das von der Türkei bis nach Indien reichte. An Grausamkeiten gegenüber den unterlegenen Städten und Gegnern stand er seinem berühmten Vorfahren in nichts nach. Gleichzeitig förderte Timur aber die Künste und Wissenschaften, so dass die Region unter seiner Regierung eine kulturelle Blütezeit erlebte. Mit Hilfe ausländischer Baumeister und Künstler ließ er Samarkand zu seiner Hauptstadt ausbauen. Heute gilt Amir Timur als Vater der usbekischen Nation, wenngleich das namensgebende Volk der Usbeken – eigentlich ein Zusammenschluss verschiedener Turkvölker – erst im 15. Jahrhundert im Zwischenstromland in Erscheinung trat und die Herrschaft der Timuriden (Nachfolger Timurs) beendete. Im frühen 16. Jahrhundert entstanden neue Herrschaftsgebilde, die Chanate Buchara, Chiwa und Kokand (mit Taschkent), die von nun an die politische Landkarte prägten. Die Entdeckung des Seeweges nach Indien führte ab dem 16. Jahrhundert zum Bedeutungsverlust der Seidenstraße und damit auch zu einer Abschottung der zentralasiatischen Städte. Von der früheren Offenheit, Toleranz und dem Austausch der Kulturen war kaum noch etwas zu spüren. Zwischen 1865 und 1873 eroberte das Russische Reich, das im Wettbewerb zu Großbritannien um den Einfluss in Zentralasien stand (Great Game), die zentralasiatischen Chanate. Nach der Oktoberrevolution und Gründung der Sowjetunion wurden diese zunächst in Volksrepubliken umgewandelt. 1924 wurde die Usbekische SSR ausgerufen, deren 1936 festgelegte Grenzen auch nach der Unabhängigkeit Usbekistans 1991 ihre Gültigkeit behielten.
Das Verschwinden des Aralsees
Die sowjetische Herrschaft hat die Entwicklung Usbekistans maßgeblich geprägt. In den 50er Jahren wurde der Baumwollanbau stark forciert, was Usbekistan zu einem der größten Baumwollexporteure der Welt machte. Dieser bewässerungsintensive Wirtschaftszweig führte jedoch dazu, dass den Flüssen immer mehr Wasser entnommen werden musste. Seit den 60er Jahren verlor der Aralsee, dessen Hauptzuflüsse traditionell Amudarja und Syrdarja waren, merkbar an Wasser und verlandete zunehmend. Dies hat nicht nur katastrophale Folgen für die Wirtschaft der Region und die soziale Lage der Bevölkerung. Die Versalzung der Böden bringt auch ernsthafte gesundheitliche Schäden mit sich. Das unabhängige Usbekistan sieht sich diesem Erbe gegenüber und versucht nun seinen eigenen, selbstbewussten Weg zu gehen. Zu klären bleibt sein Verhältnis zu den Nachbarstaaten und seine Rolle in den internationalen Beziehungen. Auch heute befindet sich das Land wieder in einer strategischen Position zwischen den Kulturen.
Vorgesehenes Reiseprogramm
1. Tag
Ca. 11.30 Uhr: Direktflug von Frankfurt nach Taschkent mit Uzbekistan Airways (Ankunft ca. 20.30 Uhr)
2. Tag
3. Tag
4. Tag
5. Tag
6. Tag
7. Tag
8. Tag
9. Tag
10. Tag
11. Tag
Geführte Stadtbesichtigung in Samarkand: Mausoleum Gur Emir, Registan-Platz, Nekropole Shohi-Sinda, Besichtigung des Observatoriums von Ulugbek u.a.
12. Tag
13. Tag
Im Reisepreis enthalten
- Vorbereitungsmaterialien
- Visagebühr und - beschaffung
- Direktflug mit Uzbekistan Airways Frankfurt - Taschkent - Frankfurt, Economy - Klasse
- Inlandsflug Taschkent - Nukus mit Uzbekistan Airways
- Bahnfahrt Samarkand - Taschkent (2. Klasse)
- 12 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in Mittelklassehotels in Taschkent (3), Nukus (2), Chiwa (2), Buchara (3), Samarkand (2)
- Halbpension (12 Tage)
- Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und usbekische Reiseleitung)
Wunschleistungen
- Rail&Fly:
90,- € - Eigene An - /Abreise ab/bis Taschkent:
-595,- € - Visum Usbekistan: ab
0,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 10
- Maximale Teilnehmerzahl: 20
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