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Radtour Chiwa - Buchara - Samarkand

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Reise Nr. 336

Der alte Handelsweg der Seidenstraße machte Zentralasien mehr als ein Jahrtausend lang zur Drehscheibe des Welthandels und der Kulturen. Besondere Bedeutung erlangten die Oasenstädte Samarkand, Buchara und Chiwa durch ihre Lage an den Kreuzungspunkten der Handelsrouten. Wundervolle Moscheen und Koranschulen mit türkisfarbenen Kuppeln machen den besonderen Reiz dieser Städte aus. Neben den Meisterwerken islamischer Baukunst gibt es auch eine Vielzahl von Tschoi-Chonas (Teehäusern), wo man bei einer Schale grünen Tees angenehm sitzen und sich unterhalten kann. Ein Einkaufsbummel durch die farbigen Basare, wo man u.a. auch die berühmte Seide kaufen kann, ist ein besonderes Erlebnis. Unsere Radtour führt von Chiwa über Buchara, durch fruchtbare Oasen, die Wüste Kysyl Kum und über die Hügel des Karatau und Aktau bis nach Samarkand. In den Dörfern übernachten wir bei Familien, lernen die usbekische Gastfreundschaft und auch die typischen Speisen des Landes kennen, wie z.B. Palow, ein Reisgericht mit Lammfleisch, gelben Mohrrüben und Kichererbsen oder Sambusa, Blätterteigtaschen mit Hackfleisch-Zwiebel-Füllung.

Radtour Chiwa - Buchara - SamarkandRadtour Chiwa - Buchara - Samarkand

Reiseverlauf:

1. Tag

Flug Frankfurt-Taschkent. Ankunft am Abend.

2. Tag

Geführter Stadtrundgang durch die moderne usbekische Hauptstadt. Wir besichtigen u. a. die Medrese Kukeldash in der kleinen Altstadt, das Denkmal für die Erdbebenopfer von 1966 und einige besonders schöne Metrostationen.

3. Tag:

Vormittags kurzer Flug nach Urgantsch. Transfer nach Chiwa zum Hotel. Am Nachmittag geführter Stadtrundgang. Chiwa, die frühere Hauptstadt von Choresm, wirkt wie ein großes Freilichtmuseum, da die meisten Bauten des noch komplett erhaltenen Stadtkerns wie der Palast Toshchauli oder das Mausoleum Pachlawon Machmud restauriert worden sind und nur noch wenige tausend Menschen in der von einer hohen Lehmmauer umgebenen Altstadt wohnen.

4. Tag:

Am Vormittag weitere Besichtigungen in Chiwa. Nachmittags unternehmen wir eine kleine Probefahrt mit den Fahrrädern durch die alten und neuen Stadtviertel. Anschließend ist Zeit für eigene Erkundungen.

5. Tag:

Ein erster Tagesausflug mit dem Rad führt uns durch die Dörfer in der näheren Umgebung von Chiwa, wo wir einen Eindruck vom usbekischen Landleben bekommen. Radstrecke: ca. 60 km

6.-7. Tag:

Von Chiwa aus fahren wir in zwei Etappen mit dem Rad Richtung Norden in die Wüste Kysyl Kum (Wüste des Roten Sandes). Bei Beruni überqueren wir den Fluss Amu-Darja (Oxus). In dieser Gegend, die zur Autonomen Republik Karakalpakistan gehört, gibt es geheimnisvolle alte Ruinenstädte aus vorislamischer Zeit wie Toprak Kala oder Ajas Kala. In der Nähe von Ajas Kala werden wir in einem Jurtencamp übernachten. Radstrecken: ca. 78 km/ ca. 55 km

8. Tag:

Heute geht es per Bus quer durch die Wüste ins ca. 400 km entfernte Buchara (ca. 7-8 Std. Fahrtzeit).

9. Tag:

Buchara gilt als die ”heilige Stadt” Zentralasiens. Hier erwartet uns ein noch fast vollständig erhaltener orientalischer Stadtkern mit vielen historischen Bauten wie der mächtigen Kalon-Moschee oder der Medrese Mir i Arab, der größten Koranschule der Region, deren Kuppeln in leuchtendem Türkis erstrahlen.

10. Tag:

Heute kann jeder Buchara noch mal auf eigene Faust erkunden. Am Ljabi Chaus, dem von Moscheen und Medresen gesäumten großen Teich im Herzen der Altstadt, kann man im Schatten uralter Maulbeerbäume eine Schale grünen Tees genießen und einfach dem regen Treiben zuschauen.

11.-13. Tag:

In der fruchtbaren Buchara-Oase radeln wir vorbei an Obstpantagen, Baumwollfeldern und Maulbeerhainen auf Nebenstraßen durch viele kleine Dörfer. In der für ihre Keramik bekannten Stadt Gishduwan übernachten wir im Haus des Töpfermeisters Abdullah aka. Hinter Gishduwan erreichen wir wieder Ausläufer der Wüste Kysyl Kum. Die Hügelkette des Karatau überqueren wir beim kleinen Karaqarga-Pass (800 m). Bei der Abfahrt vom Pass ist Vorsicht geboten, da auf diesem Abschnitt viele Wüstenschildkröten die Straße überqueren. In dieser Region leben neben Usbeken auch persischsprachige Tadschiken. In der Kleinstadt Nurata werden wir bei einer tadschikischen Familie übernachten. Radstrecken: ca. 78 km/ ca. 83 km/ ca. 58 km

14.-15. Tag:

In Nurata besuchen wir die Hasrat-Ali-Quelle. Die Quelle gilt als heilig und zieht muslimische Pilger aus ganz Zentralasien an. Danach radeln wir durch die Wüste zum Jurtencamp von Jangikasghan, wo wir zweimal übernachten werden. Am 15. Tag unternehmen wir einen Tagesausflug mit dem Rad zum Aydarkul-See. Wer möchte, kann alternativ auch im Camp bleiben, einen Ruhetag einlegen oder einen Ausritt auf einem Kamel unternehmen (fakultativ). Radstrecken: ca. 68 km/ ca. 52 km

16.-18. Tag:

Am 16. Tag kurzer Bustransfer zurück bis hinter Nurata. Weiter geht es mit dem Rad in einem langen Tal zwischen den Bergketten des Aktau und Nuratau bis nach Qoshrabot. Hinter Qoshrabot überqueren wir am Folgetag den Aktau und kommen in die Samarkand-Oase. Wir unternehmen einen Abstecher nach Obolin, das Heimatdorf eines unserer Reiseleiter, der früher hier an der Dorfschule Deutsch unterrichtet hat. Von hier ist es nicht mehr weit bis Samarkand, das wir am 18. Tag erreichen. Radstrecken: ca. 85 km/ ca. 72 km/ ca. 48 km

19. Tag:

Samarkand ist eine der ältesten Städte der Welt. Mit ihren Meisterwerken islamischer Baukunst wie dem Mausoleum Guri Amir oder der Bibi Chanym Moschee, ihrem lebendigen Basar und den niedrigen Lehmhäusern aber auch durch den Einfluss der von Handel und Wandel geprägten postsozialistischen Moderne ist diese Stadt heute die Metropole des zentralasiatischen Orients schlechthin.

20. Tag:

Heute ist Zeit für eigene Erkundungen in Samarkand. Optional ist auch der Besuch einer Seidenteppichmanufaktur möglich.

21. Tag:

Am Vormittag fahren wir mit dem Schnellzug durch die Hungersteppe nach Taschkent. Nachmittags bleibt noch Zeit für einen letzten Einkaufsbummel in der usbekischen Hauptstadt.

22. Tag:

Frühmorgens Transfer zum Flughafen. Rückflug nach Frankfurt.

Charakteristik:

  • Radtour mit Leihrädern (26er Mountainbikes) oder eigenen Rädern auf größtenteils asphaltierten Straßen mit meistens geringem Autoverkehr;
  • Tagesetappen zwischen 48 und 85 km in flachem oder hügeligem Gelände, mittlere Kondition erforderlich;
  • Gepäcktransport im Begleitfahrzeug;

Im Reisepreis enthalten

  • Linienflüge Frankfurt - Taschkent - Frankfurt, Taschkent - Urgantsch
  • 12 Hotel - Übernachtungen mit Frühstück im DZ mit Du/WC
  • 6 Übernachtungen in Wohnhäusern einheimischer Familien (auf Baumwollmatten im Schlafsack, einfache sanitäre Anlagen)
  • 3 Übernachtungen in Jurtencamps (Du/WC auf dem Gelände)
  • 9 x Vollpension
  • alle Transfers in Usbekistan
  • Gepäcktransport im Begleitfahrzeug
  • deutschsprachige biss - Reiseleitung
  • Eintrittsgelder bei Besichtigungen
  • Infomaterial und Landkarte

Im Reisepreis nicht enthalten

Visum (85,- €), Leihrad (110,- €) bzw. Fahrradtransport im Flugzeug (ca. 140,- €), Rail&Fly-Bahnticket (65,- €)

Wunschleistungen

  • Leihrad: 110,- €
  • Rail&Fly - Bahnticket: 65,- €
  • Visum Usbekistan: ab 85,- €

  • Mindestteilnehmerzahl: 6
  • Maximale Teilnehmerzahl: 12

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