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Baltische Städte zwischen Hanse und heuteBaltikum / RundreisenReise Nr. 3192 Ich lade Sie ein zu einer besonderen Reise durch das Baltikum: Wir machen uns in Vilnius, in meiner Heimatstadt Riga und in Tallinn auf die Suche nach den Spuren der wechselvollen Vergangenheit und spannen dabei einen faszinierenden historischen Bogen von der Zeit der Hanse bis in die Zukunft im vereinten Europa. Wir entdecken drei Länder und drei Hauptstädte, die vieles gemein haben und doch unterschiedlicher nicht sein können. Ihre Marija Skurule
Reiseverlauf: 1. Tag: Anreise ins Baltikum Heute beginnt die Reise in das Baltikum, eine Region Europas, die früher wie heute Bindeglied zwischen Ost und West war und ist. In Vilnius angekommen, fahren wir in unser Hotel, das ganz in der Nähe der Altstadt liegt, und in dem wir zweimal übernachten. (A) 2. Tag: Vilnius - Ikonografie einer Stadt Vilnius nimmt unter den drei baltischen Hauptstädten eine Sonderstellung ein. Nie wurde die Stadt vom Deutschen Orden kontrolliert und so entwickelte sie sich zur Kapitale eines ausgedehnten polnisch-litauischen Großreiches. Und da Großfürst Gediminas im 14. Jahrhundert Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen in seine junge Hauptstadt lud, nannten die Litauer sie Vilnius, die Polen Wilno, die Juden Wilne, Russen und Deutsche Wilna. Wir schauen uns in der Stadt um, zwischen Gotischem Ensemble, Tor der Morgenröte, Universität und Peter-Pauls-Kirche, sehen aber auch die Kehrseite der Medaille: die Stadt wurde nach dem zweiten Weltkrieg mit den ästhetischen Maßstäben des Stalinismus neu errichtet. Über eine Stadt zwischen alter religiöser Verankerung und Atheismus, zwischen Gestern und Morgen sprechen wir mit einem Mitglied der katholischen Kirchengemeinde von Vilnius. (F) 3. Tag: Litauische Besonderheiten Litauen und Europa: Forscher des französischen Nationalen Geographie-Instituts haben 1989 nach dem Zentrum Europas gesucht - und es 26 Kilometer nördlich von Vilnius gefunden. Wir fahren hin und diskutieren, wo sich die baltischen Staaten im heutigen Europa befinden! Wenig weiter halten wir an einem Messpunkt des Struwe-Bogens. Der skandinavisch-russische Meridianbogen gehört zu den größten und genauesten Projekten zur Zeit der Vermessung der Welt im 19. Jahrhundert und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Was neben der wissenschaftlichen Leistung ebenso wichtig ist: Das Projekt ist ein wunderbares und frühes Beispiel für internationale Zusammenarbeit. Am Berg der Kreuze bei Silauliai halten wir ein letztes Mal in Litauen. Mehr als 50.000 Kreuze haben sich an dieser Wallfahrtsstätte in drei Jahrhunderten angesammelt. Ein Ort religiöser Andacht und nationalen Gedenkens. Am Abend erreichen wir die lettische Hauptstadt Riga. 290 km (F, A) 4. Tag: Mein Riga - Liebe zur Heimatstadt Heute hat die Reiseleitung ihren großen Tag. Sie hat Heimspiel! Für uns heißt das, dass wir nicht nur die offensichtlichen Höhepunkte der Stadt besuchen, sondern auch die geheimen Ecken und die Lieblingscafés der Reiseleitung gemeinsam entdecken. Lassen wir uns überraschen. In der Altstadt Rigas blitzt der Einfluss deutscher Händler, Adliger und Intellektueller immer wieder auf. Der Dom, Stammkirche baltendeutscher Geschlechter, war einst Wirkungsstätte Johann Gottfried Herders, der zu seiner Zeit sich im geistigen Klima der Stadt wohl fühlte. Und er achtete die lettische, einheimische Kultur: in seinem Buch »Stimmen der Völker in Liedern« sind »Dainas« enthalten. Der Stadterweiterung des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gehen wir im Jugendstilviertel auf den Grund. Im Museum in der Albert iela schauen wir uns im Jugenstilmuseum eine authentisch eingerichtete Wohnung an. (F) 5. Tag: Entlang der Küste von Vidzeme Auf dem Weg nach Estland unternehmen wir einen Abstecher in die Höhen und Tiefen der menschlichen Phantasie. Im kleinen Ort Dunte gibt es ein Münchhausen-Museum. Die erste Frau des weltberühmten Barons stammte aus diesem Ort und auch er lebte hier sechs Jahre lang. Zeit, sich kurz mit dem populären Meister der Lügengeschichten zu befassen. Ostsee pur: Pärnu (Pernau) präsentiert sich als eine historische Kurstadt und ist zugleich die pulsierende Sommerhauptstadt Estlands. Die Wunden der sozialistischen Ära sind in den vergangen 20 Jahren bis auf die ein oder andere Narbe erfolgreich geheilt worden, wie wir schnell erkennen können. Die liebevoll restaurierte Villa Ammende ist ein guter Platz, um stilvoll Mittag zu essen, um dann entlang des weißen Sandstrandes zu promenieren, ehe wir die gute Stunde Weg nach Tallinn hinter uns bringen. Für die folgenden drei Nächte ist das historische Hotel Kreutzwald unser Quartier. (F, M) 6. Tag: Tallinn - einst und jetzt Begrüßen wir heute den »Langen Herrmann« und die »Dicke Margarethe«. Die beiden Stadttürme begrenzen die Altstadt von Tallinn. Wir beginnen auf dem Toompea, dem Domberg. Wir fotografieren die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale und stehen in der lutherischen Toomkirik vor den Grabplatten und Wappen alter deutscher Adelsgeschlechter. Über das »Lange Bein« steigen wir in die Unterstadt hinab, wo wir durch charmante Gassen zum Rathausplatz spazieren. Dort erfahren wir, dass wir vor dem einzigen gotischen Rathaus in Nordeuropa stehen, das bis heute erhalten blieb. Und das im alten Reval schon 1248 Lübisches Recht gesprochen wurde. Über den kulturellen Transfer zwischen Estland und Deutschland einst und jetzt unterhalten wir uns mit der ehemaligen Pressesprecherin der europäischen Kulturhauptstadt 2011, Maris Hellrand (angefragt). Wie wurde aus dem alten Reval Tallinn und wieviel Estland steckte in der alten Hansestadt? (F) 7. Tag: Spurensuche im Lahemaa-Nationalpark Ein Tag im Land der Buchten, im Lahemaa-Nationalpark . 1971 als erster Nationalpark der Sowjetunion gegründet, bietet die 72.000 Hektar große Meeres- und Moorlandschaft einer einzigartigen Artenvielfalt ein Zuhause: Fischadler, Schneehühner, Elche, Luchse und Biber teilen sich die ausgedehnten Wälder, Hochmoore, Seen, Bäche, Flüsse und Buchten. Immer wieder stoßen wir auf die alten Gutshäuser des Adels. Zerstörte, wie das Gut Kolga, oder restaurierte, wie das Gut Palmse. Hier lebte früher die Familie von der Pahlen. Wir schauen uns das Museum mit dem zeitgenössischen Mobiliar an und spazieren entspannt durch den gepflegten Park. Wenig weiter der Gutshof Vihula. Er wurde in den vergangenen Jahren zu einem Hotel umgebaut. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem Spaziergang über die weitläufige Anlage können wir uns in der kleinen Wassermühle mit Monika Sooneste (angefragt) über Chancen und Risiken des Tourismus in der Region unterhalten. (F, M) 8. Tag: Heimreise Die Reise zwischen Ost und West, zwischen gestern und heute endet: der Flug zurück nach Deutschland wartet. Alte Erinnerungen und neue Eindrücke nehmen wir mit nach Hause. (F) Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. (F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen) Ihre Hotels
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