Bergwandern auf der Halbinsel Krim - Vom Aj Petri zum Kara Dag
Reise Nr. 6
In einer russischen Redensart heißt es: ”Das Leben wird jedem nur einmal gegeben, und man sollte es auf der Krim verleben.” Traumhafte Landschaften, Spuren einer wechselvollen Geschichte, die von der griechischen Antike bis zur Weltpolitik des 20. Jh. reicht, sowie nicht zuletzt hervorragende Weine werden wir auf dieser Reise kennen lernen. Die Halbinsel Krim – am südlichsten Ende der Ukraine gelegen – ist landschaftlich ein echtes Paradies. Steil zum Meer abfallende, pinienbewachsene Karstfelsen, Tafelberge mit Laubwald, weinbewachsene Berge vulkanischen Ursprungs und eine traumhafte Südküste mit Zypressen, Palmen und Feigenbäumen – wohl nirgendwo sonst in Europa gibt es eine solch große landschaftliche Vielfalt auf engstem Raum. Die kleinen Kurorte aus dem 19.Jh. mit verwinkelten Gassen und ihren an den Hang gebauten Häusern mit Weinranken über den Höfen und blühendem Oleander in den Vorgärten haben ein ganz besonderes Flair. Hier gibt es auch Villen und Paläste aus der Zarenzeit – einstmals die Sommersitze des russischen Adels und der künstlerischen Intelligenzija. Von drei festen Quartieren aus – zwei davon befinden sich in Küstenorten – werden wir Tageswanderungen im Krimgebirge unternehmen. An mehreren wanderfreien Tagen können wir einige der vielen historischen Sehenswürdigkeiten der Krim besichtigen oder einfach nur das Meer genießen.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Flug Deutschland-Simferopol. Transfer zur Unterkunft nach Bachtschisaraj.
2. – 4. Tag:
Die kleine Stadt Bachtschisaraj (dt.: ”Palast im Garten”) im Bergland der Krim war bis Ende des 18. Jh., als die Halbinsel dem Russischen Reich einverleibt wurde, die Hauptstadt des Chanats der Krimtataren. Die islamischen Krimtataren sind die Nachkommen jener Mongolen, die im 13. Jh. weite Teile des östlichen Europas eroberten. Wir besichtigen in Bachtschisaraj den Palast der tatarischen Chane und machen eine Eingewöhnungswanderung, die uns über das orthodoxe Maria-Himmelfahrts-Kloster bis auf den Tafelberg Tschufut Kale mit den Überresten einer alten Höhlenstadt führt. Das Bergplateau mit seinen in den Fels gehauenen Höhlen diente viele Jahrhunderte lang verschiedenen Krimvölkern wie den Chasaren oder Karaimen als Wohnort und Festungsanlage (ca. 4 Std. reine Gehzeit, max. Höhenunterschied: ca. 300 m). Am nächsten Tag wandern wir zur auf 900 m Höhe gelegenen Marmorhöhle, der größten Höhle der Krim. Auf einer ca. einstündigen Wanderung durch diese Tropfsteinhöhle können wir die phantastischen Formen der Millionen von Jahre alten Tropfsteine bewundern (ca. 4 Std., ca. 400 m). Eine weitere Tageswanderung von Bachtschisaraj aus führt uns durch eine lange Schlucht mit bis zu 300 m hohen Felswänden. Die Einheimischen nennen sie Großer Canyon der Krim (ca. 4 Std., ca. 300 m).
5. Tag:
In der Nähe des Großen Canyons beginnt auch unser Aufstieg zum Meer. Durch weitläufige Buchenwälder geht es sanft bergan bis auf die 1.100 m hoch gelegene Aj-Petri-Jajla, eine grasbewachsene Hochebene, an deren gegenüberliegendem Ende wir einige Felszacken mit einem Kreuz erkennen können – den Gipfel des Berges Aj Petri. Hier fällt das Gebirge fast senkrecht ab. Uns eröffnet sich ein grandioser Blick aus der Vogelperspektive auf die Südküste der Krim und das Meer. Nach unten gelangen wir mit der Seilbahn – und finden uns in einer anderen Welt wieder. Die mächtigen bis zu 1.500 m hohen Karstfelsen schirmen diesen Küstenstreifen gegen kalte Nordwinde ab, so dass das Klima mediterran ist. Es wachsen Pinien, Feigenbäume, Zypressen und Palmen. Wir beziehen unser neues Quartier an der Südküste (ca. 6 Std., ca. 700 m).
6. – 10. Tag:
Nach einem Ruhetag gelangen wir mit einem Bus von unserem Südküsten-Quartier zum Angara-Pass, dem Ausgangspunkt für die Wanderung zum imposanten Demerdshi, einem 1.200 m hohen Berg vulkanischen Ursprungs mit bizarren Felsformationen (ca. 5 – 6 Std., ca. 700 m). Am Besichtigungstag wandern wir auf dem so genannten Zarenpfad mit herrlichen Ausblicken auf die Berge und das Meer bis zum 'Weißen Palast' von Liwadija, der Sommerresidenz des letzten russischen Zaren (ca. 1,5 Std., ca. 100 m). Hier fand 1945 die so genannte Jalta-Konferenz der Siegermächte des 2. Weltkrieges statt. Wir besichtigen die Altstadt von Jalta, des größten Kurortes der Krim, und wer möchte kann auch der Datscha des Schriftstellers Anton Tschechow einen Besuch abstatten. Eine weitere Wanderung führt uns über die ”Teufelsleiter” von der Südküste auf ca. 700 m hohe Karstfelsen. Auf dem Plateau wandern wir in luftiger Höhe über dem Meer bis zum Bajdar-Pass, wo wir die malerisch auf einem Felsvorsprung gelegene Auferstehungskirche von Foros besuchen können (ca. 4 Std., ca. 400 m). Am letzten Tag an der Südküste kann man einen Ruhetag einlegen, auf eigene Faust die Küstenorte erkunden oder mit einem Führer eine anspruchsvolle Wanderung zum 1.527 m hohen Tschatyr Dag, einem der höchsten Berge der Krim, unternehmen (fakultativ, ca. 6 – 7 Std., ca. 800 m).
11. Tag:
Transfer von der Südküste zu unserem neuen Quartier im Südosten der Krim. Unterwegs kleine Wanderung zum Wasserfall Dshur-Dshur (ca. 2 Std., ca. 50 m).
12. – 14. Tag:
Wir besuchen Nowij Swjet, gelegen in einer malerischen Bucht umgeben von felsigen Bergen. Der Ort erhielt im 19. Jh. den Namen ”Paradies”. Hier ”erfand” der russische Fürst Golizyn 1878 den Krimsekt. Wir unternehmen eine Küstenwanderung durch das wirklich paradiesische Naturschutzgebiet von Nowij Swjet, durch Wacholderwälder, zu Grotten, bizarren Felsen und lieblichen Buchten (ca. 4 – 5 Std., ca. 250 m). Am Ruhetag können wir die imposante Genuesische Festung von Sudak besichtigen und den edlen Krimsekt direkt in der Kellerei von Nowij Swjet probieren. Die letzte Wanderung führt uns auf den Kara Dag, den Schwarzen Berg (ca. 4 Std., ca. 400 m). Der Kara Dag ist der älteste Vulkan Europas, er erlosch bereits vor ca. 150 Mio. Jahren. Anschließend können wir einen Bootsausflug zu den mächtigen Felsen des Kara Dag unternehmen (fakultativ).
15. Tag:
Transfer nach Simferopol. Rückflug nach Deutschland.
Charakteristik:
- Tageswanderungen ohne Gepäck (4 bis 6 Std. reine Gehzeit), mittlere Kondition erforderlich;
- mehrere wanderfreie Tage mit Besichtigungsprogramm;
Im Reisepreis enthalten
- Linienflüge Frankfurt/Berlin/München - Simferopol und zurück (von Berlin und München jeweils über Kiew)
- 14 Übernachtungen mit Frühstück in kleinen Hotels oder privaten Gästezimmern (DZ mit Du/WC)
- alle Transfers auf der Krim
- deutschsprachige biss - Reiseleitung
- Eintrittsgelder bei Besichtigungen lt. Programm
- Infomaterial und Landkarte
Im Reisepreis nicht enthalten
sonstige Verpflegung (ca. 220 €)
Wunschleistungen
- Rail & Fly:
75,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 6
- Maximale Teilnehmerzahl: 12





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