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Rumänien - Hütten-Trekking durch die urigen Karpaten

Rumänien / Trekking
Reise Nr. 349

Vor allem der Dracula-Mythos machte Transsilvanien zu einem geheimnis- und sagenumwobenen Land. Geprägt wird das Gebiet durch die Karpaten, die bogenförmig das hügelige Transsilvanien umschließen. Auf dieser Tour erwandern Sie hauptsächlich die Südkarpaten. Sie besteigen zwei der reizvollsten Massive: das Fogarascher Gebirge und den Bergkamm des Königsteins. Bei guter Sicht bieten sich unterwegs immer wieder prachtvolle Fernblicke. Moldoveanu - Ihr höchstes Gipfelziel auf dieser Reise - ist zugleich der höchste Punkt der rumänischen Karpaten. Das kühne Kammgebirge des Königsteins mit seinem scharfen, lang gestreckten Grat, mit eindrucksvollen Felswänden und wilden, steilen Schluchten stellt für den alpinen Bergwanderer eine ernsthafte Herausforderung dar. Sie übernachten in urigen Hütten und lassen sich ein Siebenbürgisches Ragout mit Polenta schmecken.

  • Anspruchsvolles Trekking - an neun Tagen mit dem Tourenrucksack
  • Etappen von sieben bis zehn Stunden Dauer in urigen Landschaften
  • Unterwegs im Fogarascher- und Königstein-Gebirge
  • Besteigung des Moldoveanu (2.544 m): höchster Berg der rumänischen Karpaten
  • Besichtigung des Klosters Sambata, der Bauernburg Rosenau und der Törzburg
  • Geführte Rundgänge in Herrmannstadt und Kronstadt
  • Erfahrene Bergführer und urige Hüttenatmosphäre


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    Rumänien - Hütten-Trekking durch die urigen Karpaten



    Tourverlauf:

    Tag 1: Anreise
    Flug nach Sibiu (Hermannstadt) Gruppentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. Nach einem 10-minütigen Transfer beziehen wir unser 3-Sterne Hotel, das sehr nahe am Stadtzentrum gelegen ist. Die Stadt am Zibin-Fluss liegt in Siebenbürgen, dem Hochland inmitten Rumäniens, das im Süden und Osten vom Karpatenbogen und im Westen vom Erz- oder Westgebirge eingeschlossen wird. Hermannstadt kann auf eine über 800-jährige bewegte Vergangenheit zurückblicken. Als ”Villa Hermanni' (lat.) wurde die Stadt 1223 erstmals urkundlich belegt, 150 Jahre später besaß sie bereits 19 Zünfte. Drei Verteidigungsringe mit 5 Basteien und 54 Türmen schützten sie vor Fremdeinfällen. Natürlich ist von der alten Bausubstanz nicht alles erhalten geblieben, dennoch hat die Stadt ihr mittelalterliches Gepräge bewahrt. Drei Plätze - darunter der Große und der Kleine Ring mit gotischen und barocken Gebäudefassaden - bilden den Altstadtkern. Mittelpunkt der ehemaligen Oberstadt ist der Große Ring, sein vielleicht schönstes Schmuckstück das Brukenthal-Palais. Der 1785 errichtete Barockbau, der heute ein berühmtes Museum und eine Bibliothek beherbergt, trägt den Namen seines Besitzers, des Kunstkenners und -sammlers Samuel von Brukenthal, der zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia Gouverneur von Siebenbürgen war. Wir nehmen unser ”Begrüßungs-Abendessen' in einem rustikalen Kellergewölbe ein und machen anschließend einen gemütlichen Abendspaziergang durch die Altstadt.
    Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]


    2. Tag Hermannstadt - Fogarascher Gebirge: Barcaciu-Hütte
    Wir besuchen als erstes den üppigen Bauernmarkt. Anschließend besichtigen wir einige Höhepunkte der ”Europäischen Kulturhauptstadt 2007' - wie z. B. die spätgotische evangelische Stadtpfarrkirche (mit der berühmten Sauer-Orgel) sowie die orthodoxe Kathedrale. Gegen Mittag brechen wir auf. Mit einem Minibus fahren wir in ca. 1 Std. bis an den Fuß des Fogarascher Gebirges. Dort schultern wir unsere Tourenrucksäcke (max. 12 kg) und wandern durch einen Wald der Barcaciu-Hütte (1.550 m) entgegen. Anfangs schlängelt sich der Pfad, später verläuft er serpentinenartig. Wir gewinnen stetig an Höhe. Nachdem 850 Höhenmeter überwunden sind, stehen wir plötzlich vor einer urigen Baude. Unsere Unterkunft ist kein modernes Berghotel, sondern eine gemütliche, mit Matratzenlager eingerichtete Berghütte, wie man sie etwa in den Alpen nur noch selten sieht.
    Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 0m; Übernachtung in der Barcaciu-Hütte [FMA]


    3. Tag Rundwanderung: Scara-Gipfel - Avriger See - Barcaciu-Hütte nur mit Tagesrucksack
    Wir starten unsere heutige Rundtour: über den Scara-Gipfel (2.306 m) zum Avriger See (2.011 m) und von dort wieder zurück zu unserer Hütte. Wer möchte kann alternativ den Ciortea-Gipfel (2.427 m) erwandern und die Route zum Avriger Tor (2.178 m) wählen (1.050 Höhenmeter im Aufstieg). Von den Gipfeln schweift der Blick weit über Siebenbürgen und hinüber zu einer Bergkette, unserem Trekkinggebiet der nächsten Tage.
    Gehzeit: 7-9h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung in der Barcaciu-Hütte [FMA]


    4. Tag Negoiu-Hütte
    Nach dem Frühstück brechen wir mit dem gesamten Gepäck auf zur Negoiu-Hütte, wo wir uns für zwei Nächte einrichten. Unser Weg passiert drei Täler. Nach etwa 3 Std. (reine Gehzeit) haben wir unser Tagesziel erreicht. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung und kann für kleinere Wanderungen in die nähere Umgebung der Hütte, für einen Abstecher zum Serbota-Wasserfall oder zum Ausruhen auf der Wiese genutzt werden.
    Gehzeit: 3h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Übernachtung in der Negoiu-Hütte [FMA]


    5. Tag Rundwanderung: Negoiu-Gipfel - Negoiu-Hütte nur mit Tagesrucksack
    Von der Negoiu-Hütte führt unsere Tagesrundwanderung über kleine Hängebrücken auf dem Drachensteig (Poteca Balaurului) zum Saratii-Kessel und weiter über Piatra Pranzului sowie Cleopatras Nadel zum Negoiu-Gipfel (2.535 m).
    Wen wir möchten, können wir eine weitere Schleife wandern, die zum Negoiu-Gipfel (2.535) führt: im Abstieg den 'Frauenweg' oder 'Frauenkamin' Strunga Doamnei passieren, sodann Strunga Dracului und schließlich zum Negoiu-Gipfel zurück (statt 9 - 10 Std. dann 10 - 11 Std. reine Gehzeit, je 1.500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg). An einigen Stellen gibt es Kabel zum festhalten. Ein Seil haben unsere Wanderführer dabei. Weiter geht es schließlich für alle über die Custura Saratii zum Serbota-Gipfel (2.331 m), von wo wir zur Negoiu-Hütte absteigen.
    Dieser Tag ist physisch, technisch und mental eine Herausforderung und erfordert nun schon wesentlich mehr Einsatz. Sie bewegen sich im alpinen Gelände (steil, schroff und steinig) und es gibt immer wieder kurze Stellen, wo Sie Felsblöcke passieren. Hier müssen Sie ihre Hände zum Einsatz nehmen ('kraxeln'). Einige Stellen der schönen aber sehr langen Tour sind ausgesetzt, jedoch mit Drahtseilen abgesichert. Klettersteigerfahrung ist von Vorteil. Auch müssen wir mit massiven Wetterumschwüngen (sommerlich / winterlich) rechnen, welche gerade den Aufstieg zum Negoiu-Gipfel sehr anstrengend machen.
    Gehzeit: 9-10h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1100m; Übernachtung in der Negoiu-Hütte [FMA]


    6. Tag Negoiu-Hütte - Laita-Gipfel - Paltinu-Sattel - Balea-See-Hütte
    Unsere neue Unterkunft, die Balea-See-Hütte (2.034 m), erreichen wir auf folgender Route: Negoiu-Hütte - Caltun-See mit Notunterkunft der Bergwacht - Laita-Gipfel - Paltinu-Sattel - Balea-See-Hütte. Der Weg stellt zwar keine allzu großen Anforderungen an unser bergsteigerisches Können, doch müssen wir unseren Tourenrucksack tragen. Deshalb benötigen wir heute viel Kraft und Ausdauer. Es gibt eine Stelle ('Strunga Ciobanului'), welche mit Ketten versehen ist. Ansonsten verläuft unser Tag im stetigen Auf und Ab auf einer Kammlinie und wir erklimmen diverse Gipfel. Mit einem kräftigen Frühstück ist dieser Tag gut zu bewältigen. Unsere Hütte liegt malerisch auf einer kleinen Halbinsel im Balea-See. Die alte Hütte brannte vor 8 Jahren bis auf die Grundmauern ab. Ein Siebenbürger Sachse ließ die Hütte wieder aufbauen. (Siebenbürger Sachsen werden die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Siebenbürgen/Rumänien genannt.)
    Gehzeit: 9h; Aufstieg: 1600m; Abstieg: 1100m; Übernachtung in der Balea-See-Hütte [FMA]


    7. Tag Capra-See - Podragu-Sattel - Podragu-Hütte
    Unser heutiger Tag ist etwas kürzer und erfordert etwas weniger Einsatz i.V.z. Vortag. In stetigem Auf und Ab wandern wir von Sattel zu Gipfel, bis wir schließlich unser Tagesziel, die Podragu-Hütte (2.136 m), erreichen. Zuerst steigen wir zum Capra-Sattel (2.315 m; rum. capra = Ziege) hinauf, dann geht es zum Capra-See (2.230 m) hinab. Unterwegs sehen wir das Alpinisten-Denkmal. Über das Arpasului-Tor und das Drachen-Fenster gelangen wir, der Kammlinie folgend, zu der 'Drei-Schritte-vom-Tod' benannten Stelle. Diese 'Kraxelstelle' ist gut verkabelt. Wir gehen weiter zum Podu Giurgiului-See (2.226 m), steigen auf zum Podragu-Sattel (2.314 m) und erreichen nach einem kurzen Abstieg die sehr einfache Podragu-Hütte (2.136 m).
    Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1000m; Übernachtung in der Podragu-Hütte [FMA]


    8. Tag Moldoveanu-Gipfel - Sambata-Hütte
    Die letzte und längste Trekkingetappe im Fogarascher-Gebirge liegt vor uns. Mit ca. 9 - 10 Stunden (reine Gehzeit) ist sie zwar länger als andere, dürfte uns aber leichter erscheinen. Wir haben schon einiges geleistet und sind gut eingelaufen. Auf einer Kammlinie überschreiten wir im stetigen Auf und Ab eine Serie von 6 bis 7 Gipfeln. Technisch sollte es für uns heute keine Probleme geben, allerdings sind unsere Ausdauer und Kraft gefragt, da wir mit unserem gesamten Gepäck unterwegs sind.
    Von der Podragu-Hütte geht es über den bereits bekannten Podragu-Sattel zum Gipfel Vistea Mare (2.527 m). Danach steigen wir auf zum Moldoveanu-Gipfel (2.544 m), dem höchsten Punkt der rumänischen Karpaten, und können bei guter Sicht das herrliche Gipfel-Panorama genießen. Über das Vistea Mare-Tor, den Bärengipfel (2.358 m) und das große Sambata-Fenster erreichen wir die Sambata-Hütte (1.401 m), unsere Unterkunft für diese Nacht. Die längsten Strecken haben wir geschafft!
    Gehzeit: 9-10h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 1600m; Übernachtung in der Sambata-Hütte [FMA]


    9. Tag Kloster Sambata - Kronstadt - Fahrt zum Königstein
    Im Vergleich zu den letzten Tagen ist die heutige Abstiegs-Etappe ein Kinderspiel. Am Anfang wandern wir talabwärts auf einem ausgetretenen Pfad und anschließend die letzten 5 km auf einem Forstweg. Schätzungsweise 2 Std. (reine Gehzeit) brauchen wir bis zum Kloster Sambata, wo wir eine Besichtigungspause einlegen. Sambata, ein Meisterwerk orthodoxer Baukunst, wurde im so genannten Brancoveanu-Stil errichtet. Dieser Name geht auf den Stifter des Klosters zurück, Constantin Brancoveanu, Fürst der Walachei (1688 - 1714). Weiter geht es nach Kronstadt. Die Stadt - als Corona urkundlich erstmals 1235 erwähnt - liegt in einer von Bergen umgebenen Talmulde zu Füßen der Zinne, ihres Hausberges. Wahrzeichen der Stadt ist die Schwarze Kirche, die erste lutherische Kirche Siebenbürgens. Nach einem Besuch der Schwarzen Kirche bummeln wir ein wenig durch die Fußgängerzone und genehmigen uns ein Bier auf dem Rathausplatz, dessen Schmuckstück das alte Rathaus ist. Seine heutige Form geht auf die Zeit nach dem großen Stadtbrand zurück. Wir schlendern weiter durch die Altstadt. Teile ihres mittelalterlichen Mauerrings, Türme und Basteien sind bis heute erhalten geblieben. Per Minibus fahren wir sodann zum Königstein. In einem am Fuße des Berges gelegenen Dorf übernachten wir bei einer rumänischen Familie heute einmal anders als sonst, nämlich rustikal im Heu. Mit einem selbst gebrannten Schnaps (Tuica - sprich: Zuika) können wir auf unsere nächste Bergtour am Königstein anstoßen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
    Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 2,5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 700m; Übernachtung im Heu [FMA]


    10. Tag Pferdewagenfahrt - Zarneschter Klamm - Curmatura-Hütte - optional: ”Kleiner Königstein”
    Von unserer Unterkunft (in Zarnesti) geht es gemütlich bergauf. Die ersten Kilometer fahren wir mit dem Pferdewagen und anschließend gehen wir weiter zu Fuß durch die spektakuläre Zarneschter-Klamm in Richtung Curmatura-Hütte (1.470 m). Nach der Ankunft gönnen wir uns ein kühles Bier. Der Königstein besteht größtenteils aus Kalkstein und ist wasserarm. Dennoch gedeihen Gebirgsblumen im Fels, wie z. B. die intensiv rosafarbene endemische Königsnelke. Eine tiefe Kerbe (= Curmatura) trennt die beiden Teile dieses schönen Kammgebirges, den Kleinen Königstein (1.816 m) vom Großen Königstein (2.240 m). Fichten- und Buchenwälder wachsen in den tieferen Lagen, von Weiden und blumenreichen Wiesen bedecktes Hügelland mit Streusiedlungen dehnt sich zu Füßen des Berges aus.
    Am Nachmittag können wir eine optionale Wanderung auf den ”Kleinen Königstein' (1.816m) unternehmen.
    Gehzeit: 4h; Aufstieg: 730m; Abstieg: 0m; Übernachtung in der Curmatura-Hütte [FMA]


    11. Tag Rundwanderung: ”Turnul” Gipfel - Padina Popii-Gipfel - Ascutit-Gipfel - Curmatura-Hütte nur mit Tagesrucksack
    Ein längerer Wandertag steht uns bevor, eine Rundtour mit unserem Tagesgepäck. Heute können wir die Runde je nach Lust und Laune variieren. Grundsätzlich 'kraxeln' wir heute sehr viel. Wir gehen über mit Kabeln versehene felsige Stellen, welche insbesondere bei Regen und Schnee sehr hilfreich sind und wandern über einige Geröllhalden. Von der Curmatura-Hütte wandern wir erst über einen Klettersteig über den Crapatura-Sattel zum 'Turnul'-Gipfel (1.911m), dann über einen ausgesetzten Gratweg zum Padina Popii-Gipfel (1.970 m) und über den Ascutit-Gipfel (2.150 m) zurück zur Hütte.
    Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 950m; Übernachtung in der Curmatura-Hütte [FMA]


    12. Tag Überquerung des Königsteins - Plaiul Foii-Hütte
    Ein besonderer Tag liegt heute vor uns! Mit unserem kompletten Gepäck überqueren wir den Königstein. Unsere Route verläuft über Padina Inchisa (1.935 m) - Brana Caprelor - Refugiu Diana bis zur Plaiul Foii-Hütte (840 m). Das Gelände ist sehr unterschiedlich und beinhaltet. z. B. auch steile, steinige und insbesondere geröllige Passagen. Erschwert wird unsere Etappe durch unseren Tourenrucksack. Der Abstieg ist steil. Bei schlechten oder ungünstigen Witterungsverhältnissen steigen wir ins Tal über eine gemütlichere Variante ab, und gehen 'um den Berg' herum nach Plaiul Foii. Nachmittags dürften wir am wohlverdienten Ziel sein und mit etwas Glück einen herrlichen Blick genießen. Wenn das Wetter mitspielt, erleben wir bei Sonnenuntergang, wie die Westwand des Königsteins in prachtvollen Goldtönen leuchtet.
    Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 465m; Abstieg: 1100m; Übernachtung in der Plaiul Foii-Hütte [FMA]


    13. Tag Törzburg und zur Rosenauer Bauernburg - Heimreise
    Zum letzten Mal packen wir unsere Tourenrucksäcke, nun aber für die Heimreise. Im Minibus fahren wir zur Törzburg und zur Rosenauer Bauernburg. Die Törzburg aus dem 14. Jh. mit ihren Türmen, Zinnen und Schießscharten liegt auf einer felsigen, bewaldeten Anhöhe und war einst eine strategisch wichtige Stelle an der Pass- und Handelsstraße über die Karpaten. Heute ist die Burganlage ein Museum. Als 'Dracula-Schloss' wurde sie zur Attraktion für Neugierige, obwohl der rumänische Herrscher Vlad Tepes ('der Pfähler' genannt), der den irischen Schriftsteller Bram Stoker zur Figur des Grafen Dracula inspirierte, nie auf der Törzburg residierte. Hoch über dem Städtchen Rosenau thront die gleichnamige Burg, ebenfalls aus dem 14. Jh., die wir nach 15-minütiger Fahrt erreichen. Ein kurzer aber steiler Pfad führt uns die 150 Höhenmeter durch den Wald hinauf. Von oben bietet sich uns ein herrlicher Tief- und Fernblick auf Rosenau, die Felder ringsum, auf das gesamte 'Burzenland' und auf die Karpaten in der Ferne.
    Am frühen Nachmittag werden zum Flughafen für unseren Rückflug nach Deutschland gebracht.
    Fahrzeit: 3-4h; [FM]


    Charakter der Tour und Anforderungen

    Die Wanderungen und Trekkingetappen sind anspruchsvoll und beinhalten technische Herausforderungen. Für die 3- bis 10-stündigen Wanderungen (reine Gehzeiten) müssen Sie über entsprechende sehr gute Kondition und Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen im alpinen Gelände) verfügen. Einige Stellen sind ausgesetzt und erfordern absolute Schwindelfreiheit. An den Tagen 5 - 6, 7 und 11 müssen Sie ausgesetzte, mit Ketten und Kabeln versicherte Stellen überwinden. Klettersteigerfahrung ist von Vorteil. Die Route führt über markierte Pfade oder Hirtensteige. Sie bewegen sich in Höhen zwischen 700 und 2.550 m. Als Vorbereitung für die Reise empfehlen wir regelmäßige, mehrstündige Bergwanderungen mit Gepäck und aufbauendes Konditionstraining.

    Die Tour wird von zwei erfahrenen Bergführern geleitet. An 8 Tagen, an denen die Hütten gewechselt werden, tragen Sie Ihren Tourenrucksack (max. 12 kg) selbst (Tag 2, 4, 6 - 10, 12). Während der Rundwanderungen (Tag 3, 5, 11) tragen Sie nur das Nötigste in Ihrem Tagesgepäck (z. B. Regenjacke, Proviant, Wechselwäsche, etc.). Bitte beachten Sie beim Packen Ihres Rucksacks unsere Ausrüstungsliste. Nehmen Sie nicht zu viel mit, dafür aber das Richtige (Kleider nach dem Zwiebelschalenprinzip aufeinander abstimmen). Sie sind im Hotel, in meist einfachen Berghütten sowie eine Nacht im Heu untergebracht. Die Hütten sind sehr einfach, daher ist Ihre Bereitschaft, vorübergehend auf Komfort zu verzichten, gefragt. Übernachtet wird in Mehrbettzimmern bzw. im Matratzenlager (Decken vorhanden). Natürliche Waschgelegenheiten (Quelle, Bach oder Fluss) befinden sich in Hüttennähe, die Toilette ist i. d. R. ein Trockenklo außerhalb der Hütte. Das Hotel in Hermannstadt ist ein gutes Mittelklassehotel und liegt 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

    Auf der gesamten Trekkingtour ist volle Verpflegung im Reisepreis enthalten. Morgens und abends nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in den Unterkünften ein. Auf die Wanderungen wird ein Mittagespicknick mitgenommen und im Freien verzehrt. Die Hüttenmahlzeiten sind landestypisch, deftig und schmackhaft. Auch wenn man auf den Karpatenhütten keinen 'Restaurantkomfort' vorfindet, so genießen Sie doch jeden Abend ein 3-gängiges, vom Hüttenwirten zubereitetes Menu. Wer möchte, nimmt zusätzlich noch Energie- oder Früchteriegel sowie Schokolade und Nüsse mit. Für konditionsstarke, schwindelfreie, trittsichere Bergwanderer mit Lust auf Gastfreundschaft. Pfade und Geröll; Wege teils mit Ketten oder Kabeln gesichert.

    Klima

    Siebenbürgen hat gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommermonate Juli bis September sind für unsere Reise am besten geeignet. In niedrigen Regionen liegen die Tagestemperaturen bei 25°C, sie können aber auch 35°C erreichen. In den Gebirgsregionen hat das Klima alpinen Charakter, mit Wetterumschwüngen und Temperaturstürzen muss immer gerechnet werden.

    Ausrüstung

    Für die einzelnen Tagesetappen brauchen Sie gute, eingelaufene und knöchelhohe Bergstiefel mit kräftiger Profilsohle. Leichte, atmungsaktive Wanderbekleidung gehört zur Ausrüstung, z.B. Funktionskleidung mit Merinowolle und Fleece-Bekleidung, da diese warm und leicht ist und sehr schnell trocknet - sowie Regen- und Windschutz. Teleskop-Stöcke, besonders teilweise für die Abstiege, haben sich als 'Gehhilfe' bewährt. Einen leichten Hüttenschlafsack sollten Sie für die Hüttenübernachtungen mitbringen. Wichtig ist ausreichender Sonnenschutz: helle Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Die meisten Wege bieten nur wenig Schatten, und die Sonnenintensität ist selbst bei wechselnder Bewölkung hoch. Eine Wasserflasche mit 2 l Fassungsvermögen, ein verschließbarer Plastikbehälter für das Mittagspicknick (Müllvermeidung), eine Stirnlampe sowie ein paar Handschuhe für die Ketten werden empfohlen.
    Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen mit den ersten Reiseunterlagen zugeht.


    Gepäck

    Für Ihr Trekking benötigen Sie einen Tourenrucksack mit Hüftgurt (ca. 60 Liter Volumen) und Regenschutz.

    Inklusivleistungen:

  • Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Sibiu (Hermannstadt)
  • Flug mit Lufthansa München - Sibiu - München
  • Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug
  • derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Übernachtung 10 x in Berghütten (Hüttenlager oder Mehrbettzimmer); 1 x im Heu, 1 x im Hotel (3 - Sterne)
  • 12 x Frühstück, 12 x Mittagessen, 12 x Abendessen
  • mindestens 1 Mitglied der rumänischen Bergwacht oder staatlich geprüfter Berg - und Skiführer
  • Rumänische sprechender Begleiter der Reise
  • Transfers/Fahrten laut Programm mit einem Bus
  • Eintrittsgebühren lt. Programm
  • Hauser - Top - Schutz im Wert von € 76; Reiserücktritts - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - Service
  • Nicht enthalten: fehlende Getränke, Trinkgelder (im eigenen Ermessen), individuelle Ausflüge und Besichtigungen.

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     Preise 
     Teilnehmer: 10-15 Pers.

    Reisedauer: 13 Tage

    Preis: ab 1.395,- €
  • Einzelzimmer: 26,- €
  • Rail & Fly Bahnfahrkarte der Lufthansa ab/bis deutscher Grenze: 65,- €

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     30.07. - 11.08.2012 verfügbar
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     Einreisebestimmungen 
     Rumänien:
    Visumfrei für Bürger aus Deutschland, Österreich und Schweiz für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb von 6 Monaten. Notwendig zur Einreise ist der bei Ankunft noch 6 Monate gültige Reisepass oder Personalausweis. Außerdem wird der Abschluss einer privaten Auslandsreise - Krankenversicherung empfohlen.
     

     Reiseveranstalter 
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    München, Deutschland
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    Letztes Update: 20.05.2012