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Bergsteigen auf SlowakischSlowakei / BergtourReise Nr. 315 Kennen Sie das kleinste Hochgebirge Europas – die Hohe Tatra? Klare Gebirgsseen und blumenübersäte Wiesen liegen hier eingebettet zwischen schroffen Bergen. 20 Gipfel ragen über 2.500 m hoch auf. In diesem Nationalpark gedeihen endemische Pflanzen, Gämsen und Murmeltiere tummeln sich und mit etwas Glück entdecken Sie Spuren von Luchs, Bär oder Wolf. Von Ihrem gemütlichen Berghotel aus unternehmen Sie anspruchsvolle, ausgedehnte Bergwanderungen auf denen sich malerische Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel und unzählige Wasserfälle bieten. In urigen Hütten, die teilweise nur von Trägern versorgt werden, stärken Sie sich bei Palatschinken, Brimsenkäse, Piroggen und einem Schluck Sliwowitz. Die Gastfreundschaft der Slowaken zeigt sich an einem typischen slowakischen Abend – heißblütige Zigeunermusik inklusive. Lauschen Sie der Natur und genießen Sie die Besonderheiten der slowakischen Berge!
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Anreise mit dem Kleinbus ab München (ca. 10 Std. Fahrzeit) oder Wien (ca. 5 Std. Fahrzeit) in die Slowakei zu unserem Berghotel. Direkt hinter dem Hotel beginnen die Wanderwege zu unseren Zielen der nächsten Tage. Majestätisch erhebt sich Slavkovski Stit über der Anlage. Beim gemeinsamen Abendessen werden wir von unserer Reiseleitung über den Programmablauf der nächsten Tage informiert. Fahrzeit: 5-10h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A] 2. Tag Höhenweg - Batizovske See - Gipfel Ostrva - Popradske See - Strbske Pleso Am Morgen stärken wir uns am Frühstücksbuffet für unseren ersten Wandertag. Der Weg führt zunächst durch dichten, dunklen Mischwald, dann öffnet sich der Wald und weite, mit Latschen bewachsene Hänge säumen unseren Pfad. Würziger Duft liegt in der Luft. In leichtem Auf und Ab wandern wir auf dem Höhenweg zwischen Berg und Ebene. Der Blick schweift weit in die Ebene, nach Poprad, zur Niederen Tatra und bis zum ”Slowakischen Paradies'. Nach 2 Std. erreichen wir die Berghütte Sliezky dom (1.670 m) an einem See. Hier befinden wir uns zwischen Gerlachovsky Stit (2.654 m), dem höchsten Berg der Slowakei, der nur mit einer Sondergenehmigung bestiegen werden darf, und Slavkovsky Stit (2.452 m). Weiter geht es über den Bergrücken Suchy Vrch zum Bergsee Batizovske Pleso (Pleso = See) unmittelbar unterhalb des Gerlachovsky Stit. Langsam wird die Landschaft rauer, der Latschenbewuchs wird karger und Felsbrocken ragen zwischen den Pflanzen hervor. Hin und wieder erfreuen uns satte, je nach Jahreszeit, mit Blumen übersäte Bergwiesen. Die ca. 200 Höhenmeter hinauf zum Berg Ostrva erklimmen wir auf einem steilen Weg und können bald den eindrucksvollen Blick hinunter zum Bergsee Popradske Pleso genießen. Über den Sattel Pod Ostrvou steigen wir in ca. 1 Std. zum See ab. Dort besuchen wir eine Gedenkstätte für Bergsteiger, die in der Hohen Tatra verstorben sind. Nach einer weiteren Stunde Abstieg sind wir im Ort Strbske Pleso und fahren mit der Bahn nach Stary Smokovec zurück. Im Hotel essen wir zu Abend. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Übernachtung im Hotel [FA] 3. Tag Über den Pass Priecne sedlo (2.352 m) Vom Hotel aus wandern wir zunächst durch Wald zu den Wasserfällen Obrovsky, die sich mitten im Wald über mehrere Stufen ergießen. Man kann auf Felsen ganz nah ans Wasser herankommen. Durch Kiefernwald führt die Route weiter aufwärts bis zur Hütte Zamkovskeho (1.475 m, ca. 1 Std. Gehzeit). Der Weg ist aus Fels und Steinen angelegt und nicht schwierig zu begehen; da er aber nicht eben ist, erfordert er Aufmerksamkeit. Wir verlassen den Wald und überqueren einen Fluss hinüber ins Tal Mala Studena Dolina. Östlich des Flusses ziehen wir durch ein Tal langsam aufwärts. Der Weg ist weiterhin gut ausgebaut und wird von Latschen und - je nach Jahreszeit - von vielen Blumen gesäumt. In höheren Lagen weichen die Latschen allmählich kleinerem Gestrüpp und Bergwiesen. Manchmal ist das Pfeifen der Murmeltiere zu hören, vielleicht lassen sich die scheuen Tiere sogar blicken. Das letzte Stück des Aufstiegs zur Hütte Teryho führt steil über Felsen und teilweise über Geröll (ca. 2 Std. ab Zamkovskeho). Die Hütte ist ein massiver Steinbau und liegt an einem herrlichen Bergsee. Nach einer wohlverdienten Verschnaufpause ziehen wir weiter über Felsplatten und Pfadspuren zum Fuß des Berges Siroka veza. Die Tour wird nun anspruchsvoller. Wir meiden eine Geröllrinne und gewinnen über einen felsigen Steig an Höhe. Der Weg zum Passübergang Priecne sedlo (2.352 m) ist mit Ketten versichert, so dass überall mit größtmöglicher Sicherheit aufgestiegen werden kann. Nach ca. 1 Std. ab der Berghütte Teryho haben wir den Sattel und somit auch den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung erreicht. Der Abstieg auf der anderen Seite des Bergkammes ist zu Beginn auch mit Ketten gesichert. Nach ca. 50 Min. sind die Bergseen Sive und Starolesnianske erreicht. Die Hütte Zbojnicka (1.960 m) lädt noch einmal zu einer Rast ein. Im weiteren Verlauf des Abstiegs folgen wir dem Tal Velka Studena dolina. Felsen und Geröllhalden bleiben nun zurück und wir wandern wieder in grüner werdende Niederungen zum Hotel zurück. Gehzeit: 7,5h; Aufstieg: 1060m; Abstieg: 1060m; Übernachtung im Hotel [FA] 4. Tag Über den Pass Bystré sedlo (2.314 m) Heute erwartet uns eine anspruchsvolle Hochgebirgstour. Wir wandern durch zwei Täler in der Nähe des bekannten Bergsees Strbske Pleso (1.355 m), wo unser Aufstieg beginnt. Zunächst gehen wir gemütlich zum Wasserfall Skok hinauf. Anschließend erreichen wir eine Talterrasse mit dem Bergsee Pleso nad Skokom. Der schwierigste Abschnitt beginnt unter der Felsstufe, die den Bergsee Capie pleso (2.072 m) trägt. Von dort geht es über zahlreiche Serpentinen hinauf zum Bystré sedlo (2.314 m), dem dritthöchsten Pass der slowakischen Tatra. Zwischen zwei Bergen hindurch bietet sich eine schöne Aussicht ins Tal Furkotská dolina. Der weniger anstrengende Abstieg führt danach bis zum Ufer des Vyšné Wahlenbergovo pleso (2.157 m) und weiter über eine Traverse zur Hütte Chata pod Soliskom. Anschließend steigen wir zum Ausgangspunkt am Bergsee Strbske Pleso ab. Wer möchte, kann auch den Sessellift bergab nutzen (fakultativ). Gehzeit: 9h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1100m; Übernachtung im Hotel [FA] 5. Tag Bergtour auf den Vychodna Vysoka (2.429 m) Eine herrliche Rundwanderung liegt vor uns. Sie ist zwar lang, aber sehr abwechslungsreich und gilt unter Kennern als eine der schönsten Bergwanderungen in der Hohen Tatra. Wir starten von unserem Hotel aus und gelangen nach 3 Std. mäßig steilen Aufstiegs zur Berghütte Zbojnicka (1.960 m). Nach einer kurzen Rast geht es richtig zur Sache: Der Aufstieg wird sehr steil und führt durch Gestein, Geröll und über lockeren Fels. Wir steigen zum ersten Passübergang Prielom auf. Die Strecke kann teilweise glitschig und rutschig sein. Um bei widrigen Verhältnissen trotzdem sicher gehen zu können, sind Ketten als Geländer angebracht. Für die mit Eisenketten gesicherten Stellen ist Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. Diese Stellen müssen in leichter Kletterei überwunden werden. Dafür bietet sich vom Prielom (2.290 m, 1 Std. ab der Hütte Zbojnicka) ein großartiger Blick in die gewaltige Ganek-Nordwand. Der Abstieg ist im oberen Bereich ebenfalls mit einer 20 m langen Kette gesichert. Nach dem kurzen Abstieg geht es über den zweiten Pass Polsky hreben (2.200 m) auf den Gipfel des Vychodna Vysoka (2.429 m, 1,5 Std. ab Prielom). Nach einer ausgiebigen Gipfelrast wandern wir zum Pass zurück und folgen den Pfadspuren zu einem der vielen schönen Seen der Tatra, Dlhe pleso. Vorbei an den Wasserfällen Velicky streben wir dem Berghotel Sliezsky entgegen (1.670 m, 1,5 Std. vom Gipfel). Von hier führt unsere Route quer über steile Hänge mit Buschwerk und Wald bis zu unserem Hotel. Gehzeit: 8,5h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Übernachtung im Hotel [FA] 6. Tag Wanderung in der Weiße Tatra Ein sehr langer Wandertag steht an, er führt in eines der schönsten Täler der Hohen Tatra. Dieser Teil der Hohen Tatra heißt Belianske (Belaer Tatra oder auch Weiße Tatra) und war mehr als 10 Jahre für Touristen gesperrt, um der Flora und Fauna Zeit zum Regenerieren zu geben. Einige Arten sind endemisch. Mit Respekt sollten wir dieses einmalige Gebiet betreten. Zunächst fahren wir mit der Bahn zu unserem Ausgangspunkt nach Tatranska Lomnica (881 m). Am steinigen Flussbett des mächtigen Tals Kezmarska Biela voda beginnt nun der Aufstieg bis zur Quelle Salviovy (1.225 m). Es folgt ein phantastischer Aufstieg durch Wälder das Tal entlang zur Hütte Zelene (1.550 m, 2 Std. ab der Quelle). Der Zelene pleso ist einer von fünf grünen Seen in der Tatra. Die gewaltige Felswand des Maly Kezmarski, mit ca. 900 m die längste Kletterwand der Tatra, ragt spektakulär über dem Talkessel auf. Während einer ausgiebigen Rast können wir die Schönheit der alpinen Landschaft in Ruhe auf uns wirken lassen. Der Weiterweg führt wieder in die karstigen Hänge der hohen Berge. Die Wälder liegen hinter uns. Wir streben in ca. 1,5 Std. hinauf zum Sattel pod Svistovkou (2.020 m). Ein kurzer Abstecher vom Pass zur wenige Meter entfernten Felserhöhung zeigt uns wunderschön, was uns bei den kurzen Ruhepausen während des Aufstiegs so begeistert hat. Über die hohen Felsstufen unterhalb der beiden Täler Zmrzle doliny stürzen mächtige Wasserfälle hinab. Sie werden ausgiebig vom schnell tauenden Schnee gespeist. Hinter dem Pass finden wir uns in einer ganz anderen Umgebung wieder. Die Tatra-Magistrale führt uns entlang dem wenig gegliederten, südöstlichen Hang der Spitze Kezmarsky stit (2.556 m). Besonders hier, hoch über dem Kessel Popradska kotlina, können wir das höchste Gebirge des gesamten Karpatenbogens bewundern. Die leicht abfallende Traverse führt uns bis zum Bergsee Skalnate pleso (3 Std. ab Zelene pleso). Wer möchte, kann vom Bergsee Skalnate aus (fakultativ) mit der Gondelbahn die Wetterstation mit Aussichtsterrasse Lomnicky stit (2.627 m) besuchen. In der Nähe des Bergsees befindet sich die Hütte Skalnata (1.750 m), ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier sind es noch ca. 2 Std. bis zu unserem Hotel. Ein ”Mammut-Wandertag' geht zu Ende, an dem wir die Schönheit und Wildheit der Tatra in vollen Zügen genießen konnten. Gehzeit: 8,5h; Aufstieg: 1157m; Abstieg: 753m; Übernachtung im Hotel [FA] 7. Tag Gipfeltag: Rysy (2.499 m) Den krönenden Abschluss der Reise bildet die Besteigung des 2.499 m hohen Rysy. Zunächst fahren wir wieder mit der Bahn zu unserem Ausgangspunkt nach Strbske Pleso (1.355 m) und steigen in 1 Std. zum See Popradske (1.500 m) auf. Der Weg führt nun - weiter in den Tatra-Hauptkamm vordringend - zuerst einen Talboden entlang und dann über Hänge hoch zum nächsten See, Velke Zabie Pleso (1.920 m, 1,5 Std.). Nun befinden wir uns wieder in den karstigen Hochlagen. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir über eine kurze Steilstufe die Hütte Rysy (2.250 m). Sie ist die höchstgelegene Hütte der Hohen Tatra und in ihrer Umgebung liegt meist das ganze Jahr über Schnee. Nach einer Verschnaufpause folgt der Endspurt, die letzten 250 Höhenmeter. Über einen Sattel erklimmen wir den höchsten Punkt. Der Gipfel des Rysy (2.499 m) liegt im Tatra-Hauptkamm, den er meist deutlich überragt, und ist der höchste Punkt unserer Tour. Bei guter Sicht bieten sich von oben herrliche Ausblicke auf die umgebenden Gipfel und hinab in die Täler. Über die Felsspitze verläuft die natürliche Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Ein berühmter Berg, auf dem schon Lenin und selbst Papst Johannes Paul II zu Besuch waren. Beim Abstieg folgen wir der gleichen Route wie beim Aufstieg. Gehzeit: 8h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1100m; Übernachtung im Hotel [FA] 8. Tag Heimreise Unsere Wanderwoche ist zu Ende. Nach dem Frühstück beginnt unsere Heimreise im Kleinbus zurück nach Wien (ca. 5 Std. Fahrzeit) oder München (ca. 10 Std. Fahrzeit). Fahrzeit: 5-10h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; [F] Inklusivleistungen:
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