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Große Durchquerung der Tcherski-Berge

Russland / Sibirien / Trekking
Reise Nr. 2019

Erst 1926 wurde das Tcherski-Gebirge von russischen Wissenschaftern entdeckt. Auf einer Länge von 200 km erstreckt sich die Bergkette zwischen den großen Weiten Sibiriens und der Beringsee. Auf den Spuren großer Entdecker durchqueren Sie die Heimat der sibirischen Inuit, der sogenannten Tschuktschen. Von Jakutsk geht es in das 850 km entfernte Ust-Nera. 14 Tage durchqueren Sie in völliger Abgeschiedenheit auf einer Strecke von 275 km das Tcherski-Gebirge. Taiga, Tundra, steile Felswände oberhalb weiter Gletscherbecken: Sie erleben die vielfältigen Landschaftsformen Ostsibiriens. Die Flüsse dienen als Wegweiser und sind gleichzeitig die größte Herausforderung des Treks. Sumpf, Hochwasser, auch Bären können zu einer spontanen Routenänderung zwingen. Im abgeschiedenen Ort Sasyr, dessen Bewohner von der Rentierzucht und dem Jagen leben, steigen Sie um auf die Kanus. Zwischen dem Tcherski-Gebirge und der Vulkanlandschaft der Momskys schlängelt sich der Fluss Moma hindurch bis nach Khonoo, dem Gebiet des Nationalparks Momsky. Ein letzter Fisch an der Angel, ein letzter Abend am Lagerfeuer und ein Gläschen Wodka, bevor es per Flugzeug zurück nach Jakutsk geht.

  • 100 Prozent Wildnis
  • Sehr anspruchsvolles Trekking - jeder Tag ein Abenteuer
  • Taiga, Tundra, Gebirge, Gletscher
  • Begegnungen mit Nomaden - Traditionen des Schamanismus
  • Internationale Gruppe und Englisch sprechende Reiseleitung




    Tourverlauf:

    1. Tag Yakutsk
    Ankunft in Jakutsk, Abholung durch die örtliche, Englisch sprechende Reiseleitung und Transfer zum Hotel. Wir nutzen den Tag um unsere Tour vorzubereiten und letzte Einkäufe zu machen. Übernachtung in einem einfachen Hotel

    2. Tag Ust-Nera
    Flug in die Minenstadt Ust-Nera. Die Stadt liegt an der Verbindungsstraße zwischen Jakutsk und Magadan, die größtenteils von den Gefangenen des Gulag gebaut wurde. Wir besuchen das regionale Museum, in dem die Geschichte der Gefangenen erzählt wird. Hier befinden wir uns in einer Entfernung von 200 Kilometern von Oymyakon, dem kältesten Punkt einer bewohnten Region. Kälterekord im Februar 1933 waren -68° C. Übernachtung im einzigen Hotel der Stadt. Wichtiger Hinweis: Die Flüge nach Ust-Nera sind einem großen Änderungsrisiko unterworfen. Wenn es keine passenden Flüge gibt, müssen wir per Fahrzeug nach Ust-Nera fahren was mindestens 2 Tage in Anspruch nehmen wird! [FMA]

    3. Tag Ausgangspunkt des Trekkings
    Nach einem einfachen sibirischen Frühstück fahren wir in 2 Stunden (Fahrzeit) nach Burustakh. Das Fahrzeug bringt uns nach Pobeda, einem Bergarbeitercamp. Dort treffen wir unsere Mannschaft und bereiten uns für unser morgen beginnendes Trekking vor. Übernachtung im Zelt [FMA]

    4.-17. Tag Trekking
    Vom ersten Tag an gehen wir entlang dem Fluss Burustakh, der sich zwischen den 200 m hohen Hügeln durch das Tal schlängelt. Alles hängt von den Flüssen ab. Die Flüsse Néra, Adygychan, Ongokan, Ulakha bestimmen unseren Routenverlauf, und stellen unsere größte Herausforderung dar. Das sich ausdehnende Moor- und Sumpfgebiet, die Möglichkeit von Hochwasser sowie Bärenspuren können zu weiten Umwegen führen. Auch werden wir manchmal in höhere Lagen ausweichen müssen, wo uns ein festerer Boden das Weiterkommen leichter macht. Die Berge erreichen hier bereits Höhen von 1.500 bis 2.000 m. Es ist wichtig, dass wir in den ersten Tagen einen guten Ryhthmus finden und unsere Kräfte gut einteilen. Sollten keine größeren Umwege nötig sein, so bleibt uns Zeit, um die Tcherskis sowie die Bergseen von Buyunga und Maloié zu erkunden. Wir begegnen bestimmt Nomaden, die im Sommer hier Rentierzucht betreiben und eine kleine Hütte errichtet haben. Wenn das Wetter mitspielt und es unsere Zeit erlaubt, können wir versuchen, einige technisch einfache Gipfel zu besteigen, wie z.B. Novosoubouskia (2.100 m) oder Kisyl Tass (2.230 m). Weiter folgen wir einem Fluss, der in einem Bogen um den Kisyl Tass fließt. Über die einzige Lücke in der Bergkette überqueren wir die Tcherskis. Auf der anderen Seite treffen wir auf einen Zufluss des Flusses Moma, der uns den Weg zum Tyrekhtyakhsky-Gletscher weist. Hier ist unser Treffpunkt mit unserem Allradfahrzeug. Damit geht es durch die Taiga nach Sasyr, wo wir uns erholen und neu verpflegen können. Übernachtungen im Zelt [FMA]

    18.-23. Tag Unterwegs auf dem Fluss Moma
    Nachdem wir unsere Sachen in den 2-Mann-Kanus verstaut haben, starten wir in Begleitung unserer Ranger auf dem Fluss Moma Richtung Norden. Moma bedeutet ”Gedärme' in der jakutischen Sprache und es ist gut vorstellbar, dass mit dem Namen die unzähligen Windungen und Flussarme gemeint sind. Teilweise wirkt der Fluss wie ein riesiges Labyrinth, das nur unsere Ranger durchdringen können. Die Fahrt auf dem Fluss ist ungefährlich, da die Strömung in dieser Region sehr schwach ist. Nach den vielen Trekkingtagen, an denen hauptsächlich unsere Beine ganze Arbeit zu leisten hatten, sind nun Arme und Oberkörper an der Reihe. Manchmal ist hinter einer Flussbiegung oder einem Seitenarm eine Jägerhütte zu erkennen, und es kann sein, dass wir hier Unterschlupf für die Nacht finden. Wenn wir viel Glück haben, gibt es sogar eine sibirische Sauna! Natürlich versuchen wir auch einen gemütlichen Nachmittag am Ufer zu verbringen, zur Abkühlung im Fluss zu baden und abends ein Feuer zu entfachen. Nach 3 Tagen Paddeln ist der Balagan Tass zu erkennen und wir erreichen Ulukhan Taryn. Dieser Platz ist einzigartig! Der Fluss Moma, der sich seinen Weg durch den aufgetauten Boden bahnt, trifft hier auf eine Permafrostzone, die nicht nachgibt. Die Tiefe des Flusses beträgt hier teilweise nicht mehr als 30 Zentimeter. Nach weiteren gemütlichen Kilometern nehmen Gefälle und Strömung zu, verschiedene Zuflüsse treffen auf den Moma. An dieser Stelle erwarten uns neue Parkranger mit ihren Motorbooten. Mit Sicherheit gibt es ein herzliches und feuchtfröhliches Wiedersehen unter den Rangern, die dieses mit dem einen oder anderen Gläschen Wodka begießen! Es erwarten uns die letzten Tage auf dem Fluss, der letzte Fischfang, die letzten Abende am Lagerfeuer. Es wird Zeit, Khonoo zu erreichen, den Ort mit den Totempfählen, an denen die Jakuten ihre Pferde anbinden. Die letzte Nacht im Zelt … Übernachtungen im Zelt [FMA]

    24.-25. Tag Flug Khonoo - Jakutsk
    Zurück in der Zivilisation fliegen wir von Khonoo nach Jakutsk und werden vom Flughafen zu unserem Hotel gebracht. Hier endet die gemeinsame Reise. Individuelle Rückreise. einfache Hotels [F]

    Charakter der Tour und Anforderungen

    Diese sehr anspruchsvolle Tour ist nur für geübte Bergwanderer geeignet. Sie setzt sehr gute Kondition, Ausdauer, Trittsicherheit und eine gute körperliche Gesamtverfassung für Tagesetappen von durchschnittlich 7-10 Stunden Gehzeit voraus.

    Die zu überwindenden Höhenunterschiede betragen teilweise mehr als 1.000 m. Bei Hochwasser ist die Streckenführung auch in größerer Höhe möglich. Sie halten sich 14 Tage in völliger Abgeschiedenheit auf, sind unterwegs in Regionen ohne jegliche Infrastruktur. Die Durchquerung ist eine Mischung aus Trekking und Expedition. Trekking - weil keine besonderen alpinistischen bzw. kanu-technischen Kenntnisse nötig sind; Expedition - wegen des Gesamtumfangs der Reise, d.h. mehr als 500 Kilometer in völliger Wildnis.

    Voraussetzung sind ausgezeichnete Kondition und Ausdauer in physischer Hinsicht und psychische Belastbarkeit (Abgeschiedenheit und Weite, einfache Ernährung, lange Tagesetappen durch unwegsames Gelände: Steine, Moos, Flechten, Moor, Umwege zur Findung der besten Strecke, Fluss-Durchquerungen bei unterschiedlicher Tiefe und Strömung, Mücken, Moskitos, hohe Temperaturunterschiede). Das Hauptgepäck wird während der des Trekkings von Pferden transportiert. Da die Anzahl der Pferde begrenzt ist, besteht für das Hauptgepäck eine Gewichtsbeschränkung von 12 kg pro Person.

    Auf weiten Strecken der Kanufahrt gibt es kaum Strömung. Besonders bei Gegenwind kann das Paddeln deshalb sehr anstrengend sein.

    Die Verpflegung während der Reise ist einfach und besteht überwiegend aus Reis, Nudeln und Konserven. Unterwegs wird der Speiseplan durch Fischen, und das Sammeln von Pilzen und Beeren ergänzt. Sehr anspruchsvolles Trekking in der absoluten Wildnis. Sowohl physisch als auch psychisch sehr fordernd.

    Klima

    Yakutien und die bereisten Gebiete weisen ein extremes Kontinentalklima auf. Im Juli und August erreichen die Tagestemperaturen Werte von 20-25°C; während der Nächte fällt das Thermometer durchschnittlich auf 5-10°C. Die Temperaturen können aber erheblichen Schwankungen unterliegen und von den angegebenen Werten abweichen. In den Sommermonaten muss immer auch mit Niederschlägen gerechnet werden.

    Ausrüstung

    Für diese Reise benötigen Sie expeditionsartige Kleidung, die Sie vor extremen Witterungsverhältnissen schützt. Ihr Schlafsack sollte im Komfortbereich bis -5°C tauglich sein, und ein möglichst wasserdichtes Obermaterial haben. Ihr Hauptgepäckstück muss für den Transport mit Pferden geeignet und möglichst wasserdicht sein. Bitte beachten Sie die Ausrüstungsliste, die Sie mit Ihren ersten Unterlagen erhalten.

    Inklusivleistungen:

  • Englisch sprechende Reiseleitung ab/bis Jakutsk
  • Flug Jakutsk - Ust - Nera und Khonoo - Jakutsk
  • Übernachtung in Hotels, Lodges und Zelten
  • meist Vollpension
  • Transfers/Fahrten lt. Programm
  • Begleitmannschaft
  • Camping - und Kochausrüstung
  • Nicht enthalten: An-/Abreise nach/ab Jakutsk, Visakosten (ca. € 90,-), Getränke, Trinkgelder (ca. € 4,- pro Tag), Ausgaben für individuelle Aktivitäten sowie persönlicher Art; Versicherungen.

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     Preise 
     Teilnehmer: 6-12 Pers.

    Reisedauer: 26 Tage

    Preis: ab 3.650,- €
    (exkl. Anreise)
    Visum Russland: ab 90,- € mehr Infos >

    Alle Termine & Preise >
     

     Reisetermine 
     16.07. - 10.08.2012 verfügbar

    Legende:
    verfügbar = verfügbar
    ausgebucht = ausgebucht
     

     Einreisebestimmungen 
     Russland:
    Visum erforderlich, notwendig sind dazu der 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass, ein ausgefülltes Visumantragsformular, eine Visumbefürwortung, ein Einkommensnachweis (nur für Deutsche Staatsbürger) sowie der Nachweis einer Auslandsreise - Krankenversicherung. Für Bürger aus Drittländern ist eine Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland erforderlich, ansonsten muss das Visum im Heimatland beantragt werden.
     

     Reiseveranstalter 
     Hauser exkursionen international GmbH
    München, Deutschland
    AGB >
     

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    Letztes Update: 06.02.2012