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Heiliges Ostern im Land aus SteinArmenien / KulturreisenReise Nr. 205 Die Auferstehung Christi wird in Armenien von der Armenischen Apostolischen Kirche und der Bevölkerung prunkvoll gefeiert. Die Festtage sind reich an ergreifenden Riten, die von der jahrhundertealten christlichen Geschichte zeugen und das armenische Ostern unvergesslich machen. Nehmen Sie teil an den wichtigsten Zeremonien, z. B. an der Fußwaschung, der Karfreitagsmesse und der Osterliturgie am Heiligen Stuhl in Echmiadzin. Zudem besuchen Sie frühchristliche Baudenkmäler, Kirchen und Klosterkomplexe, von denen Geghard, Echmiadzin, Haghpat und Sanahin auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten verzeichnet sind.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt über Prag nach Yerevan, kostenlose Anschlussflüge ab den meisten deutschen Flughäfen. 2. Tag Yerevan Morgens landen wir in Yerevan, werden empfangen und zu unserem zentral gelegenen Hotel gebracht. Nach einem späten Frühstück und einer kurzen Einführung ins Programm, wird es Zeit für unsere erste Stadttour. Wir begeben uns zu einem Aussichtspunkt; von dort lässt sich die Hauptstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und der sog. Kaskade, einer marmorweißen Stiege, gut überblicken. Weithin sichtbar ist der verschneite Kegel des Ararat, der sich mächtig aus der Ebene erhebt. Wir machen einen Rundgang durch das Zentrum (Stadtpark, Abovyan-Straße und Platz der Republik) und legen kleine Fotopausen ein. Im Stadtpark erfrischen wir uns bei einer Tasse Kaffee, ehe wir zum Historischen Museum kommen. Die verbleibende Zeit steht zur freien Verfügung. In einem armenischen Restaurant werden wir bei traditioneller Musik zu Abend essen. Übernachtung in einem Hotel [FA] 3. Tag Kloster Khor Virap - Kloster Noravank Wir fahren südwärts zum Kloster Khor Virap (4.-17.Jh.) - wegen seiner malerischen Lage ein beliebtes Fotomotiv. Das Kloster erhebt sich auf einem Hügel an der Grenze zur Türkei. Im Hintergrund thront der Ararat mit seiner leuchtend weißen Schneekappe. Herrlich ist der Blick auf den biblischen Berg, der hier zum Greifen nahe scheint! Kein anderes Kloster Armeniens ist so eng mit dem Namen Grigors (des 'Erleuchters') verbunden. Es heißt, hier habe sich das tiefe Erdloch befunden, in dem Grigor als Gefangener des Königs etwa 15 Jahre für das Christentum gelitten haben soll. Als König Trdat, schwer erkrankt, von Grigor geheilt wurde, ließ er sich und seine Familie taufen. Seinem Beispiel folgten viele. Grigor erhob das Christentum zur Staatsreligion in Armenien und gilt als erster Katholikos (Oberhaupt der Armenischen Apostolischen Kirche, die nach der Tradition im Jahr 301 begründet wurde.) Unser nächstes Besuchsziel, das Kloster Noravank (13./14.Jh.), liegt auf einer Anhöhe vor den zerklüfteten, rötlich schimmernden Felsen einer Schlucht. In Klosternähe essen wir in einem Restaurant zu Mittag. Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel in Yerevan kommen wir zu einem Weingut und können den vorzüglichen armenischen Wein probieren. Hotel [FMA] 4. Tag Klosteranlagen Haghpat und Sanahin Heute frühstücken wir zeitig und brechen auf Richtung Alaverdy. Der nördliche Teil Armeniens ist bewaldet und von tiefen Schluchten durchzogen. Wir besuchen die benachbarten Klosteranlagen Haghpat und Sanahin (10. Jh.). Diese Meisterwerke armenischer Architektur zählen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Anlagen weisen eine beispielhafte Einheit auf und beeindrucken durch die Harmonie der aufeinander abgestimmten Gebäude. Ihre Bauweise übte einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der mittelalterlichen armenischen Architektur aus. Haghpat, das von einer Wehrmauer umgebene Kloster, liegt über dem gleichnamigen Dorf. Mehrere hundert Mönche lebten einst hinter den Klostermauern. Manch einer mag die Kunst der Buchmalerei mit Hingabe gepflegt haben, denn im 13.Jh. ist eine bedeutende Schule für Buchmalerei hier entstanden. Älter noch als Haghpat soll das Kloster Sanahin sein. Um seinen Namen rankt sich eine Legende. Man erzählt sich, ein bedeutender Geistlicher habe die beiden Klöster einst mit prüfendem Blick betrachtet und von Sanahin anerkennend gesagt, 'das ist älter' (='San-a-hin')! Kreuzsteine können Sie bei Ihrem Besuch ebenfalls bewundern. Die sog. Chatsch'khare sind schöne Beispiele armenischer Steinmetzkunst und zugleich Zeugnisse christlichen Glaubens. Rückkehr nach Yerevan und Abendessen im Hotel. Hotel in Yerevan [FMA] 5. Tag Tempel Garni und Höhlenkloster Geghard - Beginn der Osterfeierlichkeiten In einer engen Schlucht liegt das Höhlenkloster Geghard (7.-12.Jh.), ein beliebter Wallfahrtsort der Armenier, und nur wenige Kilometer davon entfernt erhebt sich der Tempel von Garni - beide Bauwerke gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit. Wir besuchen das Felsenkloster mit seiner reich verzierten Außenfassade und sehen uns auch den in griechisch-römischem Stil errichteten Tempel von Garni sowie das Bodenmosaik im Badehaus von Garni an. Im Dorf Garni besuchen wir eine armenische Familie und können zusehen, wie das Fladenbrot 'Lavasch' hergestellt wird. Der hauchdünne Teig wird traditionell in einem runden, in den Boden eingelassenen Lehmofen gebacken. Nach dem Mittagessen kehren wir nach Yerevan zurück. Am Nachmittag ist es dann soweit, die Osterfeierlichkeiten beginnen. In der Hauptkathedrale erleben wir die eindrucksvolle Zeremonie der Fußwaschung, bei der Geistliche - der Tradition folgend, als Ausdruck christlicher Demut - Männern oder kleinen Jungen die Füße waschen. Am gleichen Tag findet auch die Zeremonie der Segnung von Butter statt; die gesegnete Butter wird anschließend an die Menschen verteilt. Abends werden wir der ”Lichtlöschung' zeitweise beiwohnen. Spätabends finden Bibel-Lesungen unter den 12 brennenden Kerzen statt. Schließlich werden die Kerzen gelöscht - eine für den Verrat der Apostel an Christus stehende, symbolische Handlung. Hotel in Yerevan [FMA] 6. Tag Kloster Haghartsin - Sevan-See Nach einem zeitigen Frühstück fahren wir nach Dilijan. Der 1.200 m hoch gelegene, von grünen Tälern umgebene Kurort ist auch als 'armenische Schweiz' bekannt. In einem Waldgebiet in der Umgebung des Städtchens besuchen wir das Kloster von Haghartsin (13.Jh.), eine Perle unter den Klöstern der Region. Danach steuern wir den tiefblauen, 1.900 m hoch gelegenen Sevan-See an. Er ist 78 km lang, 56 km breit und wird von rund 30 Flüssen gespeist! Er ist der wichtigste Wasserspeicher des Landes. Wir kommen zum alten, hoch über dem See auf einer Halbinsel erbauten Sevan-Kloster (9.-13. Jh.). Herrliche Lage und Blick über den See! Karfreitag / St. Sargis. Um 18.00 Uhr beginnt der Gottesdienst. An diesem Tag wird der Kreuzigung und des Todes Christi am Kreuz gedacht. Wir kehren nach Yerevan zurück. Hotel in Yerevan [FMA] 7. Tag Klöster der Region Aragatsotn Wir sind früh auf den Beinen, es geht in Richtung Aragats (4.095 m). Am Fuß dieses höchsten Berges Armeniens liegen Kirchen und Klöster; einige wollen wir uns ansehen. Die älteste ist die Karmoravor-Kirche (die Karmesinrote) aus dem 7. Jahrhundert. Hoch auf einem Basaltstock, von dem sich ein herrlicher Fernblick bietet, thront das Kloster Saghmosavank (13.Jh.), ein harmonisches Ensemble von drei Kirchen. Bekannt ist Saghmosavank auch als Psalmenkloster, da während seiner Blütezeit in der Klosterschreibstube vorwiegend Psalmenbücher geschrieben wurden. Das Kloster Hovanavankh erhebt sich am Rande einer wildromantischen Schlucht - einer Legende nach soll es nicht erst im 13.Jh., sondern um Jahrhunderte früher entstanden sein. Nach dem Mittagessen steht ein Besuch im Matenadaran in Yerevan an. (Matenadaran ist das altarmenische Wort für Bibliothek.) Tausende von Handschriften von unschätzbarem Wert werden hier aufbewahrt. Sie beinhalten uraltes Wissen auf verschiedenen Gebieten und bestechen durch ihre Feinheit und die Leuchtkraft ihrer Farben. Nach unserem Besuch haben wir etwas Zeit zur freien Verfügung. Wer möchte, kann das Historische Museum besuchen. Um 18.00 Uhr: Zeremonie am Vorabend vor Ostern. In allen Kirchen werden Messen gehalten, die das Osterfest, das höchste Fest des Kirchenjahres, einleiten. Hotel in Yerevan [FMA] 8. Tag Osterfest in Echmiadzin Wir fahren nach Echmiadzin - Zentrum der Armenischen Apostolischen Kirche (Sitz des Katholikos, des geistlichen Oberhauptes aller Armenier). Die Kathedrale von Echmiadzin war die bedeutendste christliche Kirche der Stadt, die bis 1945 den Namen Vagarshapat trug. In der Kathedrale werden wir an der Osterliturgie teilnehmen. Unweit der Kathedrale befinden sich die Kirchen St. Gayane (7.Jh.) und St. Hripsime (7.Jh.). St. Gayane, eine Kirche mit klarer Bauplastik und schönen Herzfriesen, wurde zu Ehren der Äbtissin Gayane errichtet. Das Bauwerk steht an der Stelle, an der Gayane der Überlieferung nach den Märtyrertod erlitt. König Trdat ließt 37 Christinnen, darunter die Nonne Hriphsime und Gayane, deren geistige Mutter, töten. Die der Heiligen Hriphsime gewidmete Kirche gilt als ältester zentraler Kreuzkuppelbau Armeniens. Wir kehren nach Yerevan zurück. Mit einem Besuch der Vernisage, eines Kunsthandwerker- und Flohmarktes, klingt die Reise am Nachmittag aus. Abends treffen wir uns zu unserem Abschiedsessen. Hotel in Yerevan [FMA] 9. Tag Rückflug Frühmorgens, nach einem leichten Frühstück, werden wir zum Flughafen gebracht und treten den Rückflug von Yerevan nach Deutschland an. Charakter der Tour und Anforderungen: Übernachtet wird in landesüblichen Hotels. Die Infrastruktur in Armenien ist im Allgemeinen gut ausgebaut. Besondere Erwähnung verdient die geschmackvolle und abwechslungsreiche armenische Küche. Kulturreise mit Schwerpunkt Religion; Standquartier in Yerevan. Klima In Armenien herrscht trockenes Kontinentalklima. Durch die Höhenunterschiede kann es aber zu sehr unterschiedlichen Temperaturen kommen. Die meisten Niederschläge fallen im April, Mai und November. Im März/April kann es, besonders am Morgen und am Abend, frisch sein. Auf diese Reise sollten Sie sowohl leichtere als auch warme, wind- und regenfeste Kleidung mitnehmen. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die Ihnen nach der Anmeldung zugeht. Inklusivleistungen:
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