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Kirgistan - Auf den Spuren Merzbachers zum Khan TengriKirgistan / TrekkingReise Nr. 157 Der Tien Shan, auch Himmelsgebirge genannt, ist ein Gebirgsbogen, der sich über 2.000 km von Usbekistan bis nach Westchina erstreckt. Sein Herz ist die Region im kirgisisch-kasachischen Grenzgebiet, wo das Gebirge mit Pik Pobjeda (7.439 m) und Khan Tengri (7.010 m) die 7.000-Marke überschreitet. Eine gewaltige, ursprüngliche Hochgebirgswelt von großer Faszination! Sie überschreiten alpine Pässe, wandern über blumenübersäte Wiesen und treffen Bergnomaden in ihren traditionellen Jurten. Über den 4.000 m hohen Tuyz-Pass erreichen Sie am südlichen Inylchek-Gletscher die vergletscherte Gebirgswelt des Tien Shan. Noch eine Tagesetappe bis zum Merzbacher-See. Dieses Naturwunder, eingekeilt zwischen dem nördlichen und südlichen Inyltchek-Gletscher, ist nach seinem Entdecker Gottfried Merzbacher benannt. Mit dem Hubschrauber geht es noch tiefer hinein in diese atemberaubende Hochgebirgslandschaft zum Khan Tengri (7.010 m). Sie beschließen die Reise mit einem Erholungstag am warmen Issyk Kul.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit Turkish Airlines von Frankfurt nach Bishkek. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; 2. Tag Bishkek Landung in Bishkek nachts. Wir werden zu unserem Hotel gebracht und beziehen unsere Zimmer. Nach dem Mittagessen brechen wir zu einer kurzen Stadtbesichtigung auf. Ausgedehnte Grünflächen und schöne Alleen bestimmen das Bild. Den Stadtmittelpunkt bildet ein kreuzförmig angelegter Grüngürtel mit Parks, repräsentativen Plätzen und Straßen sowie verschiedenen Museen. Das Abendessen lassen wir uns in einem Restaurant schmecken. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA] 3. Tag Karakol Wir verlassen die kirgisische Hauptstadt und fahren Richtung Karakol. Nach etwa 70 km kommen wir zum Burana-Turm, einem Minarett aus dem 11./12. Jahrhundert. Eine enge Steinwendeltreppe führt im Turm hoch und von der Plattform hat man einen schönen Blick auf das weite Tschu-Tal. Der Turm befindet sich auf dem Gelände der alten Hauptstadt der Karachaniden, Balasagun, die im 10.Jh. an der Stelle einer älteren Siedlung errichtet wurde und an die Zeit der alten Seidenstraße erinnert. Nach unserem Besuch setzen wir unsere Fahrt bis Karakol, an der Ostseite des Issyk Kul-Sees, fort. Fahrzeit: 7h; Fahrstrecke: 400km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; einfaches Hotel [FMA] 4. Tag Karakol - Jergalan Das ehemalige Prjewalsk, ist eine junge, schachbrettartig angelegte Stadt (Gründungsjahr 1869), die durch ihre schöne Lage besticht. Im Westen, nur 12 km von der Stadt entfernt, erstreckt sich der Issyk Kul; im Osten türmen sich schneebedeckte Berge am Horizont auf. Eng verknüpft mit Karakol ist der Name des bekannten Asien-Forschers Nikolaj Prjewalskij. Während unserer Stadtbesichtigung schauen wir uns das ihm gewidmete Museum an und besuchen sein Grab am Ufer des Issyk Kul. Nach dem Mittagessen verlassen wir Karakol und fahren etwa 60 km zum Startpunkt unseres Trekkings nahe der Ortschaft Jergalan. Nicht benötigtes Gepäck kann in Karakol deponiert werden. In 2.600 m Höhe zelten wir heute zum ersten Mal. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 5. Tag Unser Trekking beginnt! Auf einem alten Pfad wandern wir hinauf zum Jergalan-Pass (3.340 m) und steigen dann zum Fluss Tjup ab. Entlang dem Talboden gelangen wir schließlich auf eine Weide. Nach insgesamt 6 Stunden Gehzeit bauen wir unsere Zelte auf (2.950 m). Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 6. Tag Tal des Flusses Chon-Jenalach Ein weiterer Pass liegt vor uns. Nach dem Aufstieg zum 3.649 m hohen Ashutior-Pass folgt ein langer Abstieg ins weite Tal des Flusses Chon-Jenalach. Unseren heutigen Lagerplatz (3.150 m) erreichen wir nach 6 Stunden Gehzeit. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 7. Tag Fluss Saryjaz Wir steigen auf zum Jenalach-Pass (3.510 m). Danach wandern wir ins parallel verlaufende Tal und gehen weiter Richtung Süden. Nun folgt die Überschreitung des Hauptgebirgsrückens und wir erreichen einen namenlosen, 3.600 m hohen Pass. Bei klarem Wetter bietet sich ein phantastischer Ausblick auf die Berge des Tien Shan. Der Abstieg führt durch eine Schlucht zu unserem Lagerplatz (2.950 m) am Fluss Saryjaz in der Nähe eines Kontrollpostens. Dort müssen wir die Genehmigung für den Besuch dieser grenznahen Region vorweisen. Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 8. Tag Saryjaz-Kette Nächstes Ziel ist die Saryjaz-Kette. Nach Überquerung des gleichnamigen Flusses setzen wir unser Trekking entlang dem Tiuz-Fluss fort. Unterwegs bieten sich immer wieder großartige Ausblicke auf vergletscherte Viertausender-Gipfel. Wir zelten in 3.400 m Höhe. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 9. Tag Chon-Tash (2.880 m) Gut eingelaufen gehen wir den höchsten Pass auf unserer Route, den 4.000 m hohen Tiuz-Pass, an. Steil und mühsam ist der letzte Abschnitt vor dem Pass und die Freude sicher groß, wenn wir tief unter uns das Inylchek-Tal erblicken. Linker Hand erstreckt sich der mächtige Gletscher zwischen den Hauptgipfeln des Tien Shan. Gegenüber erhebt sich der 5.697 m hohe Peak Nansena. Vom Pass erwartet uns ein langer Abstieg zum Fluss Inylchek und weiter zum Lager Chon-Tash (2.880 m). 7 Stunden sind wir heute voraussichtlich unterwegs, ehe wir uns in unseren Zelten ausruhen können. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 10. Tag Mit der Erkundung der Inylchek-Region beginnt der 2.Teil unseres Trekkings. Der südliche Inylchek-Gletscher ist ca. 60 km lang und somit der längste Gletscher im Tien Shan. In etwas mühsamem Auf und Ab überqueren wir diesen Gletscher und folgen anschließend, immer mit Blick auf die Südabstürze der Saryjaz-Kette, seiner südlichen Seitenmoräne. Nach etwa 6-7 Stunden erreichen wir unseren Lagerplatz (3.150 m) in einer Quellmulde. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA] 11. Tag Merzbacher-Wiese Nur noch 3,5 Stunden trennen uns von unserem Tagesziel, der Merzbacher-Wiese, die oberhalb des Zusammenflusses des nördlichen und des südlichen Inylchek-Gletschers liegt. Nach der Ankunft dient der Rest des Tages der Erholung. Wir schlagen unsere Zelte für 2 Nächte auf (3.400 m). Zelt [FMA] 12. Tag Merzbacher-See Der heutige Tag kann je nach Wetter und sonstigen (Schnee-) Verhältnissen gestaltet werden. Sollten es die Verhältnisse auf dem Gletscher zulassen, d.h. wenn der Untergund nicht zu rutschig ist, können wir auf recht anstrengendem Gelände zum anderen Ufer des Gletschers an den Merzbacher-See gelangen. Sollte sich diese Wanderung nicht anbieten, gehen wir gletscheraufwärts zu einem 3.000 m hohen Aussichtspunkt auf dem Shokalskovo-Gletscher und blicken auf das noch gefüllte Seebecken mit seinen verschiedenen Farbtönen oder auf die interessanten Eisformationen am Boden des bereits ausgelaufenen Sees. Auf seiner Forschungsreise (1902-1904) gelangte der berühmte Erkunder Dr. Gottfried Merzbacher bis zu den Firnbecken des südlichen und nördlichen Inylchek-Gletschers. Die von ihm gewählte Route - von Almaty durch die Täler Jergalan und Saryjaz über den Tiuz-Pass zum Inylchek-Gletscher - wurde auch von nachfolgenden wissenschaftlichen und alpinen Expeditionen benutzt. Gottfried Merzbacher zu Ehren tragen sowohl Wiese als auch Gletschersee seinen Namen. Der Merzbacher-See in 3.300 m Höhe bildet die Mündungszone des nördlichen in den südlichen Inylchek-Gletscher. Jährlich im Sommer bricht das Ufer des südlichen Beckens und der See entlässt mit großem Getöse sein Wasser in den Inylchek-Fluss. Auf dem Grund des Beckens bleiben nur Eisbrocken zurück. Danach beginnt der See sich wieder anzufüllen. Dieses Phänomen wurde bisher noch nicht genauer untersucht. Das Wasser fließt durch Eishöhlen im Gletscher ab. Zelt [FMA] 13. Tag Zentrales Basislager (4.000 m) Mit dem Hubschrauber fliegen wir zum zentralen Basislager (4.000 m) von Expeditionen zum Pik Pobeda (7.439 m) und Khan Tengri (7.010 m). Wir sind umgeben von den nördlichsten Siebentausendern und die Landschaft ist von atemberaubender Schönheit. Der Rest des Tages dient unserer Akklimatisation. Camp [FMA] 14.-15. Tag Im Herzen des Tien Shan Zwei Tage stehen uns zur Verfügung, um die hochalpine Gegend zu genießen! Die Eindrücke hier im Herzen des Tien Shan sind überwältigend. Wir blicken in eine gewaltige Hochgebirgslandschaft: Auf der einen Seite, Richtung Peak Pobeda (7.439), sind kleinere Gipfel und Gletscher zu sehen. Auf der anderen Seite ragen die Bergriesen Gorkij (6.060 m) und Khan Tengri (7.010 m) in den Himmel. Die Gletscher sind hier fast flach, ihre Spalten sind eher 'harmlos'. Durch intensivste physikalische Verwitterung fällt im Tien Shan viel Schutt an, der auf den Gletschern transportiert wird und diese Bereiche auch ohne Steigeisen begehbar macht. Auf dem so genannten 'schwarzen Gletscher' bewegen wir uns bei unseren Wanderungen fast mühelos fort. Wir folgen dem Inylchek-Gletscher auf seinem orografisch linken Ufer in Richtung Khan Tengri oder halten uns auf einer weiteren Wanderung Richtung Pik Pobeda. Bei beiden Wanderungen sind wir zum Mittagessen bereits wieder im Camp und genießen nachmittags die Sonne. Camp [FMA] 16. Tag Karakol Mit dem Hubschrauber fliegen wir zurück und landen auf einer grünen Wiese. Noch einmal können wir die grandiose Landschaft genießen. Über eine enge Passstraße gelangen wir durch Nomadenland in etwa 3 Stunden wieder nach Karakol. Die Region, durch die wir fahren, ist Nomadenland und mit etwas Glück können wir eine Familie in ihrer Jurte besuchen. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Karakol. Hotel [FMA] 17. Tag Issyk Kul Wir fahren zum Issyk Kul und verbringen einen Ruhetag am See, nach den Tagen in den Bergen ist genau das Richtige. Der See wird auch Kirgisisches Meer genannt - kein Wunder, denn er ist über 180 km lang, 60 km breit und mehrere hundert Meter tief. Der Issyk Kul ist der größte See des Tien Shan sowie Kirgistans und gilt als schönstes Erholungsgebiet im Land. Städtchen und Dörfer liegen im nördlichen Bereich des Sees, die südliche Seite ist wilder. An seinem Ufer ”schmeckt' man die salzige ”Meeresbrise', die von den Wellen herüberweht. In der Ferne türmen sich die mächtigen Berge der Alatau-Ketten mit ihren schneebedeckten Gipfeln auf. Das Klima am See ist mild (17°C Durchschnittstemperatur im Juli). Wegen seinem Salzgehalt, der allerdings gering ist, nennen die Kirgisen den See auch Tus-Kul (”salziger See'). In der wüstenhaften Umgebung des Sees muss bewässert werden, damit die Ernten ertragreich sind. Jurten Camp [FMA] 18. Tag Bishkek Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Bishkek. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wer möchte, kann den Osh Bazar besuchen. Feilgeboten werden neben Früchten, Gewürzen und Gebirgshonig auch Handarbeiten (eventuell bestickte Filzmützen, sog. Kalpaks, Filzteppiche und Schachspiele mit traditionellen kirgisischen Figuren). Duft verströmende Garküchen mit Spezialitäten wie ”Manty' (gefüllte Teigtaschen) oder ”Plow' (das aus Reis, Hammelfleisch und Mohrrüben zubereitete Nationalgericht) laden zu einem Imbiss ein. Bei einer Tasse Tee aus der Teestube kann man seinen Durst stillen und das bunte Markttreiben beobachten. Hotel [FMA] 19. Tag Rückreise Sehr früh am Morgen werden wir zum Flughafen gebracht für den Rückflug nach Deutschland. [F] Charakter der Tour und Anforderungen: Während des 11-tägigen Trekkings wandern Sie täglich zwischen 6 und 8 Stunden (reine Gehzeit). Im Aufstieg sind max. 1.000 Höhenmeter und im Abstieg max. 1.200 Höhenmeter pro Tag zu bewältigen. Die Route führt teilweise durch wegloses Gelände. Im Bereich des schuttbedeckten Inylchek-Gletschers geht es oft mühsam auf und ab. Sehr gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit (sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) sind unbedingt erforderlich. Der Aufenthalt in ungewohnten Höhen (bis 4.000 m) beansprucht den Körper zusätzlich und setzt einen gesunden, belastbaren Organismus voraus. Die Gefahr einer Höhenkrankheit ist nicht auszuschließen. Beachten Sie hierzu die Höheninformationen in unseren Hauser-Reiseinformationen, die Sie mit den Reiseunterlagen erhalten. Konsultieren Sie bitte vor Reisebeginn Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen Sie Herz und Kreislauf prüfen. Als Vorbereitung für diese Tour empfehlen wir ausgedehnte Bergwanderungen, ein Konditionstraining, Waldläufe. Während der Trekkingetappen ist für den Transport des Hauptgepäcks gesorgt. Sie benötigen einen Rucksack, in dem Sie lediglich das Nötigste für einen Tag (z.B. Trinkflasche, Pullover, Regenschutz, Fotoapparat etc.) verstauen und bei sich tragen. Für die mitunter anstrengenden Fahrten sollten Sie Ausdauer, Durchhaltevermögen und 'Sitzfleisch' mitbringen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Fahrzeuge nicht unseren TÜV-Normen entsprechen und die Straßen streckenweise eventuell in schlechtem Zustand sind. Verständnis und Toleranz fremden Mentalitäten gegenüber, Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Gemeinschaftsgeist innerhalb der Gruppe sollten zur Grundeinstellung aller Mitreisenden gehören. Mit dieser Haltung können Sie wesentlich zum Gelingen der Reise beitragen. Die Unterkünfte sind generell sauber, doch können weder westlicher Komfort noch Standard erwartet werden. Technisch einfaches, mitunter aber konditionell forderndes Zelt-Trekking vor beeindruckender Hochgebirgskulisse. Klima Das Klima in Kirgistan ist kontinental mit trockenen, warmen Sommern und kalten Wintern. In den besuchten Gebieten lassen sich vier vertikal wirksame Klimazonen unterscheiden: In den Talzonen ab 500/600 m - 900/1.000 m ist der Sommer heiß mit Jahresdurchschnittswerten von + 20°C bis +25°C (max. wurden im Sommer 47°C gemessen); mit steigender Höhe sinkt die Temperatur. Gemäßigtes Klima herrscht in Höhen ab 900/1.200 m - 2.000/2.200 m, der Sommer ist warm, der Jahresdurchschnittswert im Juli beträgt + 18/19°C. In Höhen ab 2.000/2.200 m - 3.000/3.500 m sind die Sommermonate kühl, der Jahresdurchschnittswert im Juli beträgt +11°C bis +16°C. In Höhen ab 3.500 m und höher ist das Klima rau und kalt mit häufigen Niederschlägen (Schnee); selbst im unteren Bereich dieser Zone steigen die Temperaturen im Juli durchschnittlich nicht über +4°C bis +7°C. Die genannten Temperaturangaben sind Tages-Durchschnittswerte. Die Spanne kann aber durchaus zwischen plus 30°C am Tag und Minustemperaturen in der Nacht liegen Ausrüstung Bitte beachten Sie unsere detaillierte Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise, die Ihnen nach der Anmeldung zugeht. Inklusivleistungen:
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