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Mongolische Vielfalt: Berge, Steppen, Taiga, WüsteMongolei / TrekkingReise Nr. 309 Die Mongolei ist untrennbar mit dem Namen Dschingis Khan verbunden. Es ranken sich viele Mythen, Legenden und Geschichten um diesen bedeutenden Herrscher. Bis heute weiß niemand genau, wo Dschingis Khan begraben ist. Seit Jahrhunderten gibt es aber ein Stelle, auf die sich viele Hinweise konzentrieren: der Gipfel des Burkhan Haldun mit 2.260 m einer der höchsten Berge des Khan Khentii-Nationalparks. Mit Packpferden wandern Sie fünf Tage durch die Permafrost-Wildnis und sind fasziniert vom Rundblick am Gipfel mit seinem heiligen und imposanten Ovoo, jener Steinsetzung, die vermutlich das Grab Dschingis Khans ist. Auf der Weiterreise durchstreifen Sie den Nationalparks des Bogd Khan, sind mit Kamelzüchtern in den Steppen- und Wüstengebiete unterwegs und können mit etwas Glück die seltenen Prezewalski-Pferde im Nationalpark Khuatai beobachten. Diese Reise lebt von den vielschichtigen Gegensätze der Mongolei: Nomadentum und Moderne, Schamanismus, Buddhismus und Dschingis Khan-Kult und eine unerwartete landschaftliche Vielfalt.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Flug mit MIAT von Berlin nach Ulan Bator. 2. Tag Ulan-Bator Am frühen Morgen kommen wir in Ulan Bator an. Am Flughafen Dschingis Khan wartet unser einheimischer Reisebegleiter bereits auf uns. Wir werden zu unserem Hotel im Stadtzentrum gebracht und können uns kurz erholen und erfrischen. Gegen 11 Uhr geht es auf Erkundungstour. In der mongolischen Hauptstadt besuchen wir das aktivste buddhistische Zentrum der Mongolei, die Gandantegchilen-Klosteranlage, und anschließend das Buddhistische Kunstmuseum Zanabazar. Am Suchbaatar-Platz besichtigen wir das zu Ehren Damdin Suchbaatars, des großen Helden der mongolischen Revolution, errichtete Denkmal und eine große Statue von Dschingis Khan vor dem Parlamentsgebäude. Am Nachmittag werden wir das Naturhistorische Museum und das Bogd-Khan-Palast-Museum besichtigen. Am späten Nachmittag fahren wir zum Zaisan-Hügel, von dem aus sich eine herrliche Aussicht über die 1,2- Millionen-Metropole Ulan-Bator bietet. Übernachtung in einem Hotel [MA] 3. Tag Fahrt zum Kherlen-Fluss Die heutige Fahrt führt uns zum Fluss Kherlen in der Nähe des Dorfes Mungunmorit. Unterwegs besichtigen wir die neu errichtete gewaltige, silberne Reiterstatue von Dschingis Khan, die sich auf dem Tsonjin- Boldog-Hügel erhebt. Dschingis Khan hält eine goldene Peitsche in der rechten Hand. Von der Mähne seines Pferdes aus können wir die herrliche Aussicht auf die Umgebung genießen. Fahrzeit: 4h; Zelt [FMA] 4. Tag Khan-Khentii-Nationalpark Wir fahren in den Khan-Khentii-Nationalpark, der die Taiga in der zentralasiatischen sonst wenig bewaldeten Region vertritt. Der Park hat eine Fläche von 12271 km2. Im Khan-Khentii-Gebirge gibt es seit 1818 zeremonielle Opferfeste. Seit 1996 ist dieser Nationalpark als Weltkulturerbe registriert. Durch menschliche Tätigkeit wurde das Gebiet kaum verändert. Fauna und Flora sind ähnlich wie in Sibirien. Am Nachmittag erreichen wir unseren Zeltplatz in der Nähe des Tenger-Bosgin-Davaa-Passes. Wir schlagen unsere Zelte am Kherlen-Fluss auf. Am Abend schließen sich die Nomaden mit ihren Packpferden uns an, sie werden uns in die Wildnis begleiten. Fahrzeit: 1-2h; Zelt [FMA] 5. Tag Khan Khentii-Naturschutzgebiet Die ersten 2 Kilometer wandern wir über den Tenger-Bosgo-Pass und dann weiter nach Dood Ovoo am Fuß des heiligen Berges Burkhan-Haldun im Khan Khentii-Naturschutzgebiet. Um den Burkhan-Haldun rankt sich folgende Geschichte: Die verschiedenen mongolischen Stämme (Ulus = Befehlsbereich) siedelten im Osten der heutigen Mongolei und zogen zwischen den Flüssen Onon, Orchon und Kerulen umher. Geführt wurden sie von einzelnen Anführern. Diese nannten sich, je nach Abstammung, Baatar (”Ritter') oder Noyon (”Häuptling'). Auch Yesuegei, der Vater Temudschins (”Dschingis Khan' = ”ozeangleicher Herrscher'), war dank seiner edlen Herkunft ein solcher Baatar und führte einen Stamm an. Dessen Urahnen wurden von den mongolischen Geschichtsschreibern als Wolf und weiße Hirschkuh bezeichnet. Damit wollte man Dschingis Khan eine mystische Herkunft geben. Der vom Himmel erzeugte, vom Schicksaal auserkorene blaugraue Wolf Bortae-Tschino (auch Boert-a-Tschino, er stellte den Himmel dar) war der Bräutigam der strahlenden Hirschkuh Maralgua (die die Erde verkörperte). Er begründete als Urvater das stolze Volk der Mongolen. Auf diese Weise entwickelte sich der siegreiche Stamm, der sich noch heute mit diesen Tier-Symbolen identifiziert. Die Heirat von Wolf und weißer Hirschkuh wurde als die Geburt des mongolischen Volkes gedeutet. Der Wolf, das Ebenbild der Krieger, steht für die Kraft der Mongolen. Die Hirschkuh dient als Symbol der Stämme und Schamanen. Nach der Heirat schwammen Wolf und Hirschkuh den Fluss Onon hinauf, um sich am Fuß des heiligen Berges Burkhan-Haldun niederzulassen und um ihren ersten Sohn Batatschichan zur Welt zu bringen. Hier begann das Leben des nomadischen Volkes. Gehzeit: 5h; Zelt [FMA] 6. Tag Burkhan-Haldun Mit unseren Packpferden wandern wir in ca. 4 Stunden bis zum Gipfel des Burkhan-Haldun. Dieser 2.362 m hohe, den Menschen heilige Berg ist der höchste Berg des Khentii-Nationalparks. Faszinierend ist der Rundblick am Gipfel, beeindruckend der imposante, als heilig geltende Ovoo, der vermutlich das Grab Dschingis Khans ist. Weiter geht es bergab in Richtung Iluuriin Gol . Gehzeit: 8h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Zelt [FMA] 7. Tag Wanderund entlang des Kherlen-Flusses Unsere Route führt weiter zum Kherlen-Fluss. Hier schlagen wir an einer schönen Stelle unser Lager auf. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 8. Tag Letzter Wandertag Heute geht es auf ebener Strecke am Kherlen-Fluss entlang. Nach 4-5 Stunden erreichen wir eine Brücke und treffen dort wieder auf unsere Fahrzeuge. Gehzeit: 4-5h; Zelt [FMA] 9. Tag Tuul Riverside Lodge Nach den langen, anspruchsvollen Wanderetappen der letzten Tage verlassen wir den Khan-Khentii-Nationalpark und fahren in Richtung Maikhan Tolgoi ins Gajuurt-Naturreservat. Dort befindet sich das Jurtencamp der Tuul Riverside Lodge am Tuul-Fluss. Hier werden wir den Abend ausklingen lassen. Fahrzeit: 4-5h; Jurtencamp [FMA] 10. Tag Bogd Khan Uul Nach dem Frühstück wandern wir vom Jurtencamp aus über einen 1.700 m hohen Pass. Am Fuß des Passes, auf der anderen Seite, warten unsere Fahrzeuge und bringen uns in eines der ältesten Naturschutzgebiete der Welt, ins Bogd-Khan-Uul-Biosphärenreservat. In ca. 2 Stunden wandern wir bis zum Gipfel des Tsetsee Gun (2.258 m) und steigen auf der Südseite zur Ruine des Manzushir-Klosters ab. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 900m; Zelt [FMA] 11. Tag Zorgol Khairhan Heute verlassen wir den südlichsten Teil der Taiga mit seinen charakteristischen Wäldern und fahren Richtung Westen. Plötzlich tauchen riesige Felsformationen in der Gobi auf. Wir erkunden die Gegend und haben unterwegs vielleicht das Glück, das seltene und scheue Argali-Wildschaf, das weltweit größte Wildschaf, zu sehen. Auch Steinböcke leben hier. Unser Ziel, der 1.668 m hohe Berg Zorgol Khairhan, ist den Einheimischen heilig; hier wachsen besonders viele Heilkräuter und viele Spuren zeugen davon, dass die Menschen Opfergaben darbringen. Am Abend treffen wir die Kamelzüchter, mit denen wir in den nächsten Tagen unterwegs sein werden. Fahrzeit: 4h; Zelt [FMA] 12. Tag Baga Khairkhan Nach dem Frühstück beginnt unser Kameltrekking bzw. unsere 3-tägige Wanderung. Wir verlassen den heiligen Berg und wandern in Richtung des Baga-Khairkhan-Berges. Unterwegs kommen wir am Hariin-Nuur-See vorbei, an dem sich viele verschiedene Arten von Zugvögeln von Frühjahr bis Spätherbst aufhalten. Während der Wanderung bekommen wir ein Gefühl für die Weite der offenen Steppenlandschaft. Am Abend erreichen wir unser Etappenziel in der Nähe des Berges Baga-Khairkhan. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 13. Tag Kameltrekking Heute wandern wir in der Uushig-Steppe. Mit etwas Glück können wir Argali-Wildschafe und Kropfkopfgazellen auf der Weide beobachten. Immer wieder sind Nomadenjurten irgendwo am Fuß eines Berges oder in der Steppe zu sehen. Wir haben die Möglichkeit, eine Nomadenfamilie zu besuchen, um deren Lebensweise kennenzulernen. Gehzeit: 6h; Zelt [FMA] 14. Tag Kameltrekking zum Berg Senjit Wieder können wir wählen zwischen Reiten und Wandern. Die Senjit-Uul-Bergkette ist heute unser Tagesziel. Unterwegs kommen wir an der Hundaga-Quelle vorbei und legen dort eine kurze Rast ein. Unser Nachtlager errichten wir in der Nähe der Ar-Burd-Sanddünen, eines Dünengebiets, das ca. 5 km breit und 15 km lang ist. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet ein prachtvoller Sternenhimmel über uns. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 15. Tag Khustai-Nationalpark Wir fahren in den Khustai-Nationalpark. Dort werden seit 1989 Przewalski-Pferde angesiedelt - die Tiere waren vom Aussterben bedroht. Vor Ort gibt es ein Informationszentrum, in dem alle wichtigen Daten über die Wildpferde sowie über Fauna und Flora des Parks zusammengetragen wurden. Wir werden die Wildpferde, die allabendlich zur Träke an den Fluss kommen, beobachten. Fahrzeit: 4h; Zelt [FMA] 16. Tag Wanderung im Khustai-National-Park Versorgt mit Lunchpaketen werden wir heute in Begleitung unseres örtlichen Führers über sanfte Hügel und durch die angrenzenden Berge bis zum Moilt-Tal wandern. In der weiten Landschaft können wir Geier, Murmeltiere, Hirsche und Wildpferde beobachten. Gehzeit: 4-5h; Zelt [FMA] 17. Tag Wanderung zu den Ruinen des Klosters Erdenehamba Während unserer Fahrt entlang der für die Mongolei so typischen, sanft geschwungenen Hügel erhalten wir herrliche Einblicke in die unendlichen Weiten der Steppe. Am Nachmittag erreichen wir das Zeltcamp am Rande der Sanddünen. Das Gebiet um das Khogno-Khan-Gebirge eignet sich ideal für eine Wanderung zu den Ruinen des Klosters Erdenehamba. Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 4-5h; Zelt [FMA] 18. Tag Karakorum Tagesausflug nach Karakorum, der antiken Hauptstadt der Mongolei. Schon bei der Ankunft fallen uns die massiven Mauern des Erdenezuu-Klosters auf. Das Kloster wurde 1586 gegründet; es ist von einer 400 x 400 m langen Mauer umgeben. Früher existierten hier über 60 Tempel, die von 10.000 Mönchen für ihren täglichen Gottesdienst genutzt wurden. Wir haben Gelegenheit, die Klosteranlage und die Gegend ausführlich zu erkunden. Fahrzeit: 3-4h; Zelt [FMA] 19. Tag Ulan Bator Nach dem Frühstück geht es zurück nach Ulan Bator. Am Abend besuchen wir eine traditionelle Folkloreshow und lassen uns anschließend unser Abschiedsessen schmecken. Fahrzeit: 5-6h; Hotel [FMA] 20. Tag Rückflug Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen zum Rückflug nach Berlin. [F] Charakter der Tour und Anforderungen Die einzelnen Wanderungen stellen keine technischen Anforderungen und sind für alle ausdauernden, trittsicheren Wanderer geeignet. Die 2- bis max. 8-stündigen Etappen erfordern entsprechend Kondition. Für den Gepäcktransport ist gesorgt, Sie selbst tragen lediglich das Notwendigste in Ihrem Tagesrucksack (z. B. Windjacke, Brotzeit, Trinkwasserflasche, Fotoapparat etc.). Die teilweise langen Überlandfahrten setzen Durchhaltevermögen und Geduld voraus, zumal die lokalen Fahrzeuge einfach und die ”Straßen' häufig nur staubige und holprige Pisten sind. Beachten Sie bitte: Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenproblemen) ist diese Reise aus o.g. Gründen nur bedingt geeignet. Bitte halten Sie ggfs. Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin und mit unserem Reisespezialisten. Die besondere Mongolei-Reise, die die bekannten Höhepunkte mit entlegenen jedoch kulturell wie historisch bedeutenden Zielen kombiniert. Klima In der Mongolei herrscht Kontinentalklima. Der Sommer ist kurz, relativ niederschlagsreich, warm, im Süden des Landes heiß; der Winter ist sehr kalt und trocken. Große, nicht nur jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen sind normal. Durch die trockene Luft sind sowohl Kälte als auch Hitze relativ gut zu ertragen. Obwohl die durchschnittliche Jahrestemperatur in den meisten Landesteilen unter dem Gefrierpunkt liegt, können die Temperaturen während der Sommermonate im Norden bis 15°C, im Süden bis 30°C und in der Wüste Gobi bis über 40°C steigen. In Ulan Bator kann das Thermometer im Sommer zwischen 15 und 20°C anzeigen. Ausrüstung Den klimatischen Verhältnissen entsprechend brauchen Sie für diese Reise sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme Kleidung. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugeht. Inklusivleistungen:
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