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Naadam bei Nomaden: Trekking am Hövskgol-SeeMongolei / TrekkingReise Nr. 308 Seit Jahrhunderten wandern die Nomaden des Darchad-Kessels im äußersten Norden der Mongolei über die Horidol Saridag-Berge hinab zum Hövskgol-See. Jeden Herbst ist es soweit: Familien beladen ihre Ochsen und treiben ihre Rinder, Schafe und Ziegen zu den Winterweiden an den Ufern des Hövskgol-Sees, wo das Gras hoch genug steht, um die Tiere bis zum Frühjahr zu ernähren. Unsere Wanderroute folgt diesen alten Pfaden durch das Herz der Berge, über Pässe, Hochebenen und durch Flusstäler – es geht durch wilde und unberührte Landschaften. Packpferde übernehmen den Gepäcktransport, Nomaden sind Ihre Begleiter. Die Route führt am Sommerlager der Nomaden vorbei, wo Sie rasten und eine Schale Milchtee probieren können. Unterwegs zum Hövskgol-See beeindruckt die herbe Schönheit mongolischer Landschaft. Steppe, aber auch Seen und Berge hinterlassen unvergessliche Eindrücke. Am Hövskgol-See führt die Wanderung am Ufer entlang, ehe Sie den Uran Dosh besteigen. Vom Gipfel dieses sagenumwobenen Berges schweift der Blick über den See und bis zu den schneebedeckten Bergen jenseits der Grenze in Sibirien. Zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise gesellt sich das Naadam-Fest der Nomaden in Renchinlum als kultureller Höhepunkt. Dieses wichtigste Fest der Mongolen bei und mit den Nomaden zu erleben, ihnen beim Ringen und Reiten zuzusehen, ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit MIAT Mongolian Airlines von Berlin Tegel nach Ulaan Baatar. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; 2. Tag Ulan Bator Am Morgen Ankunft in der Mongolei. Die mongolische Hauptstadt liegt in einem von Bergen umgebenen Talkessel auf 1.350 m Höhe. Bereits heute lernen wir Ulan Bator (”Roter Held') kennen. Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählt die Stadt z.B. das russische Freundschaftsdenkmal, Gandan (das größte und aktivste Kloster Ulan Bators) sowie den Suche Bator-Platz im Zentrum der Stadt. Wir sind in einem Mittelklassehotel untergebracht. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übenachtung in einem Hotel 3. Tag Ulan Bator - Karakorum Durch weite Steppenlandschaft fahren wir von Ulan Bator nach Karakorum, der ehemaligen Haupstadt des mongolischen Weltreichs. 1206 vereinigte der berühmte Mongolenfürst Dschingis Khan die mongolischen Stämme erstmals zu einem Staatswesen. Unter Dschingis Khan und Kublai Khan erlebte das Reich der Mongolen eine Blütezeit, es erlangte eine Vormachtstellung in Vorder-, Inner- und Ostasien und erstreckte sich vom Chinesischen Meer bis an die ”Pforten Europas'. Wir besuchen Erdene Zuu ('Kostbarer Herr'), das erste buddhistische Kloster der Mongolei. Es wurde 1586 teilweise aus den Steinen von Karakorum erbaut und ist das größte Kloster des Landes. Der quadratische Tempelbezirk ist von einer hohen Mauer umgeben, in die 108 Stupas eingegliedert sind. In der Nähe von Karakorum bauen wir unsere Zelte auf. Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 360km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA] 4. Tag Karakorum - Tsetserleg - Tariat Chulut Am Vormittag fahren wir nach Tsetserleg und werden dort einen kleinen Spaziergang auf einen Tempelberg machen. Von dort haben wir eine schöne Aussicht über das Städtchen. Unsere heutige Fahretappe endet am Tariat Chulut, dem sogenannten ”großen Stein'. Dieser Stein hat seine eigene Geschichte, die die Einheimischen uns sicher erzählen werden. In der Nähe des großen Steines zelten wir am Ufer des Tamir-Flusses. Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 150km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 5. Tag Tariat Chulut - Tariat - Großer Weißer See Wir machen uns auf den langen Weg zum Terchin Tsagan Noor, bekannt als Großer Weißer See. An seinem Ufer erstreckt sich der einzige Sandstrand der Mongolei. Unterwegs sehen wir den ”Baum mit den tausend Ästen' und das Tal des Chulut-Flusses, der sich im Lauf der Zeit tief in den harten Stein gegraben hat. Kurz vor unserem Jurten-Camp erreichen wir den erloschenen Vulkan Khorgo. Auf einer kleinen Wanderung auf den Gipfel des Vulkans gehen wir über erkaltete Lava, die den Fluss einst gestaut hat und den Terchin Tsagan Nuur entstehen ließ. Die Nacht verbringen wir in Zelten. Gehzeit: 1-2h; Fahrzeit: 5h; Fahrstrecke: 150km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 6. Tag Großer Weißer See - Jargalant - Schin Ider - Camp Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Norden auf. Bei den Ruinen des Klosters mit den 108 Stufen legen wir einen Zwischenstopp ein und fahren dann über Jargalant und Shin Ider weiter, bis wir am Abend unsere Zelte an einer geeigneten Stelle aufschlagen. Fahrzeit: 7h; Fahrstrecke: 210km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 7. Tag Camp - Murun - Hatgal - Ongolog Auf einer der schönsten Straßen der Mongolei setzen wir unsere Fahrt fort; sie führt durch die Khangai-Berge nach Murun. Ziel der heutigen Fahretappe ist der Hövskgol-Sees. Wir halten kurz in Hatgal , der Ort gilt als Eingang zum Hövskgol-Nationalpark. Am Ende der Strasse bei Ongolog treffen wir auf unsere Nomaden und bauen bei ihnen unsere Zlte auf. Fahrzeit: 7h; Fahrstrecke: 240km; Zelt [FMA] 8. Tag Trekking bis zum Uran Dosh Am Vormittag können wir es langsam angehen lassen. Wir bereiten uns auf unser Trekking vor. Nachdem unser Gepäck auf unsere Packpferde verteilt ist, geht es nach einem frühen Mittagessen los. Den ganzen Tag über wandern wir am Seeufer entlang und können die wunderschöne Aussicht auf den See genießen. Am Ufer stellen wir abends unsere Zelte auf. Gehzeit: 4h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Zelt [FMA] 9. Tag Gipfeltag Wir steigen auf den Uran Dosh (2.768 m). Von seinem Gipfel bietet sich eine phantastische Aussicht über den See und bis zu den schneebedeckten Bergen jenseits der Grenze in Sibirien. Uran Dosh bedeutet ”des Schmiedes Amboss' - ein zutreffender Name für diesen Berg, der anstatt eines steilen Gipfels ein ebenes Plateau aufweist. In einer örtlichen Sage heißt es, ein Held habe die Spitze des Berges 'benutzt', um den See zu stauen. Die Bergspitze wurde dann zur einzigen Insel im See. Auf- und Abstieg werden zwar den ganzen Tag in Anspruch nehmen, technisch ist dieser Berg jedoch einfach. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 1300m; Abstieg: 1300m; Zelt [FMA] 10. Tag Hövskgol-See Unsere Etappe führt an den Mineralquellen von Har Us vorbei, die für ihre Heilkraft bekannt sind. Heute werden wir wieder am schönen Seeufer zelten. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Zelt [FMA] 11. Tag Jiglig-Pass - Tal des Arsin Gol-Flusses Wir folgen dem Pfad der Nomaden, der vom See weg und über den Jiglig-Pass ins Tal des Arsin Gol-Flusses führt. Der Aufstieg zum Pass ist technisch einfach, doch anstrengend. Durch die Nähe des Permafrost-Bodens ist das Gelände meist sehr sumpfig. Am Abend zelten wir in Flussnähe. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 150m; Zelt [FMA] 12. Tag Arsin Gol-Fluss Den ganzen Tag über folgen wir dem Arsin Gol, bis wir den Fluss ein letztes Mal überqueren und das Camp 'unserer' mongolischen Nomaden und ihrer Familien erreichen. Diese Nacht werden wir in der Nähe ihrer Gers zelten. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Zelt [FMA] 13. Tag Renchilum - Vorbereitung des Naadam-Festes Eine kurze Wanderung bringt uns nach Renchinlum, wo wir morgen das berühmte Naadam-Fest miterleben können. Der Name des Festes 'Eriin Gurwan Naadam' bedeutet 'Die drei männlichen Spiele'. Im Mittelpunkt der bunten Feier stehen Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen, die drei traditionellen mongolischen Sportarten. Die Mongolen messen sich vor allem im Pferderennen und Ringkampf, das Bogenschießen steht meist im Schatten der beiden anderen Wettkämpfe. Heute haben wir Zeit, um die Vorbereitungen zum Fest zu beobachten und es gemütlich angehen zu lassen. Wir übernachten im einfachen, aber gemütlichen Saridag Inn (heiße Duschen!) in traditionellen Gers oder wieder in unseren Zelten (limitierte Ger-Unterkunft). Gehzeit: 2h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Jurten oder Zelt [FMA] 14. Tag Naadam-Fest in Renchinlum Wir werden den ganzen Tag in Renchinlum verbringen und das Fest miterleben. Übernachtung wie am Vortag. Das Naadam-Fest ist vor allem eine Sportveranstaltung. Frauen nehmen an den Wettkämpfen auch teil, allerdings nicht an den Ringkämpfen. Mit Pferden sind die Mongolen schon von Kindesbeinen an vertraut. Pferderennen ist ein beliebter Sport, der 5- bis 13-jährigen Kindern vorbehalten ist. Mädchen und Jungen haben sichtlich Spaß an einem rasanten Ritt - oft ohne Sattel - durch die sanften, grünen Hügel der weiten Steppe. Beim Naadam-Fest sind die Jockeys Kinder, darunter zahlreiche Mädchen. Als eigentliche Sieger gelten weniger die kleinen Reiter und Reiterinnen als vielmehr einzelne Pferde und ihre Züchter. In der Zucht und dem Training der Pferde kommt die über viele Jahrhunderte gesammelte Erfahrung der Nomaden und Krieger zum Tragen. Ringen gilt als Nationalsport Nr. 1! Den Wettkampfplatz betreten die Ringer mit ausgestreckten Armen, wodurch sie den Flug eines mächtigen Adlers nachahmen. Der Ringkampf ist zeitlich nicht begrenzt und kann u.U. Stunden dauern. Verloren hat derjenige Ringer, der mit einem anderen Körperteil als mit seinen Schuhsohlen die Erde berührt. Nach dem Ringkampf muss der Verlierer unter den Armen des Siegers (seinen 'Adlerschwingen') hindurchgehen und dadurch seinen Respekt bekunden. Jurten oder Zelt [FMA] 15. Tag Renchinlum - Tal des Hurtling-Flusses Mit vielen neuen Eindrücken verlassen wir Renchinlum und folgen dem Rand des riesigen Darchad-Tales. Wir erreichen das Tal des Hurtling-Flusses in den Horidol Saridag-Bergen und schlagen am Abend unsere Zelte auf. Gehzeit: 8h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 100m; Zelt [FMA] 16. Tag Horidol Saridag-Berge Weiter geht es durch die steilen Schluchten der Horidol Saridag-Berge, der Pfad führt uns wieder in den Hövskgol-Nationalpark. Nach dem Mittagessen folgen wir dem Pfad steil hinauf zum Hurtling-Pass. Diesen alten Weg haben russische Forscher in den Berg gegraben. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 250m; Zelt [FMA] 17. Tag Tal des Arsin Gol Die Landschaft ändert sich allmählich und wir betreten das weite Tal des oberen Arsin Gol. Unsere Wanderung führt durch das Tal. Gezeltet wird in Flussnähe. Gehzeit: 7,5h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 450m; Zelt [FMA] 18. Tag Passüberquerung - Hövskgol-See Wir erklimmen den letzten Pass auf unserer Route und können die großartige Aussicht auf den Hövskgol-See genießen. Untergebracht sind wir im komfortablen Ger Camp in Jankai (heiße Duschen!). Abendessen gibt's auf der Veranda mit Blick auf den See. Gehzeit: 3h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 250m; Jurten-Camp [FMA] 19. Tag Jankai - Murun - Ulan Bator Der Morgen dient der Erholung und Entspannung; wer möchte, kann am Seeufer verweilen. Am Nachmittag geht es nach Murun für den Rückflug nach Ulan Bator. Der genaue Tagesablauf hängt vom Flugplan ab, der jedoch erst im Mai festgelegt wird. In Ulan Bator beziehen wir unsere Zimmer in einem Mittelklassehotel. Am Abend treffen wir uns zu unserem Abschiedsessen. Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 120km; Hotel [FMA] 20. Tag Rückreise Zeitig werden wir zum Flughafen gebracht für unseren Heimflug. Ankunft in Deutschland am Nachmittag/Abend. Charakter der Tour und Anforderungen: Die Wanderungen sind für alle ausdauernden, trittsicheren Wanderer geeignet. Die 2- bis max. 8-stündigen Etappen stellen keine technischen Anforderungen, führen stellenweise aber durch wegloses Gelände und erfordern entsprechend Kondition. Für den Gepäcktransport ist gesorgt, Sie selbst tragen lediglich das Notwendigste in Ihrem Tagesrucksack (z.B. Windjacke und winddichte Hose, Brotzeit, Trinkwasserflasche, Fotoapparat etc.). Die teilweise langen Überlandfahrten setzen Durchhaltevermögen und Geduld voraus, zumal die lokalen Fahrzeuge einfach und die ”Straßen' häufig nur staubige und holprige Pisten sind. Beachten Sie bitte: Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenproblemen) ist diese Reise aus o.g. Gründen nur bedingt geeignet. Bitte halten Sie ggfs. Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin und mit unserem Reisespezialisten. Übernachtet wird in Zwei-Personen-Zelten, Jurten und in Hotels. Die einzelnen Wanderungen stellen keine technischen Anforderungen und sind für alle ausdauernden, trittsicheren Wanderer geeignet. Für die 2- bis max. 6-stündigen Etappen sollten Sie entsprechend Kondition mitbringen. Für den Gepäcktransport ist gesorgt, Sie selbst tragen lediglich das Notwendigste in Ihrem Tagesrucksack (z.B. Windjacke, Brotzeit, Trinkwasserflasche, Fotoapparat etc.). Für die teilweise langen Überlandfahrten benötigen Sie Durchhaltevermögen und Geduld, zumal die lokalen Fahrzeuge einfach und die ”Straßen' häufig nur staubige und holprige Pisten sind. Beachten Sie bitte: Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenproblemen) ist diese Reise aus o.g. Gründen nur bedingt geeignet. Bitte halten Sie ggfs. Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin und mit unserem Reisespezialisten. Übernachtet wird in Zwei-Personen-Zelten und in Hotels. Inklusivleistungen:
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