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Reisen im schlesischen HimmelreichPolen / Schlesien / WandernReise Nr. 252 Manchmal, so sagt man, wähnten sich die Schlesier schon auf Erden im Himmelreich. Wahrscheinlich, wenn sie ihre herrlichen Mohnkuchen aßen. Und die österreichische Kaiserin Maria Theresia klagte, als sie Schlesien an den Preußenkönig Friedrich II. verlor: 'Den Garten hat er mir genommen ...' Unsere Kulturwanderungen durch das landschaftlich und kulturell so reiche Niederschlesien machen deutlich, warum die Mächtigen sich um 'den Garten Europas' stritten ... Zu den Terminen: Sowohl Ende April als auch Anfang Oktober sind in Südpolen meist stabile Wetterlagen und zudem ist in diesen Wochen oft das schönste Wanderwetter. Wanderschuhe und Sitzunterlage mitnehmen! Spaziergänge und Wanderungen (bis 10 km), Begegnungen mit Menschen, Dichtern und Denkmälern.
Reiseverlauf: Sa.: Anreise nach Görlitz Treffpunkt 14.48 am Bhf. (Ankunft des Zuges aus Dresden). Zweiter Treffpunkt: 17 h, Fußgängerbrücke an der Neiße. Die Grenzstadt Görlitz ist einer der schönsten Orte Deutschlands und größtes Flächendenkmal Europas. Görlitz war auch die Wirkstätte des Schusters Jakob Böhme, dessen mystisches Denken die schlesische Religiosität prägte. Am Abend dann unser erstes Quartier (bis Dienstag): das Schlosshotel Stonsdorf / Staniszow mit großer Parkanlage mitten im Hirschberger Tal. So.: Das Riesengebirge – eine Traumlandschaft Mit Blick auf den Kamm des Riesengebirges hat sich der schlesische Dichter Gerhart Hauptmann seine Villa ”Wiesenstein” in Agnetendorf bauen lassen. Von hier aus wandern wir zur sagenumwobenen Burgruine Kynast / Chojnik (4 km, 150 Hm). Warum eine norwegische Stabkirche ins Riesengebirge gerät und einiges mehr, erfahren wir in Krummhübel / Karpazc. Mo.: Ideale Landschaft – preußische Schloßparks Nach einem Rundgang in Hirschberg/Jelenia Góra bekommen wir in Lomnitz / £omnica einen Überblick über die zahlreichen Schlösser des Hirschberger Tales und haben dabei fast ständig die Schneekoppe im Blick. Wir erwandern die ”ideale Landschaft” – ehemalige Landschaftsparks des preußischen Adels. (8 km, bis 250 hm). Beim Abendessen erfahren wir schließlich, wie das ”Zillertal” nach Schlesien geriet. Di.: Weberarmut und Kirchenpracht Vom anmutigen Hirschberger Tal bis in unser neues Quartier in Schweidnitz / Swidnica begleitet uns Schlesische Geschichte: 12 alte Weberhäuschen erinnern an Hauptmanns ”Weber”, im Barockkloster Grüssau / Krzeszów erzählen Kirche und Piastengruft ihre Geschichten, und die Friedenskirche von Jauer / Jawor berichtet von evangelischen Traditionen. Am Ende besuchen wir das berüchtigte Konzentrationslager Groß-Rosen. Nach dieser historisch reichhaltigen Fahrt beziehen wir nahe beim Marktplatz von Schweidnitz unser Hotel ”Piast- Roman” (bis Freitag). Mi.: Vom Widerstand – Friedenskirche und Kreisau Den prächtigen Bürgerhäusern von Schweidnitz/ Swidnica sieht man an, dass die Stadt Jahrhunderte lang mit Breslau konkurrierte. Ein besonderes Juwel ist die evangelische Friedenskirche, die im damals Habsburgischen Schlesien gebaut werden durfte. Von Toleranz handelt auch unser Besuch im nahe gelegenen Kreisau / Krzyzowa, dem ehemaligen Sitz der Familie Moltke. Das ehemalige Zentrum der Widerstandsbewegung ”Kreisauer Kreis” ist heute eine wichtige deutsch-polnische Begegnungsstätte. Do.: Steinerne Labyrinthe und Glatzer Becken Mit dem Bus fahren wir durch Waldenburger und Glatzer Bergland ins kleine Heuscheuergebirge und wandern 4 km und 150 hm hoch zum Steinernen Laby-rinth, dessen grandiose Aussicht und pittoreske Stein-skulpturen schon Goethe begeisterten. Danach ge-nießen wir historische Bäder-Atmosphäre und zum krö-nenden Abschluss das Schloss Fürstenstein / Ksiaz. Fr.: Slawisches Mysterium und Breslau Slawische Mythen stehen heute im Mittelpunkt. Auf einer reizvollen Wanderung am Zobten / Sleza (4 km; 150 Hm) begegnen wir geheimnisvollen Skulpturen aus slawischer Frühzeit. Einen pulsierenden Kontrast zur Zobten-Einsamkeit bildet dann am Nachmittag die lebendige niederschlesische Metropole Breslau / Wrocław, wo wir Quartier in einem zentralen 3-Sterne-Hotel beziehen. Sa.: Die Blume Europas – Breslau Wir besuchen die Universität, den jüdischen Friedhof und andere Sehenswürdigkeiten, die ein eindrucks-volles Bild von der historischen und heutigen Bedeu-tung dieser Großstadt vermitteln, für die ein Tag eigentlich zu wenig ist. Natürlich bleibt auch Zeit für einen individuellen Stadtbummel. – Mit schlesischen Spezialitäten feiern wir gemeinsam Abschied. So.: Abschied und Abreise Die Zug-Rückfahrt nach Deutschland geht über Görlitz (z.b. ab 7.54 h od. 13.30 h, Görlitz an: 10.30 h / 16.27 h; od. über Berlin (z.B. ab 7.08 h od. 11.43 h, Be. an: 13.06 h / 17.21 h;od. Nachtzug an: 0.25 h, Berlin an: 7.09 h) Breslau-Berlin ab 29 €: s.S.50. Weiter Möglichkeiten sind Rückflug oder preiswerte Linienbusse. Historische Kurzerläuterung zur Reiseregion: Schlesien war und ist eine der wichtigsten Brückenlandschaften im östlichen Mitteleuropa. Ursprünglich slawisch besiedelt, war es anfangs Spielball zwischen polnischen und böhmischen Fürsten. Ab 1200 wurden vom polnischen Piasten-Herzog Boleslaw deutsche Siedler ins Land geholt. Wenig später geriet Schlesien unter böhmische Herrschaft, im 16.Jahrhundert wurde es habsburgisch. Im 18. Jahrhundert eroberte es Friedrich der Große für Preußen. Nach dem 2.Weltkrieg wurden die Deutschen als Folge des Naziterrors vertrieben. Danach wurden Polen dorthin zwangsumgesiedelt, die in den von Russland besetzten Gebieten Ostpolens nicht bleiben konnten und durften. Niederschlesien ist also einerseits eine Region voller kultureller Reichtümer, geprägt von alten Städten wie Breslau, Glatz, Görlitz, Hirschberg und Schweidnitz, mit geschichtlicher Patina und neuem Glanz und Leben. Auf der anderen Seite hat Niederschlesien mannigfaltige liebliche und dramatische Landschaften. Bei unseren Begegnungen mit Menschen, Dichtern und Denkmälern entwickelt sich ein farbiges Mosaik einer bewegten Region. Inklusivleistungen:
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