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Tatjana: St. Petersburg - Moskau mit der MS Michael Scholochow

Russland / Wolga Kreuzfahrt / Flusskreuzfahrten
Reise Nr. 2703

Rußland von seiner schönsten Seite genießen Sie am besten bequem auf einer Flußreise. Sie erleben die beiden russischen ”Hauptstädte” Moskau und St. Petersburg mit unermeßlichen Kunstschätzen und durchfahren Landschaften an Wolga, Svir und Newa. Sie besuchen großartige Städte mit viel Kultur und Tradition, ehrwürdige alte Klöster, pittoreske Dörfer, beeindruckend weite Landschaften, den größten See Europas und Städte mit prachtvollen Bauten. Entdecken Sie St. Petersburg – das prächtige 'Venedig des Nordens'. Auf Rundfahrten lernen Sie die Zarenstadt und Eremitage im Winterpalast kennen. Fakultative Ausflüge bieten Gelegenheit, Bernsteinzimmer und Peterhof zu besichtigen. Eindrucksvolle Impressionen erwarten Sie auf der zauberhaften Insel Kishi am Onegasee und auch am Ladogasee. Sie erleben die herbe Schönheit der Natur und Kulturschätze wie die berühmten Schindelholzbauten und Klöster. Sie fahren über die große künstliche Wasserstraße Wolga-Baltik-Kanal und den Weißen See. Beeindruckend ist ein Besuch im Kyrill-Beloserski-Kloster mit der trutzigen Befestigungsanlage und einer umfangreichen Ikonensammlung. Über den Ribynsker Stausee bringt Ihr Schiff Sie nach Jaroslawl, eine Stadt am Goldenen Ring. Ihre Reise geht auch nach Uglitsch am Oberlauf der Wolga. Als weiteres Juwel präsentiert sich Moskau, die alte Stadt an der Moskwa. Tauchen Sie ein in eine Stadt voller Kontraste, aufregend und pulsierend, mit Klöstern und Museen unschätzbaren Wertes. Kirchen, Klöster und der Kreml strahlen im neuen 'alten Glanz' und Traditionen leben neu auf. Diese Flußreise besticht einfach durch verzauberte Landschaften sowie spannende Facetten der russischen Vergangenheit und Gegenwart.


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Tatjana: St. Petersburg - Moskau mit der MS Michael Scholochow

St. Petersburg, Peterhof



Reiseverlauf:

1. Tag
Flug Deutschland - St.Petersburg / Rußland, Empfang durch die Reiseleitung, Transfer, Einschiffung

2. Tag
(F) Stadtrundfahrt (inkl.)
Mit dem barock-klassizistischen Zentrum gehört das 'Venedig des Nordens', wie St. Petersburg gerne genannt wird, zu den schönsten Städten Europas. Eine neue Hauptstadt nach westlichem Vorbild schuf sich Peter der Große mit dieser Stadt. Kaum eine andere russische Stadt wurde von so vielen Dichtern beschrieben wie St. Petersburg. Komponisten wie Tschaikowski, Schostakowitsch sowie berühmte Maler und Bildhauer prägten Gesicht und Atmosphäre St. Petersburgs. Sie erhalten auf der Stadtrundfahrt einen Eindruck vom unvergeßlichen Ambiente der Newastadt. Der Zauber der Stadt geht größtenteils von der Anordnung der im 18. Jahrhundert entstandenen Plätze, Parkanlagen, Kanäle, Alleen, Paläste und Monumente aus. Sie sehen die Blutkirche mit ihren bunten Zwiebeltürmen, den Winterpalast, den Schloßplatz, die Peter-Paul-Festung, die Isaak Kathedrale und den Newski Prospekt. Dauer ca. 3 Stunden.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).

(F) Peterhof außen (nicht inkl.)
In der Umgebung St. Petersburgs entstanden innerhalb kurzer Zeit viele prächtige Schlösser und Landsitze für die Zaren sowie die Hofgesellschaft. Am finnischen Meerbusen, ca. 30 km von St. Petersburg entfernt, liegt die von Peter I. entworfene glanzvolle Sommerresidenz Peterhof. 1714 wurde mit dem Bau dieses russischen 'Versailles' auf einer Fläche von rund 1.000 ha begonnen. Noch heute begeistert der Park mit seinen prächtigen Fontänen. Mittelpunkt der schönen Anlage ist der große Palast mit dem Seekanal, der großen Doppelkaskade und der Samson-Fontäne, die von der Springbrunnenallee seitlich flankiert werden.
Dauer ca. 3,5 Stunden, ausschließlich Parkanlage, keine Innenbesichtigung des Palastes, für Rollstuhlfahrer nicht geeignet.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).
Preis ca. 38,- €

(F) Abendprogramm (nicht inkl.)
In St. Petersburg werden je nach Spielplan weitere Abendprogramme, wie z. B. Konzerte, Ballettaufführungen, Folkloreveranstaltungen angeboten. Die Reiseleitung informiert Sie vor Ort. Preise je Veranstaltung zwischen ca. € 70,- und € 150,- je Person.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).


3. Tag
(F) Eremitage (inkl.)
Vom Schiff fahren Sie per Bus durch die Stadt zum Schloßplatz. Mit seinen fast 400 Sälen und 2,7 Millionen Ausstellungsobjekten beherbergt der Winterpalast Kunstschätze ersten Ranges. Die Eremitage ist – wenn auch Museum – in erster Linie ein Palast. Während der Führung entdecken Sie üppig ausgestattete Säle und prachtvolle Treppen wie die Jordantreppe, die den eklektischen Lebensstil der früheren Herrscher vor Augen führen. Je nach Rundgang sehen Sie u.a. den Thronsaal und den Pavillon-Saal mit der berühmten Pfauenuhr, wo einst Katharina II. ihre Besucher unter Kristallüstern empfing. Neben holländischer und flämischer Malereikunst bietet das Museum Werke spanischer und italienischer Maler. Dauer ca. 3 Stunden.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).

(F) Puschkin/Bernsteinzimmer(nicht inkl.)
Rund 25 km südlich von St. Petersburg erreicht man Tsarskoje Selo, das heutige Puschkin, dessen Zarenhof gleichfalls unter Peter I. geschaffen wurde. Ursprünglich für seine Frau Katharina I. als Sommerresidenz erbaut, erfuhr der Palast bis 1759 unter Elisabeth einen vollständigen Umbau. Er gilt als Meister werk des Rokoko und die Gemächer sind mit größtem Reichtum ausgestattet. Unter den vielen prunkvollen Räumen befindet sich das berühmte Bernsteinzimmer, ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter I. Dauer ca. 3,5 Stunden, für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Ausflugspreis bei Sonderöffnungen: ca. € 55,-
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).
Preis ca. 49,- €

Flußfahrt auf Newa und dem Ladogasee


4. Tag
Flußfahrt auf dem Svir-Fluss

Mandrogi

Schaschlik-Party(inkl.)

Spaziergänge im Dorf
Die Sehenswürdigkeiten Mandrogis lassen sich bei einem Spaziergang auf eigene Faust leicht entdecken. In der Nähe der Anlegestelle befindet sich eine Elchfarm. Im Wodkamuseum lassen sich eine große Anzahl einzigartiger Wodkaflaschen bewundern oder Sie besuchen die Werkstätte der ortsansässigen Kunsthandwerker. Weiterhin lohnt sich ein Spaziergang durch den Park mit zahlreichen Holzstatuen, die Figuren aus Alexander Puschkins Märchen darstellen.

Fahrt auf dem Onegasee


5. Tag
Insel Kishi

Freilichtmuseum mit Schindelholzbauten (inkl.)
Im nördlichsten Teil des Onegasees ließ die Eiszeit eine Reihe Inseln und Halbinseln zurück. Auf Kishi, der größten Insel, besuchen Sie einzigartige Bauwerke der Holzbaukunst. Herausragend ist die 35 Meter hohe Verklärungskirche, die von 22 Kuppeln gekrönt wird. Sie gilt als besterhaltener Holzbau Rußlands. Insgesamt gibt es etwa 60 weitere historische Holzbauten in Kishi. Sie sehen im Freilichtmuseum 'Kishi Pogost' traditionelle Bauernhäuser und Scheunen aus ganz Karelien.
Dauer ca. 2 Stunden.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (04/10)

Wolga-Baltik-Kanal


6. Tag
Weißer See

Goritsy

Kyrill-Beloserski-Kloster (inkl.)
Goritsy ist ein kleines Dorf an der Scheksna in der Nähe der Kreisstadt Kyrillow. Nach einer kurzen Busfahrt von der Anlegestelle in Goritsy, vorbei an Seen und dem Berg Maura, erreichen Sie Kyrillow. Die Stadt und ein malerischer See umschließen das Kloster, das vom russischen Mönch Kyrill aus dem Moskauer Simonov Kloster 1397 gegründet wurde. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Anlage zum größten und feudalsten Großgrundbesitz im Norden Rußlands. Beim Rundgang wird die Geschichte von Iwan dem Schrecklichen und Wladimir Staritzki lebendig.
Dauer ca. 2,5 Stunden, für Gäste mit eingeschränkter Beweglichkeit beschwerlich.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).

Ribynsker-Stausee


7. Tag
Jaroslawl

Stadtrundfahrt mit Erlöserkloster (inkl.)
Mit über 630.000 Einwohnern ist Jaroslawl heute die größte Stadt am Goldenen Ring und kann mit einer großen Zahl faszinierender Kirchen und Klöster aufwarten. Auf einer Stadtrundfahrt besuchen Sie das Stadtzentrum mit schönen Uferpromenaden, wo der Nebenfluß Kotorosi in die Wolga mündet. Weiterhin fahren Sie zum Iljinskaja Platz und der Prophet Ilias Kirche sowie zum Christi Verklärungskloster, einst eines der reichsten Klöster Rußlands. Dauer ca. 3 Stunden.
Vorbahaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).

Fahrt auf der Wolga stromaufwärts


8. Tag
Uglitsch

Kreml-Besichtigung (inkl.)
Gleich bei Ankunft im Hafen von Uglitsch bietet sich ein pittoresker Blick auf den Kreml. Geschichtliche Bedeutung bekam Uglitsch durch die ungeklärten Umstände, die Ende des 16. Jahrhunderts zum Tode von Dimitri Iwanowitsch führten, dem letzten Sohn Ivans des Schrecklichen. Man vermutete, daß Regent Boris Godunow das Kind ermorden ließ, um die Familie auszulöschen und selbst Zar zu werden. Auf Ihrem Rundgang sehen Sie die mit Sternen geschmückte blaue Kuppel der Dimitri Blut Kirche. Im Inneren der Kirche sind Ikonen der Schulen Moskau, Uglitsch und Kostroma zu bewundern. Das älteste Bauwerk in Uglitsch ist der hohe, schlichte Palast des Zarensohns. Dauer ca. 3 Stunden zu Fuß, Fußweg zum Kreml ca. 10 Min., im Kloster zum Teil unebenes Pflaster, für Gäste mit eingeschränkter Beweglichkeit beschwerlich.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).

Fahrt auf dem Oberlauf der Wolga


9. Tag
Moskau-Wolga-Kanal

Abendausflug (nicht inkl.)
In Moskau werden je nach Spielplan weitere Abendprogramme, wie z. B. Kon zerte, Ballettaufführungen, Zirkus, Folkloreveranstaltungen etc., angeboten. Die Reiseleitung informiert Sie vor Ort. Preise je nach Veranstaltung zwischen ca. € 50,- und € 190,- je Person.

Stadtrundfahrt (inkl.)
Sie lernen die Hauptstadt Rußlands auf einer informativen Stadtrundfahrt kennen. Sie sehen den Roten Platz, das Kreml-Ensemble, den Manegeplatz, das Kaufhaus GUM, die Basilius-Kathedrale, die Universität und weitere Sehenswürdigkeiten der russischen Metropole.
Dauer ca. 3 Stunden.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10)


10. Tag
Kreml-Besichtigung (inkl.)
Seit dem 14. Jahrhundert war Moskau Zentrum des russischen Reiches und der Kreml Residenz der Zaren. Die 'Selbstherrscher', wie die Zaren sich nannten, vergrößerten ständig ihre Festung über der Moskwa und ließen die Paläste immer glanzvoller ausstatten. Der Kreml wurde zum Ab- und Sinnbild des ungeheuren Reichtums und der fast grenzenlosen Macht des Zarenreichs. Ein russisches Sprichwort lautet 'Über der Stadt ist der Kreml, über dem Kreml ist nur Gott”. Auch nach der Revolution, als kein Gott mehr über ihm war und die Glocken der vielen Kathedralen schwiegen, blieb der Kreml Machtzentrale. Auf dem Gelände befinden sich Kreml-Paläste und Kathedralen, wie Maria Verkündigung, Maria Entschlafene und die Erzengelkathedrale. Während Ihres Besuches werden Sie eine Kathedrale besichtigen.
Dauer ca. 3 Stunden.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10)

Lichterfahrt/Metro Auf dieser abendlichen Fahrt erleben Sie das beleuchtete Moskau sowie eine Fahrt mit der Moskauer Metro. Die Stationen entlang der Ringlinie sind besonders prachtvoll ausgestattet und jede für sich ist ein Kunstwerk, so wie z.B. die Komsomolskaja: ein riesiger, mit Kandelabern, Mosaiken und Marmorpfeilern besonders reich ausgestatteter Bahnhof. Sie besichtigen einige der schönsten Stationen. Nach einer Lichterfahrt mit Stopp auf den Sperlingbergen und dem Roten Platz, Rückfahrt zum Schiff.
Dauer ca. 3 Stunden, für Gäste mit eingeschränkter Beweglichkeit beschwerlich.
Vorbehaltlich Änderungen Programm/Preis (Stand 04/10).
Preis ca. 32,- €


11. Tag
Moskau / Rußland - Ausschiffung, Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland

St. Petersburg

Macht und Grazie
Wie Venedig und Amsterdam ist St. Petersburg eine Wasserstadt, kreuz und quer von Flüssen und Kanälen durchzogen und von Hunderten von Brücken zusammengehalten. Die bedeutendste Wasserstraße ist die Newa, die in den Finnischen Meerbusen mündet. Innerhalb von St. Petersburg wurde sie durch Granitufer eingedämmt, doch ist sie so weit und mächtig, dass ihre Gegenwart nahezu überall in der Stadt zu spüren ist. Wenn die Eismassen auf der Newa nach dem langen, dunklen Winter krachend bersten, verjüngt sich die ganze Stadt zusammen mit dem Fluss. Und in den »Weißen Nächten« im Sommer, wenn es nie ganz dunkel wird, vermischt sich das Zwielicht des Himmels mit dem Grau des Stromes.

Der Zauber der Stadt geht großteils von der Anordnung der im 18. Jh. entstandenen Plätze, Parkanlagen, Alleen, Paläste und Monumente aus. Bei so viel Anmut und Eleganz vergisst man fast, dass die 4,7 Millionen Einwohner der lebhaften Metropole ihrer Arbeit in Fabriken, Werften oder Büros nachgehen.

Neben Moskau geriet St. Petersburg in der letzten Zeit etwas ins Hintertreffen, doch zu seiner 300-Jahr-Feier 2003 hat es sich prächtig herausgeputzt.

Copyright © 2010 JPM Publications SA


Geschichtlicher Überblick
18. Jh.

Peter der Große will Russland Zugang zur Ostsee zu verschaffen: Er erobert das Gebiet an der Newa und vertreibt die Schweden aus der Gegend um das heutige St. Petersburg. Am 27. Mai 1703 gründet er die Stadt. Ausländische Architekten und Zehntausende von Arbeitern werden angeworben. 1712 verlegt Peter der Große die Hauptstadt von Moskau hierher. Katharina die Große dehnt während ihrer Regierungszeit (1762–96) den Machtbereich Russlands aus. Sie gründet die Ermitage und lässt die größten Kunstwerke Europas aufkaufen; sie will St. Petersburg zu einer der schönsten Hauptstädte Europas machen. Gleichzeitig verschärft sich die Leibeigenschaft.

19. Jh.

Napoleon, der 1812 den Russlandfeldzug unternimmt, wird von Alexander I. erfolgreich zurückgedrängt. Nach dem aufgeklärten Alexander übernimmt sein Bruder Nikolaus I. die Macht und lässt 1825 den Aufstand der Dekabristen, die die Aufhebung der Leibeigenschaft fordern, blutig niederschlagen. Zar Alexander II. zeichnet sich durch seinen Reformwillen aus (er schafft 1861 die Leibeigenschaft ab), doch seine Regierungszeit wird von Attentaten und Revolutionsversuchen begleitet. Er fällt im März 1881 schließlich mitten in St. Petersburg einem Bombenanschlag zum Opfer.

20.–21. Jh.

Unter der Regierung des letzten Zaren Nikolaus II. wird Gewalttätigkeit zum täglichen Brot. Revolutionäre Stimmung ergreift ganz St. Petersburg. Am »Blutsonntag«, dem 9. Januar 1905, eröffnen die Truppen das Feuer auf die etwa 200000 friedlichen Demonstranten, die sich zum Winterpalast begeben wollen. Dieser erste Revolutionsansatz zwingt den Zaren zu gewissen Zugeständnissen.

Im 1. Weltkrieg schließt sich Russland den Alliierten an, und Hurrapatrioten taufen das allzu deutsch klingende St. Petersburg in Petrograd um. Hunger und Kriegsmüdigkeit lösen Streiks und Aufstände aus. Im Februar 1917 greifen Revolutionäre, streikende Arbeiter und rebellierende Soldaten zu den Waffen. Regierung und Staat brechen in kurzer Zeit zusammen; im März muss Nikolaus II. abdanken. Noch im gleichen Jahr bringt die Oktoberrevolution die Bolschewiki an die Macht: Sie stürzen die Provisorische Regierung und rufen den Sowjetstaat aus. 1918 wird die Zarenfamilie hingerichtet, und die Regierung zieht nach Moskau um. Nach dem Tode Lenins 1924 erhält Petrograd den Namen Leningrad. Die Ermordung des Leningrader Parteisekretärs Sergej Kirow führt 1934 zur von Stalin durchgeführten Großen Säuberung. Im 2. Weltkrieg wird Leningrad 900 Tage lang von den deutschen Truppen belagert. Eine Million Menschen stirbt. Nach dem Krieg wird die Region Leningrad intensiv gefördert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wird Boris Jelzin zum Präsidenten Russlands gewählt; die Bürger Leningrads beschließen in einer Abstimmung, ihre Stadt wieder St. Petersburg zu nennen. Im März 2000 wird der langjährige Geheimdienstagent Wladimir Putin neuer Präsident. Im selben Jahr wird der letzte Zar, Nikolaus II., heiliggesprochen. 2003 begeht die Stadt feierlich ihr 300-Jahr-Jubiläum. Putin wird im März 2008 von Dmitri Medwedew abgelöst.

Copyright © 2010 JPM Publications SA


Sehenswürdigkeiten
Nördlich der Newa

Die die Newa beherrschende Peter-und-Pauls-Festung war das erste Bauvorhaben Peters des Großen in seiner neuen Stadt. Der Bau dieses Bollwerks, das die Flussschifffahrt überwachen sollte, wurde 1703 mit Mauern aus Holz und Lehm begonnen. Nach und nach entwickelte es sich zu einer Festung mit beeindruckenden Schutzwällen aus rotem Backstein. Nachdem die Festung an militärischer Bedeutung verloren hatte, diente sie andern Zwecken. Politische Gefangene, darunter viele berühmte Revolutionäre, wurden in ihren Verliesen eingekerkert. Der eigene Sohn Peters des Großen schmachtete hier sechs Monate, bis er unter der Folter starb.

Die Mauern umschließen auch die ehemalige Münze, in der man noch heute Geld prägt. Täglich um Punkt 12 Uhr wird die »Mittagskanone« abgefeuert.

Das dominierende Gebäude innerhalb der Festung ist die Peter-und-Pauls-Kathedrale. Sie wurde 1714–33 vom Schweizer Architekten Domenico Trezzini in holländischem Stil erbaut und später renoviert. Die zierliche vergoldete Spitze des Glockenturms trägt einen Engel mit Kreuz. Hier sind Peter der Große und die meisten seiner Nachfolger beigesetzt. Im Juli 1998 wurden auch die bei Jekaterinburg gefundenen Gebeine von Zar Nikolaus II., seiner Gattin Alexandra und drei ihrer Kinder hierher überführt.

Das älteste Gebäude der Stadt ist Peters Häuschen, das der Zar 1703 errichten ließ. Es steht noch immer, wenn auch im Schutz eines steinernen Gebäudes, das als Museum dient.

Am Ende des Petrogradskaja-Kais liegt der Panzerkreuzer »Aurora« vor Anker, der 1917 mit einem Schuss das Zeichen zum Angriff auf den Winterpalast gab. Das legendenumwobene Nationaldenkmal beherbergt heute eine Ausstellung zu den geschichtlichen Ereignissen, die es berühmt gemacht haben.

Wassiljewski-Insel

Weiter flussabwärts teilt diese große Insel die Newa in zwei Arme. Ihre östliche Seite, die Strelka, wird von zwei mächtigen roten Rostralsäulen flankiert, die mit den Symbolen der vier Ströme Russlands (Dnjepr, Wolga, Wolchow und Newa). Die Sicht von hier aus auf das südliche Newa-Ufer und die Fassade des Winterpalasts ist wunderbar.

Im Osten der Insel stehen diverse Museen, die sich u. a. der Marine, der Zoologie und der Geologie widmen. Die Kunstkammer stellt nebst anderem die Sammlung missgebildeter Embryos des Zaren aus.

Südlich der Newa

Kein Platz in Europa ist vornehmer als der Schlossplatz, eine von prachtvollen Gebäuden umgebene, großzügige Anlage. Die 47 m hohe Alexandersäule in der Mitte des Schlossplatzes, das höchste Denkmal dieser Art auf der Welt, erinnert an den russischen Sieg über Napoleon unter Zar Alexander I.

An der Südseite des riesigen Platzes steht eines jener seltenen Bauwerke, das Massigkeit mit Schönheit verbindet. Eigentlich sind es zwei Gebäude, die durch einen vier Stockwerke hohen Triumphbogen verbunden sind. Unter den Zaren war hier der Sitz des Generalstabs der Armee und des Außenministeriums.

Der Erbauer des Gebäudes, Carlo Rossi, ein Russe mit italienischen Wurzeln und einem Hang zum Großartigen, hielt seine kühn geschwungene, 600 m lange Fassade in den für St. Petersburg so typischen Farben – gelb mit weißen Einfassungen –, die den langen Winter wenigstens etwas aufhellen.

Den Norden des Platzes bestimmt der in zartem Grün und Weiß gehaltene Winterpalast. Dem Florentiner Bartolomeo Rastrelli gelang hier Mitte des 18. Jh. ein Glanzstück in dem von ihm geschaffenen russischen Rokokostil. Mangelte es an Stein, so behalf er sich mit Stuck. Dazu kamen Formen- und Farbenreichtum, kühne Statuen, Bogenfenster, das Spiel kontrastierender Säulen…

Dieser Barockpalast, der bis 1917 noch die Residenz der Zaren war, gehört jetzt zu dem Gebäudekomplex, der eines der wunderbarsten Museen der Welt beherbergt: die Ermitage. Die 2,7 Millionen Kunstgegenstände, die sie heute enthält, wurden von sieben Zaren erworben, wozu nach der Revolution noch konfiszierte Privatsammlungen kamen (so musste beispielsweise ein Moskauer Kaufmann 31 Gemälde von Picasso und 27 von Matisse beisteuern).

Die Ermitage ist zu weitläufig und zu reichhaltig für den eiligen Besucher; im Folgenden nennen wir nur einige Meisterwerke: Leonardo da Vincis Madonna Litta, ein rührend schönes Zeugnis vom Genie des Florentiners; die Danae Rembrandts, von sinnlicher Üppigkeit; Velázquez’ Die Trinker, ein Stück echten Lebens mit echten Menschen; Cézannes Frau in Blau, wahrscheinlich ein Bildnis der Gattin des Künstlers.

Die hier angehäuften Kunstschätze übersteigen jedoch jede Vorstellung – ein Saal nach dem anderen mit Werken von Gauguin, Renoir, Van Gogh, Matisse, Picasso, sodass man in Versuchung kommt, die prähistorischen Sammlungen, die Edelsteine, die griechische und römische Abteilung und all die anderen Werke, mit denen man mehrere »normale« Museen füllen könnte, zu vernachlässigen. Nur schon ob der Pracht der Säle gerät man ins Staunen.

Östlich vom Schlossplatz erstreckt sich einer der schönsten Abschnitte des Mojka-Kanals, der sich durch die ganze Stadt zieht. Farbig gestrichene Paläste säumen hier den Kai, darunter das Haus der Familie Wolkonski (Nr. 12), in dem der große russische Dichter Alexander Puschkinseine letzte Wohnung mietete. Diese ist heute als Museum zugänglich.

Seit dem frühen 19. Jh. ist ein Wahrzeichen der Stadt der Turm der Admiralität mit seiner goldenen Spitze, die in einer Wetterfahne in Bootsform endet. Peter der Große gründete hier 1704 eine Werft. Die ungefähr ein Jahrhundert später erbaute Admiralität ist ein majestätischer, blassgelber Bau im klassizistischen Stil, aufgelockert durch Statuen, Bogen, Reliefs, Säulen und Uhren.

Charakteristisch für die Silhouette der Stadt ist auch die nahe gelegene, 1858 vollendete Isaakskathedrale (am gleichnamigen Platz) mit ihrer riesigen, von Engelsfiguren umgebenen Goldkuppel. Es lohnt sich, den mit Marmor und Edelsteinen, Mosaiken und Gemälden reich ausgestatteten Innenraum dieser Kathedrale – einer der größten der Welt – anzuschauen und die Stufen hinaufzuklettern, um den Rundblick zu genießen.

Das Palais der Fürsten Jussupow an der Mojka erkennt man an der dunkelgelben Fassade mit den sechs Säulen und dem Tor mit den Wappen der Familie, die eng mit dem Zaren verbunden war. Felix Jussupow ermordete hier 1916 den »Wunderheiler« Rasputin, der zunehmend an Einfluss auf die Zarin gewann. Der Bau widerspiegelt den Glanz seiner Zeit: Prunksäle und -treppe, Tanzsaal, ein berühmtes kleines Theater, in dem u.a. Liszt und der Sänger Schaljapin auftraten, der orientalische Salon mit seinem offenen Kamin aus Onyx und seinem Brunnen.

Die berühmteste Bühne der Stadt, das Marientheater, steht in einem ruhigen Gebiet südlich der Isaakskathedrale. Der hufeisenförmige, fünfrängige Zuschauersaal ist prachtvoll ausgestattet. Der Bau geht auf die 1870er-Jahre zurück. Im 2. Weltkrieg wurde er schwer beschädigt, doch nahmen die Petersburger den Wiederaufbau noch zur Zeit der deutschen Belagerung in Angriff, und bereits im Herbst 1944 fand die erste Aufführung statt. Unter kommunistischer Herrschaft trug das Haus den Namen des 1934 ermordeten Parteisekretärs Kirow. Mitglieder der weltberühmten Balletttruppe waren unter anderem Nurejew, Makarowa und Baryschnikow. 2007 wurde einige Straßen entfernt der zum Theater gehörige neue Konzertsaal eingeweiht.

Zwischen der Isaakskathedrale und dem Fluss liegt der Dekabristenplatz mit seinen klassizistischen Gebäuden. Sein Name erinnert an die jungen adligen Offiziere, die den blutig niedergeschlagenen Aufstand vom Dezember 1825 vorbereitet hatten. An der Newa steht ein unvergessliches Standbild: der – nach einem Werk Puschkins benannte – Eherne Reiter von Etienne Falconet, ein Denkmal Peters des Großen.

Der Newski Prospekt ist die Hauptverkehrsader der Stadt, deren Architektur aus dem 18. und 19. Jh. bis heute erhalten blieb. Sie beginnt beim Torbogen der Admiralität und endet beim Alexander-Newski-Kloster, wo Dostojewski, Tschaikowsky, Rimski-Korsakow und andere berühmte russische Künstler begraben sind.

Der »Newski« (wie ihn die Einheimischen nennen) ist ein 35 m breiter und fast 5 km langer, einzigartiger Boulevard, vergnüglich für Spaziergänger und überaus abwechslungsreich mit all den Läden, Monumenten, Kirchen, Palästen, Kinos und Brücken.

Die größte Kirche an dieser Straße ist die an den Petersdom in Rom erinnernde Kasaner Kathedrale. Im Halbrund umgibt eine Kolonnade aus 136 korinthischen Säulen einen Park vor dem 1811 vollendeten klassizistischen Gotteshaus. Im Kircheninnern schmücken Gemälde berühmter russischer Maler Wände und Decken. Von 1932 an diente die Kathedrale als Museum der Religionen und des Atheismus, doch seit einigen Jahren finden hier wieder Gottesdienste statt.

Vom Newski Prospekt gelangt man Richtung Norden durch eine Querstraße zu einer der schönsten Architekturkompositionen der Stadt, die ebenfalls der unermüdliche Stadtplaner Carlo Rossi schuf. Der Platz der Künste, der symmetrisch einen Park zu Ehren Puschkins umschließt, ist von beeindruckender Würde.

Das Hauptgebäude am Platz, das Michailow-Palais, beherbergt das Russische Museum mit einer umfassenden Sammlung russischer Kunst, die von Ikonen aus dem 12. Jh. bis zur Gegenwart reicht und zu den schönsten der Welt zählt. Sehenswert sind ganz besonders die Werke der großen Künstler des 18. und 19. Jh.: Repins Wolgatreidler, die historischen Gemälde Surikows, die schwärmerischen Werke Wrubels sowie Lewitans wunderbare Landschaften. Weiter gehören Grafiken, Skulpturen, Kunsthandwerk und Volkskunst zu den Museumsbeständen.

Ein Stück weiter nördlich steht auf der rechten Seite des Gribojedow-Kanals die Auferstehungskirche (auch Blutkirche genannt) mit ihren bunten Kuppeln, die durch ihren russischen Baustil in dieser sonst so europäischen Stadt auffällt. Errichtet wurde sie an der Stelle, wo 1881 Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel.

Das größte und bekannteste Kaufhaus in St. Petersburg ist der Gostiny Dwor, ein riesiges Gebäude mit Arkaden direkt am Newski Prospekt. Das Kaufhaus bietet einheimische und westliche Waren an.

Auch die Ladengalerie »Passage« gleich auf der anderen Straßenseite vereint unter einem langen Glasdach verschiedenste Läden.

Der Newski hat noch zwei weitere künstlerische und architektonische Sehenswürdigkeiten zu bieten: das klassizistische Alexandrinski-Theater (früher Puschkin-Theater) am Ostrowski-Platz und die vollendet proportionierte Baumeister-Rossi-Straße.

Dostojewski-Fans werden den kurzen Umweg zum kleinen Dostojewski-Museum gerne in Kauf nehmen. Es wurde in der letzten Wohnung des Schriftstellers an der Kusnetschni-Gasse 5 zwischen der Fontanka und dem Moskauer Bahnhof eingerichtet. Hier schrieb Dostojewski den Roman Die Brüder Karamasow. Dokumente, Fotos und persönliche Objekte illustrieren sein Leben und Werk.

Das Sommerpalais, jetzt ein Museum, liegt in einem besonders einladenden Teil des Sommergartens, einer der großen Grünflächen der Stadt. Die Architektur dieses bescheidenen Palais erinnert an die holländische Bauart (oft wird der Stil auch »Peters Barock« genannt). Peter der Große gab den Bau kurz nach der Stadtgründung in Auftrag. Angeblich täfelte der handwerklich geschickte Zar die Innenwände selbst.

Eine der reizvollsten Barockanlagen Rastrellis ist das türkisblau-weiße, mit goldenen Kuppeln gekrönte Smolny-Kloster (18. Jh.). Es liegt 3 km östlich vom Sommergarten, beim Knie der Newa. Hauptgebäude ist die prächtige Kathedrale, eine der schönsten Kirchen Russlands. Das Smolny-Institut diente ursprünglich als Pensionat für die Töchter des Adels und wurde dann Hauptquartier der bolschewistischen Revolution. Auch Lenin wohnte und arbeitete hier. Heute ist es Amtssitz des Bürgermeisters.

Ausflüge

Peterhof (Petrodworez) befindet sich ca. 30 km westlich von St. Petersburg am Finnischen Meerbusen. Für Peter den Großen von Jean-Baptiste Leblond – dem Architekten Ludwigs XIV. – errichtet, wurde die Anlage später von Rastrelli erweitert. Während des 2. Weltkriegs beschädigten sie die deutschen Truppen ganz erheblich. Der Wiederaufbau erfolgte mühsam nach Fotos und Zeichnungen.

Vom Palast aus sieht man auf das prächtige Schauspiel der Großen Kaskade mit dem Samsonbrunnen im Zentrum, der Samson im Kampf mit einem wasserspeienden Löwen zeigt. Er verherrlicht den russischen Sieg über Schweden von 1709.

Rechts vom Großen Palast steht am Meeresufer Monplaisir, ein Schlösschen im holländischen Stil, wo Peter der Große sich gerne aufhielt. Im Westen des Parks, ebenfalls am Meer liegt das Palais Marly, von wo aus Peter stolz seine Ostseeflotte überblicken konnte.

Die Stadt Zarskoje Selo (»Zarendorf«) etwa 28 km südlich von St. Petersburg trug 1937–92 den Namen des berühmten russischen Dichters Puschkin, der hier das Lyzeum besucht hatte. Der von Rastrelli erbaute Katharinenpalast mit seiner blau-weißen, 300 m langen Fassade erinnert an den Winterpalast, ebenfalls ein Werk Rastrellis. Die lange klassizistische Galerie, die rechtwinklig an den Palast anstößt und im Kontrast zum Rokoko des Hauptgebäudes steht, enthält Bronzekopien antiker Büsten. Im 2. Weltkrieg war das damalige Puschkin von deutschen Truppen besetzt, die das berühmte Bernsteinzimmer des Katharinenpalastes nach Deutschland schafften – es gilt bis heute als verschollen. Anlässlich des Jubiläums St. Petersburgs von 2003 ließ Russland diesen historischen Schatz mit deutscher Hilfe in mühevoller Kleinarbeit rekonstruieren.

Eher klein nimmt sich daneben der klassizistische Alexanderpalast aus, den Katharina die Große Ende 18. Jh. von Giacomo Quarenghi für ihren Enkel, den späteren Zaren Alexander I., errichten ließ. Hier lebte die Zarenfamilie, bevor man sie 1918 nach Jekaterinburg brachte. Heute beherbergt er eine Dauerausstellung zur Geschichte des Palais und zum Leben der letzten Romanows.

Etwas südlich von Zarskoje Selo liegt Pawlowsk, dessen Ländereien Katharina die Große 1777 ihrem exzentrischen Sohn Paul schenkte, der ein Schloss bauen und Gärten anlegen ließ.

Im Vergleich zu Peterhof und Zarskoje Selo wirkt das elegante Palais von Pawlowsk, um dessen Ausstattung sich die Zarin Marija Fjodorowna kümmerte, bescheiden, aber die für den Architekten Charles Cameron typische sanft geschwungene Fassade ist von vollendeter Schönheit. Den Park schmücken Brücken, Pavillons und Skulpturen.

Copyright © 2010 JPM Publications SA


Ein Blick in die Küche
Den Auftakt der Mahlzeit bilden die leckeren warmen oder kalten sakuski (Vorspeisen). Zur Wahl stehen z. B. eingelegte Pilze, Räucherlachs, Stör in Aspik oder ikra (Kaviar). Echter Kaviar – meist mit Weißbrot oder bliny (luftigen Pfannkuchen) serviert – ist auch in Russland ein teures Vergnügen.

Borschtsch besteht aus roten Beeten, Kohl und anderen Gemüsen mit Fleisch, obendrauf kommt saure Sahne. Oft werden dazu piroschki serviert, Teigpasteten mit verschiedenen Füllungen. Okroschka ist eine erfrischende kalte Sommersuppe.

An Fisch stehen im Allgemeinen Zander und Stör zur Wahl. Sie werden meist gebacken oder gedämpft serviert.

Schaschlyk, am Spieß gebratene Hammel- und Zwiebelstückchen, ist eine kaukasische Spezialität. Pelmeni sind mit Fleisch gefüllte Teigtäschchen, mit saurer Sahne gereicht. Das Boeuf Stroganow besteht aus fein geschnittenem Rindsfilet, in einer Sauce aus Zwiebeln und saurer Sahne, mit Reis oder Bratkartoffeln serviert. Außerdem isst man in Russland häufig Huhn. Eine typisch russische Beilage ist kascha (Brei, oft aus Buchweizen).

Köstliches Speiseeis (moroschenoje) gibt es fast überall. Omelett »Surprise« bezeichnet einen heißen Eierauflauf mit Vanilleeis. Oladi sind Pfannkuchen, mit Marmelade oder Quark gefüllt, und Romowaja baba ist ein Rosinengebäck mit Rumsirup.

Mineralwasser (mineralnaja woda), meist kohlensäurehaltig, ist überall erhältlich. Wein (wino) aus Moldau und Georgien war sehr beliebt, seine Einfuhr ist aber seit März 2006 verboten. Krim-Wein sowie russischer Sekt (schampanskoje) sind günstig und eher süß. Neben importiertem Bier (piwo) gibt es auch gute im Inland gebraute Sorten. Wodka – eisgekühlt und pur getrunken – wird nach Gewicht serviert (10 g ist die Mindestmenge). Aus Armenien und Georgien stammt der in Russland als Kognak bezeichnete, meist hervorragende Weinbrand. Kaffee (kofje) ist keine russische Spezialität; dafür kann man sich auf den Tee (tschaj) verlassen.

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Einkaufsbummel
In den Boutiquen der großen Hotels findet man zwar viele Souvenirs, doch ist es gewöhnlich interessanter, sich an den Straßenständen in der Nähe der touristischen Sehenswürdigkeiten (oder auch in Museen) umzusehen. Die Preise steigen stetig, und wirklich günstig ist praktisch kaum noch etwas zu haben.

Am schönsten sind nach wie vor die kunsthandwerklichen Andenken: aus Holz gefertigte Löffel, Schüsseln und Tabletts aus dem Dorf Chochloma, mit traditionellen Mustern in bunten Farben; Lackarbeiten (am bekanntesten sind die Schmuckkästchen aus Palech); Spitzen und Stickereien oder Bernsteinschmuck.

Bestimmt kennen Sie die ineinandergesteckten bemalten Holzpuppen (matrjoschka), neben traditionell gekleideten Bäuerinnen gibt es auch russische bzw. sowjetische Herrscher (von Iwan dem Schrecklichen über Lenin und Stalin bis zu Putin).

Schöne Mitbringsel sind Email und Keramik, z.B. die attraktiven blau-weißen Porzellanwaren aus Gschel. Die Umhänge- und Kopftücher mit Blumenmustern sind warm und kleidsam zugleich.

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Praktische Hinweise
Banken und Wechselstuben

Banken: Montag bis Freitag 9–17 Uhr, Wechselstuben etwas länger. Geld kann auch in Hotels oder auf den Flugplätzen gewechselt werden (heben Sie die entsprechenden Belege bis zur Ausreise auf). Devisen im Wert von über 3000 US-Dollar müssen bei der Ein- und Ausreise deklariert werden (bewahren Sie die Belege der Banken und Wechselstuben auf).

Kleidung

Gute Schuhe sind rund ums Jahr zu empfehlen. Mit allzu ungezwungener Kleidung fällt man in Russland unangenehm auf; dies gilt insbesondere beim Besuch von Kirchen und Klöstern.

Klima

Allgemein herrscht in St. Petersburg ein eher feuchtes Klima. Von ihrer schönsten Seite zeigt sich die Stadt während der »Weißen Nächte« (Mitte Juni bis Anfang Juli); zu dieser Zeit bleibt es fast rund um die Uhr hell. Trotz unangenehmer Kälte und Nebel kann das »Venedig des Nordens« aber auch im Winter sehr stimmungsvoll sein.

Kreditkarten und Reiseschecks

International anerkannte Kreditkarten werden in vielen Hotels, Geschäften und Restaurants angenommen. Reiseschecks werden nicht an allen Schaltern eingelöst und unterliegen hohen Kommissionen.

Ladenöffnungszeiten

Normalerweise von Montag bis Samstag 9 oder 10–19 Uhr, große Kaufhäuser schließen Dienstag bis Freitag erst um 21 Uhr.

Postamt

Die Hauptpost befindet sich in der Potschtamtskaja uliza 9, doch die meisten Hotels verfügen über ein eigenes kleines Postamt.

Sicherheit

Wie auch in anderen europäischen Großstädten sollte man sich auf Bahnhöfen, Märkten usw. vor Taschendieben in Acht nehmen und allgemein Schmuck und Geld nicht öffentlich zur Schau stellen.

Trinkgelder

Sie sind nicht allgemein üblich, doch die Kellner in vielen Restaurants, Bars und Klubs erwarten heutzutage einen Zuschuss von ca. 10%. Der Preis für eine Taxifahrt wird gewöhnlich im Voraus fest vereinbart, man kann jedoch den Betrag etwas aufrunden.

Währung

Der Rubel (RUB oder p.) ist aufgeteilt in 100 Kopeken (k.). Wenn Sie Dollars mitbringen, achten Sie darauf, dass die Scheine nach 1990 gedruckt wurden und in gutem Zustand sind.

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Inklusivleistungen:

  • Hin - bzw. Rückflug lt. Programm, 20 kg Freigepäck
  • Ein - und Ausschiffungsgebühren, Hafentaxen
  • Vollpension, beginnend mit dem Abendessen des ersten Tages und endend mit dem Frühstück am letzten Tag
  • Transfer vom Flughafen zum Schiff und zurück
  • Alle im Programm mit ”inkl.” gekennzeichneten Ausflüge und Veranstaltungen mit deutschsprachiger Führung und Eintrittsgeldern
  • Kreuzfahrtleitung und Dolmetscherdienste während der gesamten Reise
  • Betreuung durch erfahrene Phoenix - Reiseleitung

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    Letztes Update: 07.02.2012