Unsere Reise in die ”Stadt der Löwen”, die Mitte der 1980er Jahre zur ”heimlichen politischen Hauptstadt der Ukraine” avancierte, hat folgende Themenschwerpunkte:
Polnische, österreichische, deutsche, sowjetische und ukrainische Herrschaftsträger in der ”multikulturellen” Stadt: Auswirkungen auf Stadtbild und Bewusstsein
Das jüdische Lemberg
Die literarische Landschaft von Joseph Roth (Tagesexkursion in seinen Geburtsort Brody)
Die ”Ideale Stadt” Žovkva
Chancen und Probleme der unabhängigen Ukraine
Treffen und Gespräche u.a. mit einer Germanistin, einem Mitglied der jüdischen Gemeinde, einem Journalisten, einer Deutschlehrerin
Abfahrt ab Berlin nach Posen (ca. 17.00 Uhr), Gelegenheit zu einer Stippvisite des schönen Marktplatzes. Weiterfahrt mit dem Nachtzug nach Przemyśl (ca. 22.45 Uhr)
2. Tag:
Ankunft in Przemysl (ca. 11.30 Uhr), Weiterfahrt mit dem Reisebus. Ankunft in Lemberg gegen 17.00 Uhr. Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang.
3. Tag:
Spaziergang durch die Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) und über den Rynok (Marktplatz). Besichtigung des armenischen Viertels, der Boim-Kapelle u.a., Stadtrundfahrt mit Ausstiegen (”Hohes Schloss”, St. Georgs-Kathedrale, Stryjskyj-Park, Universität u.a.): Lembergs wechselhafte Geschichte unter polnischer, österreichischer, deutscher, sowjetischer und ukrainischer Herrschaft. Die Sehenswürdigkeiten, das Alltagsleben, die Rolle der Kirche, die politische und wirtschaftliche Situation.
4. Tag:
”Rundfahrt mit Ausstiegen durch das jüdische Lemberg”: Kulturzentrum (in der Sowjetzeit Sporthalle), Mahnmal für die Ghettoopfer, Gelände des ehemaligen Janower Konzentrationslagers, Bahnstation, von der die Nazis die Lemberger Juden ins Vernichtungslager Bełżec deportierten, Gebäude des ehem. jüdischen Krankenhauses, Synagoge, u.a.
Gespräch mit einem Lemberger Journalisten: Die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation der Ukraine
Zeit zur freien Verfügung
5. Tag: Tagesexkursion nach Brody
Zeit zur freien Verfügung
Halbtagesexkursion in das Renaissancestädtchen Žovkva/Zolkiew (25 km von Lemberg), einer vom italienischen Architekten Cataneo angelegten ”Idealen Stadt”: Basilianerkloster, römisch-katholische Kathedrale mit den Grabstätten der polnischen Adelsfamilie Zolkiewski, Wehrsynagoge, spätmittelalterliche Holzkirchen
6. Tag:
Tagesexkursion nach Brody:
Die literarische Landschaft Joseph Roths, der 1894 hier geboren wurde, und Ansichten der ukrainischen Provinz
Besuch in der Schule, in der Roth Matura machte, Gespräch mit der Deutschlehrerin
Spaziergang durch den Ortskern
Besichtigung des jüdischen Friedhofes
7. Tag:
Die soziale Situation in der Ukraine: Informationsbesuch bei der
Obdachlosenzeitung 'Unter freiem Himmel'
Zeit zur freien Verfügung
8. Tag:
Bahnfahrt (ca. 7.00 Uhr) über Przemyśl nach Krakau
Ca. drei Stunden Aufenthalt. Möglichkeit zum Spaziergang durch die wunderbare Altstadt
Fahrt mit dem Nachtzug nach Stettin (ca. 18.30 Uhr)
Ukraine: Bürger der EU, der Schweiz und von Liechtenstein dürfen ohne Visum in die Ukraine mit den gültigen Reisepässen, der mindestens einen Monat über das Ende des geplanten Aufenthalts in der Ukraine hinaus Gültigkeit besitzt, einreisen sowie zwecks Transitaufenthalte das Territorium der Ukraine durchqueren (bei Aufenthalt bis zu 90 Tagen). Die Vorweisung einer Reise-Krankenversicherung mit Gültigkeit in der Ukraine (u.a. der AXA Krankenversicherung oder der Hanse Merkur Reiseversicherung AG) ist erforderlich.
Polen: Visumfrei für alle EU-Bürger für einen unbegrenzten Aufenthalt. Visumfrei für Staatsangehörige der Schweiz für 90 Tage. Notwendig ist der gültige Reisepass oder der gültige Personalausweis.