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Slowenien, Dalmatien, Bosnien und Monte Negro - Von den Alpen über die Adria zu den Schwarzen BergenKroatien / RundreisenReise Nr. 2422 Die Länder des ehemaligen Jugoslawiens sind das, was man langläufig als Balkan bezeichnet. Dabei haben sie mit dem gleichnamigen Gebirge in Bulgarien wenig zu tun. Entsprechend der Geschichte haben sich auf engstem Raum zahlreiche Kulturen zusammengefunden, denen das Zusammenleben nicht immer leicht fiel, was der Bürgerkrieg der jüngsten Geschichte bewies. Dank internationaler Bemühungen herrscht aber wieder Frieden in den Nationalstaaten und auch der Wiederaufbau ist rasch vorangekommen, so dass Ferienreisen in die Region wieder Spaß machen. Offensichtlich bleibt der starke Unterschied der einzelnen Länder. Während Slowenien 2004 in die Europäische Gemeinschaft aufgenommen wurde, muss Kroatien noch sehr viel aufholen und auch Bosnien-Herzegowina, das am meisten unter dem Krieg und den nationalen Spannungen gelitten hat, ist trotz raschem Wiederaufbau noch weit von einer EU-Mitgliedschaft entfernt. Und hinter den Schwarzen Bergen (Monte Negro) abseits der weltoffeneren Küstenstädte scheint die Zeit still zu stehen ... Umso prächtiger zieht dafür die Natur den Betrachter in ihren Bann. Kommen Sie mit auf eine Reise der Gegensätze - von den Bergen zum Meer, von katholischen Kathedralen zu muslimischen Minaretten, von habsburgischen Metropolen zu venezianischen Hafenstädten.
Reiseverlauf: 1. Tag: Ausgangspunkt unserer Reise sind Graz bzw. das slowenische Maribor (Marburg), dessen hübscher Stadtkern stark an die alte Zeit erinnert, als die Region noch zur Habsburger Steiermark gehörte. In den Caféhäusern am Fluss lässt sich trefflich ausspannen. Weiter geht die Reise in die Krain nach Ljubljana (Laibach), der Hauptstadt des heutigen Sloweniens. Die Atmosphäre strahlt ebenfalls noch den Glanz der k-&-k-Zeit aus, aber auch Einflüsse des nahen Italien werden spürbar. Am Abend fahren wir in die Julischen Alpen, wo wir am schönsten See in Bled übernachten. Mitten im See steht eine malerische Kirche. Die warmen Fluten locken zum Bad in der Abendsonne. Wir lassen den Tag ausklingen beim Wein und leckeren Lammkoteletts auf einer Restaurantterrasse. 250 km, Übernachtung in Bled. 2. Tag: Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir weiter in den Karst zur Postojnska Jama (Adelsberger Grotte), einer der schönsten und größten Tropfsteinhöhlen Europas. Die Grubenbahn bringt uns gemütlich ins Innere der über 23 km langen Höhle. Anschließend besichtigen wir ein nahegelegenes Felsenschloss, bevor es zur Schlucht Skojanske Jama und in´s kroatische Opatija (Apitz) an der Ostküste Istriens geht. Die Stadt war einst das mondänste Küstenbad Österreich-Ungarns. Auch heute zählt sie mit ihren alten Hotels und Casions zu den schönsten Badeorten der Adria. Wir flanieren unter Palmen, können im Meer baden gehen und werden den Sonnenuntergang beim Abendessen genießen. 180 km, Übernachtung bei Opatija. 3. Tag: Am nächsten Morgen folgen wir der Adria-Magistrale, einer über 1.000 km langen Küstenstraße nach Südosten. Erster kurzer Stopp ist Rijeka, das alte italienische Fiume. Im 19. Jh. war es ein paar Jahre der einzige Hafen Ungarns, zwischen den Weltkriegen stritten sich Italien und Jugoslawien um die Stadt, die zeitweise geteilt war. Über Senj und das Dinarische Gebirge erreichen wir die 16 Plitwitzer Seen, die sich auf 8 km aneinanderreihen und durch Wasserfälle miteinander verbunden sind. Das UNESCO-Naturerbe diente schon als Kulisse für Winnetoufilme und bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Während die früher vorwiegend serbisch besiedelte Krajina heute beinahe menschenleer ist, pulsiert im nahegelegenen, bosnisch-moslemischen Kanton Bihać das Leben. Im wildromantischen Una-Tal reihen sich viele, schlanke Minarette aneinander. 200 km, Übernachtung bei Bihać. 4. Tag: Über Drvar und Knin nähern wir uns wieder der Adriaküste und damit Dalmatien. Ein Abstecher zu den Krka-Wasserfällen wird zum Spaziergang durch einen grünen Urwald. Unter den großen Wasserfällen haben wir erneut Gelegenheit zum Baden. Nahebei liegt das venezianische Hafenstädtchen Šibenik, in dessen schmalen Gassen es sich vorzüglich bummeln lässt. Abends kommen wir nach Primošten, einer idyllischen kleinen Fischerstadt auf einer vorgelagerten Insel. Der Tag klingt bei frischem Fisch und Wein im Sonnenuntergang sicherlich gut aus. 250 km, Übernachtung bei Primošten. 5. Tag: Eine Perle des Venezianischen Seereichs war einst Trogir. Die Zeit ist stehengeblieben, wenn wir durch die engen Gassen spazieren oder im Schatten von Palmen und Stadtmauern unseren Cappucino trinken. Split, das alte Spalato, verdankt seine Größe dem römischen Kaiser Diokletian, der hier einst seinen Altersruhesitz, einen monumentalen Palast bauen ließ. Seine Nachfolger konnten nicht all zuviel damit anfangen und so haben die findigen Einwohner den Palast umfunktioniert und in den Ruinen ihre Häuser gebaut. Einmalig sind die Fassaden am Hafen, die die alte Palastaußenmauer nutzen, aber auch beim Bummel durch die Innenstadt verlassen wir den Palastbereich praktisch nie. Am späten Nachmittag bringt uns die Fähre nach Hvar, der Lavendelinsel. 60 km, 3 Übernachtungen in Hvar. 6. - 8. Tag: Von Hvar aus haben wir die Möglichkeit zu Schiffsausflügen auf die benachbarten Inseln, wie Vis mit der Blauen Grotte, oder aber wir bummeln durch die Stadt und gehen schwimmen im kristallklaren Meer. 9. Tag: Quer über die Insel bringen uns schmale Straßen durch duftende Lavendelfelder zur Ostspitze und der Fähre nach Ploče. Durch das Neretva-Delta kommen wir zur Halbinsel Peljesac, wo eine eindrucksvolle Mauer einst die Konkurrenten Venedig und Ragusa (Dubrovnik) voneinander trennte. Am Abend erreichen wir Korčula, die Perle der Adriainseln. Die kompakte Stadt erinnert stark an die venezianische Vergangenheit. Nach Sonnenuntergang pulsiert das Leben in den Gassen, Musik und Gaukler oder einfach nur ein kleiner Plausch beim Wein. 220 km, Übernachtung in Korčula. 10. Tag: Zurück zum Festland, wir kommen nach Dubrovnik, das einstige Ragusa. Die Schäden des Bürgerkriegs sind beseitigt und die Piazza ist wieder voller Touristen und Einheimischer. Ob auf der Stadtmauer oder in den Gassen, Sie entdecken die Leichtigkeit des Seins, die die Einwohner allenthalben auszeichnet. Abends gibt es bestimmt eine Gelegenheit zum Theater- oder Konzertbesuch. 110 km, Übernachtung in Dubrovnik. 11. Tag: Dalmatien reichte einst weiter nach Süden und so bemerken wir, außer dem Grenzübertritt nach Monte Negro kaum einen Unterschied, wenn wir die Bucht von Kotor (Catarro) erreichen. Die venezianische Handelsstadt liegt malerisch eingebettet in einer tiefen fjordartigen Bucht. Auf einem kleinen Stadtrundgang durch die verwinkelten Gassen lernen Sie ihren Charme kennen. Abends genießen wir leckeren Fisch und Wein in einem lauschigen Restaurant mit Blick auf die Bucht. 100 km, Übernachtung in Kotor. 12. Tag: Hoch in den Bergen liegen die alte montenegrinische Hauptstadt Cetinje und schon wieder in der Ebene die neue Metropole Podogorica. Erst im 19. Jh. wuchs sie vom unbedeutenden Dorf zur ”Metropole” und ist deshalb recht gesichtslos. In Jugoslawien hieß der Ort Titograd. Interessanter ist die Fahrt durch das bosnische Gebirgsland nach Bosnien-Herzegowina, wo wir Mostar am frühen Abend erreichen. Die berühmte Brücke über die Neretva ist inzwischen wieder aufgebaut. Das osmanische Wappen wurde vom Sponsor 'Red Bull' ersetzt. Doch die Brücke verbindet nicht, denn die Feindschaft zwischen katholischen Kroaten und muslimischen Bosniern ist geblieben. 280 km, Übernachtung in Mostar. 13. Tag: In Sarajevo löste 1914 das Attentat auf den österreichischen Kronprinzen den 1. Weltkrieg aus, doch der Jugoslawienkrieg 1991-1995 war wesentlich schlimmer für die Stadt. Aber die Kriegsschäden in der Innenstadt sind inzwischen weitgehend behoben und ein Bummel durch den Basar wirkt wie eine Zeitreise in die mittelalterliche Türkei. In den Außenbezirken erinnern die endlosen Grabreihen in den Olympia-Sportstätten an den grausamen Bürgerkrieg 1991-1995, eine Facette des Lebens, die wir nicht vergessen dürfen. Wir durchqueren die Kantone der Kroaten und Muslime und kommen am Frühabend nach Banja Luka. Hier lebten einst vorwiegend Moslems, heute ist es eine serbische Hochburg. 300 km, Übernachtung in Banja Luka. 14. Tag: Der Rückweg führt durch Slawonien. Hier ist die Heimat der Pferdezucht, wir werden bestimmt einige Vollblüter auf den Weiden sehen. Wir besichtigen die kroatische Hauptstadt Zagreb (Agram), dann fahren wir über Varaždin weiter in´s slowenische Ptuj (Pettau). 300 km, Übernachtung in Ptuj. 15. Tag: Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück geht es zurück an unsere Ausgangsorte Maribor (Marburg) und Graz. Voller Eindrücke der letzten zwei Wochen reisen Sie zurück nachhause. 90 km. Unterbringung: Sie wohnen in ausgewählten landestypischen Mittelklassehotels und Pensionen mit besonderem Flair. Inklusivleistungen:
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