Ostern am Kaukasus
Reise Nr. 2583
Das Gebirgsland zwischen Kaspischem Meer und Schwarzem Meer ist uraltes Kulturland. Schon im Jahr 301 führte Armenien das Christentum als Staatsreligion ein. Das armenische Volk hat trotz Verfolgungen den christlichen Glauben bewahrt und nennt seine Kirche stolz ”armenisch-apostolisch'. Georgien, wo das Christentum nur wenig später zur Staatsreligion wurde, hat ebenfalls seit den ältesten Zeiten eine selbstständige (autokephale) Landeskirche. Byzantinische Kirchen auf den Fundamenten antiker Tempel faszinieren genauso wie einsame Bergklöster inmitten archaischer Landschaften. Die isolierte Lage in den Kaukasustälern führte schon früh zur Ausbildung einer eigenständigen Kirchenkunst und -architektur. Das Programm ist bewusst auf die Kar- und Ostertage abgestimmt, so dass die Möglichkeit besteht, die Traditionen des armenisch-apostolischen und des georgisch-orthodoxen Osterfestes kennen zu lernen.
Reiseverlauf:
1. Tag Aufbruch
Linienflug (Nachtflug) über Wien nach Jerewan, die Hauptstadt Armeniens.
2. Tag Erste Hauptstadt-Eindrücke
Am frühen Morgen Ankunft in Jerewan: Hotelbezug für fünf Nächte. Nach einer Ruhepause Stadtrundfahrt mit Panoramablick, Ausgrabungen der urartäischen Festung Erebuni (782 v. Chr.) und Genozid-Gedenkstätte Tsitsernakaberd.
3. Tag Gründonnerstag
Jerewan: Fahrt vorbei an Radio 'Eriwan' zur Kaskade mit herrlichem Blick auf die Stadt. Führung im Historischen Museum. Besuch der neuen Kathedrale (hl. Gregor des Erleuchters) zum Ritus der Fußwaschung. Am Abend Teilnahmemöglichkeit am Ritus der Lichtlöschung - eine Feierlichkeit, die bis zum frühen Morgen dauern kann.
4. Tag Karfreitag
Ausflug nach Khor Virap, wo Gregor der Erleuchter als Christ 15 Jahre in einer 'tiefen' Grube gefangen gehalten worden war, bevor er zum Missionar Armeniens wurde: Ausblick auf den in der Türkei liegenden 'heiligen Berg' der Armenier, den Ararat. Im Kloster Noravankh erleben wir die feierliche Karfreitagsliturgie nach dem armenisch-apostolischen Ritus.
5. Tag Karsamstag
Ausflug nach Yereruk zu Resten einer syrisch beeinflussten Basilika aus dem 6. Jh. Weiter nach Mastara: großer Tetrakonchos mit beeindruckender Kuppel. In Talin Besuch der Kathedrale (Kuppelhalle mit Seitenapsiden aus dem 7. Jh.), der Marienkirche, ein kleiner kreuzförmiger Monokonchos und zahlreiche Grabmonumente aus dem 5.- 8. Jh. In Arutsch: Palastkirche, ein Kuppelsaal von beeindruckender Größe mit Freskenresten in der Apsiskalotte ; Palastanlage mit Resten einer kleineren Vorgängerkirche und Grabstelen aus dem 6.-8. Jh.; Karawanserei. Um Mitternacht Teilnahmemöglichkeit an der Auferstehungsliturgie in der Kathedrale Grigor Lusavoritsch.
6. Tag Ostersonntag
Ausflug zum Höhlenkloster Geghard, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Armeniens: Möglichkeit zur Teilnahme an der armenisch-apostolischen Festtagsliturgie. Besuch von Garni, das Sommersitz der armenischen Könige war und wegen des einzigen im Kaukasus erhalten gebliebenen hellenistischen Tempels berühmt ist. In Etschmiadzin, dem Sitz des armenischen Katholikos und religiösen Zentrums des armenischen Volkes, Besuch der Kirchen Surb Hriphsime und Surb Gajane sowie der Hauptkathedrale und des Kirchenzentrums. Besuch des Kirchenmuseums und der Schatzkammer.
7. Tag Blaue Perle Armeniens
Fahrt zum malerisch im Hochgebirge gelegenen Sewansee: Besuch des Sewanklosters auf der Halbinsel, die als Verbannungsort des armenischen Adels diente. Weiter zum Kloster Goshavank, wo sich der vielleicht schönste Kreuzstein des Landes befindet. Hotelbezug in Dilijan für eine Nacht.
8. Tag Kirchen und Klöster
Fahrt in Richtung Alaverdi: Auffahrt mit Kleinbussen zum Klosterkomplex von Odzun: einzigartige Basilika. Weiter zum Kloster Haghbat mit drei Kirchen, Bücherei und Refektorium. Fahrt über die georgische Grenze bei Sadakhlo nach Tbilissi, Hauptstadt Georgiens: Hotelbezug für sechs Nächte.
9. Tag Die Hauptstadt intensiv
Tbilissi: Altstadt mit der Metechi-Kirche und dem Blick auf den Fluss Mtkwari (Kura). Vorbei an den Schwefelbädern – die am Abend fakultativ besucht werden können – zur Nariqala Festung, zur Synagoge und zur Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der hl. Nino aufbewahrt wird. Weiter zur Antschischati-Kirche, der ältesten Kirche der Stadt. Falls wieder geöffnet, Schatzkammer des Kunstmuseums mit einer wunderschönen Ikone-Sammlung (Ersatz: Schatzkammer des Historischen Museums mit Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses). Abendessen in einem traditionellen Restaurant.
10. Tag Gründonnerstag (julianisch)
Tbilissi: Der Katholikos-Patriarch Georgiens wäscht in Erinnerung an die Fußwaschung Jesu in der Sameba-Kathedrale oder in Mzcheta vor der Gemeinde 12 Priestern die Füße. Evtl. Teilnahmemöglichkeit an der Liturgie. Herrlicher Blick vom Panoramaberg. Besuch einer Werkstatt, wo uns die alte Technik der Goldschmiedekunst (Zellschmelztechnik) gezeigt wird.
11. Tag Karfreitag (julianisch)
Ausflug nach Mzcheta, der alten Hauptstadt und religiöses Zentrum Georgiens (UNESCO-Weltkulturerbe) mit der Dschwari-Kirche und der Swetizchoveli-Kathedrale, an deren Stelle sich nach einer Legende der Leibrock Christi befinden soll: Teilnahmemöglichkeit am Karfreitagsmorgengottesdienst; Besuch einer Familie, die die Tradition des Ostereierfärbens pflegt. Im Nonnenkloster Samtawro Teilnahmemöglichkeit an der Liturgie der Kreuzabnahme und Grablege Christi.
12. Tag Karsamstag (julianisch)
Ausflug mit Kleinbussen zum Höhlenklosterkomplex David Garedscha und nach Möglichkeit zu weiteren Klöstern in der Halbwüste. Abendessen in Tbilissi. Um Mitternacht Teilnahmemöglichkeit an der Ostergottesdienstliturgie in Schiomghwime.
13. Tag Ostersonntag (julianisch)
Nach dem Osterfrühstück Ausflug nach Kachetien, das bekannte Weinanbaugebiet Georgiens. Wir fahren zum Nonnenkloster Bodbe, wo die hl. Nino begraben liegt. Spaziergang durch die malerische Stadt Signagi. Besuch eines Bauernhofes mit Mittagessen, Weinverkostung und Einführung in die georgische Weinherstellung. Unterwegs Halt an den am Wege liegenden Kirchen Gurdshaanii und Velisziche.
14. Tag Abschied und Heimreise
Am frühen Morgen Rückflug über München nach Frankfurt/M.
Zusatzinfos
Einreisebestimmungen
Reisepass und Visum erforderlich! Deutsche Staatsbürger benötigen einen Reisepass, der nach Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Das Gruppenvisum wird von Biblische Reisen eingeholt und am Flughafen in Jerewan bei Einreise erteilt.
Wichtige Hinweise
Die Flüge werden als Nachtflüge durchgeführt. Anreise: Abflug Frankfurt ca. 20.10 Uhr, Ankunft Jerewan ca. 04.35 Uhr; Rückreise: Abflug Tbilissi um ca. 04.00 Uhr, Ankunft Frankfurt ca. 08.20 Uhr (Änderungen vorbehalten).
Anmerkungen
Diese Reise bietet die Möglichkeit, sowohl am armenisch-apostolischen als auch am georgisch-orthodoxen Osterfest teilzunehmen. Die tAgesprogramme werden den Feierlichkeiten entsprechend angepasst.
An- und Rückreise zum Flughafen
Wir bieten zu dieser Reise vergünstigte Bahntickets zum Flughafen an:
Fahrpreise für die Hin- und Rückfahrt, ohne Zugbindung, gültig für alle fahrplanmäßigen Züge der Deutschen Bahn:
Bis 400 km einfache Strecke:
- 2.Klasse ohne Bahncard: 72 Euro
- 2.Klasse mit Bahncard: 56 Euro
Bis 600 km einfache Strecke:
- 2.Klasse ohne Bahncard: 114 Euro
- 2.Klasse mit Bahncard: 98 Euro
Ab 601 km einfache Strecke:
- 2.Klasse ohne Bahncard: 142 Euro
- 2.Klasse mit Bahncard: 126 Euro
Im Reisepreis enthalten
- Linienflug mit Austrian Airlines von Frankfurt/M. über Wien nach Jerewan und zurück mit Lufthansa von Tbilissi über München nach Frankfurt (andere Abflughäfen s.u.)
- Transfers, Rundreise und Ausflüge in landestypischen Reisebussen
- Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad/Dusche und WC in Mittelklassehotels der offiziellen örtlichen 3 - 4 Sterne - Kategorie.
- Fachlich qualifizierte BiR - Reiseleitung
- Einheimische deutschsprachige Reiseführung
- Alle Eintrittsgelder
- Flughafen - , Lande - und Sicherheitsgebühren
- Trinkgeldpauschale
- Visagebühren
- Mindestteilnehmerzahl: 20
- Maximale Teilnehmerzahl: 30
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