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Sibirische Weiten: Flussfahrt zum Polarkreis auf Ob und Irtysch von Nord nach SüdFlusskreuzfahrtenReise Nr. 2058 Lernidee-Inhaber Hans Engberding: Ich habe die Schiffsreise Omsk-Salechard – Omsk im August 2008 selbst begleitet. Die Touren weisen expeditionsähnliche Elemente auf. Ihre Reiseregion war 70 Jahre lang Sperrgebiet und ist für den Gruppentourismus unerschlossen. Unsere Reisegruppen im Jahr 2008 waren die ersten aus Westeuropa und wurden allerorts bestaunt: mit ausführlichen Berichten im russischen Fernsehen und in der Presse. Das Schiffspersonal ist im Umgang mit Gästen aus Europa völlig unerfahren; nur unsere ständigen, bewährten Reiseleiter sprechen sehr gut deutsch Was erwartet Sie: eine majestätische, weitgehend unberührte Natur und spektakuläre Sonnenuntergänge, Spaziergänge durch urige Dörfer, ein Bordprogramm mit Verkostung sibirischer Honigsorten, Beeren, und Taiga-Likören. Eine Reiseregion, für die es (noch) keinen Reiseführer gibt. Filmvorführungen zu Land und Leuten, eine anspruchsvolle Bordbilbliothek, Abwechslungsreiche Mahlzeiten mit russischen Spezialitäten. Was können Sie nicht erwarten: Captain's Dinner, Bingo und ähnliche Veranstaltungen, Animateure Änderungen auf dieser unerschlossenen Route sind immer möglich; z. B. bei Hochwasser können ein, zwei Landepunkte ersatzlos ausfallen, bei veränderten Flug- und Bahnfahrplänen kann sich die ganze Reise um 1-2 Tage verschieben. Wenn Sie Berieselungsmusik, pralles Nachtleben, materiellen Luxus und viel Umtrieb (Jubel, Trubel, Heiterkeit) bevorzugen, ist diese Reise für Sie ungeeignet! Wer nicht ohne Mobiltelefon und/oder Fernsehsendungen auskommen kann, wird sich auf dieser Reise nicht wohl fühlen, ebenso wenig jemand, der mit Improvisationen schlecht leben kann oder Komfortkabinen erwartet. Wer hingegen die majestätischen Weiten fast unberührter Natur mit vielleicht so nie erlebten Sonnenaufgängen genießen, die großen und kleinen landschaftlichen wie kulturhistorischen Sensationen unterwegs zu schätzen weiß, wird gewiss SEHR ZUFRIEDEN heimkehren. Bitte beachten Sie, dass wir keine Reiseliteratur für den Abschnitt Omsk-Salechard finden konnten – Sie erhalten einen von uns erstellten Landeskundeband. Die Reise weist Merkmale einer Expedition auf: Bei entsprechenden Wetterverhältnissen (z.B. bei Hochwasser) können 1-2 Stopps ersatzlos ausfallen, das Programm kann kurzfristig geändert werden. Es gibt keine Straßen parallel zum Fluss oder vom Fluss ”ins Festland”. Die Mannschaft ist ungeübt im Umgang mit Ansprüchen westlicher Reisegäste. Die Kabinen sind klein (7m² inkl. einfacher Dusche/WC); hingegen sind die Gemeinschaftsflächen (Restaurants, Salons) geräumig, das Schiff wurde für gut 130 Personen gebaut: wir nehmen aber maximal 65 Gäste mit. Alle Mahlzeiten finden in einer Sitzung statt. Kein Kabinen-TV, keine Berieselungsmusik, kein Bingo, kein Captain’s Dinner, keine formelle Kleidung erforderlich, Arzt an Bord Reisehöhepunkte: Grandiose Landschaft Historische Stätten Verbotene Zone Unbekannte Völker Nicht Alltägliches Reiseverlauf: 1. Tag Ihr Zug fährt ab Sie fliegen von Deutschland nach Moskau. Spät am Abend fährt Ihr Zug in Richtung Polarkreis. 2. Tag Durch die Komi-Republik über den Polarkreis (FMA) Via Petschora, Kotlas und Inta fahren Sie durch die Komi-Republik, die flächenmäßig größer ist als Deutschland, in der jedoch weniger als eine Millionen Menschen leben. Der Taigawald wird spärlicher; in ihm verborgen zahllose verfallene Straflager der kommunistischen Zeit. Im Nordural herrscht dann Flechtentundra vor, durchzogen von wilden Gebirgsbächen und –flüssen. An Bord unseres Zuges: kurzweilige Vorträge zur bereisten Region. Die Mahlzeiten nehmen Sie im Speisewagen ein. 3. Tag Lagerstadt Workuta (FMA) Am Nachmittag kommt Ihr Zug in Workuta an. In der ehemaligen Stadt der Lager trotzen heute 80.000 Einwohner den extremen Klimabedingungen des arktischen Nordens. Bergbau spielt hier noch immer eine wichtige Rolle. Es wird Kohle gefördert und die lokale Hochschule bildet Bergbau-Ingenieure aus. Eine Stadtführung zeigt Ihnen das Stadtzentrum mit dem imposanten Kulturpalast der Schachtarbeiter und dem Bergbau-Komplex. Weiterhin besuchen Sie das Ethnographische Museum, das über die Kultur und Lebensweise der Komi und Nenzen sowie über das Leben im GULAG informiert. Bei einer Fahrt auf der äußeren Ringstraße sehen Sie Überreste der alten Lager und Kohlenschächte, in denen teilweise noch gefördert wird. Sie übernachten in Workuta. 4. Tag Über den Ural (FMA) Heute fahren Sie ca. 10 Stunden auf der nördlichsten und einsamsten Bahnstrecke, die von Europa über den Polarkreis nach Asien führt. In Labytnangi, 2400 km von Moskau entfernt endet Ihre Bahnfahrt. Eine Fähre bringt Sie über den Ob nach Salechard. Die erste Nacht in der ehemaligen Kosakenfestung verbringen Sie in einem idyllisch gelegenen Hotel. 5.Tag Kosakenfestung Salechard (FMA) Heute besichtigen Sie Salechard, von Kosaken 1590 gegründet und lange Jahre als ”Obdorsk” bekannt. Sie unternehmen eine geführte Besichtigung durch die restaurierte Kosakenfestung und im neuen ”Museum der Völker des Nordens”. Weiterhin sehen Sie das Polarkreisdenkmal sowie das Denkmal ”Projekt 501”, das an die unter Stalin fast fertig gestellte ”Todesbahn” vom Ob an den Jenissej erinnert. Schließlich heißt es ”an Bord” – Ihr Flussschiff ”Rimskij-Korsakow” startet zu einer (ca. 2700 km) der längsten Flussreisen der Welt. Nach Vorstellung der Mannschaft und einem Begrüßungsessen (ohne formale Kleidung!) verbringen Sie die erste Nacht an Bord. Auf Ob und Irtysch gleiten Sie vorbei an Verbanntensiedlungen und der weiten, stillen Taiga. 6.-8. Tag Verbanntensiedlungen in der weiten Taiga (FMA) Der Ob ist hier Lebensader. Es gibt keine Straßen parallel zum Fluss. Nur selten begegnen Ihnen Frachter und Postdampfer, die die kurze eisfreie Periode zur Versorgung der Orte am Fluss nutzen. Täglich unternehmen Sie einen ausgiebigen, geführten Landgang von zwei bis drei Stunden: Im Dorf Muzhi sehen Sie lokales Kunsthandwerk aus Flachs, Knochen und Birkenrinde. Das Städtchen Berjozowo, als Kosakenfort 1593 gegründet, war schon zur Zarenzeit - bereits ab 1660 - als zentraler Verbannungsort für Staatsverbrecher bekannt -Fürst Menschikow war einer der ersten, die der Zar hierher verbannte und auch Leo Trotzkij verbrachte hier eine Strafzeit. Über 100 Jahre alte Holzhäuser und eine orthodoxe Kirche aus dem 18. Jh. sehen Sie auf einem Spaziergang. Berjozowo wurde zuletzt 1953 berühmt durch die ersten Erdgasfunde in Sibirien – ein Denkmal rühmt diese bis heute entscheidend wichtige Entdeckung. Bei einem anderen Stopp machen Sie sich ein Bild vom russischen Dorf Oktjabrskoje, das gerade einen Bauboom erlebt und stolz ein zweistöckiges Warenhaus und einen ungewöhnlichen 'Postbasar' sein eigen nennt. An Bord des Schiffes bieten wir Ihnen während der gesamten Reise ein informatives, kurzweiliges Programm mit Vorträgen und Informations- wie Spielfilmen, die zur Reise passen: außerdem eine Verkostung von Taigafrüchten, Wodka- und Honigprobe). 9.Tag Biathlon – Hauptstadt Chanty-Mansijsk (FMA) Nach der einsamen Wildnis des Vortages wird Sie Ihr Aufenthalt in Chanty-Mansijsk – einem Musterexemplar städtebaulicher Modernität - überraschen. Auf magischen sieben Hügeln erbaut, bietet die Stadt heute echten Wohlstand – nach Moskau sind hier die Grundstückspreise die höchsten in Russland. Die Stadt ist Sportlern geläufig als ”Biathlon-Hauptstadt”. Wer sich für das Ausflugspaket entschieden hat, besucht eine der gläsernen Pyramiden mit imposanten Rundsichten über Hafen, Altstadt und auf die einzige, kühn geschwungene Brücke über den Irtysch zwischen Omsk und Eismeer. Dann fahren Sie ins Freilichtmuseum ”Natur und Mensch” sowie ins Naturkundemuseum, die beide mit den Sitten und Gebräuchen der einheimischen Chanten und Mansen bekannt machen. Es bleibt noch Zeit für einen Besuch in der kleinen Fußgängerzone, bevor Ihr Flussschiff weiterfährt. 10.- 15.Tag Auf dem Irtysch südwärts (FMA) Unsere geruhsame Flussfahrt geht nun auf dem Irtysch südwärts. An Bord: zweimal täglich ein informatives Vortrags- und Filmprogramm, Verkostung von Spezialitäten der Region, unter anderem Farnkrautsalat. Ein Aufenthalt in Sibiriens erster Hauptstadt, Tobolsk, führt zum größten steinernen Kreml östlich des Urals, zum Garten des Kosakenhauptmanns Jermak, ins letzte Wohnhaus der Zarenfamilie 1917-1918 und zu den über 100 Jahre alten Holzhauszeilen der Altstadt. Sie sehen auch eines der alten Gefängnisse der Verbannten - von außen! Anschließend bringt Sie ein Bus nach Abalak, in die ehemalige Tatarensiedlung. Über dem Fluss erhebt sich die Kathedrale eines orthodoxen Klosters; nebenan wurde eine hölzerne Kosakenfestung nachgebaut. Während Sie auf Besichtigungstour waren, hat Ihre Schiffscrew ein Sandbankpicknick (wetterabhängig) für Sie vorbereitet. Am späten Abend setzt Ihr Schiff seine Reise flussauf fort. Nach zwei weiteren Fahrttagen, jeweils mit Landgang, erreichen Sie gegen Mittag des 15. Reisetages Bolscheretschje. Am Abend: Abschiedsessen an Bord. 16. Tag Omsk, freundliche Metropole Westsibiriens (FMA) Am Vormittag Ankunft in Omsk. Sie beziehen Ihr Hotel der Mittelklasse im Zentrum. Die Millionenstadt Omsk am Irtysch hat bis heute ein gut erhaltenes altes Stadtzentrum und die wohl längste Flusspromenade Russlands. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Omsk zur ”geschlossenen Stadt”. Hier wurde viel Militär- und Raumfahrttechnik produziert, daher war strengste Geheimhaltung geboten. Ausländer durften die Stadt bis zur Perestrojka, Anfang der 1990er Jahre nicht betreten. Im Rahmen eines geführten Stadtrundganges sehen Sie das fotogene Operntheater und das älteste noch erhaltene steinerne Haus der Stadt, die ehemalige Kommandantur (heute das Dostojewski Museum), eines der gut 200 Jahre alten Stadttore, die 2007 erbaute Kreuzerlösungs-Kathedrale und den pittoresken Feuerwehrturm aus alten Zeiten. 17. Tag Rückreise nach Deutschland (F) Am frühen Morgen heißt es Abschied nehmen von Sibirien. Über Moskau fliegen Sie zurück nach Deutschland. Hinweis: Änderungen leider vorbehalten UND ZU ERWARTEN. Im Ausflugspaket enthaltene Leistungen: 1) Besichtigungsprogramm in Workuta Im Rahmen der Stadtrundfahrt besichtigen Sie das Stadtzentrum mit dem imposanten Kulturpalast der Schachtarbeiter und dem Bergbau-Komplex. Weiterhin besuchen Sie das Ethnographische Museum, das über die Kultur und Lebensweise der Komi und Nenzen sowie über das Leben im GULAG informiert. 2) Besichtigungsprogramm in Chanty Mansijsk Sie besuchen einen Aussichtspunkt mit Panorama vom Hafen und der Altstadt, dann fahren Sie ins Freilichtmuseum ”Natur und Mensch” sowie ins Naturkundemuseum, die beide mit den Sitten und Gebräuchen der einheimischen Chanten und Mansen bekannt machen. Es bleibt noch Zeit für einen Besuch in der kleinen Fußgängerzone, bevor unser Flussschiff weiterfährt Der Charakter der Reise: Die Reise weist Merkmale einer Expedition auf: Bei entsprechenden Wetterverhältnissen (z. B. bei Hochwasser) können 1 – 2 Stopps ersatzlos ausfallen, das Programm kann kurzfristig geändert werden. Es gibt keine Straßen parallel zum Fluss oder vom Fluss ins Festland. Die Mannschaft ist ungeübt im Umgang mit Ansprüchen westlicher Reisegäste. Die Kabinen sind klein (7 m² inkl. einfacher Dusche/WC); hingegen sind die Gemeinschaftsflächen (Restaurants, Salons) geräumig, das Schiff wurde für gut 130 Personen gebaut: Sie reisen aber mit maximal 65 Gästen. Zwei Restaurants, eine Panorama-Lounge sowie eine sorgfältig ausgewählte Bordbibliothek und die geräumige Bar auf dem Oberdeck bieten viel Platz und Abwechslung. Zum Thema Mücken: Die Bewohner versicherten allerorts, ab Mitte Juli sei es vorbei mit der Mückenplage im Bereich Ob – Salechard. Wenn das Schiff fährt (mit durchschnittlich 15 km/h), gibt es sowieso keine Mücken. Dennoch haben wir für alle Gäste vorsichtshalber Mücken-Gesichtsschutz dabei und bitten Sie, ein Mückenschutzmittel mitzunehmen. Inklusivleistungen:
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